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Full text of "Die Leopold-Franzens-Universität zu Innsbruck in den Jahren 1848-1898"

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DIE LEOPOLD- 
FRANZENS- 
UNIVERSITÄT ZU 
INNSBRUCK IN DEN 
JAHREN 1848-1898 

Universität Innsbruck 



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1 

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Vi^.x-*t^-*.<i^-t.*-*--«^, ^^*,-i«*eÄe.i-?i:^ , ^ wißt/. 

DIE 

Leopold Franzejvs-üniversität 



zu 



INNSBRUCK 



IN DEN JAHRBM 



1848— 180a 




INNSBRUCK. 

VERLAG DER WAO N E R äCHRN UM V liRSlTÄTS-UUCHHANDUUNG. 

1899. 



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FESTSCHRIFT 

AUS ANLASS DES 60JAHRIGEN REGIE KU NGS -JUBILÄUMS 
SR. MAJESTÄT DES KAISERS 

FRANZ JOSEPH L 

HERAUSGEGEBEN VOM AKADEMISCHEN SENAT. 



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DRDCK OER WAGNEir>u«N UMVERSTTATS-BOCHDRIJCKERB IN INNSMtllCK. 



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De, akadanisdie Senat der Universität famsbruck hat in 
sdner Sitzung vom 7. Juni 1898 dnsdmmig den Beschloss gcfasst, 
aus Anlaas des Sojahngen Regieaings- Jubiläums Sr. M^estät des 
^ ivaiSers cme viescmcme oieser unvctsnac von 1040 — 1090 ais 
7 Festsduift herauszugeben. Eue soldie Publication schien ihm die 
^ würdigste und dfe akademisdiem Bkaiidie ai^femessenste Pom zu 
sein, in wdcher dte Ahna maier Oempontana ihrem eriauditen 

keit zu seinem Jubelfeste ihre Huldigung daibraigen kdmie. 

<^ Senat ein Omut^ das aus den nädistberufenen Fachmännem sowie 
aus Vettretem aller vier PaculUtten aisammengesetct wurde. 



Inhaltsübersicht. 



Hi»tori»chcr Thetl. 

«.Ii. 

I . Vorgeschichte . i 

I I Die neue Organisation der Universität 7 

III. Wissenschaftliche und lehramtliche Entwicklung der 

Universität 18 

ai Theologische Facultat 1^ 

bl Rechts- und staatswissenschaftliche Facultät ai 

ci Medicinische Facultät 

d;i Philosophische Facultät }4 

IV. Die Studierenden • 

V. Die bauliche Hntwicklung der Hochschule 59 

Stati«tt>ch«T Theil. 

Vorbemerkung 67 

1 . Der Lehrkörper: 

a( Der Lehrkörper nach den Kacultaten t>8 

b) Der Lehrkörper nach dem Geburtslande 75 

c) Die Vorlesungen nach der Stundenzahl 76 

d) Volksthümliche V^orlesungen 1 University extension) 78 



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IL Hif <^tiidiftrpndfln- 

a) Frequenz von i8so bis i8»S 29 

b) Die Studierenden nach dem Heimatlande gjj 

c) Die Studierenden nach der Nationalität gij 

d) Die Studierenden nach der Confession Lia 

HL Förderungsanstalten des Studiums: 

a) Institute und Seminare i n 

b) Die Universitäts-Bibliothek ij^ 

IV. Ergebnisse des Studiums: 

a) Staatsprüfungen und Rigorosen liÜ 

b) Promotionen lü 

c) Preisfragen lü 

V. Materielle Forderung des Studiums: 

a) Befreiung vom CoUegiengelde 134 

b) Stipendien 

c) Unterstütmngsvcreine Q5 

d) Anderweitige Unterstützungen. 137 

VI. Staatsanlwand für die Universität 13S 

Tabellen und VerzeichniMg. 

Tabellen 

I. Der Lehrkörper nach den Facultäten 

3. Der Lehrkörper nach dem Geburtslande r^S 

3. Vorlesungen nach der Stundenzahl ina 

4. Volksthümiiche Universitätsvorträge 164 

5. Die Frequenz von 1850 bis 1898 i£b 

6. Die Frequenz nach den Facultäten lüS 

7. Die Studierenden nach dem Heimatlande 123 

8. Die Studierenden nach der Nationalität iSJi 

9. Die Studierenden nach der Confession 

l£L Prüfungsergebnisse der Facultiten 30^ 

11. Promotionen 206 

la. Preisaufgaben lüfi 

13. Collegiengeld-Befreiungen aia 

i^. Stipendien -Verleihungen 31^ 



Ver/eichnisse: s«». 

I. [.)ie Rectoren von 1848 bis i8q8 ai^ 

a. r)ie Professoren 2lä 

3. nie in Iiiiisbaick habilitierten Privatdocenten 

4. Die von anderen Hoclxschulen zuge7.ogcnen Privatdocenten und 
habilitierten Supplenten 3^ 

^ . Themata für die Preisaufgaben ... a^o 

6 . Akademische Verbindungen und Vereine 2in 







Historischer TheiL 



VcngesGliidite. 




it dem Tode des lirzherzogs öigmund Franz fiel 1665 Tirol an 
die Haupdmie der Hababuiger. Es ld>te und rcwlierte nun 
I nicht mehr dne Nebeninie im Lande sdbat, wie das seit En- 



herzog Ferdinand fast ununterbrochen der Fall gewesen war. Um daiUr 
Ersatz zu schaffen, griff Kaiser Leopold I. den seit mehr als einem Jahr- 
hundert ab und zu gehegten Gedanken wieder au^ in Innsbruck dne 
UMvenittt m enkfatai. Der erste Act dam war dfe EkMuvng eines 
ffSabanlschbigea^ sur Bededcung der Kosten durch a. h. EntsdiEeisunp 
vom 15. Oktober 1669. Auf Grund derselben bq;anr. >! ': Hochsduile 
im folgenden Jahre ihre Thati^keit. Durch weitere a. h. EntscWiessunjj 
vom 25. März 1673 erhielt sie die Befugnis, in allen Facultaten die Grade 
m ertfaeaen I). Die juridisdie Paodttt roadUe sofort davon Gebrauch, 
bevor noch die langen Berathungen und Verhandlungen tibsr den kaiser- 
lichen Stiftungsbrief (d. d. Wien 1677, Apr. 26) a])|geichk>ssen waren. 
Auch die päpstliche Bestätigung, welche zunächst wegen der Verleihung 
der theologische Grade, aber überhaupt in Anknüpfung an alten Brauch 
erbeten ward, beieichnet im Eingang die n>elisdnde als vom Kaiser 
erriditet 



ProbM, Geschichie der UnivmiMi in loiubruck S. 



So ist die Universität Innsbruck vom Staat ak SwafMiMfalt ge- 
grtlndet worden Wie der Staat durdiauB die Auslagen bestritt, so 
bestimoite auch er die Privi^;jen und die QiganiaalkMi der Hochsdude 

(a. h, Bestätigung der seit 1673 zwischen Universität und Regiment 
berathenen Statuten d. d. Oedenberg 7. Okt. 1681). Nächst der allge- 
mdneo gdstigai Entwicklung ist denn auch die EntfaJtung unserer 
Hochschule in vordenter Linie von der wechsdoden Auf&ssung der 
Staatsau%aben bednflusst worden. 

Zur Zeit ab die hnabnidcer Ud¥eisilät au%eri d ite t wurde, stand nodi 

die Unterdrückung des Protestantismus in den Erblanden im Mittelpunkt 
der liahsliurgischcn Politik. Diesem staatlichen Ziel glaubten die Herrscher 
am besten gedient, wenn der Unterricht in die Hände des Jesuitenordens 
gelegt werden soweit als möglich war das sdion mit den UniversitSten 
in Wien, Frag, Frabui^;, Graz geschehea. Auch in Lmsbrudc, wo dieser 
Orden bereits ein Gycnanum besassy wurde ihm die FhOoaopliie gaiu, die 
Theologie grossentheils, und auch die kirchenrechtficfae Kanzel an der 
juridischen Facuitat übertragen. Doch ist in den vom Kaiser bestätigten 
Statuten ausdrücklich bestimmt, dass kein Religiöse Rector werden 
könne. War der nädiste Aiilass sur Enrichtui^ der ünuabnicker Hoch- 
schule, Land und Stadt für den Verlust einer in Tirol selber vidi erenden 
Dynastie su entschädigen, so wird in dem StiMirief als Au%abe der 
Anstalt Bekänififanj:;^ und Abhaltung der Haeresie hingestellt, weil die-selbe 
eine Pest für den St.iat wie für die Kirche sd. Es ist das derseJlx.- Zug 
der Zeit, welclier im 16. und 17. Jahrhundert auch auf den protcstan- 
ttsdien Hochschulen «fie kirchlche Rech^ubjgkeit im Sinne des Landes- 
herren in den Vocdagnind schob. 

Im darauffo^enden Zeitalter des Radonabnuis und aii%ekGiften 
Absolutismus konnte ein auf der scholastischen Philosophie beruhender, auf 
die Theologie berechneter, daher in der allgemeinern .Abtheilung lateinische 
Eloquenz und Disputirkunst bevorzugender Unterricht nicht mehr befirie- 

^ f 3. Dt tncs, Jooiad dar Limanv md SiMitdk lOu 



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digea Die Geistesrichtung forderte freies Philosophieren, die Regierung ver- 
langte Verbreitung von Kenntnissen, welche unmittelbar für den Staatszweck, 
iUr die heransubildenden Beamten, Aerzte, Lehrer u. s. w. nUtidich seien. 

iMbeModere auch n Oettencidi trat cBoe Auffitining io <^ngcn 
Zusammenhang mk den tid g re ifi a M ien Reformen, wddie unter der Herp- 
acliaft der weisen Kaiserin Maria Theresia und Josefs II. zu einer Wieder- 
geburt diejies Reiches führten. Der Staat nahm die Rcj^^elun^^ des Hocli- 
schulunterridites unmittelbar in seine Hand, der kirchliVh;- (liarakler der 
Gesammtuniversität, welcher mit der geläuterten Autta sung des Staats- 
xwedGGB aidite mehr zu thvio hatte, wurde lurückgeUraugt und acbliewBch 
ganz besek^ 

Schon im Jahre 1729 rügte die Regieiung die blos auf künftige 
Theologen abzielende Lehrweise der Jesuiten an der philosophisrlien 
Facultät und forderte statt Speculation und Di dectik grössere Beriick- 
skhtigui^ der Geschichte und der Naturwissenschaften; unter Maria 
Theiesia miideo hierfür zum Theü eigeoe Ldtrkanseb gc^frUpdet und 
das thatBädiEdie PirivSeg der jeauken auf alle Profenuren der phOo- 
sophtsdien Facultät durchbrochen. In ähnlicher Weise wurde auch in die 
Einrichtungen der drei andern höher ifesreljtpn Facultäten eingegriffen: an 
der juridischen wurden neben Vorträgen über römisches und canonisches 
Recht solche über Naturrecht und öffentliches Recht angeordnet, Berück- 
sichtigung der Landeagewohnheiten gefordert, pniHiiBdift OdGonomiie (nierst 
an der phOoaophiKhen Flacuilitt) gemadit; flir das Kircbenredit 

WUfde nach langen Verhandlungen ein weltlicher Vertreter bestellt, welcher 
auch das Recht des Staates gegenüber der Kirche zu entwickeln hatte. 
An der medicinischen Facultät wurde 1735 eine eigene Professur Air 
Chirurgie, 1754 der Unterricht in Geburtshilfe, 1765 jener ftr fMbammen 
eingerichtet b der Theologie wurden zur bessern Ausbildung brauchbarer 
Sedi C My er griediisch, heibritisdi, KanidberedBandcdlj später auch Patristik 
eingeftlhrt, manche Lehrkanzeln parallel besetzt: mit Jesuiten und Nicht- 
jesuiten. Der Jesuitenprovincial wurde verhalten, die Veränderungen seinem 
Lehrpersonais der Regierung anzuzeigen, die Ernennungen aller Professoren 



— 4 — 



erfolgte nun durch den Kaiser. Infolge der Aiifhcbuni^ des Jesuitenordens 
tm Jahre 1773 war eine Neuordnung der Gymnasien, des philosophischen 
und theologischen Unterrichtes unabweisbar geworden; derselbe wurde 
nun Vcdlends vom Staate abhängig gemacht Auf dem gkidKii Gesidita» 

punkt beruht es, daas die Vorlesun^rt n an den weltlichen PacuhSteil adt 
1783 in der Staatssprachr'. deutsch, abgehalten wurden. 

Der Fortschritt in den Universitätseinrichtungen unter Maria Theresia 
ist ein unfiiigbarer. Man hatte die hervorragendsten der damaligen 
deutacheo UnvenitJiten zum Muster genommen, namentSefa GMtmgen, 
man hatte auch die iwisaenschalUiclie Production auf den Hochschulen zu 
fördern t^rsurht Aber es zeigten sich doch auch dh Schattenseitea 
Namentlich seitdem an Stelle des einsichtigen Martini der einseitig fana- 
tische Gotfried von Swieten massgebend wurde, machte sich der Stand- 
punkt der NDtaSchkdt fllr den Staat in nüchternster, trodkenster und 
auch kurzsichtigster Weise geltend — ganz entsprechend dem Stile so 
vie!iT Sr.):it';h;iiitrn .III': di-r Zrit Friedrichs II. und Josefs II V ir was 
unniittelbar und positiv liir den Staatsdienst, lür den kirchlichen oder 
bürgerlichen Beruf brauchbar war, sollte gcfcrnt — und auch nur das 
gdehrt werden. Um dem Professor voDe Muse für die Ldirthätigkeit su 
geben, hob man die antoooroe Verwaltung der Hochschulen auf; damit 
der Student da.«; lernte, was der Staat fiirs nöthigste hielt, schrieb die 
Regierung Lehrbuch und l^hrsatz bis auf den letzten Buchstaben vor. 
Jede Spur von Freiheit und individueller Bewegung wurde genoinmea Der 
Budntabe tödtete den Geist; die wnsensdiaftlidie Forachung suchte aidi 
ihre Wege ausserhalb der Hochschule, deren Betrieb als ein mechanischer 
und pedantischer Schulzopf in Verachtung gerieth. Ce^^f tii 'i'-r der Mehr- 
zahl der deutschen I 'niversit.iten herrschte übrigens diese Stimmung viel- 
leicht noch stärker als in Oesterreich. 

Aua dieser StriUitang und aus der wohlgemeinten Abaidit nim 
Besudi der Universitäten nur die ausgesuchtesten Talente zuzulassen, 
erfloss da.s Handbillet Kaiser Josefs II. vom 29. November 17S1, dass 
neben den Hochschulen von Graz und Brünn auch jene in Innsbruck auf- 



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niheben ad; durch wehem EHa» vom 14. September 178a miide tetitere 

in ein Lyccum verwandelt, welches neben den beiden Jahrgängen der 
Philosophie und neben der Theolopic (seit 178,^ Generalseminar) noch 
kümmerliche Ansätze eines juristischen und dn chirurgisches Studium in 
ndi urWfiWL 

Jedoch Leopold TL stdhe auf Bitten der tirolischen Stände die Hodi> 

schule am 30. NcAfmlrr ij'.i wieder her und auch Bayern bdiess 
dieselbe, als ihm Tirol im I-'rieticn von IV' ssburjj 1S05 al»;;<-tri !<-n werden 
musstc, ja es that allerlei um sie zur lilüthe zu bringen: die Zahl der 
Lehikamehi wurde t» auf 30 vermdirt Erst nach der Eriiebui^ der 
Tiroler im Jahre 1809 und nadi der Zuschlagung SUdtirob «1 lUynen 
und Italien wurde die Universität durch königliches Decret VOm 25. No- 
vember 18 10 abermals aufpehnlien unt! mit lirlass vom 22. November 
181 1 neuerlich in ein Lyceuin mit einer theologischen und |jhilosophischcn 
Section umgewanddt 

Ab dann Tirol im Jahre 1814 mit ld)haften Freudenbeaeuguigen 

unter den Scepter { labsburgs zurückgekehrt war, wendete sich der Rector 
des Lyceums, dem sich der Stadtmagistrat, die Stände^ das Gut^eniium 
anschlössen, alsbald aji die Regierung mit der Bitte um Wiederherstellung 
der Univerritai; Auf wiederhalte VorsteUuogen wurde dem Gesuch mit 
a. h. Entsdiiessung vom 27. Jünoer 1826 idUähft Unsere Hodisdiule 
hdsst seitdem Leopold- Franzens - UniversitMtL Audi die schönen Ehren- 
ketten des Rectors sowie der Decane der juridischen und philosophischen 
Facultät wurden von Kaiser Franz verliehen. Aber da mit dieser Neu- 
grUnduqg keine eriiOhte Belastung des Staatsschatzes verbunden sdn 
aofte, ao blid> sie sehr unvoOständ^. Das theologische Studium des 
Lyoeums war 1822 zugunsten der Diücesanlehranstahen aufgehoben 
worden und wurde nicht wieder herge.stfllt: an Stelle der medicinischen 
Facultat verbLeb das ciürurgische Studium"-, wdches neben dnem juridischen 
adion mk a. h. KitadiEeasung vom 5. August 1816 nadi Lyoeunnait 
dqge ri c h teit worden war. Der gaoie Foftschritt bestand mm cfgentSch 
darin, daaa Jettt in PhOosqphie und Jus die academiachen Grade verlidken 



— 6 — 



werden konnten, und daas wieder die UiüverakMtsver&ssiu^ berracfate. 
Letsrteres wollte ndit viel besagen, da in der unter Josef IL geschafienen 

Organisation keine grundsätzliche Aenderuncf erfolgt war; UOteriagCd doch 
auch auch wissenschaftliche Werke strengster G^nsur! 

Oagcsfcn war in Peatacfaland seit den Tagen jener ■ch wa m i Pran- 
soseakSiiipfe, in welchen die Tiroler ihi« ungebrochene Vdkalcraft so 

heldcnmüthig bekundeten, eine höhere Au/ifassung von der Aufgalje der 
F lothschiJfn mm DurchLnidi gelangt. Sie sollten iiiclit blos Bew. ihrer 
des überlieferten, sondern Schupfcr neuen Wissens, nicht blos Stätten 
des Lchrena, aondent mach wissenschalUidier Forschung sein, säe soDleii 
dadurch geistige Mittelpunkte des Staates, des Volkes werden — 
und ne sind es geworden. Fmrschung und Lehre sollten in engsten 
Zusammenhang gebracht werden; die Ausbildung für die verschiedenen 
Berufe sollte gleichfalls eine wssenschaftliche, tler l'nterricht ein syste- 
matischer sein. GefiSrdert durch die Einsieht von Monarchen und 
Regier un ge n , welche ericannten, wie jeder maaenscbafiüche Fortadiritt 
mittelbar auch den verschiedenen staatlichen Aufgaben zugute komnit, 
ist diese Richtung rasch in Deutschland durchgedrungen. Dieser Geist 
hat die altehrwiirdige l'onn der Universitas literaruiti mit frischem Leben 
erfiillt, er hat verhindert, diiss die einzelnen Wissenszweige sich in isolierte 
Fachschulen auflösten. Und mit der erneuten Bedeutunig der genossen^ 
sdiaftlichen Gfiederung kehrte auch ein guter Theü der früheren Auto- 
nomie wieder. Ohne Bewegungsfreiheit kann niemals Wissenschaft ge- 
deihen: das achtungsvolle V'ertraueu zu ihr vernichtete die .ingstliche 
Bevormundung des LeiuinhaJtes und Lehrganges, an Stelle der frülieren 
GdMindenheit trat immer klarer ausgesprochen der Grundsats der Lehr> 
und Lernfreiheit. 



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TL 



Die neue Organisation der Universit&t 

Die österreichischeil Universitäten haben an diesen grossen Hrrungen- 
schaften der deutschen Sch wester aastalten lange keinen Antheil gehabt; 
durdi Aufrecfatetlialtui^ des alten Systaaes trat vidmehr dne scharfe 
Mknag zutage^ wdcfae das PoctsdireiMn des Gastedebena m Oesterreicih 
geradezu unterband, 

Diesen Bann gebrochci, die Sej^^nungen der vorgeschritteneren Ein- 
richtungen der deutschen Universitäten auf die österreichischen übertragen, 
damit i& alte Kulturgemeinschaft zwischen beiden zur Gänze wiedcrher- 
gestdk, den Hodischulea eine voObewuast auf dem Grundsatz der Wasen- 
aBhaftidifciek; der Ldir« und Lemfidbait angebaute Otgadiatkni in einem 
Zeitpunkt geiriÜvt zu haben , in welchem die Ideen politischer Freiheit nach 
den Ereignissen von 1848 so sehr zurückgedrängt wurden — das ist die 
grosse und unvergängliche Ruhmesthat Sr. Majestät tmseres 
regierenden Kaisers. Für den Aufschwung, welchen die Hoch* 
schulen seines Reiches seitdem genommen haben, bildet 
dieser Act die eigentliche Wurxel; ohne denselben wäre alle 
Sorgfalt der Regierung, alle reichliche Zuwendung von Geld* 
mittein durch die Volksvertretung unfruchtbar geblieben. 

Die österreichischen Universitäten hatten in der ersten Hälfte dieses 
Jahrhunderts die heA^BmnSkim BSnthfälung in vier Facultäten, von denen 



aber nur drei: Theolos^ie, jus und Medicin ein selbständiges Berufsstudium 
repräsentierten, während die pb'losophische den beiden obersten Classen 
des heutigen Gymnasiums entsprach. Wie vor alters stand an der Spitze 
jeder Facuftät der Decan, der Rector war Haupt der gamen Hodudiiik 
Diese FunctionXre bfldeteo aisainmen mit den Senioren den Senat Aber 
die Facutetten galten mehr als DoctorcoDegien denn als Lehrkörper. Ihre 
Befugnisse erstreckten sich fast ausschliesslich auf die Krtheilung der aka- 
demischen Grade und auf gewisse hergebrachte Ceremonien und Reprä- 
sentatioas-Acte; auch bei der Bestellung des Rectors hatten sie nur 
besduänktes Wahlrecht Die ganse Verwaltung lag beim Prolector — b 
Innsbruck war es der Gouverneur — und bei den Organen der Hofttndiea- 
oommission, den 1765 eingeführten Studiendirectoren. Den Letzteren ob- 
lag namt-ntüch die ganze Leitung und Beaufsichtigung des Unterrichtes, 
darum liattcn tue auch, obwohl sie höhere Staatsbeamte waren, Sitz und 
Säumt im akadoiüachen Senat Sie überwachten das Verhalten und die 
Ldire des Professors: dass er ädi genau an das votgeschtiebene Vorlese- 
buch halte und dass er nicht mit dem Audand corre^ndiere, sie hatten 
die SemesterprUfungen und die Rigorosen zu leiten, die Disciplinargewalt 
über die Studenten zu handhaben, welchen keinerlei Verbindung erlaubt, 
denen Schulstunde und Prüfung genau vorgeschrieben war. Uie lirnennung 
der Professoren erfolgte auf Grund eines Coocursea^ ha 1840 brauchte 
der Bewerber nicht einmal Doctor der betreflenden Facuhät zu sein. 

Im Jahre i S48 wurde dn ebenes Ministerium iiir Unterricht geschaffen, 
welchem die Universitäten direct untei-stellt wurden, und nun nahmen die 
Reformvorschläge, welche früher erfolglos von Kanzlei zu Kanzlei gewandert 
waren, raschen und glücklichen Verlau£ Niemand wird von denselben 
sprechen, ohne dankbar des Grafen Leo Thun su gedenkeui welcher 
wahrend seiner zwÖlQahrigen Ministerthat^fkeit (1849—60) die Umwandlung 
der Hochschulen mit ebensoviel Einsicht ab W<ddwoIlen Itewerkstelligte. 

Nachdem schon am 30. October 1848 ein provisorisches Gesetz 
über die Organisation der akademischen Rehürden erschienen war, welches 
gleich den Normen über das V erfahren bei Besetzung von Lehrstelleo 



und den provisorisdieii Anordnungen Uber Habilitation von Phvatdocenten 
(vom II. und 19. Deoeoiber) dem neuen durch den poUtadten Um- 
adaroBg gegebenen Stand der Dinge Recluuih|f trag, wurden mä dem 
pioviMriBchen Gesetz Uber die Orgarasatioa der akadcmiidien Bdiärdea 

vom 30. September 1849, der provisorischen DiscipBnarordnimg (vom 
13. Üctüber) und der aJJgcmeiiicn Studienordnung (vom i. October 1850) 
die Grundlagen jener üniversitat-5\crfassung gelegt, welche — weiter- 
gebout m dem GeMts Uber die ürgaidsatMia der akademisdien Behörden 
vom «7. April 1873 und in den fiestiannuqgen Uber die iStaatsprUilingen 
und R^ocoeen — heute noch b Kraft ist. 

Unverkümmerte Lehr^ und Ivcrnfreiheit an den drei weWichen 
Facultäton bildet den leitenden Gedanken: echte \\'issenschaft]ichkcit und 
wahre Charakterbildung sind in der Disciplinarurdnung als der oberste 
Zweck des Hochschulstudiums hingesteiil. hur die Erreichung dieser Ziele 
ist der Univenitat die nüdiige Selbstverwaltung gewährt, denn — wie 
sidi cm ebenso eriidircner als fcinfidilijger Kenner dieser Dinge auadrQdct: 
wer Wissensdiaft sagt, sagt Freiheit *X 

Ea genügt hier die wichtigsten Veiänderungen m den aligemeinen 
Unh«ajlSt8iN!ildkniiaen kunt in Erinnenne' bringen. 

Die phflosophische Facultät hat seit der Schafifung des achtclassigen 
Gjonnasiums aufgehört die vorbereitende Mittelstufe zu den andern Facui- 
tätsstudien zu sein; wolil aber soU sie neben ihren besonderen Aufgaben 
auch Ük die Hörer aller Facultiiteii al^emeinere Bildui^ vermitteln. Wie 
den Firofessoren nur die Abhahui^ jener Vorlesungen, deren Materien 
Gegeoataad der Staatsprüfungen und Rigorosen ist, aufgetragen wird, 
im übrigen aber Zahl und Art der Vorträge freisteht, so ist auch der 
Studierende nur, wenn 't Prirlntv.»^ abiegen will, an gewisse Studiendauer 
und zum Theil an bestnntnten Studiengang gebunden, im übrigen aber 
unbeadirSnkt b der Auswahl seiner Voriesuqgen nach äidhndudlem Be^ 



Ixnuyer, Die Vennitiing der IMenieicliiKfaen Hoehtdialeo, S. «. 



lO 



dürfnis, nach Neigung' und \ r^ikfiintnis. Er kann auch im Auslan«! studien'n, 
sowie auch wechselseitige licruluiigen der l'rolessoren von Deutschland und 
nach Deutschland Ublidi geworden shd. Jahres- und Halbjahres- 
pdllimgen sind beaeidiget; bk» der Hürer der Rechte muss nadi dem vierten 
Semester sdner Studien ein Examen ablegen, um weiter :)Is uicientlicher 
Hürer Inscribiert werden zu können; sonst bestehen nur nielir Prüfungen 
für bestimmte Berufszwdge: die Rigorosen und für Beamte und Lehr- 
amtscandidaten Staatapirüfungen, welche nach Schluss der Studien and 
zwar die ersteren gänzfich, die letzteren zu gutem TheS vor den Pro- 
fessoren abznl^en «hd. Die Studiendirectoren sind abgesdiaffi, cBe aVge> 
meinen Universitätsangel^genheiten werden durch den Senat, bestehend 
aus Rector und Prorector, aus den Decanen und Frodecanen und seit 
1873 aus je einem Senator aus jeder Facuität, wahrgenommen; ähnlich 
die Facultätsangeiegenheiten durch das Professorenoollegium, das aus flen 
Ordinarien und Extraordinarien und ddi Vertretern der Privatdooenten 
zasammengesetst ist Die genannten Functioinitre «erden frei gewSU^ 
brauchen blos Bestätigung seitens der Oberbdiörde; die Rectorswahl ist 
nach dem Gpseu von 1873' 10) an einen Turnus unter den Facultäten 
nicht gebunden. 

Für (fie Besetzung eriec^er oder neu zu enrkhtender Lehrkanzeln 
haben die FaeutaiUen Vorschläge an das Minfaterium zu richten, die Er- 
nennung erfolgt durch den Kaiser. I^ür den Nachwuchs WKsenschaiUich 

und lehramtlich geeig^netejr Kräfte ist durch die Privntdocenten gesorgt, 
clrrt-n Haliilitieriiit«; auf < irund «^'^edruckter wissenschaftlicher Arbeiten, eines 
mündlicheji lixamens und eines I'robcvoi träges von der Facuität ausge- 
sprochen, vom Ministerium bestätigt wird. Durch diese Autonomie tat es 
den ProfessorencoUegien möglich geworden einen wirksamen Einfluss auf 
dl- Ai.sgrstakuiig lind Weiterentwicklung der Hochschule zu nehmen: 
und wie es ilir Recht ist, so haben es die Facultäten auch in sehr vielen 
dieser Prägen liir ihre Pflicht erachtet die Initiative zu ergreifen. Nach 
deutschem Muster wurde auch das Coiiegiengeid eingefülirt (Ministerial- 
Erlass vom la. Juli 1850), das in Gemässheit des jungst sancttonierten 



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Gesetzes Uber EAHShaag der Profeasorengehäher zu sehr grossem Thal 
dem Staate zufallen wird. 
Soviel im allganeiiieo. 

Die Studienordminjr von 1S50 defimcft die Universititten ab aus vier 
oder doch nüideatens aus iwei Facultiiteiv wovoo die etne die pbiknc^ 

phische sein müsse, bestehende Hochschulen. Diese Einschränkung bezog 
sich speciell auf die Imishitirkir^r Hochschule^ welche neben der philoso- 
phischöi nur noch eine juridj.scl»e l-aculcat besass. Denn das chirurgische 
Studium befiind ach ausserhalb dieses Rahmens, es unterstand einem 
Regienu^abeamieii als Director, seine Piroleaaoren waren vom Senat 
ausgeschlossen, seine Diplome galten nicht als akademische. 

Begreiflicher Weise strebten sowohl die Univcrsitätskreise nis I'rovinz 
und Stadt die \ ervolistandigung an. Nach der finanziellen Seite hin, welche 
bei der dama%en Lage des Staatsschatzes sehr in Betracht fiel, war <fie 
Anfriefatuiig dner theologischen Facultat leichter durchzuAihrea 
Doch Ix-.standen beträchtliche Schwierigkeiten anderer Art. Das theo- 
logische Studium war der massgebenden Aufsicht der 1 )iücf satibischüfc 
wieder unterstellt worden; in \\ len, Prag, Graz traten die theologisd>cn 
Facultäten in ef^en Zusammenhang mit den dort befindScben Pricster- 
seminarien der betreffenden SpreqgeL Innsbruck ist weder formeU noch 
thatsächüch Sitz eines Bischofes. Zu Gunsten tfer Diöce^anlehranstalten an 
den Residcn/cn iler l-.indesbischöfe war ja 1822 das thcoluinsi he Lvccnl- 
studium in Innsbruck aulgchobcn worden, und seit dem AbschlusAi: des 
Coocordates weigerten sich die BSsdiDfe umsomehr, ihre Theologen aus 
der unmittelbaren Beaufsirht%ung, wie sie ihnen im Jahre 1850 neueriidi 
suerkannt worden war, zu entlassen. Da nun ausserdem die verschiedenen 
tirolischen Klustfr auch noch eigene theologische Hausanstaltcn Ijesassen, 
so war in lnnsLi-uck auf einen sicheren Stanun inlandischer Hörer der 
Theologie nidit so rechnen. 

Wol aber sprachen sidi die Landesbtehttfe dafiir aus, unter voll- 
ständiger Bdassuqg der bidier^gai DiOoesanlehranstahien das Hausstw&m, 



12 

welch' s rV.f jc*;Mitrn narh ihf-r NVuansicilIun^j in lnnsl>riii k im I.ihrf 
wit-dT i rrichtet hatten, als thc'jloj^isch«.- l"'.icu]tat an di«-' L nivcrsitat anni- 
glit^lcrn. I^ic Regierung erulfiiete Verhandjungen mit dem Frovoncial des 

Jesuitenordeas, wddie biniKn kunem tum Abschluss kamen. 

Beratt am 4. November 1S57 erfolgte die a, k Entschliessung', 

welche (Irr neu crnrht'-ten, an die Jesuiten iitw-rtn^^enf-n theologischen 
Faaiität y-nr Stellung zuerkennt, der'-n sich deriei Institute an anderen 
Universitäten des Reicl)cs erfreuen. Am 16. November wurde sie in An- 
wesenheit des damaligen Statthafeers, des durchlauchtigsten Erdiertogs 
Karl Ludw^, welcher diesen Plan mit besonderem WohlwoUen geKirdert 
hnite_ mit einer grossen kirrhüctr ri I-'i icr in d'T Jesuitenkirche, wo die 
neuen Prol( ss<jn'n vor ihrem Onietisohern ilie Profi-ssio fidt'i ablegten, und 
mit einem i'estact in der Aula, bd welchem der Kector der Universität 
und der Provoidal der Jesuiten Anspradien hieheo, erOffiwt. 

Verglichen auch mit allen anderen dieologtschen Paoulmien des Reidies 
nahm die hiesige in vieler lic/ifhi;!iL; »-nif- Ausnahmsstt-IIung ein: die Pro- 
fes-son-n fx-st'-IIte der Provincial kralt seiner vom Oberhaupte der Kirche 
erhaltenen Vollmacht aus 1 'riestern, welche durdi die im Orden bestehenden 
strengen PHifiuigen aus den phflosophisdien und tbedogiscfaen Wissen- 
schaften den Grad eines Doctors der Theologie erwoiben Jiaben; dxnm 

war die lüitfernung der Profejjsoren Sache des Ordensobern, welcher der 
Regierung lediglich davon .•\n/rige zu machen hatte Auch den Decan der 
Facullat ernannte der Prowndal; unter seiner Leitung übte der Rector des 

Ord^nsooll^liums m Innsbruck ab Localdirector der Faodtät den in den 
Ordenssatxui^^en ausgesprociKnen Einfluss aus. Für <fie Besorgung des 

Studiums erhielt der Orden ein jnhrüclies Pauschale von 8400 fl. öst. \V. '). 
Auf die Abweichungen vom Lchrplan wird spater zurück2ukonimai sein. 

') Zschokke, Die llwoluxischcii Sin.licn u;k< Anstalten der k nliolischcn Kirche 
ia Octterreich, S. 14B. — Dieter Uetammtcreüii von 8400 fl. für die dem Je«uiiea- 
ordea «ni^chorigen PnfctMMCD der Innabnicker ifaeologiidien FaculUR Im mich ipiMr 
nicht erhöht wonl«i, obwobl St ZM dw ^«CNiofwi Mfa MitlMr betiScMieh wmchit 
h«, vgL S. M. 



Die Promotionen erfolgten ursprünglich blos auctoritate pontifida an Aus- 
länder, also ohne Geltung Air Oesterreich; erst mit a. b. Entschlie&sung 
vom 26. Jmi tM6 vorde der hiesigen theologisdMR Facnllit die Aub- 
Übung des Pramotionsrechtes tu dem tbeologisdien Doctorgrade gegen 
dem gestattet, dass hinsichtlich der Erfordernissse zur Erlangung dieses 
akademischen Grades und der Verleihung desselben die bestehenden Vor- 
schriften penau in Erfüllung kommen. 

Als aber der Budget - Ausschuss des österreichischen Kdchsrathes 
(15. Febraar 1870) tüt eibe der staatfidiea Eimrirkunig und Aufincht so 
adv entsogene Facdtitt wdteriui kdne Mittd bewilligen «oBte und m den 
nächsten Jahren gleicliinhaltliche Resolutionen wiederholt wurden, so ward 
die bisherige zeitlich nicht gebundene Stellung der Facultät durch die 
a. h. Entücliliessung vom 10. August 1S73 neu geregelt: für die Besetzung 
der Lehrstuhle und für die amtHchen Verhältnisse der Professoren haben 
nun die bestehenden GesetjK zur Rlditsrhnmr ai dienen; bd £dedigung 
einer Firofesnur macht das tfaeokgjache ProfessorencoD^gnim demMainterium 
den Vorschlag, die li^niennung erfolgt durch den Kaiser, der Ernannte hat 
den Diensteid abzuJegen, bezieht Gehalt, ist pensionsfShig. Die Regierung 
wahrte sich ausdrücklich das Recht, nach Bedarf und Zuiass der Verhält- 
nisse im Interesse der Wissensdiafi einzehe LdirstUUe auch mit Nidit'- 
jesuiten ai be s etse n und machte auch im Jak« 1874 davon Gdxaudi. 
Seitdem «ird der Decan vom tbeologisdien ProfessorenooOqiium cnväMt» 
Privatdocenten werden nach den gesetzlichen Vorschriften und in dem Aus- 
masse zugelassen, als die Ordensvorstehung es für die V' ersehung der 
Lehrkanzeln zu Innsbruck und an andern mit dem Orden in Zusammenhang 
«tdbenden Anstalten für erspriessfidi erachtet. Welche Ordensmi^Iieder 
Ah. zur Habilitation vorbereiten, und wddten BUdnngagai^ cSesdben durdi* 
buien atikfo, tiestimmen aach jetzt *"r"^''*T'*''V die Ordensobem Die 
erste Habilitation -- nicht nur an der hiesigen, sondern überhaupt an einer 
theologischen Facuitat Oesterreichs — fand im Jahre 1875 statt, und die 
Einrichtung hat sidi hier nicht weniger bewährt, wie sie es schon längst 
an den «ddühen Facnitaten gethrn hatte. Doch ist die hiesige theo- 



— 14 — 



logische I'acuUät bisher die ettuige in Oesterreich geblieben, welche stets 
eine grössere ZaM von Privatdooenteo aufzuweisen hat Seit dieser Reor- 
ganisation wird cfie missio canonica auch den hiesig«» theologiachen 

Docenten vwn Diücesanbisch« >f n-thcilt 5?oit dem Jahre- 1S91 bcstdit 
der Lehrkörper wieder ausschliesslich aus Priestern der GeseUsdiaft Jesu. 

Viel kostbOI^er und complicierter, vom Zusammenwirken einer grös- 
seren Zahl von bitereasenteo abhäqg^g, ist natUriich die Errichtung einer 
medicinischen Facultät Das zeigte sich auch in IniMbmck, wo dodi 
schon durch das cliirurpischc Studium ein Ansatz von Professuren und \'on 
Instituten vorhandt^n w.ir. Jis bestand hfrdts ein rehitiv tfut und vnllstandig 
eingerichtetes anatomisches .Museum, sowie im Stadtspital eine mediciiiische, 
chirurgische und geburtahiMidie Klüiii^ jede mit dnem eigenen Asaiatenien. 
Sdion durch Ministerial-Ejlass vom 19. August 1848 war die Aufhebung 
der niederen Chinirgenschulen ai^ieoixhiet, und die Regienuig Uete daran 
fest da die Vorbildung, welche tUc \aer untersten Gymnasialciassen gewähren, 
inderThnt in kt iner Weise ausreichte, um dem Unterriclit auch nur in einigen 
medicinischen Fachern genügend folgen zu können. Die iirrichtung einer 
voOsUind^n medidniicheo Pacultat fiuste audi bereüts der Muiister Graf 
Thun sofort nach der EinfUgung der theologischen ins Auge, Im Jahre 
t86i wurde dem Landtag eine RegierungsvoHage macht, welche freilich 
an Schaffung; von Professuren und an Dotierung von Anstalten nur das aller- 
nothwfrulis^'Sttr und dieses nur kärglich [iraliminierte. Uer I-Sürgerausschuss 
von Injisbruck sagte 1862 für diesen Zweck jahrliche 1000 fi. und die Ueber- 
lassuqg des vermietheten Mittdtractes des damaligen SpitalgebSudes su. 
Das Land votierte am 17. AGirz 1863 einen Jahresbeitrag von 4000 tC, 

stellte aber dabei namentlich die unerfüllbare Forderung, dass das cliirur- 
giscli<_- Studiutn nelien dtrr nicdiciaischen Facultät fortdauere. I)iir. h die 
Bemühungen iles Statthalters R. v. l oggenburg und der Universitätskreise 
wurde die Angel^enhdt wieder in F'iuss gebracht, neuerliche Verhand- 
hs^;ea, wdcfae das bfinisterium 1868 mit Stadt und'Land erOffiiete, hatten 
ein günst^es ^gdmifc Die Stadtvertretung erhöhte den jührfichen Geld- 



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Beitrag auf 2 50(j tl, der l.aiultaf^' wiV^derholtc dir frühpre Zusage, beide 
waren noch zu weiteren Lcistuiigeu bereit: zu lü^veiterung des Stadtspitales 
und zur Erleichterung der Krankcnaufnahmej damit das klinische Material 
da grüfiaeres werde, zu Uebertragung der Landes-Gebär- und Fladdansta]k 
von AOe-Laate nach Innsbruck und zu Erweiteningr des pathologisch-ana- 
tomischen Institutes. Die restlichen Mehrkosten, welche zunächst auf etwa 
17000 fl. verapschiagt waren, aber baid bedeutend stiegen, übernahm der 
Staatssdiatz. 

Daraufhin erfolgte mit a. h. Entschliessung vom it. April 1869 die 
Erriditung der roedidiwchen Faouhlt; fiir die Auflösung der chmngiscfaeii 
Anstah wurde en Zeitraum von xwd ^brea feit^gieaetat; vier voD den 
Professoren der letzteren traten in die neue F&cuhät Uber. Vor ynvr 
festlichen Versammlung in der Universitäts-Aula. in welcher auch der da- 
malige üntenidiLsmiaislcr R. von 1 iasner erscliienen wai , eröfthete der 
Statthalter Baron Laaser am 25. October dendben Jahres feiei&h im 
Naitiea Sr. Majeatilt die medicniische Facultat und sdtmfldcte den erstoi 
Decan derselben mit der goldenen Amtskette *). 

Seitdem besitzt Innsbruck wieder eine vollständige I lochschule Ganz 
abgesehen von den materiellen Vortheiien für die Provinz und für die 
Stadt ist dieser Ausbau w^en der gesteigerten geistigen >\nregung, 
wdche er den Unhrersitätskrdsen zuführte und fortwährend zuiUhrt, aul 
das freud%ste und dankbarste zu begrBssen. 

Die erste Gelegenheit, bd wekher sidi dfe vier Facuhätsscepter freudig 

um den Rcctorstab schnaren konnten, war gelioten, als Se .Majestät der 
Kaiser am 5, Januar 1 87 i die Sanuniungen und Institute der Universität 
mit seinem allerhöclisteii Besuche beglückte. Auf die huldigende Ansprache 
des Rectofs in der Aula richtete Se. Majestät an die versammelten Pro- 
fessoren und Studenten unter Beseugung seiner vollen Zdriedenheit bgld- 
vdlst die Aufibrderang, auch kUnft^ihb Wusensdiaft und vaterilndiKhe 



'] Dieselbe ist die alte Kectonkeue der au(geliot>eaen Univcrutlii OlmUtz. 



— i6 — 



Ge-simiuag zu pflegen. Bei dieser Gelegenlieit verlieh Se. Majestät alkr- 
giiadigst auch der theologischen Facultät eine goldene Decanskette, welche 
sie bisber «ntbdirt hatte: 



NL't Rücksicht auf den italienisch sprechenden Thril Tirols brantr;)Lytc 
der Landtag am 28. März 1863, dass die ächwierigeren Gegenstände im 
ersten und zweiten Jahrgang der juridischen und der medidiiiBchen 
FaciiltBt (Uber derai Errichtung bereüs veriiaaddt wurde) such m italie» 
nischer Sprache vorgetragen würden. Mit a. k, Fitffrhfrfftiiry vom 
19. I'ebruar 1S64 wurde dem zunächst fllr die juridisdte Facultät Folge 
gegeben und luerfür ein Credit von i Soo fl. ausgeworfen. Nach Vorschlag 
der l'acultat erstreckten sich die italienischen Vorträge auf deutsche Reichs- 
und Rechtsgeschichte (seit i864), auf caoonisches (seit 1865) tnd rönrädies 
Redit (seit 1866). Divcb weitere a. K EntsdiEessung vom 35. Sqitem- 
ber 1869 wurde diese Dotation behufs Vermehrung der itafiemscben Vor- 
träge unter vor^ntisweiser Hedachtnahme auf die Prüfungsgegenstände der 
judiciellen Staatsprüfung bis /um PictrafTp von 50(10 fl. erhöht Seit dem 
Wintersemester 1 870/1 werden auch o&terr. Civil-, Strairecht, Qvilprocess 
sowie Handds- und Wedisdrecbt in itaienischcr Sprache gdesea 

Daas die itaMeoiscben Vortrage Uber die GegenstSnde der ersten Staats» 
pcüfiit^ nidit ale mit dem gieiclwn Zeitpunlcte bqfannen, eridärt sicfa aus 
der Schwierigkeit, geeignete Lehrkräfte zu finden. Zum Thefl wurden diese 
Vorlesungen durch einen deutschen Lehrer des Nominalfaches ^Professor 
oder Privatdocent) .abgclialleo, aber es war ein Zufall, dass derselbe soldie 
Fertigkeit in der zweiten Landesqiradie besass; wo es angieng, Ijetiaute 
nun damk Fiivatdocenten italieoiKher Zisige^ die dann audi die Professor 
edadten, oder berief sofort itaüenisdie Gddirte. Bd den Füdiem der 
zweiten Staatsprüfung nahm die Regierung von vorneherein Ernennung von 
Professoren oder Suppiierung der Vorle.sungen durch erfahrene Praktiker 
aus dem Richter- oder Advocatei^stand in Aussicht j mit ganz geringen- 
Ausnahmen wurdea bidier aäk diew Vorträge durdi RMthe des hiesigen 



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— 17 — 



Oberlandesgerichtes abgehalten. Dabd war treilich unvermeidlich, dass 
bei den vielfachen Aenderungen in der Besetzung dieses Genchtshul&s 
hfiu^e Unterbreduingen in der SuppSenn^ vorkamen. Für utonter- 
tffodieiie Lduthiit^gkdt ist jedenfidb die Sdiaffiiog' e^giener Ldirkanueh 
günstiger. Heute bestehen solche fiir römisches, flir canonisches, dir 
deutsches Recht und österreichische Rejchsgesrhichte sowie für Strafrerht 
und Strafprocess. Allerdings wird bd fortschreitender Ergänzung dieser 
ICaozeb auch eine Organisation geschaffen werden müssen, welche die 
EUwWcWccfe des de ut sdie n Flrofessorenoole^iims und der PrU&qgs- 
eommlnioa Ab* deutsche Hörer nicht ge&hrdet, den Mwnendm Alpdnide 
ener Utraquisierung ausschfiesst. 

An der medicinischen Famltht werden seit dem Jahre 1870 Anatomie 
und Physiologie, seit 1879 auch angewandte Chemie italienisch vorge- 
tragen, beziehungsweise demonstriert — An der philosophischen Facahft 
bestellt seit 1854 eine Ldukansel fllr itaSeniscbe Spauäait und Utentur, 
deren Unber durcbwc^ Itafiener waren and tcaieniach voctn^nen; ander- 
adts werden seit 1872 fachmännische Vorträge zur Erlernung der deutschen 
%n«die (Eeercizt pratici di lingua tedesca per ItaUani) abgehalten. 



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Wissenschaftliche ttnd lehramtliche Entwicklung 

der Universität 



höheran Au^aben, wddie der modemen UdveiaiHt gieatdk 
mdf finden ihren Ausdrudc weit mehr noch als in der geäbidertien Vcf^ 

fessung in der Ausübung ihres agentKchen Berufes: in dem ganzen Lehr- 
betrieb. Der Lehrzweck ist ein anderer geworden: Wissenschaft zu lehren 
— und damit ist auch die Aenderung der Metbode g^^eben: wissea- 
«dhafiüch, systematisch zu khren; nidit mehr aiebvKdK$ AnUumneni an 
ein vOT^eachriebenes Lehrbudi, sondern das Beste darzubieten, ms der 
Lehrer aus eigner Forschung, aus eignem Studium j^-cben kann. War es 
früher als das Höchste erschienen, ein behördlich approbiertes Lehrbuch 
seineii I'ache^ herauszug^eben. so mu:,s sich der Hochschullehrer nun selber 
ununterbrochen wjsseJischai'tJich water bilden, um aut der Höhe der Situa- 
tion ZU bkflwn; er iiiuss^ achoa um seiner Lehipflidit toO zu genügen, 
n streng «issensdiafilidwr Focsdnuig seöien Hbum stdlea Die (Saleiw 
reichischen I lochschulen nehmen heute an dem Ausbau der einzelnen 
Wissenschaften vollbürtigen Antheil neben den deutschen. Durch nichts 
lernt man bekanntb'ch so \nel, als durch das Lehren, namentlich v,cnn 
wissenschaftlich gelehrt, wenn der Schüler auch zu sdbstandigcr, wisscn- 
schaAfficber Thät^[kdt angeleitet vird, wie das dem Wesen des moderaen 




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— 19 — 



Hochschuluntem'chtes entspricht Das Sch-\vergewicht des Unterrichtes 
lie^t nicht mehr allein irr. zusammenhängenden Vortrag-, sondern nament- 
lich in gewissen Facuit^tcn mindestens in gleichem Masse in der Anleitung 
SU «isseoBdialdldier Aifad^ in Semmarien und Uclniqgta. bt die ZaU 
der Vorlesungen, ipctdie der dnidtae Proteaior Idh, heute vielbd) weit 
geringer als früher, so ist darum doch die Arbeitsleistung in keiner Weise 
vermindert, nur drückt sie sich nicht mehr so schematisch in Zahlen und 
nach Stunden aus. 

Um diesen Auigaben zu entsprechen, fand eine bedeutende Ver- 
mehrung <fer Ldnkttsdo statt, für Fächer an deren Betrieb der Staat ein 
besonderes Interesse hat, aber nicht ymmger audi fiir sokfae DisdpSnen, 

deren selbständige Behandlung durch die geistige Strömung der Zeit und 
die mit ihr verknüpfte Entwicklung der Wissenschaft geboten erscheint 
Hand in Mand damit geht die Vermehrung der l-'orschungs- und Unter- 
ricfatsbeheUe fiir den Professor und Air die Ilürer, Hnichtung von Insti- 
tuten, BOchereien, Arbeätsrifumen, Sembarien, so wie es eben der Betrid» 
der ein a e l ne n Wissenschaften tait skh bringt 

Die Obsorge fUr den wissenschafUidien Betrieb ist zunichst dem 
ProfessorencoUegium jeder Facultäl libt^rtrageo, dieser BnÜieiiung folgend 
soll die Hotwiddung bei den einzelnen Fächern aii%eceigt werdea 

A. Thealogische Facaltttt 

Die theologische Facultät wurde im Wintersemester 1857 mit sechs 
ordentlichen Professoren eröffnet; im folgenden Jahre wuchsen noch zwei 
za Entsprechend dem früher erwähnten Abkommen wurden errichtet: zwei 
Lehricanzeb Air Dogmadk, je dne Qir PastoraUieoIogie und Moral, filr 
Eridänng der beifigen Schriften und orieotaisdie Spradiei^ Itlr Herme> 
neutik, Exegese und Bibelstudium, ftir Kirchenrecht, flir KirchengescUcbte, 
flir Katechetik und Kanzelbcredsamkeit, Da ?;ämmt!iche Fächer vertreten 
waren, welche nach dem 1856 von dt-n Rischuien beschlossoncn, 1858 
von der R^ierung anerkannten Studicnpian an den übrigen österrcjcluschen 



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theologischen Lehranstalten obligat waren, so wurde im übrigen den 
Jesuiten auch für den genau geregelten Studietiirang an ihrer Facultät ein 
AnscUusB an ib« Oideoagewohnlidten gestattet. Das gilt ina- 
beionden TOn dem atSrleem Betrieb der Dosmatüc (durch aUe vier jahrw 
g&lge), für tKldie 1864 noch eine dritte Ldirkraft besteOt wurde, welche 
dognatica compendiaria liir diejenigen Theologen vorträgt, die nicht ihre 
ganzen Studien an der hiesigen Anstalt machen. Ferner wurden zur Aus- 
gldchuny der Vorbildung, welche die dem Orden angehörigen Hörer der 
Theologie besiti^n, nut jener, weldie (Se aus anderen Anstalten eintr^ 
teoden Theologfen mitbringen, seit Wintersemeater 1859/60 VortrSg« ttber 
^pbflosophiüche Vorbereitungswissenschaften zum Studium der Theologie' 
(Propädeutik) gehalten; mit Erlass vom 9. November 1860 bewilligte tüe 
Regierung für dit*es ■ an dai österreichischen theologischen Anstalten 
bisher nicht vertretene l ach eine eigene Lehrkanzel, deren erster Inhaber 
der später zum Cardinal eriiobene P. Stdnhuber W9c. Bd der grossen 
Ausdehnung dieser Diac^pinen werden sie seit 1S76 meist durch swd 
Ldlrkraftc vorgetragen. Auch die ausfuhrlichere Behandlung des Kirchen» 
rechtes und der Kirchengesrhichte ist eine Eigenthiimliclikf-t der hiesigen 
Facultät, ebenso Nebencollegien wie über die sociale Frage, Calendaro- 
graphie, über americanisches Kirchenrecht 

Dasu kommen mxh Uebuqgea Iheila wiiseoschalUichert tfaeis pnc- 
tischer Ai^ wekfae an&ng* privatan abgehalten wurden, seit 1864 audi 
unter dem Titel: Repctitorium, Disputationes, Academia, Collationes, 
Uebungen, später auch als Seminar im Vorlesungsverzeichnis angekündigt 
werdea Am ältesten sind jene über Dogmatik, Kirchenrecht, Moral- 
tfaeologie und geistliche Beredsamkeit; jetzt sind auch solche aus PbOo- 
sophäe und hebrSisdi dagefthit Dreimal im Jahre werden vor der 
gauen Facultiit «flentidie Diapotationen abgdiahen, bd wdcfaen auch 
je rwei wissenschaftliche Dissertationen vorgelegt werden. 

Die zehn Hauptlehrfächer, welche die Studienordnung der hiesigen 
äieologischeo Facultät enthält, werden zur Stunde durch 12 Docenten: 
7 oidendiGbie^ t «usserordeofficbe Fralbssoren, 3 Privaldocealen vorgetragen. 



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Die von der Regierung im Jahre 1S7.) an Weltpriester verliehenen beiden 
Professuren für Dogmcnj^eschichtp und Ajjologetik sowie fi-r rhristiiche 
Archaeologie und semitische Sprachen standen ausserhaJb dieses Rahmens 
und wurden nach Abgai^ ihrer Inhaber nidit wieder besetit 

Bei der angesehenen Stellung, wddie die Jesuiten in der kathofiscfaen 
Hierardiie einndmeiv hat die hmafanidcer theologiadie FaculUit durch die 
Uebergabe an diesen Orden sidl von den 1 5 Hi irem, mit welchen sie 
anfieng, bald zu bedeutender Frequenz geholfen ; die statistischen Tabellen 
erweisen sie nicht seilen als die stärkst besuchte. Papst Pius IX. hat 
sie wiederholt durch ausserordentfiche Gunstbezeugunga) ausgezeichnet; 
Leo Xm hat sie an mehrere auswärtige Prälaten wärmsteos empftiUen, 
auf seinen Befehl ist die LchrkarBcl ffir pUloaophikhe Pr(^>&deutik nach 
hiesigem Muster auch andenmit^ eingeführt worden^ das Plenarconcil zu 
Baltimore vom Jahre 1884 hat auf die hiesige theologische FacuJtät als 
auf ein geeigitetes .Studium zur weiteren Ausbildung der auserlesenem 
amerikaaiBdien Theologen hingewiesen. So ht ifie HBrarachalt <fieaer 
Facultiit im Gegenoati in jener der drei weltlichen PacultSten eine wahr- 
haft internationale^ sie gdhörte im abgdaufenen Semeiter 56 Diöcesen und 
1 1 verschiedenen Orden an. Die meisten Candidaten werden durch ihre 
geistlichen Vorgesetzten hierher gewiesen und zwar unter der Voraussetzung, 
dass sie in dem theologischen Convict der Jesuiten — das übrigens von 
der UnhrenitSt voM«täiK% unabhängig und getrennt kt angenommen 
werden kfinnen. Die kn btemat frei werdenden Flätse wiriwn darum 
auch auf -die Gestafcnng der Freqnens ifieser FaoukSt en. 

Die Uea^ theologische Facultät gibt seit dem Jahre 1876 als ihr 
eigenes wiisenadiaitliches Oigan die ,;,Zeit8chrilt fllr icatlioliaclie Theologie^ 
heraus. 

B. Reehla- mmi ataatwiiwuwjhnflliÜMi Vkcrittt. 

Schon an der mittelalterlichen Uwmsi^ galt das Studium der Rechte 
als das vornehmste neben jenem der Theologie. Seitdem der Staat die 
Hochschulen unter seine unmittelbare iioheit und Obhut nahm, hat er 



b^dffidier Weise jener Facultät in vorderster Linie SorgbSt n ^ ggwaidet 

welche im besondern die Aufgabe hatte, ihm seine künftigen Beamten zu 
erziehen. Die tjsterreichische Regierung ordnete schon unter Karl V i. ein- 
gehende UeiiandJung des positiven Rechtes an, und im Zusammenhang mit 
der ausgedduiten fegislaliven ThHt^keft des Maria-Thew*wiw«hai und 
Josefinisdwn Regünentes aUelt adi hier audi eine lebheftere Eterarisdie 
Thätigkdt. I'Veilich beschränkte sich dieselbe fast ausschliesslich auf das 
geltende Rr* lu. Die deutsche historische Rechtsschule mit ilirer Pflege des 
ri)niis( hen und des deutschen Rechtes find ihre rk*riicksichtigutig erst in 
der neuen Universitatsorgajiisation, Datnil kam die wissenschaltüche Lehr- 
methode lu allgeineineiii Durchbnidi, trat eine beträchtüdie Vcfsdiiebuqg 
m den voi^getragenen Diadpiiben und e^ almäliidie Venndinuig der 
Lehrkaoieh ein. 

Zu Beginn des J;ihres 1 848 bestanden zu Innsbruck an dieser Facultät 
sechs Professuren: i. fiir nunisches Ci%'il- und für Kirchenrecht, 2. für allge- 
meines österreichisches bürgerliches Recht, 3. iur Lehen-, Handels- und 
WediseZredit, Geschäftsstil und atreit^ea Verlähren, 4. &r ,ftaiOtM»M 
Frfvatredif (« Naturredit), allgemeines Staataredit, VfiDcerredit und 
(istenddiisi hes Criminalrecht, 5. für Gefallsgesetze, endlich 6. für Staats- 
trfssenschaft (Politik) und Statistik, hn jaiirc 1850 wurde zuniirhst für 
das römische Recht, das seitdem viel umfänglicher und eingehender gelehrt 
ward, eine selbständige Professur erriditet; das Kirchenrecfat wurde mit der 
neu etngefiihcteo deutadien Rdd»- und Reditsgesdiidite zu dner Kaosd 
verdingt Von den Übrigen Stdien imen nun; Handd»» und WedMel- 
recht mit Österreich. Civilprocess; Strafredit und Strafprocess mit Redlta> 
Philosophie (Encyclopädic der Rcchtsw"ssenschaft<m): Nationalökonomie, 
FinanzAvissenschaft, V^erwaJtungslehre (Poüzeiwissenschalt) und Verwaltungs- 
gesetzkunde mit der Statistik in je dne Lehrkanzd verdnigt; das aUgem. 
Osterreichiadie Qvibedit und die I^aanigeaetie Uiebea durch eigene IVo- 
feflsuien vertreten. Zu ifiesen sieben Ldukanidn trat 1851 die Dooentur Air 
Staatsreduiungswissenschaft. Den eigentlichen Entwicklungsgang jedoch, die 
atürkere Betonung der historisdien luid der staatswissensdiaftlidien Fächer 



— »3 



ersieht man aus Folgendem: im Jahre 1853 wurde nach dem Muster 
aodenr Hocbachalea für dis tikxäMdx Redit in Anbetracht seiner Aus- 
dAaaag und Bedbituqg dn «weites Ordäuriat erriditet; beide Vertreter 
desselben sind flir das Geeammtbch bestellt, theBeo sich aber nach freiem 

Ermessen in die einzelnen Theüe des Lehrstoffes. Im Jahre 1863 wurde 
auch die deutsche Rechtsgeschichte zu einer eig^eneti Professur umgestaltet 
Die KaiueJ ttlr Gefitilsgesetze (Finanzrecht) wurde seit 1858 nicht wieder 
eigens besetzt, MMidem du Fach mm dorcih dnen der Onfioaikn gegen 
RemuneratioD gdesen. Dagegen wurde aber die Statistik nach einem Ueber> 
gangsstadium (doppelte Besetaiag 1861 — 71) von der politischen Oeko- 
nomic abgetrennt. Seit dem Jahre 1857 wurde auch deutsches Privatrecht 
von einem IVivatdocenten, der dann zum Professor ernannt wurde, gi^lesen; 
doch wurde die Kanzel spater von dem Canonisten suppliert und endlich 
mit jener für deutsche RechMgeschidtte vereiot Letzteres tritt audi bd 
der neu eingefidirten Osterreichischen Rechtageadiidite zu, welche von 
1883 — 87 durch einen eigenen Extraordinarius vertreten war. 

Völkerrecht und Staatsrecht wurden 1849 — 72 nicht alljährlich, meist 
vom Professor des Strafrechtes, a]«T auch \cm jenem des I«urchen-, 
des deutschen Privatrechtes, der politisclien Oekouomie gelesen. Jetzt ist 
VoOccrrecfat mit dem Scrafrecbt vertnmden, wahrend Staatsredit und Rechts- 
jMoBophiB eiiispi^ffheiid Jener Tendenii wddie dann auch m den Refbmi- 
Vorschriften vom 20. April beziehun gi iw he 34. December 1893 äussere 
Geltung eriangt hat, seit 1888 zu einer neuen Lehrkanzel ziisammengefasst 
sind. Vorträge über gericluliche Medioin wenlen seit 1855 für Rechts- 
hörer durch einen medidnischcn Fachmann abgelialtea — So bestellen 
denn gegenwärtig an der hiesigen juristisdien Faadtäk to FkofeBSuren aät 
deutscher, 4 mit itaBeniidier Untcfridrtiaiiradi& 

Die AlUigestahung der juristischen Lehrkanzeln und der Vorträge an 
dieser FaailtSt war auch dadurch bedingt, dass die Regierung zur Siche- 
rung des .N u hwuchses an Staatsbeamten bereits jS-n einen bestimmten 
Studiengang vorschrieb und im Jahre 1855 für alle Juristen die Ablegung 
dnerStaat^rülung am den hittoriBcben FSchem nadi dän zweiten StudleB- 



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jähr zur Voraussetzung Air Fortsetzung und AbsoMerung der Studien 
machte. Auch durch <Ur neiif R'sn-rosenordnung, weldie gleich den 
Staat-sprUfungen nur m mündlichen, aber — den practischen Aufgaben 
des künftigen Berufes sich jeweilig anpassend — auf die Hauptfacher der 
betrefiendea Gruppen au^gtdefaoten Prilfiiagen bestehen, wird mdur eb 
actawva W«en b^gOnstigt 

Um dem gegenüber auch die intensive Pflege der Rechtswissenschaft 
Icräftiger zu Rinlern, wurden zu gieidier Zeit wie an den mPiKten übrigen 
österreichischen Universitäten, d. i. mit Beginn des Studienjahres 1873/74, 
auch an <ter hnafainidccr juriBten6ciiltät ein rechtswiMenBcbaftliches 
und ein staatswisseaschaftUdies Seminar eniditet und die provi» 
sorischen Statuten (lir dieselben mit ^b'nisteria]-£rlass vom 26. Nov. 1873 
Z. 150S4 genehmigt. An der Spitze dieser Seminare steiit je ein von der 
Facultät gewählter Vorstand, dan zur Unterstützung ein Custos beigegeben 
iat Der Zwedc — die Erweiterung und Vertiefia^ des b den redits- 
uod staatswissenachaftücheo Coikgien gewonnenen Wissens und die An- 
leitung der Studierenden zu selbstthätiger wissenschaftEclier Arbeit — wird 
wie bei den 5>eminarien an der philosophischen I'acultät, welche als Muster 
dienten, tJieils durch mündliche Vorträge und Erörterungen, theds durch 
sduiftKcfae Auiarbeituiigen zu errekfaen gesucht Für gute schriftBdie 
Arbeiten werden nach Massgabe der jeweils bewilligten Geldmittel PiSmien 
gewährt; dermalen besteht die Prämiendotation in jährlich 200 f!. 

Ein einheitliches Ganzes bildend, gliedern sich die Seminare in Ab- 
tbeilungen derart, dass jeder Professor eine Abtheilung leitet und aus der 
Ulf Ziracke der SeniDMi^^iilollielc bewilligten Dotatioin gedgneK Wetfce 
Ibr sein Fach anxfaaflk. Diese Bibfiothdcs-Dotatioo betntg bis Ende 1S97 
^ihrEch 100 fl., vom Jadire 1898 ab jedodi wurde dieadie auf jflluldi 
300 fl. erhöht. 

Mit h. Ministcrial-Erlass vom 8. October 1896, Z. 16776 wurde 
die Emidltung eines italienischen Seminars an der juristtscben Facultät ge- 
nehmigt und lur enrtea Ansdiaffung cMer romemuriwhen SembttbüiBothek 
ein Betrag von 300 fl. bewilfigt, so dam dermalen an der bnabradeer 



I 



_ J5 — 

Juristen-Facultät drei Seminare: zwei deutsche und ein italienisches be- 
stehen. 

Diesen Neuerungen Redinung tragend «od die provnoriBchen Statuten 
aus dem Jahre 1873 entaprediend als definftive un^gearbdtek woidea 

C. Medicinische Facaltät. 

Die gegenwärbge medicinische Facultat ist bereits als Kind der neuen 
Zdt in tUBere Untvcid^ ehg e t n e te n. WUirend Bire Vorgängerin bei 
der asten Eniditung der Hodudude im Jahre 1673 aus einer Ftrofessur 
bestanden hatte und erst 1737 eine eigene Professur iiir Chirurgie als vierte 

Lehrkanzel wrklich ins I-eben trat, zählte das chirurg^ische Studium, das 
1835 auf drei J;ihrc ausgedehnt worden war, schliesslich sechs Lehrstühle: 
für Anatomie, theoretische iNlediciti, practische Medicin und medicinische 
KKnlk, Geburtshlf^ Oiiruigie, Vocbereftungswisaensdiaftea Alk mit Aus- 
nahme des letiten giengen an die 1869 neu gegründete Facuhät Uber, 
selbstverständLch mit der den Aiif^;.ilipn der Hochschule entsprechenden 
Erweiterung des Lehrauftrages. Auch vier von den bisherigen Professoren 
wurden (ibeniomnien. Die Vorbereitungswissenschaften; Chemie, Physik 
und Botanik, ausserdem dann noch Zoologie und Mineralogie hatten die 
Studierenden der Medicin von nun an nach den allgemeinen Studien -Vor- 
«chriften an der ptdosophischen Facuhilt au htiren. Dagegen wurde su> 
nächst unter dem Titel der physiologischen und pathologischen Giemie 
ein für fiic nifilit inisch - chejiiischen Untersuchungen bestimmtes Fxtra- 
ordinariat errichtet, welches dann 1872 in eine ordentliche Lehrkanzel der 
angewandten medidnischen Chemie umgewandelt wurde. Diese Lehrkanzel 
Übernahm auch das bescheidene Inventar des an der chinugischeo Schule 
bestandenen dusmiacfaen Laboratoriums der Professur fiir metSdnacfae 
Vorbereitungswssenschaften. Femer errichtete die Regierung Ordinariate 
für pathologische Anatomie, Air gerichtliche Median, fiir Physiologie und 
ein Extraordinariat für Thierheilkunde. 

So waren der neuen Anstalt durch die Freigebigkeit der Regierung 
ak die herkCmtnlkheo Lehrstdlen bewilligt wordea Auch in der Fo%e 



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— a6 — 



wurde mit der weiteren Ausgestaltung im -Sinne der (ortschrpftemJen Knt- 
wicklung der Wissenschaft und der Bedürfnisse der Praxis nicht gekargt 
Der Bedeutung der Entvriddungsgeschichle und der mflcroskopiscKen Unter- 
mduingatnethode ibr die Median vurde 1873 ddrdi die Erriditung eiwi 
histoloj^'^ist-h-einbryologischen Extraordinariates RechiHinig getragen. Da der 
Inhalt dl I früher rein theoretischen Lehrfächer immer mehr auf experi- 
nieiitcllf Lirundlagen aufgebaut ward, so wurde im Jahre 1S87 eine 
Lehrkanzel für experimentelle Pathologie, ein Fach, welches schon 
xijZ — 1884 durch eiben Tituhtprofessor vorgetragen irorden war, cr> 
ridieet, 1890 zu eiaem Onfinariat eilioben und mk demsdben die alg«> 
meine Pathologie, welche bisher der Phannakologe vorgetragen hatte, 
vereinigt. Das ausgedehnte. I'"orschungsgebiet und die ejgcnthijnilichen 
Untersuchungsmethoden, welche aus der Entdeckung der Bakterien als 
Krankheitserreger sich entwiciceken, führten auch in Innsbruck im abge- 
laufenen Studiei^ahr zur Abtrennung der Hygiene von der gertchtidien 
Median, mit ivdcher diese Dfacqjlbi aA 1887 vereMgft war. 

Auch bei den kKntschen Fächern wurde jene Arbo'tstheflung durch- 
geftihrt, welche durch die wis'?enschaftlich vertiefte Erforschung der ein- 
zelnen Krankheitsgruppen , durch die Anwendung neuer Untersuchungs- 
und Bdiandfungametboden und auch aus adnudstraliven Gründen sich als 
nothwend^ herausstellte. Zunächst wurde 1873 eine ausserardentBclie 
Professur (Or Haudcrankhaten und SyphSs «richtet Ak die Neiibantitt 
des Spitales die nöthigen Räumlichkeiten boten und die eine Zeitlang 
bedenklich gesunkene Hörerzahl sich wieder in erfreulichster Weise ge- 
hoben hatte, da wurden in rascher Folge ausserordendiche Lehrkanzeln für 
Fqrdäatrie und Nervenpathologie (1891X für Laryngo- und Ökologie 
(1893) und für KindertidOcunde (1896) gesdiafien. So and zur 2eil 
18 Fächer ifarcfa lo ordenlSclie, 8 ausserordendidie Frtdessoien tnd 
einen Supplenten vertretea 

Der mtdidnische Professor ist wie jeder Vertreter einer naturwissen- 
schaftlichen Disdplin für seine Lehr- wie Forschungstbätigkeit auf Samm- 
lungen, Laboratorieo, KinDcen an gewieseo, wo er untersudien, e]q>erimen» 



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deren, demonstrieren kann. Gerade dass diese Kacultät nicht blos Institute 
flr dK tfaeareläMliea, sondern audi grosse Krankeidiäuser Air die prao- 
tjadiea Lefarfcanxdn aar unN^gjiqgiidien Voraussetzung hat, muht ja 
die ErridituQg und die JErhaltuq^ einer nedüdmidien Faaiktt ao koat- 

tfieSg und cotnplidert. 

An Instituten für die theoretischen Fächer fand sich bei 
Errichtung der Facukät bereits das anatomische vor mit einem gut 
engeridMetoi Sedenaal und man. aa DeanooatraiioatQfayectai (speddl 
ConfoakMMiiirilpataten) sdir rekMuabigeo Muaeum. Dieses hatitat war im 
Parterre des Unhrersitätsgebäudes untergebracht, in jenen Räumfiddceilea, 
welche heute das physikalische Cabinet inne hat. Die Localitäten warea 
nicht blos unzureichend, sondern auch gesundheitswidrig: der Geruch der 
Leichen verbreitete sich oft genug in die obern Stockwerke des Gebäudes. 
EndEob wurde gtbuende AUülfe geschaflen durcJi die Brbanuiv anea 
oeueo anatomndien hstitutea im weatBchen StadtdieS, in der Nähe der 
IQUkea Mit Wintersemester 18S9 ymrde es seiner Bestimniuqg: mOfS 
auxilium vitac, vAc die Aufsrhrift besagt, übergeben. Dasselbe enthält 
neben den nothigen Rautnln likriten für die Vorlesungen und die Samrn- 
lui^^ zwei Seciersale nut zusanunen 90 Arbeitsplätzen, dnen Studiersaal 
mit 30 Arbeitsplätzen, AibeitKitunie flir den I^ofesaor und die AsRBtenten» 
6 Arbeitsplliise fllr Vof]ge8G]irittenere^ EJakaiiiineni fiir Conaerviening der 
Leichen u, s. w. 

Sofort bei Eröffnung' der Facuftät wurde dem Professor als Vorstand 
der See)>r>uistalt ein Assistent iF'rosector) beigegeben; seit dem Jahre 1884 
wurde ausserdem noch ein Demonstrator bestellt, dessen Posten 1886 in 
eine zweite Asaiatentemtdie un^ewandeh wurde. Seit dem Bestand des 
neuen hstitutea aüod drei Assistenten nödag. Die ordbididie Dotation 
dieser Anstalt betrug im Jshre 1 869 400 II., jetzt 600 fl.; femer sind flir den 
Betrieb des Institutes 1 500 fl. und für den Transport von Ischen von aus- 
wärts 3000 Ü. ausgeworfen. Die Sanunlungen enthalten an Präparaten für 
descriptive Anatomie 1043, für vergleichende Anatomie 350 Nummern, 
aufiaerdem 197 ModeBei Die Biblioitidc um&sst 104s ffiinde und Broschflrea 

4^ 



Das histologisch-embryologischc Inj.titut wurde im Jahre 
1873 errichtet Es war ursprünglich im »Theresianum'' untergebracht, aek 
1889 heäat es im zweiten Stodcwerice des Amtotnieigdbaudes adiüiie 
ent^rediende Räume mit st AibeitsplätKn tta Häccr; seit dem Jahre 1895 

ist auch dn Assistent bestellt Das lostitiiC besitzt eine Dotation von 
400 fl. ; seine Samnilun^ren bestehen in embryologischen Wachspräparaten 
(316 Stücke), histologisch - mikroskopischen (2500) und embryologisch- 
mikroskopiscfaen (3000) Präparaten; die BibBothek zählt 275 Bände. 

Das physiologische Institut winde mit liffiaisterial-Erlass vom 
24. JuG 1870 errichtet und ist im ersten Stodee des Theresianums und 
z^var noch immer provisorisch untergebracht (der Bau eines neuen physio- 
]ogisch-physik;ilisch-hyg"ienischeii Institutes ist in Aussicht genommen). IZs 
besitzt neben den vVrbeitsräumen flir den Professor und Assistenten 
10 Arbe ft ap t ttse flir Httrer. Gkkh bd der Einrichtung wurde auch em 
Asnstent bestdlt, daai kam seit 1883 em DemonstrMor fiir das ganze 
Studienjahr, seit 1890 auch dn zweiter Demonstrator Air den Sommer- 
semester Dv' Ootation belicf sich im ersten Jahr auf 450 fl,, wurde 
aber dann sotort auf 800 fl., und im Jahre 1874 auf rooo fl. erhöht. 
Das Institut enthalt dne rdche Sammlung von Instrumenten, Apparaten 
und sonst^en LdubdieUea 

Der Professor der Vorberdtungswissenschaften für (Se Chtmrgen hatte 
zwar ebenfalls ein Laboratorium an der Universität besessen» da es 
sich aber für die /.werke r!er n« uen Lehrkanzd flir angewandte medi- 
cinische Chemie nicht eignete, so wurden für cüeselbe zunächst Arbeits- 
räume im alten Stadtspitale adaptiert (1S70). Mit a. h. Entschiiessung 
vom 10. ApiÜ 1881 wurde die Erriditm^ eines neuen Gebäudes — 
„Padudogiscbes Institute — angeordnet, dessen erstes Stockwerk ftlr das 
pathologisch-. in n temische Institut dienen sollte, während im En^eschoss 
dn ausreichendes, alJen mu li r:ien Anftinlerungen entsprechendes Labora- 
torium für angewandte Cliejiiie angerieluet wurde. Dies war der erste 
Neubau an der metScinischen Facultät, mit dem der feste EntscMuss der 
Regierung, die medica i ische Faoiltät an der Ihnsbiudcer Hochschule su 




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erhalten und auszugestalten, auch weiteren Kreisen ad oculos demonstriert 
wurde. Das medicinisch-chemische Luboratohum enthält 38 Arbeitsplätze; 
e» AniMent ist adion adt 1871 beMdk. Die Dotatioa bdfaf dch lu 
B^im auf 400 A, adt 1880 bt aie auf tioo A eriiöht Die BOcherei 
beatdic aus 445 Bänden. 

Das pathologisch-anatomische Institut war zum grossen 
Kummer der klinischen Profe-ssoren bei Errichtung der Facultät zunächst 
ebenfalls im alten Spitalgebäude, im Parterre des Westflügcls, untergebracht, 
bis ea im Jahre i88a aeb nenea achönea Heim ön obea erwülinten 
biatitutagebttude beädien konnte. Dort bietet der Mileroakopieraaal alleia 
3a Arbeitsplätze. Eine Assistentcnstelle bestand seit Erridltung der Lehr- 
kanzel, seit dem Jahre 1891 sind deren zwei. Die jährliche Dotation war 
anfnngs 500 fl., beläuft sich jetzt auf rooo fl., dazu kommen Cur Beschaffung 
von Leirhcnmaterial 1500 fl. Die Sammlung des Museums umfasst 2036 
fertiggestellte Spirituspraparate, 610 mattridte Kiiocfaenpräparate und 
9000 mflcroskopisdie Präparate; die BibSothdc aühk 250 Bände. 

Das Institut für allgemeine und experimentelle Pathologie 
wurde »SS'- zugleich mit der I^iirkanzel gegründet und in Räumen des 
pathülogrbthen Institutes untergebracht. Im Jahre 1892 wurde dieses 
Gebäude sowol durch Seitenflügel als durch Aufsetzen eines zweiten 
Stode w er fc es vergrössert In Letzterem eriiielt das batSut flir experimen- 
tefle Pathologie ene Aniabt swedceataprecheader Räume mit Ataif Aibelta» 
platzen fUr Hieilnehmer an den bakteriologischen Uebungen und dreien Air 
Vorgeschrittenere. Gleichzeitig wurde lientsellien auch ein Assistent bewilligt. 
Die ursprüngliche Dotation von 500 fl, ist jetzt auf 700 fl. erliöhti die 
Büdherei zähh 220 Bände. 

Die bd der Gründung der medidniachen Facultät etriditece Ldiricanzd 
flir gericbtliehe Mediein und Staataaraneikunde wurde adt 1875 
durch den Professor der pathologischen Anatomie suppliert. Erst b« ihrer 
Neubesetzung im Jahre 1RS7 wurrl': ein Institut fiir gerichtliche Median 
errichtet Dasselbe ist ebenfalls im Gebäude der pathologischen Anatomie 
unteigebradit und sdt der Uebersiedlung in den neugebauten zweiten Stodc 



30 — 



entsprechend ausgestattet. Es besitzt sechs chemische und fiinf nukro- 
skopisdie Arbeitsplätze, seit 1S90 ist audi dn Awslcnt bestdh. Die 
Docatkm wurde von 50 fl. auf 6«o fl. und 350 fl. Lekhendotatioii «höht; 
dfe PirXpBiatttisaiianluiiig säUt 606» die BOdwrei 308 Nummera 

Eine pharmakologische Samalmg bestand sdtoo berni diinifgi- 
scfaen Studium. Sie war im üniversitätsgebäude untergebracht. Im Jahre 
1892 übersiedelte (lieselbe in das zweite Stockwcric des anatomischen 
Instituts und wurde zu einem Institute erweitert, das auch einen eigenen 
Ainstenten hat. Es besitzt 14 mikroskopische und zwei chemische Arbeits- 
pUtse Die unprOngiche Dotation von 300 fl. ist auf 500 eihOhe worden; 
(Be BSbliodiek besteht aus 167 ^nden. En Neubau (gemenisaiii mit der 
aflgemeinen Oiemie) ist in diesem Jahre begonnen wonko. 

Das hygienische Institut ist im Entstehen b^frififen. Es soll künf- 
tighin mit der Physik und Physiologie in einem gemeinsamen Bau Platz 
finden. Vorläufig ist es in cnvm Haus in der Grenzstrasse provisorisch 
eingemiethet und besitzt ausser dem Arbeitaammer des Vorstandes sechs 
Arbeitqiätze Ar bakfeeriologjsdie, fünf fiir diendsche Arbeiten; die Htfhe 
der regdmäsB^gcn Jahreadotation nt nodi nichc fes^gestdk 

Die Im Thereaianum untergebrachte Lehrkaosel fiir Thier heiW 
künde beotit eine Jahresdotation von 100 fl. und eine kleine fiOcher- 
saramlny« 

Bei den practischen Fächern stehen die Kliniken im V^ordergrund, über 
deren V'erhältnissc im Zu±»)mmenhang zu sprechen sein wird. Hier mögen 
suDüchit die anderweitigen vom Staate diesen Lehrkaoadn tOr Le hnw e d ce 
gewShrten Behelfe votgeflihrt werden. 

Die medicintsche Klinik reicbt in ihren Anfiingen bis in die Maria- 
Theresianische Zeit zurück und blieb auch unter dem chirurgischen Studium 
mit dem Stadtspital in Verbindung. Auch die Assistcntonstelle bestand 
schon. Die Kanzel hatte bei Errichtung der Facultat eine Dotation von 
100 fl, welche später verdreitacht wurde, und besitzt nun eine Bibliothek 
von 78 Kiadca 



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Auch die chirurgische Klmik hestand schon vor 1S69 und hatte 
ihren eigenen Assistenten; seit 1871 suid deren zwd. Die Dotation belief 
iich anfiu^ auf 100 &, jetzt auf 400 fl. Die Sammluiigen beatafaen 
(ausser dem batrumeniarium) aus 293 Knodieo- und 87 andeieo Pri^ 

taten, 107 Cypsabgüssen, 193 Zeichnungen und Photographien, 52 Büchera 
Für die AusblldunjLf zu Operateuren sind zwei sl i; t!:' hc und ein landschaft- 
liches Stipendium S)'s(etnisiert , ausserdem Irequcutii r Jährlich vier bis 
tünf Doctoren den Operateur- Curs aus eigenen .\iittein, darunter regel- 
mässig eÜD k. und k. Rqjimentsant 

Die syphilitisch-dermatologische Klinik wurde 1873 gegründet, 
erindt einen Assistenten und eine jaliriiHie Dotatk» von soo fl. Die m- 
geliOi^e BiUbihdc sShk bereits 308 Nummern. 

EXe Augenklinik wurde bd Emehtui^ der Faoiltät gesdiallen, 

besitzt einen Assistenten und eine Dotation von 200 fL Die Sammlung 

enthält 83 grössere Werke, lu Unt'ji richtst:'.*^'Iii, 15 grössere optische 
Apparate und Modt:lJe iin<i die vollständige i:jnrichtung für bakteriologische 

und mikrüskopiaclie Untersuchungen. 

Die Lehrkanzel für Geburtshilfe und Gynäkologie wurde, 
wie bereits erwähnt, aus der chirurgischen Lehrajistalt mit erweitertem 
Lehrauftrag' hecübeigenoimmen. Die anliaaEch der Errichtung der medi- 
cmisrhrn Facuhüt von Ale Laste nach Ihnsbruck transferierte landscbaft- 

Uche Gebäranstalc war zunächst än alten Spitaigebäude untergebradlt. 
1889 erbaute die Landschaft eine neue Gebäranstalt in Wüten. Für die 
in derselben zu klinischen Zwecken verwendeten l.ocalitäten be-zjihlt der 
Staat als jahresmiethe 3700 A, ftir V^erpflegskosten 2250 H. Line seib- 
sitindige g>'niikologtscbe Abtiidluog wurde getrennt von der geburtaihilf- 
idieo Klnik adion 1877 im alten Spital erriditet. Nadi ihrer Udier> 
Siedlung in das neue Stadtspital erliidt dieselbe audi einen dgenen 
Assistenten i i!^t>r). Die fahresdotalion der geburtshifflic-hen und gynäko- 
logischen Kliiuk betrug ursprunidudi 150 H., jetzt ist sie i'erdoppelt Die 
Sammlungen enthalten 776 Präparate, die Biblioiiiek 261 Nununera Zur 



Ausbildung als geburtshilflich -gyrtäkulogische Operateure «erden jährlich 
zwei Doctoren zugelassen. 

Die Klinik für Oto- und Laryng^ologie wurde Im Jahre 1894 
crnditet, sie besitzt ebeofälts etoen ^genen Anaienten und eme Jahres- 
dotation von 200 fl, cuie Sammluiv von 58 Zachnuqgen und den Anbog 
dner Bibliothek. 

lieber Psychiatrie sind durch längere Zeit Vorträge an der im be- 
nacJibarten Hall gelegenen Landeslnrensnstai^ ihefls durch denen Director, 
theSs durdi Privatdooenten gdialten wordea hn Jahre 1891 wurde dann 
die neurologisdi-psydiiatrische KSböe In dem neuen Blodc des Stadtspitales 

eingerichtet; sie hat eine Jahresdotation von 200 fl., einen Assistenten, 
85 mikroskopisch-anatoniische Präparate, 1^-5 Laden nukroskopischer Prä- 
parate vom gesunden und kranken Nervaisysteni, 47 Tafeln, 1 24 Bücher. 

Die Klinik iUr Kinderkrankheiten besteht seit 1896 nut einer 
jahrüdien Doution von 200 fL, dem IVofessor steht auch hier dh Assistent 
xiir Seite. 

Sänimtliche Institute und Kliniken besitzen ausserdem die nothwen- 
digen Apparate und Instrumente zur Anwendung- der verschiedenen mo- 
dernen Untersuchungs- und l^ürschungsinethodcn (die diirurgisdje KLnik 
hat auch schon einen Röntgenstrdilen-Apparat), das nötliige Dienetpersonal, 
einadne and» mediamsdie Werkstätten. 

Die Kbjken lllr die practisdien Fächer sind in fauisbnick nidit in dnem 
staatlichen, sondern gemäss dem mit dem I .11 vi e und der Stadt getrofTenen 
Uebereinkommen in dem städtischen Krankenhaus und in der 
Landes-Gebäranstait untergebracht. Die klinischen Frolessoren sbd 
zuglddi VontSnde der eimdnen Abdidlungen des Kiankenhauses (beew. 
der GebüranstakX ^ dass sie Iddit in die Lage Iconunen, das Material 
dieser Anstalten fur klinische Zwecke zu benutzen. Für klinische Kranke 
trägt der Staat tüe I lalfte der \'eri)fleg:staxen, ausserdem zahlt er dir die 
zu Universitätszwecken üherlassenen Räume Miethe, Das alte Stadtspital 
bg mitten in der Stadt, an geräuschvollen Strassen. Da dasitube auch 
die Landes-Gebannstski den boierraum ftir Irrsimiige, die pathologisdie 



Anatonue, die Leichenkainnier, das UdMualoriiiin fbr angewandte ine(&> 

cinische Chemie behefbeisen musste, war der Raum recht beengt; die 
cinzt-'nen Abthdlungcn waren niMit lijenügcnd separiert, es brauchte die 
grösste Vorsicht und Aufmerksamkeit, um Uebertragung der Kraiikheits- 
kdine zu verhindern oder doch zu paralysierea Die Schaüfenslreudigkeit der 
Lcbrer und <& Frequenz der Hörer litten gfeidunüiag unter diesem Banne; 

Dieae bedenklichen MisAibide fanden aber eine g^Udc&die LBauqg. 
Die Stadt erbaute ein neues ^osses, allen modernen wissenschaftlichen 
Anlordi.rungen entsprechendes Krankenhaus: die interne, die chirurgische, 
die ophthalniologische Abtheiiung beJ'mden sich in getrennten Pavillons 
mitten in fifeundBchen Anlagen. Im Jahre 1894 wurde ein grasser Block 
flir PqrdiHtrie und Nervenheikiiade, Dennatologie und SyphiEs sowk 
dir Lar)'nK^ologie und Otologic bezielibar; gegenwärtig steht das Kinder- 
spitai im Bau. eine hochherzige Stiftung der hiesigen Sparkasse. ^Ht 
berechtigter I-reude hat die medicinj.sche Facuitat und mit iiir die 
game UniverAlft die ErOflnui^ dieses neuen, der HnmaniüU: und der 
Wissenschaft geweihien Krankenhauses am 18. October 1888 als ein 
akademisches Fest gefeiert Der Staat leistet der Stadt ftlr die Be- 
nützung der Kliniken zu l'nterrichts- und Forschungszwecken und für die 
Vcrpflegui\g der kiiiii:>c]iea Kranken dne jährliche Entschädigung von 
isooo H; ausserdem ist fbr die Bedficiiibse afier Ambulatorien mit 
IvUhisterial-Eilaas vom 9. April 1897 ein Maximalbetra^ von 8050 fl. 
fes i gc a e t tt . Welchen Vortheil auch der klinische Unterridtt aus der Et- 
wdterung und V'erbesserang des Krankenhause-S zieht, kann man daraus 
entnehmen, dass die Zahl der jährlichen Verpflegstagc im städtisclien 
Krankenhaus seit 1889 um mdir ab 50x100 zi^enomnien hat 

Ein nicht gerillteres Verdienst erwarb sich audi die Lande s vert r etung 
durch den Hau der neuen, geräinnigen, sanitär «ii kinisch voUkommen 
entsprt^du I :]: 1; Grbäranstalt, welche im abgelaufenen Jahre einen Stand 
von 85 betten und 654 Geburten auswies. 

Da das pharmakologische hstitut berete in der Aiisfithning b^ 
griffen, der Bau des physiologisdMn und des hygienischen in naher Aus- 



— 34 — 

sieht steht, so werden liiiiiicu kurzem alle medidnischen Institute und 

Klinikrn tiir I .i-hn- uiul I'ors' liiini^ vuüstarKli;:;' tl'cciirnetr. di-r Alma tnater 
wlintijje Heimstatten besitiieix. Linen besonders ihatkraltif^en Förderer 
dnd diese Ausgestaltung in Sr. Excdlenz Herrn Dr. Paul Freiherr von 
Gautsch, «dcher ab Untenicfatsminister die Entwiclchmg der metfidniadien 
Facultät in Innsbruck mit zielbewiiBSMr Umsicht und Ausdauer zum Gegeo- 
stan?!- seiner besonderen Fürsorge gemacht hat. Die FacuItat driitkte 
ihm ihren Dank aus, indem sie ihn 1893 zum Doctor der jjesammtcn 
Heilkunde honoris causa promovierte. 

D. PkÜMOpItfachft PaadOtt. 

An keiner andern Facultät hat eine so starke Vermehrung der Lehr- 
kanzeln, eine solclie Zunahme der Arbeitsthetiung stattgefiiiKien. wie an der 
philosojihisrhen. I'~s erklärt silI» das .ms der ganzen historischen Ent- 
wicklung der L niversitatcn. .\ut den Betrieb derjenigen Wissenschaften, 
wefche m der philoscphiBdien Facultät gdehrt werden, bei der zu 
Anfiuig dieses Jahrhunderts einsetzenden neuen Eotwkklungsphaae deutacber 
Universitäten besonderes Gewidit gelegt worden; zuerst mehr auf die 
Alterthums Wissenschafter», später nicht weniger auf die naturwissenschaft- 
lichen Disciplinen. Bezeichnender Weise hat an der Universität Berlin, 
bei deren Gründung zum erstenmal jene moderne Au&ssung von der 
An%abe der Hodnduilen sidi bediitigtie, solbrt <& platosophisdie Faadtitt 
allein so viele Ordinariate erhalten, wie <fie drei anderen Facultäten zu- 
sammen, nämlich 1 2 '). In Oesterreich jedoch war bis auf die Thun'sche 
Reform hierin fast nichts vorgekehrt worden, umso eifriger bemühte sich 
dann die Regierung unter dem gegenwärtigen Monarchen, auch diese Faoil» 
taten auf gleiche Stufe mit den deutschen zu luingea Da aber die pMkv 
aophkche Facultät nicht mehr blos allgemeine Bildung vemuttdo, sondern 
ganz besonders auch zu der wissenschafiiiclien Forschung in den einzelnen 
Zweigen anleiten, die Candidaten für das höhere Lehramt und für manche 

>) RamliM, QMcUdM» dM «ilelHtea UMeRidna. *. Aul, s, «48. 



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andere Berufe in diesem Sinne ausbilden soDte. so trat neben die Vorlesung 
iiberaJl die methodische üebung in Seininarien und in Instanten (Laboia* 
torien). Auch hierin war fast alles neu zu schalen. 

* 

kl Jihre 1848 bestanden an der Innsbrucker philosophischen Facultttt 
alten Stfles sieben Lefaricanadn: i. Dir nütosophie (MoraJiphikMOphie und 
Geschichte der Philosophie); 2. flir latdiHsdie und griechische Philologie 

und Aesthetik; 3. für Weltge^schichte , österreichische Gesdiirhte und 
historische Hilfswissenschaften; 4. für Mathematik; 5. für Physik und an- 
gewandte Mathematik; 6. für Naturgeschichte; 7. endlich für Religions- 
«issenachaft. Bei der Umgestaltuqg der Einrichtungen m den Jahren 
1849 und 1850 wurde die letztgenannte aufgehoben, der Lehrstoff der« 
si If (-n wird s- itclcm in den obersten Classen des reformiertr-n Gy mnasiums 
vorjTctragcn. Üie übrigen Professuren blieben, aber in einem durch die 
Methode und thdlweise auch durch den Umfang der gelehrten Fächer 
geänderten Sinn. Das gilt besonders von der Ldirkanid Ahr Fhflosopihie 
adber. 

Die Vermehning der Lehrkanzeln gieng im ersten Jahrzehnt noch 
langsam vor sich (in Innsbruck wuchsen zwei sprachwissenschaftliche, eine 
historische, eine naturwissenschaftliche Professur zu). Denn die neue Richtung 
hatte begreiflidierweise mit alerid Sdnmei%keiten au kämpfen: es iehlte 
nidit an Schwankungen im Ministerium, aber auch auf den UnivenitXten 
musste sich erst Forsrhung und Lehramt nicht blos erweitern, sondern 
auch vertiefen. Dann trfolgte der Ausbau in beschleunigtem 'IVmj>o. 
Persönliche Verhaltnisse spielten oft hinein: dass man eine geeignete Lehr- 
kraft dem Rekfa und der Hochschule erhalten, einen älteni oder sonst ver- 
dienten Professor entlasten woOte: Erwies sich aber dieser Zuwadis als 
dauemtl erspriesslich, so ist dir Regierung stets mit grosser Berdtwill^[hek 
und Einsicht auf die .Staliilisierung solrher Lehrkanzeln eingej;-angen. 

Zur grosseren Lebersichtlichkeit möge dieser Process nicht chrono- 
logisch, condeni nach W isse n sc h a fte n geordnet: vongdährt und danut die 
Gesdikhte der Erriditixig und Veigrösserung der Sammlungen und Semi- 
narien verbunden werden 



- 36 — 



Die F'rofessur für Moraljjhilo.sophie und Gre.schichte <]t-r Pliilusophic 
verwandelte sich durch Personenwectisel in dnc den modernen Anfor- 
deniQgvn entsprechender« Lehrksnzd fiir Philosophie; aA dan Jiahre 
1871 ist eine Fiualldbesetzung dersdbeo eiqgietrelen. Die Erricbtunsr 
eines phÜOBOphischen Seminare.s ist im Zuge. Aasserdem ist mit Ministerial- 
Erlass vom 19. Febniar 1897 Errichtung eines Institutes für 

experimentelle Psychologie im I'rincip jreneJiniigt und sind mit 
Ministerial-Erlass vom 9. Juli 1^97, Z. 1678U 1500 fl. für die erste Ein- 
riditung und eine Jahreadotatida von 300 IL bewilügt. Bis zur definitiven 
Unterbringunt; in dem künftigen physikalisch-physiologisch- hygienischen 
Institut ist drni V orstand dieser Anstalt vorläufig ein Raum in dem 
Stadtspital überlassen. 

Die Sprachwissenschaften waren int Jahre 1848 nur durch die 
eine Lehrkansel Air elassische Philotogfie und Aesthetik ver t reten. 

Von 1853 — 1856 wirfcte neben dem ordentlichen Professor dieses P'aches 
auch i'ioch ein ausserordentlicher, der Anlass dazu war aber ein rein 
äusserlicher. Dagegen wurde im Jahre «857 ein zweites Ordinariat lür 
dieses Fach begründet Die Folge davon war, dass der eine QnSnarius 
mdir <Iie gnecUsdie^ der andere vor wi eg en d dfe bteiniache ^mdie und 
Literatur pflegen konnte, und dass seit dem Jahr 1861 durch Vorträge 
aus Sanskrit zu;L,rlt:i\:li das FM der Sprachvergleichung hel^aut ward. 
Das ist jetzt in noch erhöhtem Masse der Fall, indem das dritte Ordi- 
nariat, welches aus einem 1868 errichteten Extraordinariat hervorgieng, ab 
Nomfaial&ch Air vergleichende Sprachforschung beaeidhnet ist 

Nachdem berete im Jahre 185S ^.Uebunigen für Candidaten des phi- 
lologischen Lehramtes'' abgehalten \sorden wan.-n. wurde mit ^L'nisterial- 
lirlass vom 20. October 1860, Z. 15776 ein Seminar für clas- 
sische Philologie errichtet und zunächst von Professor Schenkel allein, 
seit 1866 von den bdden Vertretern der Ordinariate dieses Fadies ge» 
leitet. Um die Sprachgewandtheit der Härer in Latem und Griechisdi zu 
belordem, wurde mit .Ministerial-Erlass vom i. April 1871, Z. 3517 ein 
Proseminar errichtet, welches seit 1873 (Ministerial-Erlass vom 8. August 



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Z. 9976) Pur die Studenten italiaiischer Zunge in deren Muttersprache 
abgehalten wircL Satdem sind an der Lehupg des Proaemmais aOe drei 
V«rti«fier der cUsmdien Phiologie betiidl^ Alsbald nacb der Ec^ 
nchtung des Seminars wurden fiir soldie Studierende, wekhe mit gutem 

Erfolge grössere schriftbche ^Arbeiten Geferten. ausserordentliche Stipendien 
gewährt; im Jahre 1865 wurden für Jeden Semester sechs im Betrage 
von je 40 fl systemisiert, jedoch mit Mtnisterial-£ilasB von io.October 1878 
gkicfa wie ftlr alle andern Senünarien wegen der damaligen uqgOnstlgen 
Lage des Staatabauahaltes auf je 30 fl. vermindert Ftlr die Bescfaaffiing 
einer Büchersammlung wurden anfiu^ wiederholt nach Bedarf Zuschüsse 
bewilligt, ausserdem durften die in einem Jahr nicht zur VertheiJung ge- 
langten Senünarstipendien hierfür verwendet werden. Mit Ministerial-Eriass 
vom 30. Octofaer 1897, Z, a6o3i ist Air die Vermehrui^ der BSbEodidc eine 
jBhr&he DotatkMi von 100 fl. auageworfen. - Die Bttdierei xBhlt nur Stunde 
855 Nummern. Eigene Arbeitsräume fiir (Ge Seminannils^teder, wddie 
bisher fehlten, sii>d mit Ministeria] -Erlass vom 10. Mai 1897, Z. 8846 
genieitisam mit dem gemianistischen und historischen Seminar bewil%t 
und werden in dem nächsten Semester bezogen werden könnea 

Von 1854—1858 trug ein Lehrer, weUier durdi den TUd Professor 
auqnesdduet war, auaaer itaienäch und fmaHmdi auch ^jdeutathen SdP 
vor; es war also blos auf correcte Eriemui^ der Sprache RUckddit 
genommen. Die Lt-lirk anzel für deutsche Sprache und Literatur 
wiirde erst 1859 errichtet. Als im lahre 18S7 auch noch r-in Hxtra- 
ordinarius lür dieses Fach besteJlt wurde, trat die übliche Scheidung in 
den Betnd> der Xhem und der neueren deutschen Philologie undliteratur- 
geadiidite ein. Seit dem Studieqahr 1893^ *>nd beide Posten mit 
ordentlichen PiKtfessoren bes< tzt 

Das cfermanistische Seminar wurde mit M'nistcrial-Erlass vom 
27. September 1875, Z. 15180 ernchlcl Lntsprechend der Trennung der 
Lehrkanzeln wurde es 1889 in eine Settion für altere und eine für neuere 
deutsche Sprache und Literatur getheflt Die flinf Semestrabtipendien «1 
40 fl. (seit 1878 ebenfidb zu 30 fl.) werden von beiden Abtheilui^en 



- 3« - 



gldchmässig vergeben. Zur Begründung einer Bibliothek wurden 1875 
300 iL, 1895 ***** ^ ausserdem die eüht m Vertheflung gelangenden 
Stipeixüenbetrlige bewiKgt; sie zahlt jeut 856 Bünde und Hefte. Besl^^ 
der LocaStaten gilt dasselbei was beim dassisdi^pliilologisdien Seminar 

angeführt ist. 

Aehiilich wie die deutsche Sprache wurtle auch die italienische seit 
1851 durch einen j^Lehrer" vorgetrageiu Aber schon im Jahre 1853 
wurde dne ordentliche Lehrkaniel flir italienische Sprache und 
Literatur gegründet Auf diesdbe wurden stets Gdehrte itafieniscfaer 

Zunge berufen, welche ihre Vorträge über diesrn ( jpt;i-ii-staiid in italienischer 
Sprache ahhieltfii: seit dem Jahre 1S-9 liest der Professor dieses Faches 
auch iiber Materien der rümanischen Philologie, (ur welche eine eigene 
Lehrkanzel bis jetzt fehlt. 

Der wissenachaftiche Betrieb der englischen Sprache und 
Literatur wurde nriigfich, seitdem sich 1894 ein Frivatdooent flir dieses 
Fach habilitierte. 1896 wurde eine Lehrkanzel hierfiir «rrrichtet und mit 
Ministerial-Hrlass vom 79. Jatiner 1S97, '/. ;!5'^' ff 96 auch ein angli- 
s tisch ('S Seminar mit drei Stipendien zu 30 fl. im Semester; die nicht 
benöthigtcn Stipendien können für BiicherbeschaAung verwendet werden. 

Noch nach einer anderen Richtung hin wurde der Ktm der ver> 
tretenen phOcJogisdien I^idier er w eitert , indem 1894 ein Professor flir 
altindische Geschichte und Alterthumskunde berufen ward, 
welcher jetzt naturgcmäss auch die Cursc iiher Sanskrit leitet. 

Die Kunstgeschichte im weiteren Sinne wurde auf unserer Universität 
zunächst von der ästhetischen Seite her betrieben. .So erklärt es sich, 
dasB der Frdessor der Phüosopfaie seit tSSSfg auch Vortlage iiber Kunst- 
Anhädogie hielt und ein «Kunstikabinet von GypsabgUssen^ anrichtete. 
Erst im Jahre 1^90 wurde ein selbständiges Ordinariat dir classische 
A'rchäologie und die Reaifacher der classischeii Philologie creiert. 

Das Gypsmuseum (eine Sammlung von Gypsahgussen alter Kunst- 
werke) tat durch MinisteriaJ-KHass vom 34. August 1869, Z. 7788 errichtet 
worden und stand bis nir Sdiafiiing einer eigenen Lehricansd unter der 



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I^itung des Professors dt-r Pliilosopliie. Seine ursprl:iiglichc Dotation von 
200 fl. wurdif ifcl;4 verdoppelt, mit Ministerial-Erlass vom 15. Janncr 1891, 
Z. 2729 auf 600 fl. erhöht Die Sammdung bestdit aus 335 Gypsen, 
Uber 3000 Fhotographieo und aus einer Biblk>thdc von lu^gdälir 500 Bänden. 
Die Abgüss« waren ursprünglich in zwri Zimmern der Unfverstät au^e- 
stdlt; da der Platz in denselben nicht melir hinreichte, muss beim leidigeji 
Raummangel im 1 lochschuigebäude ein Theil auf dem Corridor unter- 
gebracht werden. Für die Vorlesungen ist ein Hörsaal reserviert. Sonntag 
vormittags nt die Sammlung unentgdtliclt dem algemeinen Besuch goOfliiet; 
du Veraeidbais winde 1894 m Drudt gelegt 

DieErriditung eines epigraphischnrrhäologischcn Seminars 
ist im Zuge. Vorläufig ist mit ^h'nisterial-l.rlass vom 11. Februar 1897 
Z, 3 15 17 ex 96 ein Betrag von 240 fl, lür Ütipcndicn an die Theilnehmer 
der Uebungen bewilligt 

Ab sich un Jahre 1876 dit Privatdocent fiJr mittlere und neuere 
Kunstgeschichte habilitierte, remunerierte die R^erung soibrt Vor- 
lesungen aus diesem Fache und schuf im weiteren V^erlaufe für dassdbe 
1879 eine ausserordentliche, 1885 eine ordentliche Lehrkanzel. C.lL-ieh von 
Anfang wurde auch für einen Lehrapparat durch wiederholte beträchtliche 
Zuwendungen Sorge getragea Aber in der Uiiiveriiiält lUiIte ein passender 
Raum Air Au&tdhing auch dieser Sammlung; errt im Jahre 1883 wurde 
provBorisch ein Zimmer zur Unterbringung der IcunatfaiatoriBchen und der 
gettgraphischen Lehrmittel angewiesen. Endlich im Jahre 1884 wurde fUr 
das kunsthistorische, geographische und pctrogmphische Institut eine 
gemeinsame Wohnung gemiethet, in welcher neben einem gemeinsamen 
Hörsaal xwei Zimmer air Aufeldlung der kunsdustorisdien Samnihn^ und 
als Arbdtsraum des Professon angewiesen waren. KGt Ministerial-EriasB 
vom 23. December 1896, Z. 3 1 1 24 wurde die Miethe einer eigenen 
Wohnung von sechs Zimmern für dieses Institut bewilligt, in welcher acht 
Arheit-S['i.'it/e für Studierende vortj-rsehen sind. Da die innere Ausstattung 
noch nicht besdialit ist, konnte diese neue Ubication noch nicht bezogon 
weiden. Seit der Zuweisung eines AufiMllui^sraumes hn Jalire 1883 liat 



— 40 — 

das kunsthifitorische Institut eine ständige Jahresdotation von 300 fl.; die 
SaninUungen umlassen nun an Photographien, Ausstellungsobjccten, Tafel- 
werken und BUcbero drca 7800 NunwiKiio. 

Die Umvenitllt luiabnick besass vor 50 Jahren, wie erwähnt, nur dne 
historische Professur; nach der alten Ordnung der Din^ t der 
Gegenstand überhaupt nur Freifach, die historischen l ültswissenschaften 
waren einst für den kimftigen Richter und Rechtsanwalt gelewen worden, 
welcher alte Urkunden in Trocessen zu verwerthen hatte, aber unter den 
geänderten VefUdtnisien des 19. Jahrhunderts entfiel das Bedürfnis hierftbr. 
Zuerst wiude nun im Jahre 1853 eine selbständige Lehrkanzel für öster* 
rcichische Geschichte abgetrennt Im Jahre 1861 erstand ein Ordi- 
nariat fiir historische Hilfswissenschaften im modernen Sinn. 
Allerdings war es zunächst nur eine Honorarprcfessur, deren erster Inhaber 
keinen Gehalt besog, aber der Wissenszweig blieb nun im Rahmen der 
Ustorischen Discqpinen, denn die Ldulcaud wurde 1881 b ein besoMetes 
Eaü aor Ui iiariat und 1893 in ein ebensolcfaes Onlinaciat umgewandelt Seit 
dem Jahre 1S88 sind ftir allgemeine Geschichte zwd Ordinarii 
bi ätdlt. so dass eine grössere Theilung des Stofies nach Zeiträumen und 
wissensdiaftJichea Richtungen möglich ist. 

Die G ca chicht e des Alterthnms hcltt «di durdi die Eigenart mcht 
UoB ihres Inhaltes, sondern vor allem ihrer Qudlen und daher ihrer 
Pocsdmngsmethode stark von den spütem Zeiten ab| das fUhrte, wie an 
andern österreichischen Hochschulen, zu getrennter Vertretung. Nachdem 
schon seit 1875 Frivatdocenten für dieses Fach habilitiert waren, wurde 
1892 eine Professur für alte Geschichte errichtet; für alte Geschichte 
des Orientes wurde damals nocb ein ebener Extraordinarius bestellt 

SerainarUbungen wurden durdi den Begründer der Inosbrucker hfatori- 
schen Schule^ Professor Ficker, bereits seit dem Jahre 1854 unter dem 
Titel „Anleitung zur quellenmässigen Bearbeitung der Geschichte" abgehalten. 
Eine feste Organisation erlangte das historische Seminar erst mit 
MinisteriaJ-Erlass vom lö. August 1871, Z. 9387. Die Leitung wurde den 
beiden Ordinarien fiir aUgemetne und fllr itetendcfaische Geschichte Uber- 



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tragen und demgemass wurden zwei 5>ectionen gebildet; im Jahre 1892 
wurden dieselben entsprechend der veränderten Besetzung der Lehrkanzeln 
auf drei Abtheilungen erweitert Ursprünglich wurden sechs Stipcndiea 
XU je 40 & fer dm Semester auageworfen, wekhe mit Miniaterial-EriBai 
vom la OGto1)er 1878 auf je 4 su 30 fl. redudert wurdeiL FUr die Schaflüng 
dner Bibliothdc wurden zu Anfang (1871 und 1873) ausserordentliche Dota- 
tionen von zusammen 800 fl. bewilligt, dann von 1876 — rS (Ministerialerlass 
vom 27. Scpttjnber 1875, Z. 1 48991 eine Jnhresdot.ition von je 200 fl., 
weiche dann aber wieder eingestellt wurde, so dass man nur auf die nicht 
xur Aoaxahhii^ kommenden Stipendienbetriige angewiesen war. Erst tSr 
das Jahr 1895 wurde wieder eine Summe von 100 fl. (Aifinisterialeilass tooi 
19 October 1894, Z. 22174) und von 1896 an eine Jahresdotation von 
200 fl. bewilligt (Ministerial-Erlass vom 12. Mai 1S95, Z. 8048). Die 
Bibliothek umfasst gegenwärtig 259 Nummern mit 649 Bänden und 
Heften sowie 10 Atlanten und Tafelwerken, sie besitzt unter an denn die 
Monumenta Germaniae hätorica. 

Ein Lelurauftrag fiir Geographie wurde aierst kn Jahre 1871 
einem ad personam zum Extraordinarius ernannten Privatdocenten der 
allgemeinen Geschichte ertheilt. Im Jahre 1874 habih'tierte sich dann auf 
Veranlassung der Regierung ein Specialvertreter dieses l-aches, welches 
1879 XU einem Extraordinariat, 1885 zu einem Ordinariat erhoben wurde. 

Schon im Jahi« 1872 wurde em Betn^ von 300 fl. fttar Besdiaffiufg 
der nötbigsten gcographisdiea Unterrichtsbehdie bewiKgt und ithnliche 
ausaeronlentSdie Dotatwnen wurden in den nächsten Jahren wiederholt 
gewährt Im Jahre 1883 wurde ein provisorischer Aufstellungsraum fllr 
die Sammlung auf der Universität zuerkannt, worauf 1884 für dieses 
hidlut g a ne m tm wk dem knnsdlistonidien und petrographudien cme 
Wohnung ausserhalb des Univer^tagebttodes gemiethet ward. Seit dem 
Jahre 1885 i>ezieht das geographische Institut eine jährliche Dotation, 
welche im Jahre iS^S riuf 200 fl. nonniert wurde. Die Lehrmittel- 
sammlung umfasst: Karten, Globen. Modelle, Messinstrumente, Bücher etc.: 
im ganzen 258 Nummem. Spcciclj berücksichtigt ist — nach Massgabe 

S 



— 4« — 



der bescheidenen zu Verfügung stellenden Mittel — die historisclie Ent- 
wicklung der Kartographie. 

Die Ra anJkhkd te n des geographtM^xo Indtutai beatmen auner 
dem gemeinsamen Hlinaal in einem AHbeitsanimer lUr den Professor und 

einem solchen für die SchUier. Info]^ der steigenden Frequeiu an der 
Faculuit und der allmähligeti Zunahme der Sammlungen haben sich die 
Räume läng'st als unzureichend erwiesen. 

Eine ordentliche Professur für Mathematik, eine von den 
Jeadten stets mit VoiVAt gepflegte Wissenschaft, bestand schon vor 
dem Jalire 1848. IDie Nodiwem%keit den mathematücheo Unterridit 
überhaupt auszudehnen, und die erhöhte Frequenz führten 1872 dahin, 
dass auch noch dn Extraordinarius bestellt wurde; seit iS-A h:i[ die 
Hochschule ^wei ordentliche Lehrkanzeln dieses Faches. I.>ie beiden Ver- 
treter desselben theilen sich nach ihren besonderen Arbeitsrichtungen in 
die Vortrüge Uber die Hauptzweige airer Wissenschaft. 

Um die Voraussetsong sur Ablegnng der PtüAmg aus dem geome- 
bischen Zeichnen als Neben&ch zu adiatifen (dh- an den übrigen öster- 
reichischen Universitäten, ausser Czernowitz, durcli die am selben Orte 
bestehenden technischen Hochschulen gegeben istj und eine systematische 
Ausbildung der räumficfaen Anschauung, ftir welche der Gymnasialuntenidit 
nicht soigt, welche aber lUr Mathematik, InKnerategie (und Geogrqibie) 
nüllii^ ist, m ersielen, wird — der aogenUiddicfaai Sachlage Rechnung 
tragend — seit dem Jahre 1893 ein eigener Doceot flir darstellende 
Geometrie remuneriert. 

früher schon, im Jahre 1868, war ein Ordinariat für mathe- 
matishe Physik errichtet worden. 

Im Jahre 1888 habilitierte sieb em Prtvatdocent Air theoretische 
Astronomie, der 1892 zum ausserordentlichen Professor ernannt wurJe; 
seit einem Jahre ist das Fach unbesetzt, 

Das mathematische Seminar ist mit Ministerial-iirlass vom 
18. October 1875 gegründet. Vorstände waren zunächst die beiden Pro- 
fessoren der Mathematik. PersönEcfae Veridkdsse veraolassteo, dass der 



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eine Vertreter des Faches 1881 auch mit Abhaltung von Uebungen aus 
der iiiadieinatiidieii Fliysik betraut wurde; takigt dessen wurde da« 
SemiDar durch Mmisterial-Eilasa vom 19. Januar und 11, Februar 1891, 

Z, 446 und T979 in ein Seminar für Mathematik und mathe- 
matische Physik umgewandelt und im Jahre 1S91 der Professor des 
letzteren Faches zum Mitvorstand ernannt. Dtis Seminar besitzt drei 
Stipendien ün Betrag von je 30 (seit 1878, irüher 40) fl. im Semester; 
Air Thdbeiimer an den UdNingen nicht ve rw e n de t e Betrage <üenea zu 
Bücheranadiaffiingen. Mit Ministeria] -Erlasa vom 19^ December 1896, 
Z. 26360 wurde flir die Sammlungen eine ständige Jahresdotation von 
100 fl. gewährt. Dieselben umfassen jetzt ;8i Wt-rke und 32 Modelle. 

Die Lehrkanzel für Experimentalphysik bestand gleich 
dem physikahchen Cabinet adion vor der etaten Anfhebuojf der Uni» 
veraftät; sie besitst aus jener Zeit noch doe wertvdle, vom Augustiner- 
möiidi P. Aureliiia a S. Daniele zu Wien verfertigte und von der Kaiserin 
Maria Theresia 1775 ^ ^ hiesige ,{ihyailca&cbe Muaeum** geschenkte 
astronotnischL- Uhr. 

Das physikalische Cabinet hatte im Jahre 1848 eine jähr» 
Bche Dotation von 200 fl., Jetzt beträgt sie 800 fl. Denientaprechend nt 
die Sammlung auf allen Gebieteo zierolich gldchnüisa^ eigilnzt worden; 
als MerkwUrdigkdt ist dn Pendel zu erwähnen, welches den Antrieb von 
einer Trockcnsüulc erhält, und auf die_se Weise srit dem Jahre 1S23 in 
Gang erhalten wird: i'ie Bibliothek zählt 135 Nummern. Das physikalische 
Cabinet bestand ursprünglich blos aus dnem Hörsaal, dnem Saal für die 
Sammhu^en, einem Vorberdtungsdnuner und aus zwei NebenloGaitäteo 
an ersten Stodcweilie des Unhrer8ifitagebaode& Seit der Erbauui« des 
anatomuechen Institute.s i.st es in den sieben Räumlichkdten , welche diese 
Anstalt innegehabt hatte (s. S. 27), untergebracht und besitzt rwülf Arbeits- 
pliitzc für Anfänger und zur Noth zwd Arbdtsplätze fiir Vorgeschrit- 
tene; diese Arbdtsrttume im Hrdgeschoss sind aber durdiwegs feucht, 
weO ihr Boden unter dem Strasienniveau li^gt Um ao erfieoEdier bt die 
Aussicht auf den Bau eines neuen Inslitules, das Physik, Ffaysiolqgie und 



— 44 — 



Hygiene beherbergen suU. i£in Assistent ist dem Professor seit 1870 
beigegeben. 

Im Jahn 1890 wurde eiiie Lehrkanxel für kosmische Physik 

gegründet, Air welche die geographische Lage Innsbrucks einen besoodars 
dankbaren Boden bietet Im Jahre 1893 wurtle diese Professur zum 
Ordinariat erhüben und zugleich mit Ministeria] - l^rLiss vom 5. October 
desselben Jahres ein meteorologisches Observatorium mit einer 
Jahrasdotatkm von 300 fl. emdtteb Die »ebeo R^giitrier-hstniroente 
der Anstalt sind zum Thefl im botanischen Garten, zum Thea auf einer 
Thurmplattform des Universitätsgebäudes angebracht. Die Bibliothek mt 
im Cüiridor des physikalisclyn Inst-tutf-s nnf'gestellt, eigene Arbeitsräume 
fehlen gänziicli. Im künftigen physikalischen Institut soll auch diesem 
\L'sstand abgeholfen werden. Die Bibliothek zählt circa 300 Bände und 
enthült namentÜch die (grösstaitfaeili im Tauschverkehr erworbeoeo) Pubfi- 
catiooen der wkhtlgaCeQ meteordogudien und erdmagoetjacheo Obsei^ 
vatorien. 1898 ist das Observatorium dem Veibande der täglichen 
Wettertelegramm-Stationen beigetreten. 

Chemie wurde seit 1775 nebst Botanik als Lehrgegenstaad an der 
medüdniKlien Facdtilt voi^getrageo und auch bei dem chinifgisdien Studium 
war die anorgadsche Chemie unter den ^VorbereitungBw isB e wcfa a ft en* 
vcttretea Die plulosophische Facultät dagegen wurde durch dn Ordi- 
nariat für allgemeine (und (dianoaceutHdie) Chemie erat im Jahre 1851 
bereichert. 

Das chemische Laboratorium für diese Prolessur war neu zu 
beschaffen und wurde 1853 eröffnet; im Jahre 1856 wurde eine Assi» 
stentensteUe efTichtet Aus einem Chemikentipeiidium im Gesammthetr^ 
von 500 welches durch a. h. EntschJiessung vom 7. April desselben 

Jahres geschaffen worden war. erwuchs seit t SS6 die zweite Assistenten- 
stelle. Das Laboratorium wurde im Erdgeschoss des Universitätsgebäudes 
untergebracht; die sieben Räume, welche ihm zunächst zur Vertugung 
gestefit waren, musaCen allmählidi auf dreiaehn venndirt werdeiK da nadi 
dco bestehenden Vorsduifien die Fbaimaoeuien und die Aifedidner in deni- 



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selben arbeiten; so sind auch die 8 Arbeitsplätze auf 47 erhöht worden. 
Die DotatioD betarug; aatutgs 630 fl., g(^;enwärtig 1000 iL Der Neubau 
tBur das chenusche undlbr das pbarmakoh^iisdi-phaRnakogiio^ Institut 
ist jetzt endlich in Angriff genommen, nachdem sdu» im Jahre 187 1 
eine a. k Entschliessung dafür orflossen war. 

Naturgeschichte wurde .m der philosophischen Facultät von 
den Jesuit«) nicht gelehrt; erst 1777 Andet sich eine Prolessur hierfür, 
wekhe dann im Lyveom und bei Wiedererrichtung der UinvecMllt bei- 
bdulten wurde. Auch nach dem Jahre 1848 bestand fiir diesen Wissens- 
zweig lange noch blos eine Lehrkanzel mit botanischem Garten und 
Naturaüencahint^t. Erst seit 1867 haben alle drei Naturreiche ihre selb- 
ständige Vertretung. 

Das Ordinariat für Zoologie und vergleichende Anatomie ist im 
Jahre 1863 errichtet woitlen. 

Damit war audi die Abtrennung des soologischen Museums 
vom allgemeinen Naturaliencablnet geigeben. Demselben sind zwei Säle 
im zweiten Stock der L'niv i^rsität zugewiesen. Ein Theil fdie .Skelett- 
sirr.r.iluni^rl musstc im zugeJiorigen Auditorium aufgestellt werden, aber 
trotzdem lät der Raummangel so gross, dass die Uebersichtlichkdt der 
Anordnung fühlbar darunter leidet Ausserdem atdwn nodi xwei ArbeitB- 
rttume flir den Pkofeasor und ein Oienetrimmer, das m Fri^iarierangs- 
zwecken verwendet wird, zu Verftigung. Weitere Arbeitsplätze konnten 
nur im Zimmer des Professors untcrijebracht werden! Ais neben der 
Systematik auch die Forschung aut dem Gebiete der Biologie und Phy- 
siologie eindringlicher betrieben wurde, bewilligte der Ministerial-Erlaaa 
vom 31. October 1895, ^ ^*S7 ^ Eiricbtuiv eines soologischen 
Institutes, weiches in fünf RümMn «nes Mvadiauses dn Arbeits- 
zimmer des Professors, ein Aquarium, ein Assistentenzimmer und zwei 
Zimmer mit acht Arbeitsplätzen für Studierende enthält Gleichzeitig 
wurde auch eine Assistcntenstelle bewiJiigt. Hörsaal und Museum mussten 
bei diesem Provisorium — natüriich ddit am Vnrdidl der Anstalt — 
im Um'versitBtsgebaude belassen werdea Die Samniliin{g untfiust 17764 



- 46 — 



Inveatarsnummern und besteht aus ausgestopften Thieren, in Spiritus 
conservierttn Stiickrn und trocken präparierten Kxeinpiaren , sowie aus 
anatomischen und circa 950 mikroskopischen Präparaten, einer kleinen 
Sammlung von das- und Wadunioddlen, 105 litographiacfaen und 85 

der Hmd gcMidineten Taldn; endlich aus a'ner Bibliothek von 
513 Nummern, beziehungsweise 750 Bänden und Heften. In der syste- 
matischen Sammlung sine! namentlich die in Tirol vorkoinmenden und 
afiedell die alpinen Fonnen, sowie solche der Adria rcichiicii vcrtretea Die 
Jaliresdotation wurde nadi der Bq;riinduiy des bstitutes mit Ministertal- 
Edass vom «9. Mai iSps, Z. 2358 von 500 auf 1000 & erhöht 

Die Lehrkanzel für Botanik kann man vom Jahre 1860 
datieren, insofeme der d.unals neu ernannte Professor Kemer sjveciell in 
dieser Wissenschaü i-achinann war und unter ihm die Professuren für 
Zoologie und Minerahigie von aeber Lchrkamd abgetrennt wurden. Die 
Professur Air Botanik allem besteht erat seit 1867. 

Bedeutend alter ist der botanische Garten. Die Botanik hatte 
ursprünglich ja nicht ■.ii« ihrer selbst willen, s« ridern als medicinische 1 lilfs- 
wiflsenschaft eine Heimstatte auf den Univeräitatcii gefuiulcn. In dicMrin Sinne 
regte schon dne a. h. Entschliessung vom 7. Januar 1735 die Anlage 
eines sokheo Gartens auf Kosten des Univer^Ktsfondes an, aber die 
medidnische Facultät hielt es damals für unnöthig, weil ja ganz Tirol ein 
botanischer Garten sei '). Erst nach der Wieilerherstellung der Univer- 
sität durch Leopold II. wurde 1793 der Garten des aufgehobenen Jesuiten- 
coUegs für diesen Zweck gewidmet und 1808 der anstossende Garten 
des gleicfafalb au%ehobenen Theresianums hinsi^geAigt Jedoch mit der 
nreiten Ocgradiening der Umvershüt wurden auch diese Massregeln rück» 
gängig gemacht, und bei der zweiten Restaurierung der Hocliscluile 1826 
wurde nur der Jesuitengarten wieder als botanischer Garten bestimmt 
mit dner jährlichen Dotation von 150 fl. Auch hier knüpft dn Auf- 
sdiwung an die allgemeine Reform der Univeraitiiteo an. bn Jahre 1850 

*) Pnlbm, Godiidite der UnIwniflK in tambrodt ti?. 



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wurde der botanische Garten durch den theresianischen vergrössert, so 
dass er nun eine Area von 68SoOm umfasst: 1855 und 1856 wurden 
Glashaus und Treibkasten hergestellt. Die Dotation stieg 1856 auf 300 

1861 auf 800 it., 1873 Ulf sooo fl. und betriigt sdt 1S97 mit Etnsdiluat 
des Behdzungapauschaleg 9450 fl. ht dem Garten werden 4950 Arten 
cultmert^ davon 1368 in den Gewächshäusern. Das bereits im Jahre 

1862 angelegte Alpinum und die 1890 bcf,'riiiideten pflanzen-bioloj^'schen 
Gruppen bildeten Beide Muster und Anstoss zur Nachahmung für eine 
Reihe audi weit grösserer Schwesteraostalten. En botausdier GSrtner 
existiert sdwn Mit Wiederlierstdluog der Univeraitiit 

Mit der Trenoung der Profissauren schied auch das botanische 
C abinet aus dem allgemeinen Naturaliencabinet aus. Es ist im zweiten 
Stockwerk der Universität untergebracht und umfasste ursprünglich nur 
einen Museum&raum und ein Arbeitszimmer für den Professor. Im letzten 
Jahraehent hat es tkh sowohl riltimlich ab fo sener Tlät^keit ai einem 
botanischen Institut entwidtelt, das nun auch einen Mikroskopier- 
raum mit sechs Arbeitsplätzen und ein Zrmmcr für physiologische \''tsi:( fn- 
besitjt und zuletzt noch durch die Verlegung des /.ooiogischen Institutes 
eine kleine Erweiterung erlahren hat; ein Assistent ist seit 1S91 ange- 
stellt Im gleichen Jahr wurde <Se Dotation von 105 atd" 300 fl. eriiDlit: 
Das botanisdie Institut besitzt vendnedene Herbarien and Sanunhingen, 
darunter eine carpologische mit 751 Nummern, über .^oo in Alkohol 
präparierte Objecte, 1 000 mikroskopische Präparate, 360 Wandtafeb; die 
Bibliothek zahlt 500 Nummera 

Das QidinariBt fbr Mineralogie und Geologie wurde 1867 
von dem botaiusdien abgetrennt Jm Jahre 1877 wurde dann noch ein 
Extraordinariat flir Mineralogie und Petrographie errichtet; nach einem 
längeren Provisorium kam es endlich 1890 zu einer endgiltig^en Schaffung 
von zwei Lelvkaiuein: einer ftir Mineralogie und Petrographie und einer 
flk Geologie und Fattontokigife 

Das mineralogische Cabinet wurde schon 1864, slao nadi 
der Abtreunui^ des sodogisclKO Cabinetes vom ehema%en al%end n en 



— 48 — 



Naturaiiencabinet, gebitdet. Seit der }{rrichtnng des selbständigen Ordi- 
nariates {i&öj) fiihrte es den Titel eines mineralügischen und geo- 
giMWtbchen. VBt Ufinisteriai-Erlan vom 17. April 1877, Z. 5833 wurde 
das mineralogisch-petrographische lostitut b^frOodec, an 
welches dn TheO der Mineralien und der Biichersammlung des minera- 
logisch-geognostischen Cabinetes abgegeben wurde. Im Jahre 1890 wurde 
die Scheidiing wie zwischen den Lehrkanzeln, so auch zwischen den 
Sammlungen eine vollständige, ind^ alle vorhandenen mineralugisch und 
petrograj^hisch widitigen Objecte (KrystaDmodefe, Instnimente, MmeiaSen, 
Gesteine, Diinaacfafifle und BUdier) duaem Intkiite aigewieaeB wurden. Ab 
Dotation waren deinstriben schon mit Ministerial-Erlass vom 4. Juli 1878 
auf drei lahrc Je 300 fl. bewilliget wordeti Mit der Varnn:' t!er Pro- 
fessur war sie 18S2 verloren gegangen, wurde aber mit Ministerial-Erlass 
vom 2 1 . October 1 890, und zwar als ständige Jahresdotation, im gldchen 
Betrage wieder hergestellt Seit dem Jalire 1891 wurden ausaerdem flta* 
mioeralogische und geologiadie Excumonen mit Hürera den Profeasoien 
beider Lefarfcanxeln ein jährlicher Betrag von zusammen 300 E bewfliöft 
Die Sammlung deJ> mineralogischen Institutes besteht heute ms circa 
1700 Stufen und 300 Stücken Gestan, 400 Stücken Hokmodelle, 
150 Dünnschliffen und mikroskopischen Präparaten, sowie einer Bibliothek 
TOD 350 NuRonern. Das fitthere minerak^[isdi-geognostiadie Cabinet 
besass eben Sammluqgssaal und ein Arbehannmer auf der UnivenitXt 
Das imneralogsch-petrographische Institut wurde schon bei seiner Er- 
richtung in einem Privathaus untergebracht und ist seit 18S4 örtiich 
mit dem geographischen und dem kunsthistorischen Institut vereinigt 
Ausser einem mit jenen Anstalten gemeinsamen Hörsaal besteht es ans 
einem chenüsdien Laboratoröim, einem Aibeitsraum Ata- den Froiessor 
und einem aoldien fiir die Studierenden, m wefcfaem faisber 9 (b Zu- 
kunft 1 1) Arbdtsplätze aufgestellt sind. Auf der Unversitiit ist ihm em 
entsprechender Sammlungs- und Arbeitssaal zugewiesen. 

Das geologisch - paläontuiugische Institut erhich nach 
seiner Abtrennui^ vom minendogisch-geognoadsdun Cabinet im Jafaie 



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— 49 — 



1890 iwei Sanunlungssale, ein kleines Laboratorium, ein Arbcitsziininer 
flir den Professor und einen Studierraum für die Hörer auf der Univer- 
abMt zugewiesen, seine jähifidie Dotadon und der Betrag für geologisdie 
EKCumonen mit den Hörem kt in j^eidier Ittfae wie bei der minera* 

logischen Lehrkanzel bemessea Die geologische Sammhuig zählt drca 
4000, die paläontologische drca 3700 Stücke, dazu 1200 Dünnschliffe, 
GypsDooddle und Wandtafeln, sowie eme Bibliothek von 700 Nummern. 



Zu der Lehr- und Forschungsthätigkeit der Professoren tritt noch 
als eine nicht zu unterschätzende wertlivolle Ergänzung jene der Privat- 
docenten. Frei von al den andern Verpflichtungen, welche die amtliche 
Sldlun^ des Professo» mk aidi bringt, in der VoHkraft des scfadnsten 
Lebenaaken haben sie audi an unserer Ifochsdiule in glOddidier Weise 
Lücken h dem Kreise der Vorträge ai^gcAiVt, neue Richtungen und 
Strömungen in der Wissenschaft vertreten. 

Die Einrichtung hat sid) hier so voflsänd^ eingebürgert wie an 
andern UnveraiateB. Doch zeigen sich bd den eiaadnen Facuktttea v«r- 
acfaiedene VeridItniBae. Dk dieolognclie zählt zwax mdur Privaldocenten 
ak alle anden derartigen Anstalten des Reiches, dodi kann nadi ihrer 
ganzen Eigenart vom freien Wettbewerb der Personen und der Vorlesungen 
nicht die Rede sein (vgl. S. 13). Unter den drd wdtlichen Facultäten 
hat die pliüosQplüsche hier wie anderswo die grösste Zahl aufgewiesen, 
bis zu 13! Dagegen tritt an der juridiBdMn und mffdifinisfhen PacdtBt der 
Abstand gegen die atürker fiequentieften Hochschulen des Reidies mdir 
hervor. Es Idngt das vid&di auch mit wirtschaMchen Fragen zusammen. 
Im ganzen darf man wohl sagen, dass ach an der juridischen, vor allem 
aber an der medidnischen Facultat bei der Besetzung der Lehrkanzeln 
der Zusammenhang mit der Wiener Schule weit stärker gdtend nucht 
als an der ohHosonUBchen FacukSt. 



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— 5« — 



Ud>efl)licken vnr noch einmal die ganze wisseoschaftfiche und Idtr- 
amtidie Eotwiddung- der Universität, so zeigt ach doe sehr beträchtfiche 
Vermebrang der Lehrstellen und Lehrperaonen. Bleiben wir zunächst bei 

den beiden älteren FacuIUStea, so bestand der gesammte Lehrkörper*) 
an der juridischen Facultät im Jahre aus 6, heute sind 

18 Docenten (darunter 6 mit italienischer Unterrichtssprache); an der 
philosophischen Facultät sti^ deren ZaU in der Reichen Zeit 
von 7 (6) auf 41. Bei den jüi^nem Factdtäten wuchsen die Docenten der 
Theologie von 6 (1857) auf 13, jene der Medicin von 11 (1869) 
auf 23 an'). 

Hbenso ist die Zunahm^" der Institute und Sanimlimoen sehr erheblich: 
ihre Zahl hob sich von 6 im jaiirc 1848 (einschliesslich des chirurgischen 
Studiums) auf 38. 



Enec^ die moderne Au%abe der Universtäten mit der eindring- 
licheren Forschung eine grössere Arbeitsleistung und damit auch eine 
stärkere Speciaüsierung der CoUegien, so ist sich der Lehrkörper der 
Pflicht, den Inhalt der eiiuelrven Wissenscljaften in kurz gedrängter Ueber- 
fiicht zu bieten und die Hauptergebnisse der oeuern Forschung weiteren 
Kreisen in algemein verständlicher Weise zugä^gfidh zu machen, doch 
Tollbewusst Das aagt gerade auch der rege Antbeil an der sogenannten 
University extension. Auf Anregung der Centralleitung der Arbeiter- 
vereine Innsbrucks beschloss der akademische Senat am j.j. Jänner 1806 mit 
Stihuneneinhelligkeit, behuts Abhaltung von vol ksthümlichen üniver- 
sitatavorträgen auf ihnGcher Gnindbige, wie solche bereits in Wien 
stat^gc&mden hatten^ die Facidtateo air Einsetiung eines vorbereitenden 
tei%Bedi%en Auaadiusses zu verahbssen. Dieser arbeikeie die Satzungen 



>) Mit Eliuchluso di r n ■ipmfriiinrrn, MvauloceMai, nidn habiUiitnMi Do- 
centen (SupptenlcD) uad Lcctorca. 

■} Vg). die gounena Naclnwiiniigen im uuMiAta TbtiL 



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aus und nahm, ab das Minürteriuin mk Eriaat vom la October 1897, 

Z. 17374 seine Zustimmung gegeben und eine Subvention von 1000 fl. 
bewilligt hatte, die Durchfuhrung dos Planes endg'It'g f". Hnnd. Bereits 
im October 1897 wurde 'nit <ien V orträgen begonnen und deren im 
abgelaufenen Wneeraemenef 49 abgdiaken, wdcbe von 5363 Heren 
beider Geaddechfier aus den verach i edeiBt e u Oaawn der Bevöikeniag; 
beaudtt waren. Die Fortdauer der Einrichtung^ nt gesichert 



IV. 

Die StudierendeiL 



l^er grosse UmMihwiii^, «ddier aidi ¥or fifaifzig Jahren in den 
Au%aben und in der Verfassung dar Uiurerntaten vdbogen hat, Übte 
auf die Hürer der Mochschulen keine geringere RQckwnrkungf aus ab auf 

den Lehrkörper. Da die österreichischen Universitäten seit dem 1 6. Jahr- 
hundert unter den Einfluss eines Ordens gestelit worden waren, und der 
aufgeklärte Absolutismus schliesslich auch jene Formen und Ueberreste 
von Autonomie beseitigte, weldie aidi vom Mtadakar her erlialten batten, 
wie die e^[ene Geriditsbarkeiit, so wuds das Leben der as t errei Ai adieu 
Hocbsclifller beinahe sämmtücher E^nendiüniEchkeiten, welche die mannig- 
fache genosspnschrtftüclif Gestaltung- erzeugte, der mit derselben verbun- 
denen zaubcrhalten Koniantik und auch des Geluhies eng-er brüderlicher 
Zusammengehörigkeit beraubt, freilich aber auch vor der schrankenlosen 
Ungebundenheit bewahtt, weikfae vide deutadie UniveraitBeen damals er- 
füllte, und wekhe die deutsche Studeotenschaft erst durdi strenge Selbst- 
zucht nach den gros.sen Kriegen und Niederlagen zu Anfiuig dieses Jahr^ 
hunderts wieder erfolgreich überwand. 

Der Student einer österreichischen Hochschule, namentlich einer 
kleinen, war in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts an Recht und Frei- 
heit wohl ddit viel rekher ab heute dn Schiller der obe r st en Gymnasial» 
dassen; dem cotspiadi wol audi Lebensfllhnii^ und sodales Ansdien. 



— 53 — 



Die allgem<-i[ir Frciheitsbewej^uiijj; des Jahres 1848, an welcher die 
Studenten überall jugendlich lebhaften, begeisterten AntheS nahmen, brachte 
da nent groMen Umsdnniiigf: im Voriesuqgs -VeneiGiMis des Jahres 
ist auf enmat die Anordnung der Ridier nacb einem streng 
geregeken Stundenplan und nach Jahrg^ängen verschwundea E>ie volle 
Lernfreiheit wurde nicht weni^^rr betont ils die Lehrfreihdt. Und die 
Thun'schen Neuordnungen lial cn diese Grundsätze nach beiden Seiten 
hin Air die Universitäten ganz wesentlich aufrecht erhalten. Von den 
EmmgcuKiiaften des Jahres 1848 bSeb dem Hodwdiaier die Freiwit 
nach Beieben Vorlesungen zu hOren, wdche ihn anzogen oder Sun nütr- 
Kch erschienen, nur dass dann fiir Ablqrung von Staatsprüfungen der 
Besuch bestimmter Collegien als uiv iitbehrlich erklärt wurde; es wurde 
ihm die Mögtichkeit geboten, sich süwuhl als ordentlicher, wie als ausser- 
ordentfidier HBrer zu bedieiligen; er bdnelt die Freultg^glGeit zwiMhen 
den FaouJtilten und UdvendtSten, zwisdwn Oesterrei c h und Deutsdifand. 

Diese erhöhte geistige Freiheit und Bew^^lcdt ist durdiaus nidht 
gering anzuschlagen. Sie traf auf eine Jugend voll idealen Strebens und 
\'ielgestalteten Interesses, d;ts aber bisher ganz wesentlich ausser der 
Universität und vor allem in schöngeistiger Richtung seine Befriedigung 
gesucht hatte. Datum hatte kdn Un r rerrt attap rofessof solchen Zulauf 
und errqgte keiner soldie Begeutbenog als eio Aestbetüier mit finm- 
voOendetem Vortrag, wie etwa hier in Innsbruck Alois Für einer war. 
Jetzt aber wendete sich das Interesse der Studentenschaft immer mehr 
der Wissenschaft zu. Früher w,ui-n die normalen Beziehungen zwischen 
Professor und Student durch die regelmässige Feststellung der Frequenz 
und durch die Seroestraiprüfungen gegeben, abo rein iüisseriichei vidfitdi 
genriaa wenig sympaduaeiie. Durch den nissenadiafflieh methodiadien Ldir- 
Vortrag, verbunden mit den Anleitungen in Instituten und Seminarien ent- 
stnnd nun dn Zusammenarbeiten des Lehrers mit dem Schüler, webte sieh 
ein geistiges Band, das vielfach auch zu gegenseitiger rein menschlicher 
Einwirkung geführt hat Es liegt auf der Hand, dass solches gerade an 
Ideinen UuveiaiMten, bei bescheidener HOiemhl leichter sidi voOiieht. 



— 54 — 



Durch die Errichtung der Seminarien und Institute, durch Schaffung von 
Atbdtsräumen, in welchen den Hürcrn die Studienbehclfe und der Rath 
des Professors bequem zur Hand sind, wird die Emeichuag dieses Zieles 
sehr gefordert und man kann wohl sagen, dass die Innshrucker Univer- 
sität hierin grosse Fürtschrittf^ g' n.acht hat, wenn auch nach der ganzen 
Sachlage bei uns w'e anderswo der Studienbetrieb nicht an allen FacuJtäten 
hierfür einen gleicli günstigen Boden bietet Zu den Mitteln, durch weiche 
die Regierung die HiSier zu wi—enBchafMfchen AriieifeeD snetfert, zählen 
sndi die seit 1860 jeder Paoultät fttar ttkignSd» Lürnu^ einer geDtdkea 
Pkcisifage jährlich zu Verfügung gestellten St^Kndien von je 300 i. Die 
Liste der von allen vn'er FaciJtaten gestellten Preisfragen selber (Ver- 
zeichnis im Anhang) gibt wohl ein zutreffendes Bild von der Entwicklung 
der Universität und auch der einzelnen Wissenschaften in diesem Zdt- 

Bet DurtMihrui^ der neuen Reformen klagte man längere Zeit, dass 

es vielfach an den rechten Kcttften im Kaiserstaate fehle, die Regierung 
berief daher mit grossem Geschick und {{rfolg oftmal-, Gelehr(f* aus 
Deutschland: ein Menschenalter später war der Hedarf im wesentlichen 
schon durch den heimischen Nachwuchs gedeckt. Bei dem engen Wechsel- 
veridknis der deutschen und OstemiGhBchen Hodtsdnilen finden auch jetst 
noch Benifiingen statt, aber gegenseitig, audi aoldie fisterieidiäcber 
Gelehrter nnf leitsche Universitäten, ein Beweis nicht nur der voOen 
Gemeinsamkeit der Cultur, sondern anch des Forfsrhrittes der öster- 
reichischen Hochschulen und /war im besondern der vertielten lachwissen> 
schaftlichen Ausbildung der Studentenschaft. 

Eriieisdite gerade das neue Mncip der Ldur- und Lerafirdheft eine 
Wiederhersteliing der Autonomie^ damk die Univenität 9ire modernen Auf> 
gaben erfüllen könne, so suchte doch der Gesetzgeber diese Selbstverwaltui^ 
th.inlichst mit den zeitgenössischen Ansichten von Staatshoheit in Einklang 
zu bringai. üarun» wurde z. B. die akademische Gerichtsbarkeit, welche 
vor 50 Jahren in Deutschland noch überall bestand, in Oesterreich nicht 
erneuert. Der E%enart der Studenten wurde in der Disciplniaiordnu^g 



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vom 13. Octuber 1849 nur innerhalb der Mauern der Universität Rech- 
nung getragen: in ihrem VeiliMbnis air Hodnchnle uotofagen und unter- 
Segen sie nodi der Au^iciht und DisapSnargewak der akaderaisdwn 

Behörden, im übrigen stehen sie unter dem Gesetz gleich allen andern 
Staatsbürgern. Die Verleihung einer constitutionellen Verfassung ge- 
währte wie den übrigen Staatsbürgern so auch den Hochschülem grössere 
Freiheit 

Das güt namendieh vom Verdnsiveaen. En Minbterial-Erlan vom 
la ApfO 1868 efwach ausdrOddiGb aus, dass auch akatfemnche Gesdl^ 

keitsvereine nach dem VereinsgeaeCw von 1867 zu behandeln, dass Stu- 
dentenverl)indungen erlinlit s' ien. Z\vanj,'lose studentische Gesellschaften, 
von welchen wohl die Chmtsia die älteste ist. hatten schon nach ihrer 
Theilnahme am heldzug 1859 sich nalicr zusammcnge^schlossen Uiid 
nach deutscher Sitte Farben — wenlgatena Kbider — getragen, einige 
von ihnen Iciistallnerten sch in den nächsten Jahren zu anerkannten 
Vereinen. Aber es waren deren wenige. Erst die freihdtKchcre gesetz- 
Kch< R'-rre!ung erhöhte auf der Hochschule wie «n bUi^getüchen Leben 
den Antrieb zu corporativer V'ereinigung. 

Die steigende Frequenz und die Errichtung der vierten Facuititt, 
«dcbe in cBeedbe Zeit fidlen, trugen nieiit weniger dazu bei, das Vereins- 
letten auf der Universitttt zn einem ausaerordeodkh regen ai maden. Die 
mannigfaltigsten Bestrebungen und Gesinnungen suchen sidl seitdem durch 
den Grundsatz, dass Vereinigung stark macht, Geltung und Au.sbreitung 
zu erwerben Es hängt nicht nur mit den Gefühlen und Idealen der 
goldenen Jugendzeit, sundern auch mit der Geschichte der politischen Rechte 
zusammen, -wem die ältesten akaderoischen Verene — deren RtSgen 
erüflhet die 1859 gegründete Raetia — schOne Gesdfigkeit, den Cuhus 
der Freundschaft und die Bildung des Charakters zu ihrem ausschfies^ 
üchen oder doch hauptsächlichen Zwecke ausersehen haben, In diesem 
Kreise ragen an Strammheit der Organisation und an Zahl der Aütglieder 



4 Vgl. dw voOMMulig* WvmUbtk im »tadwiibcheB Vefdm im AoIhh«; 



- 5« - 



die farbentragenden Verbindungen ht nor. Es gibt auf uiiserer Univer- 
sität Corps, Burschenschalten, Landsinannäciiaften, ,4~arbentragende Vcrbin- 
duqgeni" und „ärbentragende Vereine.* Mao braucht nur diese tfrimwfhen 
AwdrUdDe n gebrauchen, um dnnit auch die beaondem Tendenien cfieser 
Vereinigungen wenigstens anzudeuten. 

Kaum jünger ist (ier Trieb sich zu künstlerischen Zwecken zu ver- 
einigen, und was sollte da unter HochschUkun näher ü^en als ein aka- 
denuKber Getangsverein (seit 1863). Zkaädk apttt «rat haben odi die 
atudentiKhen Liebhaber von LdbeaObungen ju digenen akademiadien 
Vereinen selbständig und abj,'esc!ntlcrt von gleidllie^gen, schon in der 
Stadt bestehenden Genosscaschatten dieser Art zusammengeschart. Bei 
der Lage der Stadt mitteji im Hochgebirge, welche schon der Stiftbriei 
der Univenitttt ab besonderen Vortug rUhmti ist es bq[reiflidi, wenn vor 
allem dn Verein, welcher die Touriatik pBiegt, kritftig emporUiiht (Akad. 
Alpendub gegr. 1893)^ 

Aber tiicht blos jugendlicher PVohiriuth forderte sdn Recht: mit der 
kräftigen Frequenzzunalune an der philosophischen Facultät zu Anfang 
der Siebziger- Jahre entstand eine neue Art akadembcfaer Vereinigungen, 
die ftchirissenacliafiichen Veteiiie. Ihre Abaidit ist, <fie Haiiptau%abe 
der Hochschuler, nämlich die Ausbildung in der fUr den Beruf erM'ähhen 
Wissenschaft unter den Hörern des gleichen Faches durch Besprechungen, 
Vorträge, Ankrgung einer h'achbibliothek zu iurdera Der älteste dieser 
Vetdne ist der Katoriker-Ciab (seit 1874); das Beispiel hat später «udl 
an den Oblagen Facukäten Nachahmung gefi m den. 

Wieder andere Vereine verfolgen allgemeincri Zwecke, so die Zu- 
sammenfassung der Connationalen (citr älteste noch bestehende Verein 
dieser Art ist der Circolo accademico italiano seit 1878), die Unter- 
stiitsuqg der von GM c ksglH e ni weniger gesegneten Gollegen (A k a dwiwi ie r 
Unterstatsungswrein seit 1863 und Unienclitiungsverein dar drei weit- 
lichen Facultäten seit 1874). 

An diesen humanitären Vereinen ist auch der LthrkörpM-r in hervor- 
ragender Weise betheiligt Ebenso bilden auch die Professoren den 



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dgentichen Summ des akadamjsdien Lencasinos (gegr. 1 860), Studierende 
können unter thunL'chst günstigen Bedingungen voliben-cluiifte Mitglieder 
werden. — Von mehreren Vereinen bestehen oder bestanden akademische 
Rfakn, «o; Sodmaric, Fifedenwmiii» Leoverdo, Scfatdvc^ 
fcsaioo und Geanoung baacfaoee ikli oae Rohe anderer ab katiioliadi; 
der hervorragendste darunter und auch der lÜMbt ÜC die fiubentragende 
Verbindung Austria (seit i S64). 

Wenn man, wie vorstehend, die akademischen Vereine nach ihren 
statutariadico Zwedcen gliedert, so st daoMt nur ein Schema gewic hn e t , 
aber durchaus nüdit das buntftfh|ge Büd väediatgegAfeB, wAbea die 
kldnen wie die grossen Kreise dieses Vereinslebens in WirkKchkeit auf- 
weisen. Den lebenden, fruchtbildcnden Kern bilden überall die jugend- 
frischen, b^eisterungsfahigen Mitglieder dieser Vereinigungen. Sie erst ver- 
leliea den Sataingeo Fariie und Fonn. Und so wandelt sich thatsacHBch 
der ^entUche Charakter aller dieser akadembcfaeo Vereine nnmer wieder 
mit dem ununterbrochenen Wechsel der Mitglieder, mit dem Zu- und Ab- 
strömen neuer Ideen und Ideale <]e^ öffentlichen I -ebens, weiche die heissen 
Herzen der Studenten entflammen, bei ihnen den lautesten WiederhaU 
finden. Diese ganxe &it&ltuiig und Entwicklung eingehender dari^en, 
Uease die geMge und poBtisnlie Bew^fung des abgdaufenen Hdbjahr- 
Hunderts schildern, deren verschiedenste Ridituqgen die Studejitejischaft 
jederzeit nach der Indivklualitat des Einzelnen flüt itgtt Aotheünafame 
verfolgte und auf sich wirken liess. 

Die Erlangung staatdbUigerikher Rechte von Seite der StwSerendea 
bedüi^ auch die Erildhii^ staatsbOrgeiicber Pfliditeo» zumal der Wehr- 
pflicht Das Wehrgesetz vom 5. December 1868 hat die frühere 
freiung der Hochschiiler von dem Militärdienst aufgehoben, denselben ist aber 
das Privileg des Einjährig-Freiwilligen-Jahres zugestanden worden. SpedeU 
die Studiereoden der hie i j g e n Hochschule haben ikA audi früher au den 
Waflen gedrängt» wenn das Vateriand in Gefiriv war: 1848, 1859 und 1866 
scharten sie sich zu einer fireiwill|gen Studentencompagnie, um die von den 
Wälschen bedrohte Grenae au schttnen; ihre Offioere haben ae in den 



- 5« - 



Kreisen des Lehrkörpers gesucht uiid gefunden. Das Museum Ferdi- 
oandeuin bewahrt do GescbOts, wdcfaes (fie akadembdie Legion 1848 
den italienbdien Fi«iachai«ii abnaluiL 

Die Zulassung der Frauen zum Hochadiulstudhun, welche durch die 

Ministerial-Erlässe vom 6. Mai 1878 imd 23. März 1897 geregelt wurde, 
ist aj) unserer Hochschule bisher nur in einem i'alle thatsachlich Lx^nutzt 
wofden» 



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V. 



Die bauliche Entwicklung der Hochschule. 



Di 



'ie Universität war ursprünglich in einem zur Hofbui]gf gdlöngen 
H.ius. in dem Gebäude, welches jetzt die Kanzleien der k. k. Statthalterd 
enthalt, untergebracht. Im Jahre i 776 übersietlelte sie nach ihrem heutigen 
Sitz, dessen Baulichkeiten bis zur Aulhebuiig des Ordens einen TheiJ des 
JesuilenooOe^^ums gdxMet hatteo. Die UdvenitiU musste den ihr aige- 
wiesenen Bau «müdist mit der von Maria Ttieresia geigründeten Ritter' 
alcadenue, dem „Tlieresianum^, theilen. hn Jahre 1791 erhielt sie das 
^anze (jebäude, und nun vviirdi- auch die fjei^'enwärtiije Aula einjje- 
richtet. während früher zu solchem Zweck der Congregatioivssaai, einer 
der heutigen Üibliothekssäle (früher ebenfalls im Besitze der Jesuiten) 
verwendet müde. 

Während der Zeit, ab die Anstalt zum Lyoeum und zu einer Uni- 
versität mit zwei Facultäten herabgeilriickt war, fanden auch noch andere 
Aemter lüer Platz. Heute ist ihr (las Heim langst zu klein und zu enge 
geworden, und zwar in Jeder Richtung: für Lehrzwecke, Seminahen, Insti- 
tute, Kanzleien, Kepräsentationsräume, Dienerwohnungen etc. Bktt eine 
einz^ Facultät ist nocb voOstündig h dem Haup^ldude untefgebfacht, 
nämlich die Juridische. Die theologische hat drd von Ihren Hörsälen im 
Bibliotheksgebäude, welches aber seine Büchermassen kaum mehr fassen 
kann und f'jim unzulängliche Ixseräume hat. Von der medicinischen I-'acultät 
waren auch ursprünglich nur die Anatomie, Pharmakologie, Histologie und 

r 



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— 6o — 



gerichtliche Medicin in dem Hauptgebäude untergebracht; heute befindet 
sich in demselben blos noch das Sitzungszimmer dieser Facultät. Auch 
für die jüngeren Institute und Seminar -Arbeitsräume der philosophischen 
Facultät musste durchwegs auswärts in Privatwohnungen Unterkunft ge- 
sucht werden. 

Neben dem eigentlichen 
Universitätsgebäude hat sich 
bereits ein zweiter üstUcher 
Mittelpunkt der Hochschule 
gebildet : das städtische Kran- 
kenhaus mit seinen Kliniken 
und an dieses unmittelbar 
anschliessend zwei ansehn- 
liche Neubauten, welche den 
grössern Theil der theore- 
tischen Fächer der Medicin 
beherbergen. 

Der nördliche Bau, nach 
dem grössten dort unterge- 
brachten Institut, jenem für 
pathologische Anatomie be- 
nannt, ist, wie schon Seite 28 
erwähnt wurde, infolge der 
a, h. FjitscWiessung vom 
10. April 18S1 am S.August 
desselben Jahres begonnen, 
am 13. November 1882 zur 
Benützung Ubergeben wordea Der Aufbau des zweiten Stockwerkes, die 
Ausgestaltung und Erweiterung der Räumlichkeiten im früheren Bau wurden 
durch a. h. Entschliessung vom 16. Juni 1892 genehmigt, begannen am 
30. Juli desselben Jahres und wurden am 30. April 1894 vollendet. Die 
gesammten Bau- und Einrichtungskosten beiiefen sich auf 174.626 fl. 21 kr. 




Anatomisches Initilul 
Partie aus dem grossen Hörsaale. 



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— 6i — 



Das trdgeschoss dieses Baues enthält das Institut für ajjgewandte 
Chemie, im ersten Stock ist jenes für pathologische Anatomie, im zweiten 
sind die Institute für allgemeine und experimentelle Pathologie und für 
gerichtliche Medicin untergebracht 

Gerade gegenüber, gleichfalls mit einem Vorgarten versehen und 
die Hauptfront nach der 
Müllerbtrasse gerichtet, liegt 
das Institut der descriptiven 
Anatomie Dieser Bau wurde 
mit a. h. Entschliessung vom 
II. September 1886 ange- 
ordnet, am I .September 1 887 
begonnen. Am 1 2. November 
1889 wurde er durch den 
damaligen Unterrichtsmini- 
ster Se. Exccllenz Herrn Dr. 
Paul Freiherr von Gautsch 
persönlich der Universität 
übergeben. Die Gesammt- 
kosten des Baues betrugen 
209.221 fl. 53 kr. Auch 
dieses Gebäude ist zwei- 
stückig ; das Erdgeschoss 
und der erste Stock sind Air 
die Lehrkanzel der descrip- 
tiven Anatomie und für die 
Sedersäle bestimmt, der 

zweite enthält das histologische und vorläufig auch noch das pharma- 
kologische Institut. Der Bau ist nicht nur durch seine practische Anlage, 




Anatomi-schcs ln.siitut 
Vestibüle. 



'} Die Abbildung dieses Institutes ist nach der Planskizzc angcrertigt, da die Ort- 
lichen Verhältnisse eine plioiographische Aufnahme nicht gestatteten. 



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— 62 — 



sondern auch durch seine Architectur und künstlerische Ausstattung; 
bemerkenswerth. Se. Majestät geruhten bei seiner Anwesenheit in Inns- 
bruck im Herbst 1893, am 30. September das Gebäude zu besichtigen 
und schenkten aJkrgiäd^fik für den grossen schönen Hörsaal sein BikL 

Gegenüber der sBdOsdklMd Praot der descr^)tiven Anatomie steigt 
nun der Bau des chemischen und pharmakologischen Institutes empor, Air 
welchen mit Ministeriat>Eriaas vom 15. Aprfl 1898 ein Credit von 360.000 A. 
bewiiügt worden ist. 

Auch derBaupiata lUr das gc^^lanCe physilc&lisdl-pliysiologisch-liygie- 
niscbe Institut legt nicfat yrA ab. 

Da die Pliysiologie zur Zeit in dem mit der Universität communide* 
runden mirre.siammi fdrssen i^riisster Theil f\ir die Zwecke des Staats- 
gymnasium.s verweiuirt winii unteri^ebracht ist, da überdies eim'ge HörsaJc 
der theologischen l*acuität sich im Gebäude der k. k. Universitäts- 
bibGodiek befinden, da endlich filr die Unterbringung des geographischen, 
nünendogisdi-petrographischen, kunatUstoriscfaen, zodogischen, hygiemsdien 
Institutes, sowie llir Arbeitsräume des i^'-nnanistisclien, historischen, clas- 
sisch-philologischen Seminars fünf Privatwohnunj^^cn in \vt verschiedpnen 
Strassen um die Gesammtsuinme von jaliriich 3510 Ii. gemiethet werden 
mussten^ so ist zur Stunde die Universitas b'tterarum in der That in der 
ganzen Stadt zeistreuL 

In gfcidier Weise wie die Erriddu^ der medidnischen Facnltit zu 
Aufluhrung einer Reihe von Bauten drängte, erheischt auch die Ver- 
mehrung der Lehrkanzeln an den (ihrigen Facultäten, die Ausstattung 
derselben mit Forschungs- und Arbeitsräuinen, sowie die allgemeine 
Ziinalime der Frequenz muner dringender eine Beseitigung der vtel- 
facfaien UnzukömmEdikeiten, wdcbe durdi den taglich filhlbarer werdenden 
Raummangel im Hauplgetöude der UmversilSt hervocgerufen sind, hfit 
zielbewusster Klarheit hat die hohe Rcgiening in erster Linie die Ausge- 
staltung der jijiigsten Facultat in Angriff genommen. Diese Aufgal>e ist 
bereits der vollen Lösung nahe gebraclit: denn von den beiden letzten 
medkinisdiai Imlituten ist das eoie adioa ün Stadium des Baues^ dss 



. ujui^^-. L,y Google 



andere in Jenem der Flanfertigung. Bdde sind verbunden mit solchen 
Institutea der pfafloaopbisclieii Pacultät, 'wdche ähnfidie Erfordemisse an 
Grösse oder Vertheüung de« Raumes haben. Das zeigt deutfidi die 

weiteren Absichten dcB Miinsteriums: zunächst die noch nodiwendigen 
Iiisiiiuie. welche rine grosse Raumentfoltung und eine vermöge ihrer 
Fon>ctiuiigsbedürrnisse eigenartige Anlage erheischen, auszufütiren, und 
KfaSesifich das Unversitätsgclribide swedcentsprechend n vagrSsBem. Da 
dne Vemuhniqgf der HOrä)^ dne Erwa'tening der jetzt dort bestehenden 
Institutaräume und der Kanzleien, eine Zuweisung von Priifungsdmnieni 
ebenso nothwendig, aJs die Unterbringung iilk-x jetzt in Privathäusern 
eingetnietheten Institute selbstverständliche Vorausseht zung ist, da aber auch 
die voraussichtlichen Raumbedurlnisse der Zukunft Berücksichtigung fordern, 
SD ist es fraglich, ob Qbeihaupt mit dem Bau swder Seilenfliisfel das Au»» 
lai^«Q gefunden würde, abgesehen davon, dass bei solcher Adapdening 
gewisae Bffliiigd des jeta%en BaueS) namentlidi die tiefe Lage des Erd- 
geschosses, zu welchem man vom Strassendveau m d ir erc Stufen biaäb- 
steigt, nicht beseitigt werden konnten. 

Eine den Interessen der Universität vollkommen entsprechende Lösung 
dieser brennenden Frage würde wohl nur durch einen vdjstünd^en Neu- 
bau des UmversitätB-HaupIgielähides mSgüdi «ein. 

Das Walten- des Kaisers Franz Joseph L bedeutet eine wahrhaft^ 
Neuschüpfiing unserer Hochschule, eine geistige wie eine m.Ucricllfi, seiner 
allerhöchsten Huld verdankt unsere Universität im besondern die Ver- 
doppelung der Zahl der Facultäten: das monumentale Wahrzeichen dieser 
gewaltigen Wanddung wäre das neue Haus. 



statistischer TheiL 



Utenrtnr-VcnMifc. 



Di» m diMam Ttmt nm VcryMch hmqfiKitMia UMratnr dar Scubdk dw Univci- 
riaUn in deuiKhen IMcfc — in Ttit «id&cb «bfekUm dtiert — btr „Das Univertiiau- 
Mudinai b Ueutschland «Ilirmd dtr leaten y» Jahre." Staiuiucbe Umcnuchungen unter 
bcaonilcfer BerOji.Mijhiigun^ Preussenn von Prof. J. Conrad. Jena 11^84. — .4)ie ätatiscik der 
Uni»erjit8t Halle während der 200 Jahre ihres üeslehen^" vnn demselben Autor. Sepamlabdruck 
■US dei Festschrift tun, i «j iihr.^ :. lubilHum dieser Tn - rr 11 ir Jt-na 1894. — ,,lIniversitUtcn in 
Deutschland" im Han^iw'irurt u.!. ler St»mswis»eaicii.i:icn. .Supplcmcntband 1. von d^m^elhm 
Autor, (nicht, wie im Text anfangs citiert wurde w.)n Lexis If); auch im .Sep.imi.didru,:!; bei 
G. hischer. Jena — ..Die deutwtkeu Universitäten" von W. Lcxis. a Mndc, licilin 1893. — 

„Stati.Mik dci Landnunivcrsiiaten PWIMMIM" id dir MPnotriKlMa StMNlill'', lwmi«t(0> V. kgL 
ttatist. Uureau. Berlin 1895. 



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Vorbemerktuig» 



löie voranstehende geschichtliche Darstellung der inneren Entwicklung 
UOGCrer vaterländischen Hochschule auf dem Grunde der ( iesrt '^rebung und 
VcrwaJtui^ eines halben Jahrliunderts fcrdMt 3u« iirgänzung durch den 
mfigichst genauen zahlenmäsai^ai Nachweis der ateäg aulwtfrts strebenden 
Bewegung aller Glieder jenes dgenartigen Orgaanmui, wddwo efaie Uni* 
veraität, diese höchste Blüthe des Cultur-Lebens eines Volkes, darstellt. 

Diese Glieder sind der Lehrkörper, der aktive Factor der Ent- 
wicklung einer Hochschule einerseits, und die je nach den massgebenden 
Umstiiiiden auh auf- und abbewegende Sunune der Studierenden der 
emadnen FakukMten andreraeks. Beide sind nach ihrer quandtadven Erw 
scheinung in den Abschnitten I und II dieses stadsdscben Theils eingehend 
behandelt. Die zahlenmässijre Darstellung der Bewegung dieser beiden 
l>mente einer Universität fordert die Fortn der Tabelle, welche das 
bisher wenig gewürdigte, aUubcrali verstreute iVlatcrial übersichtlich darzu- 
stellen sucht Die Förderung des ZusammenwMtenB beider Eüemenite 
durdi die Institute und Seminarien der versc h iedenen Discfitnen, 
sowie durch die k. k. Universitäts-Bibliothek, das Arsenal der Hbcfap 

schule, versucht Abschnitt Iii n. skizziren. 

Die zusammengelassten Prütuiigser;^ebnisse, Promotiu ii' n und 
Preistragen (Abschnitt IV) liefern die quantitative Seite des geistigen 
Products aus dem Zusanunenwirken von LdirkOrper und Studentenschaft. 

s» 



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— 68 — 



Die materielle Forderung der Studii'rcnden an dc-r Inivsbrucker 
Universität, soweit dieselbe bisher durch die Befreiung vom Collegiengeld, 
durch Stipendien und Unterstiiuungs -Vereine ermöglicht wurde, ist in dem 
Absehniit V behandelt 

Die Darsteüut^ des Staatsauftrandfl bildet das SchluskapiteL 



L Der Lehrkörper. 

a) Der Lehrkörper nach den Pacultätea 

Das atet^ Anwadiaen des Lehrköipers der Univeraitälen im Laufe 
der letzten 50 Jahre htt — wie achon die geadikfatiche Daratdiing 
bemerkt — die gänzUch unausweichliche Folge der Fortentwicklung der 
Wissenschaft in der Richtung der fortschreitetuieti Siiecialisirung. Die 
Zeiten der Polyhistorie, in welchen ein Hermann Conring alle Facultäten 
beherrsdite, liefen heute weit zurück. W» weit Uebd ifie FinheMidtkat 
und Höhe der GcdcJitspunkte Schaden leiden milaae, wie weit dieser Foi^ 
wüikung in Betrid» der Spedalfiicher ebe die letzten Eigebniaae dendben 
zusammenfassende und durchdringende philosophische Grunddiscrplin ent- 
gegen arbeiten könne, ist hier nicht zu uniersurhen. Rlimelin, der gelehrte 
Statistiker und Kanzler der aliberühniten i iochschule Württembergs, 
benieriet b aeinen geistvollen ^eden und Anftltaenr' (N. F. i88t p. 113; 
zu Scfainef's oft dtirtem Xeoion; JEs gib audt umgdcdirt; wenn die 
Kürmer genug Material zusammengebracht haben, werden auch die Bau- 
herrn, die Könige der Wissensihalt nicht ausbleiben: denn die Wissen- 
schaft gehört i'u den Organismen, welche sich sdbst reguliren; sie verträgt 
kein Hingreilen vun Aussen". 

So hat denn die fortschreitende Specialisirung der Forschung das 
grosse Frinctp der Arbeäadieilung, wddua beut nidit nur die wirtsdiaife- 



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Uchen und socialen \''erha]tni"sse des Zeitalters von Grund aus unmerkbar 
noch täglich umgestaltet, auch die Wissenschaft durchdrungen und eine 
Mehrung unserer Einsichten in bisher dunkle Gebiete erzeugt, welche jene 
früherer Epodiea Oirer Gesduchte bei Wdtero ObertriSt 

Dieser udeugbaren Thatsache gf^eofiber konnten scbGessficfa «uch 
die Unterrichtsverwaltungen der heutigen Culturstaaten nicht zurückbleiben. 
Die aWmähUge Vermehnmcf der Zahl der Lehrkanzeln war die notwendi^'-e 
Folge, Es gilt dies ganz vornehmlich Air die medicinische und phtlosopliische 
Facdüit, während Jui^>rudenz und Theologie dadurch wenige r berührt 
wurden. 

So hatten nach Prof. Conrads interessanten statistischen Untersuchungen 
über tlas „Universitätsstudium in Deutschland während der letzten 50 Jahre" 
(Jena, 1S84 p. 165 tt.i am Anlange des vorigen Jalirhunderts die medi- 
cinischen Facuitaten von Leipzig, Hddelbeig und Tübingen nur je zwei 
LebntOhle^ während Göttingen sofort mit 4 Ordinarien begann und im 
Anfiuig unseres Jahriumderts 6, 2ur Zeit obiger Pubfieation 10 ordentSche 
Lehrkanzeln der Medicin besass. Die Leipziger Facultät stieg 1 807 auf 5, 
1S30 auf 9. bis 18S4 aul i! ( )rdinarii::i Keine deutsche medidnische 
FacuJtat hat nach dem gen. ^Yutor l'.r,;t wcriiLif^r i!s ~. keine mehr als 
14 Ordinarien, welch letztere Berlin und Strassburg aulweisen. Lrst seit 
der Mitte des 18. Jahrhunderts eutwidcdt atk der praktisdMmdkBusdM 
Unterricht in den Facuitaten. J^us den Froftssuren fiir pcaktnchen IcEni- 
sdien Unterricht wuchsen im 3. und 4. Decennium unseres Jalirhunderts 
die chirurgischen und geburtshilflichen Kliniken heraus. Von der Chiriirjjie 
löste sich im Verlauf des 7. Jahrzehents die Augenheilkunde zur selb- 
ständigen Professur aus. Die rasche Kntwicidung der patfaok>gischen Ana- 
tomie iUhrte lur Nothwendigkeit, im Lade des 5. und 6. Jahnduites 
unserer Gegenwart besondere Professuren su errichten, während zu gleicher 
Zeit der Inhalt der Physiologie derartig anwuchs, dass sie von den Lehr- 
stühlen der Anatotvie abgelöst und als selbstandigfe Lehrkanzel betribene 
werden musste^. (Billroth, „Ueber das Lehren und Lernen der medicinischen 
Wissenschaften an den Universitäten der deutschen Nation", bd Conrad, L c) 



— 7« — 

Betrachten wir i!'-m i^e^rnüber in unserer Tab. i den Stand unserer 
vollständigen medicinisc hen Facultät Innsbnick an ihrem Bejjinn im Studien- 
jahr 1869I70, so zeigt sich dieselbe in ihrer Zahl von 9 ordentlichen und 
2 ausserordentlichen Ldiricatiidn nadi Obigem adian m üuem B^n 
voDkoimnai eben1>ili% der Sdkweittr-Faoiikit LeqM^ v. J. 1884, welcher 
jie audi heute nut ilirein Status von 1 1 Ordinarien, d'c einzige Honorar- 
professur eingesi hlossen , mit 7 Kxtra-Ordinarien und 4 Privatdocenten, 
den habiütirtcn Supplentcn für Hygiene eingerechnet, und 21 Assistenten 
des Studienjahres 1897198 siclier Mmäg nadutdien dürfte. 

An den UdveraitSten des deutschen Rddies tnadite steh in den letzten 
Decennien noch die Thatsache bemerkbar, dass die ZaM der Ordinariate 

gegenüber den ausserrjrLlentlichen Lehrkanzeln fiir die Specialfächer der 
Ohren-, Augen- und Zahnhtükumie, der Kinderkranklit Itt n, lier Psy chiatrie 
u. s. w. immer mehr in Rückgang kam. So betrugen die t )rdinanate sänimt- 
icber medldnndiea FacuMitea 1S35 noch 50, 53 "1^ aller Lehrkanaebi; 
l 1880 dagegen nur noch 39, 97%, obwohl 1835 m Gänsen nur 143, 
i. J. 1889 dagegen 194 Ordinarien gezählt wurden, während .sich die Zahl 
der Extraordinariate in dem knr/en Zeitraum von 1*^*^5 So (geradezu 
verdoppelte, von 70 auf 139 anstieg, und die Zahl der l^rivatdocenten in 
der Zeit von 1835 — 80 sidi um voOe 111, d i von 80 auf 191 hob. 
In Innabrude stand das VerhXhms dieser drei Kategorien im Studienjalir 
1897I9S nach der obcitierten Tabelle wie 11:7:3. bezw. 4; nach alledem 
noch ein gUnst^eres Verhältnis fiir das aufitrebende Dooententhunu 

Noch weit Uber der medidnischen Facultät steht das Wachsthuni der 
philosophi. sehen in Innsbruck, ganz entsprechend der gleichen Er- 
scheinung ;m .iKrn übrigen Hochschulen der Gej^enwart. 

Ncich uiibtrer Tabelle stieg die Zahl der Ordinarien von 6 des Studien- 
jahres 1^4 •'^149 auf 37 i. j. 1897,98, während jene der ausserordentlichen 
Professuren in der Zeit von 1867(68 — 1897)98 sich wiederholt bis auf 7 
steigerte, um in dem genannten Schlussjahre mit 3 Hxtraordinaiiaten zu 
endea Die Zahl der Privatdocenten hob sich i J. 1885I86 bis auf is, um 



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i897i98 mit der Zahl 9 zu schüessen. Es entsprechen diese Zahlen jejien 
der kleineren Univeraitiitea in Deutschland, an wdchen r^gdmäsa^ die OrcK- 
nariea mdir Qberwiqieii ak an den grtteeran Univenitiltea; nadi Conrad 
0. G. p. 164) betrugen de an jenen 65 % aler LdurkiSfie gegen nur 38%) 
Ordinarien an den grüsaeren Universitäten. 

Fttr Oesterreidis Universitäten eingab sich folgendes Veridhnis: 











all Extraordinarien, 










an Qrdfaisrien 


l louorarprofessoren, 


an Ptivaldocenten 










Suppienten 










ateoL 


•u 


äbsoL 




absol. 


% 




1863 


22S 


566 


70 


1 

r 80 




23-4 




1869 


217 


48-2 


92 


2 04 


I 2 1 


3''4 




1876 


292 


454 


'79 


278 


173 


268 




1880 


318 


45*« 


173 


«44 


213 


304 




1890 


3«7 


44-8 


151 


18*4 


301 


367 




1896 


426 


45*3 


174 


18-5 


340 


39'i 



Es ist dies ein VerltiiltniB, welches im Grossen mit jenem der Udverstöten 

bn deutschen Reiche susammentrilTt, nur dass hier die Ordinarien in der 
jüngsten '/.fk etwas ;'üriick treten, in Oesterreich dajjes^ca das X'erhältni.s der 
Privatdoccntcn geringer war als an den deutschen Univcraiiaten. An di*>spn 
wurden i. j. 1880 nur an den pliiiosophisciien Facultäten 317 Pnvatdücenten 
gezahlt — im Verhdlltnis zur GesammtzaM 459 aller PaoiltSten wohl ein 
genügender Nachwu^ während derselbe bis zum Jahre 1875 dem Bedarf 
nicht entsprach. Dem Nbngd abzuhelfen, nahm die prr ii ; sisrhe Unterrichts- 
\"erw;i!tiing In den Staats\'OranschIag von 18-5I76, und seitilf-Ki r'^L;fjliT;as.sig, 
die Sunune von 54000 Mk. „zu Stipendien für Privatdocenten und andere 
jüngere, fiir die Universitätslaufbahn voraussichtlich geeignete Gelehrte" 
au£ Die Wirkung dieser enatsüschen Massnahme des Ministers Falk tritt 



— 72 — 



sofort in dt n Zifern der Habilitirungen der folgenden Jahre zu Tat;t.; denn 
nach dem ^trntralblatt für die gesammte L'nterrichtsverwaltunjf sticfj die 
Zahl der Privatdocenten auf den preussischen Unvorsitaten von 194 des 
Jahres 1S75 sdurn im Studienjahre t879|8o bis auf 263, auf wddier 
Hohe steh der Nachwucln aehdem aniyihenid zu erhalten vermochte (cC 

Conrad. I. c. p. 163). 

Innsbruck iheilt auch in dieser sehr vitalen Frage des akademischen 
Lehramts und der Wissenschaft das Loos der kleineren Universitäten, 
wddie naheni aumahmdac einem «ir e ichenden Nadiwncha weniger günstig 
sind, weil aie ob der geiingeren ZaU der Ordinaiien und der Studierenden 
auf die nachstrebenden Jünger der Wissenschaft dne geringere AnziehungS» 
kraft ausüben, ganz abgesehen von der vielseitigeren geistigen Anregung 
der grössern Städte als Sitz der grossem Universitäten. 

Nach unserer Tabelle 1 stellt sich das Verhältnis der Ordinarien, 
Exliaofdinarien nnd Frivatdocenten der Innsbrudcer phOosophiBdien FacukSt 
lllr das Staduiyahr 1 897)98 

wie a7 '.3 : 10 
oder 67S«|, : 7*5"Ib »5% 

Em nodi fufrUuf^gem VerfriOtnis aeigt n dieier Frage die Juristai- 
FacultXt unserer Leopoldina; dieselbe hat heute einen gänzlichen Mangel 
an nachwachsenden Kräften, wahrend im Studirnjahn* iS.S'o|,Si noch 5 Privai- 
docenten, dnen habiliurten Supplcnten dngcschiosscn, die höchste bisher 
erreidice Zahl, sich dem akademiscben Lehrberxif widmeten. Allerdings 
zeigte Bch dieaer Mugd aa befifed|gcndcm Nadtwueha n der jOngsten 
Zcft auch an den Juristenfaailtäten der deutschen Universitätea Conrad 
bemerkt (1. c p, 167): ,.Uie Neijyiän^^ sich zu habib'tiren, ist bei den Juristen 
in der letzten Zdc auttaJiend gering; denn von 57 Juristischen I'rivatdocenten 
des Jahres 1840 ist dieselbe bis auf 29 des Jahres 1875 herabgesunken 
und auch bis 1880 vemodtle sich dieselbe nur bis auf 35 zu beben. Das 
Verhältnis ist somit von 29'65'*|o i. J. 1840 auf i2-95"Io i. J 1880 zurUck- 
gf^angen." b Innsbruck betri^ audi die Zahl der Ordtnaiien in dem ge> 



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— 73 — 



nannten Jahre nur 6, jene der Extraordinarien 2, während heute an der- 
selben Facultät 9 ordentliche Professuren, dne Honorar-Plrofittsur und 
4 ausseronkntScfae Ldukanzdn besteheo, gegenüber dem efsteo Jahre 

eme Zunahme um 50^; 
es ist dies ein Zuwachs-Coeffident, welcher auch den übrigen üstemiclü- 
scben und deutschen Juristen-Kacultäten entsprechen dürfte. 

Oer 2Uiwachs an ordentlichen Ldvkanzeln der Juristen-Facultät erfolgte 
m DeutKMwMi vomefamicli durch tfia almähl^ Veridbetändigung der 
in cfie ake Umveratäts^tatistik eingeschlossenen Lehrkanzeln aus dem 
Gebiete der poHtischen Wissenschaften und des öffentlichen Rechts. ,Ver- 
fasfiung" und „V erwaltung", diese ,.fonnd]en Elemente des Staatsvcrcins-, 
bildeten einen I iaupttheil der descriptiven Statistik oder Staatskunde der 
alteren deutschen Universität auch in Oesterreich; nur dass in Deutschland 
die realstisdiJiistoriBdie Rtditin« der Volksinriscbaftddire die Lefarkarad 
der Statistik ab die ihr unecttsaEche Foraduingameiliode m sieb auAabm, 
hiebei naturgemäss das ihrem Stoff uiul Ziel durchaus heterogene ^Staats» 
und Venvaltungsrechf ausschied und zu selbständigen Lehrkanzeln erhob, 
entsprechend der seit der Mitte des Jahrhunderts immer mächüger aul- 
tretenden selbständigen Litteratur des j^fismdiclien Rechts und setoer afl- 
seit^ren aystamtiscben Aiwhildimg. 

An unseren Juristen-Facukäten dag^en <nstet die alte Statistik als 
^taatsbeschreibung" trotz der inzwischen erfolgten Errichtung einer be- 
sonderen Lehrkanzel für Staats- und Verwaltungsrecht ihre Zwitterexistenz 
zwischen Jurisprudenz und Nationalökonomie bis auf die Gegenwart fort, 
denn auch der Rdwm^ritts vom Jahre 1893 hat in dieser Lebensfrage 
der statistischen Lehrkanad keine entschiedene Lfisu^ nach deutschem 
Muster gebracht. Das durch denselben eingeführte „Obügat-Colleg^ der 
„vergieicheiKicn" StaiLstik mahnt durchaus an die alte Büscliingsche Statistik, 
gibt dem V ertreter der Statistik keinen testumschriebenen Wirkungkreis im 
System der Vorlesungen der l'acultat, wie dies an den deutchen i acuitaten 
der Fan ist. So sdiwankt die Bste i ie kb i s che Ldiricansel der Statistik 
noch immer swisdien Verwakungs- und Staatarecfat eineraeka, und Natiomai- 



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— 74 — 



Ökonomie, i'iriarizwissenschaft, Socialpob'tik u. s. w. dalün, lebt gleichsam 
illegitim von den Ablallen der rechts- und staatswissenschaftüchen Vor- 
lemngoi der PacdtSt, wXbrend der Statniik in ihrer heutigen Auifaildung: 
ab der realistischen Richtm^ der pofi tischen Oekonomie wie der auf- 
strebenden Socialwissensdiaft überhaupt in dem System des akademiidien 
Unterrichts und im Wissenschaftsbetrieh der heutigen Üniveraitat eine ganz 
besondere, selbständige Aufgabe zukommt 

Die vetfaSUtnismäsaig hohe Zahl der Extraordinarien an der Juristen- 
focuhät zu Innsbruck hat ihren Grund — wie schon die voranstehende 
geschichdidie DarsteOui^ ausfiihrt — in dem Streben der Unterrichts- 
Verwaltung, den italiL-nischcn Staatsangehörigen den akademischen Unter- 
richt in ihrer Spnrhc zuc^^iinjjlich zu machen und so, wie dies das bisherige 
Beispiel jeder utraquiäU:>clien Facuttät und Umversität gelehrt hat, allmählig 
zur besoiKkren italien»dien Juritten-Facnlat und Universiiat zu gelangen. 

Der grosse Au&chwung der theologtsdien Facuhät ist in der ge- 
schichtlichen Darstellung in allen seinen Ursachen klar gelegt. Trotzdem 
ist die Zahl der ordentlichen Prolt-ss in-;i im Stu Jitrnjahre iSot qS jen'- 
dcs Beijirin.s der I-'acultät im Jahre iS5;|5ä, d. i. im Ganzen 6, nachden» 
sie im Verlauf dieses Zeitraumes Schwankungen und Steigerungen bis auf 
lo i. J. 1874I75 eHkhren und einen Status von 9 flir ane laqge Reihe 
von Jahren festgdialten hatte. Auch die Zahl der Eittraordinarien betrügt 
im Schlussjahre 1897 98 nur 2, jene der Privatdocenten 3. Die im ge- 
schichtlichen Theil skizzirte eigenartige Organisatinn ikkI Lritini^'' dieser 
Facuität durch den Jesuiten-Orden macht einen Vergleich mit den katho- 
lischen theologischen FacuitKien im deutschen Rddie schwierig, ^tot Lada 
bemerict auf dem Grunde der neu este n Daten im Han dw örter b uch der 
Staatsw^senscharten (Supplemend>aiid t 765), dass an den deutsdien 
katholischen Facultäten Privatdocenten nur ausnahmsweise vorkommen, so 
dass i. J. 1897 im Ganzen nur 3 gezahlt wurden und überdies auch der 
üttraordinarien verhältnismässig wenige sind, so dass die Ordinarien mit 
vollen 78 \ über wiegen, während dies sonst in keiner anderen Facuhät 
der Fal ist Bei der evai^efischen Theologie war das Verhältnis der 



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Ordinarien, Extraordinarien und Privatdocenten in demsellien lalire 1 03 : 33 : jd 
so dass dir ordentlichen Professuren 62 \ dei Lchrki jitti austnnchten. 
Conrad berichtet (1. c p. 167): Absolut wie reJaiiv am geringsten von 
allen Kaculcäten ist die Zahl der Privatdocenten bd der katholischen Theo- 
logift Sie zählten L J. 1880 nur 13%^ 1860 9% 1835 nur j\ Aller- 
dnga «aren auch an der evangelischen Theologie 1 880 nur 1 3 \ aller 
Privatdocenten vertretffn." Der Zudrang zu den theoloj,nschcn Lehrstühlen 
sei jetzt ehmso gering wie bei den Juristen, so dass in Deutschland flir 
diese l aciiitatcn immer wieder Männer aus der praktischen Thätigkeit 
auf das Katheder berufen werden müssen, da die Privatdocenten nicht den 
genügenden Nachwuchs bkteOi Gowad schätzt 30—34%, der Oocenien 
als das normale Verhältnis, wekhes air Deckung des Bedarfe der beiden 
Facuhäten ausreichen dürfte. 

b) Der Lehrkörper nach dem Geburtslande. 

Die Tabelle 3 bedarf nur geringer Erläuterungen. So z^ihe die 
theologische Facultät unserer Universität bisher regelmässig 66 — 75 
Nicht-Oesterrdcher in ihrem Colle^um; dne Thatsache, wekhe sich 
wiederum durch die Nährung und Leituf^ der Facuhät aus dem Schoosse 
eines Ordens erkltrt^ derart^ weit v e a rb r eitet und venwdgft, wie «fies hd 
der Gesellschaft Jesu der Fall ist. 

In der Juristen-Faciiltät stellt sich das V^erhältnis der eingeborenen 
Tiroler Professoren und Docentea zu den nicht tirolischen Oesterrdchem 
und zu den Ausfendem in den Semestern 1896I97 wie 3:9:1 und 3:11:1; 
und im letzten Studienjalire 1897198 wie 1:11:2; die beiden Austtadert 
beute deren 3, sind die vom h. Ministerium aus Italien berufenen Lehrkräfte 

Die mt-dicinische F;icultat zählte dnzig in den Jahren 1889—95 einen 
Ausländer unter ihren Coiiegen. Sonst ist sie vom Anbc^ginn bis heute 
nur durch osterrdchische Lehrkräfte vertreten, unter welchen die Tiroler 
schwankend und annähernd 40 1, — 50% auamadien, im lenten Studien^ 
jähre 1897I98 sogar nur 6 gegen 16 stehen. 

IC 



- 7« - 

Anders das philosophische Col!cg;iuni, in «dcfaiCin die Ausländer aat 
dem Jahre iS5;[5;^ regelmässig und steigend vertreten sind: sie /"^hltf-r 
die letzten Jahre volle 33 'Ij" « der Tiroler und nahezu 20 "j^, der l iroler 
. und ubngen (Jesterreicher. Das Verhähnis dieser Bdden zu den Aus- 
fibidem war i8: 15:6. 



c) Vorlcsungeo der Facaltäten nach ihrer StundensahL 

Die Voriesungen schlagen die Brücke zwischen Professoren und Stu- 
denten; aie bflden den ersten und nicfatigsten geiBl%en Bertthniagapunict 

zwischen I^rer und I lörer: dies jedoch nur dann, wenn sich der Studierende 
nicht blos receptiv, nicht nur als Hörrr verhält, sondern das Gehörte als 
Anregung und Stoff zu selb»tthätigem Denken und Verarbeiten in sich auf- 
rimmt Die letite Ftohe hierauf bieten allerdings die Prttfungen; aber die 
geiat^ Förderung dieser Selbstdüttiglceit und der methodischen Kärung 
des Denkens und Erkennen« sollen die verschiedenen Institute und Scminarien 
der heutiß^en Universität bieten. Hier soll in unmittelbarem \'erkehr mit 
dem Lehrer der Mangel des einseitigen Vortrags von dem Katheder, die 
bk» passhre Reception des Gehörten im AudiCorium soweit mBgBch be- 
hoben werden. Inuner aber «nd die Emffihrung in die Utteratur und 
Systematik der einzelnen Wissensgebiete, die methodische nml ^geschichtliche 
Leitung der Jünger der Wissenschaft in den ihnen bisher gänzlich fremden 
Gebieten gegeniibcr dem Einzelnen wie ganzen Auditorien von Lern- 
begierigen die i'orm des mündlichen Vortrags unerlässlich machen, möge 
derselbe an unaeren Unhrersitaten auch ab „Vocfcaang*' beseichnet werden. 
Die Lernb^iier und der dadurch angeregte regdndas^ Besuch dieser 

Vorlesungen ist allerdings auf der anderen Seite die unerlässliche Bedingung' 
einer truchtbringenden Wirkung derselben in den obbcrührten Richtungen, 
tinzig in diesem, der logischen und psychologischen Natur des V ortrags 
entspredienden Snne au%elaaat hat die Tabelle 3 und die hier daran 
geknUpfte kurze Betrachtung einen geistigen Werth. 



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Die Stetigge Aufwärtsbewcigvqg der Zahl der Vorlesungen wie deren 
Stundensummen ist die PamlleTbewegimg' der stdgeodeil Zahl der Lehr- 

katueli) an den ein/einen l""acuitaten. 

Die höchste Steigerung zeigt ganz folgerecht auch hierin wieder die 
phüoaopbische Facultii^ wdche unser Halb-Jahrfaundert itätai Vorlesungen 
»2 59 Stunden begiant und mit 96 Vorlesungen und 316 Stunden endet, 

also eine Steijjening um nahezu das fünflache der \'orIesungen und um 
das Vierfache der Stundenzahl. Die Zunahinc ile.-> 1 > hrktirpers betrug 
alierdings mehr als das Sechsfache, denn er stieg von o .lUi 39 MitpLeder. 

Der philosophischen Facultät zunächst kommt auch liierin die niedi- 
dnii>che, welche ihre Lehrthatigkett im Wintersemester 1869I70 mit 10 Vor- 
lesungen in 59 Stunden ertiffiiete und durdi das Sonunenemeater 1897I98 
nidit weniger «Is 38 Voriesuqgen mit 139 Stunden abhielt; eine Sttigwmg 

um nahezu das Vierfiiche der Vorlesungen und um nahe das Dreifache 
der Stundenzahl, während der Lehrkörper im Gansen Stell nur verdoppelte, 

von 11 Mitgliedern auf 22 anwuchs. 

Die rechts- und staatswissenschaftliche l'acoltat hielt im Winter- und 
Sommersemestier des Stu d ieq j a hr es 1848159 gleichmässig 12 Vorlesungen 
mit 6s Stunden ab, dagegen im Wintersemester 1897)98 — 39 Vorlesui^ien 
mit 156 Stunden, im Sommersemester 35 Vorlesungen mit 132 Stunden; 
die Vorlesungen steigerten sich sonach um mehr als das Dreifache^ die 
Stundenzahl im Wintersemester um weit mehr als das Doppelte, wahrend 
der Lehricörper seHMt yon 6 auf 14 Mitglieder, also ebenftBs um mehr 
als das Doppelte anwuchs. 

Die tlieologisclie Paoultitt erhöhte die ZaU ihrer Vorlesungen und 
deren Stunden von 8 und 31 des Wintersemesters 1857I58 auf 33 und 

71 im W'intersemester i-S9~|9.S und auf 23 und im Sommersemester 
des gleichen Studienjahres; im Wintersenie-ster sün\it eine mehr als vier- 
fache Mehrleistung an Vorlesungen und eine mehr als das Doppelte an 
Stunden bd einer Zunahme an Mi^giedero des Lehtkikper von 6 auf 1 1, 
also um nahe das Doppelte, 



Tn .illen Wissensrichtune^en sonach eine reichf- .\usk,'e-Staltunqf und 
(iliedening des Lehrstotles, dargeboten im Wintersemester iSojjo'^ von 
einem Lehrkörper mit insgesammt 86 Mitgliedern in total 202 Vorlesungen 
und 586 Stundea 

DasB diesein Anwachsen des Lehrkikpets und der gebotenen Vor- 
lesungen in der oben behanddten Periode auch eine stetige Stdgenmg 

der Frequenz der Studierenden an der IjeOpoldpPnulMllB4Jmrersität TifOb 
entsprach, xagL ein fiJick auf die Tabelle 5. 



d) VoIksthUmliclte Vorträ^^e. 
University Extension. 

In wflchT Weise die nach enLdisch-rimerfk.inischen Vorbildi-rn heute 
immer weiter verbreitete Institution der volksthumlichai Vorträge auch an 
unserer Universiüit Eingang fand, wurde oben Seite 50 ausgeflihrt. 

Die Tabelle 4 bietet eine Uebersicht aidit nur der Frequeiu der 
ihteressanten Voitiäge» sondern auch der Benifildasseo und des Gesdiledits 
der Besudier. Die hCdiste ZaM der Letnbegief%en vermochten auch in 
Innsbruck wie anderwärts die naturwissensdiafiSchen und metb'dnischen 
Gegenstände anzuziehen. Mit diesen konkurrirten zunächst die Vorträjj^e 
über die d^tsche Sprache, sodann jene Uber griechische Geschichte, indo- 
germanisdie Völker, Zinsesztn»- und Kentenredmung^. 

Nach dem Percentantheil des Berufs der Besucher waren dieAngdiörigen 
von Industrie und Gewerbe mit s8'83'||, und 29*49*!, in beklen Vortn^ 
Serien am höchsten vertretea Evesen zunächst bethei%ten sich die wissen- 
sthaftichen Berufe, Lehrer, sodann Beamte, Handel, Milftär, zu wddieo 

Kategorien die Rubrik ^Verschiedene*', welche die Fragebog^en nicht ge- 
nügend auszufüllen gendgt waren, mit 1 1 und 1 3 \ aller Besucher die 
Lrgänzung bieten. 



♦ Das weibliche Geschlecht war mit 2 3'67*||, und *7'3" °|o pe^renüber 
dem männlichen relativ stark vertreten, daninter allodings die Besucherianen 
ohne Btxuf in fiinf^äcber Ueberzahl. 



n. Die Studiereadieii. 
a) Frequenx in den Jahren 1850—1898. 

Daas auch die Curve iler Studentenschaft der Leopoldina eine stet% 
steilgende Tendenz verfolgt, lehrt ein Blick auf die im Anhang gegebenen 
Frequenztabellen. Dass auch diese Bewej:;^ung Schwankungen und Rück- 
schlägen ausgesetzt ist, entspricht nur der allüberall beobachteten Hmptind- 
fichkdt des Volksgeistes fUr die OsdOationen der wirthschaAKchen Prospetität 
und der Lotlinie von Ai^bot und Nachfrage auch io den Sberalen Beruft- 
arten, für wdcbe die Hochschulen die Pflanzstätten bildea Und zwar beiK|gt 
sich die Frequenzcurve der l'iiiviTbitatca erfahnins^si^emris^s im Gejjensntz 
zu jener der Khezitler; sie steigt und tailt in entgegengesetzter Richtung 
zur auf und absteigendej» Linie der ges>ainmten Volkswirthschait. 
allgeniemer wirthschaf^dier Aufschwung lidit aHe Kräfte mit nM^;ischer 
Gewalt nr gewerbfichen Thät^keit, wirlilschaftlkihe I>epression dagegen 
Idtet die Jugend mehr der f^esichirten BenrntenKnifhahn, sowie Uberfaatipt 
allen Bcrufszweij'en mit akacinnischer Hildunj^' ;^u". I.exi.s, I. c. 

So zeigte sich zur Zeit der wirthschattlichen Krise der 70 er Jahre 
an den deutschen Unhrersitäten ganz allgemein dne gans ausserordentüdie 
Steigerung der Frequeni. Während in den 30er Jahren auf je looooo An- 
wohner nur 5 2 5 Studenten gezählt wurden, und nachgewiesenermaassen 
hiemit der Bedarf an akademisch gebildetem Nachwuchs der liberalen 
üerufsaiten um ein Bedeutendes uberüchrilten war, sank diese Verhältnis- 
«hl in den Iblgenden Deoennien stetig bis auf 33; und erst m dem 8. Jahr- 
zehnt unaerer Gegenwart errdcht sie mit 63; looyooo wieder einen Hodi- 
punkt Seitdem trat neuerlich eine abstellende Tendens dn, ohne jedoch 



— So 



bis auf das Niveau der früheren Jabradmte herabsusinkeiv denn gegen das 
Ende der 6oer Jahre gab ei in Deutschland im Gaiuen nnd 13x100 Slu- 
<£erende, im Sommersemester 1890 dage^ 39.382. 

An unseren östereichLschen Universitäten zei^'te sich nach den im 
sutisdschen Handbuch au/geAihrten Zahlen in dieser Periode die folgende 
Frequens: 



p 


, SS 1—82 


n 


M 


»0.594; 


n 


n 


9766 


n 


I SS 2— 83 


» 


1» 


ii.4'5r: 




n 


ICIU667 


»1 


1S83— 84 




ti 


11.948; 




n 


II. 149 


11 


IS84 — 84 


n 


n 


13^69; 


» 


n 


1 3.U69 


M 


1885— 86 


n 


1* 


»3883; 


n 


w 


12.903 


» 


1886—87 


n 


It 


14^698; 


n 


w 


13.683 


» 


,SS7— SR 


n 


M 


i5-3<52; 


n 


» 


14.167 


»> 


iS.SS— 89 


yt 


n 


'5-562: 


r> 


n 


14.174 


II 


1 8S9 — 90 


n 


n 




n 


n 


»3053 


M 


1890 — 91 


n 


n 




n 


» 


»3-595 


V 


1891—93 


» 


» 


»5.507; 


» 




13-383 


II 


1892—93 


» 


» 


15.622; 


M 




14.034 


1> 


1 893—94 




rt 


1 6.4 1 S : 






14- 193 


n 


1894—95 


I» 


n 


16.560; 


n 




14.41 1 


w 


'895—96 


n 


n 


•6,9345 


» 


» 


14.887 



d. i von 1872 — 97 in den Wintefsemestem eine Steigerung in der Frequenz 
um 172-26 ; die absolute SddiiBssumme uqgefithr die HHlfte der Frequenz 
an den Uwhr e r a l Üii e u des cicutschen Rddies im Jahre »890; die ein2%i> 

Senkung 1889 — 90 wurde oben markirt 

Fiir die vorlitTgehende Periode IxTechnet der -Statistiker Scliimmer in 
seiner gründlichen Untersuchung: ,.1'requeni an den Lehranstalten Oesterreichs 
von 1 84 1 — 1876" (Statistische Alonatschrilt 1 87 7 S. 70 ftj die Zahl der Hoch- 
adiUler auf je io«oo mäinfidie Eanwohner. Da ob^ge VerhMtniaMhlfn der 




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deutadieii Univerwültien ohne Uoteisehadiing des Gesddediti gegeben 
sind, müssen jene Schimmers zum Zweck eines wenigstens rohen Veigtejchs 

tnindr-stcns verdoppelt und dann verzehnfacht werden, um je 1 00,000 der 
Gesammtbevülkerung entgegengestellt werden zu können. Damach ergibt 
sidi Ahr die Jahre 1841 1846 1851 1856 1861 1866 1871 1876 
eine Frequenz von iSa 156 194 158 140 188 216 184. 

Das wären g^enUber der oben aageAArten höchsten Quote von 
63 Studierenden auf je 100.000 Einwohner der mittleren Decennien im 
deutschen Reich iür Oesterreich ganz erstaunlich huhe Verhältniszahlen, 
und xwar dies um so mehr, als In den ersten Quinquemien bei uns noch 
keine philosoplwdie FacuhSt bestand; aber die Zahlen Scfanuners im> 
fassrn auch die Frequenz der technischen Hochschulen. hntneiWn ent- 
sprechen diese Zahlen annähernd jenen, welche Eln^el in der preuss. Statist 
Zetschrift von 1S60 bis zum Jahre 1828 zurückberechnet. Damach ent- 
fielen in jener Zeit an den preussischen Universitäten auf je 100 000 männ- 
üche Bewohner 78 mländische Studierende; d. L auf je iooi«oo der Ge> 
sammtbevüliMrung 156; also unsere obige Quote von 1846 und nahezu 
jene von 185''' Allerdings sank diese Zahl in Preussen gegen das Jahr 
1864 bis auf 55 oder i 10 herab. In diesem Tiefpunkt ist die Quote 
Engels wieder nicht so weit entfernt von dem bei Lexis als .Maximalstand 
au^dUhrten Verhältnis von 63:100.000 in den 80er Jahren. 

Schimnier bemeikt zu seinen Zahiea: „An den Hodiaduden beginnt 
der Aufschwung der Frequenz mit dem Jahre 1861, erleidet aber, die 
technischen Anstalten inbegriffen, im Ganzen von 1876 abwärts einen Rück- 
schlag^. Die Abnahme war ganz besonders bd den Theologen und Medi- 
anem im Veigleidi zu der steigenden BevOOcerungssahl eine bemerkens- 
wertfie; ein Zeichen der bis daiiin tingetretenen Uebecproduction, so dass 
der Rücl^iang an sidi geradezu als eine günstige Ersdidnung angesehen 
werden musste. Aber auch die philosophische Facultät zeigte einen Rück- 
gang der Kandidaten fiir das Lehramt an den Mittelschulen; eine Itiat- 
sadie, wefcfae allerdings schon seit dem Jahre 1867 Ibr dfe natarwissen» 
achaftlichen ncher, und zwar vornehmlich an der Zahl der KaadMaten 

11 



— 82 ~ 



I/'firltM'W fl(r Rfj«lv.hukn iM-jAtAchUrt wurde. Er:>t mit d'.r nr-uerlicheo 
ru-.'U'-ii V'-rrri'-tirut];; «Ii'vr Aiist.ilt<-n hob sirh 'üp N'a- hfr i^f^, mit dieser 
v.f'/ft v'(/i i'^;«/ ;iiifw;irtH ilir I r'-'jueiu in den r'-aiistiichen Fächern, bis 
von iH/fi an ifut:ilu.h dn StiUiktand eititraL L'rs>ache wiedenim der 
«nnUinVfin* Ucfjcrflum an I^efaramtdcandidaten, dem oadi Sdnmmer 
ln-lniff Sn Zahl clrr aliffiaichhMseneii PMifu^gen! 







für 

1 »ytntinsicii 


für 

l<C4ilbthi:lfii 


1 fär 
( jvinnasien 


Realschulen 






.So 


18 


i,S7o 


181 


45 




iH(.i, 


«3 


37 


1S7 I 


312 


54 




iKf).} 


109 


4« 


1872 


251 


70 




1 Hfl 15 


1 iK 


34 


'873 


»57 


9« 




1 H(><, 


1 


64 


.874 


277 


1 20 




iHf.,' 


' J3 


5'' 


<875 


3«7 


1 46 




1 Sr.M 


13« 




l.S-6 


35^ 


141 




1 S<.<; 


•«5 


33 









Im J.iliK' i.s.H^jSM l.iiulrn FrUtiii^cn Air Mittdschulen überhaupt statt. 



,. „ \»i,\\<)2 .... 179; 
» • «»9!?|9«. . . . »S«' 

lirtrnt'hlcn wir hkvu die jiin^'sto Periode unserer phüosophischen 
l''imilt;ilcn. N.ifh dfin .st.UistiscKfii I laitdbuch betrug- die l'rrquenz derselben 
viMi \^ -: ;'i im Durchschnitt 24()'*)y; von tS;; — iSi noch 23 5 "lo der 
l icviuuullnHjm'iw; ticr oslerrddiischen l iiiversitaien. Aber bereits 1882 
trinkt tUr fhikMoiiluV auf i8-6\ herab und weiter Im 1890 auf ii^V 
\m nnch nnfr llrlnii^ LJ. 1S92 auf ij'slo Im sum Jahre 1895 wiederum 
.1.1 "„ «irlK'kfuj^hfn. d. i. vom Hochpunkt 1S76I77 mh 27*8 1j da 
Kill k > lii.ii; Inn vulle 1 '> '\| HifUci sind diese Zahlen noch rej^elmitssrjj' 
»Inn W inlciNc-nu'stcr, .Us ilciu hoher Iretiuentirten entnummen. Im Sonmier- 
Mrmrttirr 1806, dm feuten der bädiei^gai Pubfikattonen, hebt «ch cfie 
lIiik^ttthra-FAcuküt aUmlinfra bis auf la.jl,. 



L>'iyui^L,j Oy Google 



Dem gegenüber ist das Verhältnis der philosophischen Facuhäten im 
deutschen Reiche nach I.exis ein bedeutend höheres; denn nach diesem 
Gewährsmann stieg deren Frequenz bis 1861 auf 30 "(q, bis 1881 sogar 
auf 41 \, um dann sdtr rasch bis auf 36-5 \ zurückzugehen; dies aus 
dem Grunde, «dl sowohl das Studium der Naturwisseiischaften und der 
Matfiematflc irie jenes der Philologie erlidiich nadigfefaBsen hatten Zar 
Zeit seines Berichtes (1895) Frequenzantheil der philosophischen 

Facukäten trotz der rückgängigen Bewegung der übi^^en Facuitaten nur 
auf nicht ganz io\. 

Eine ganz intereasantie Curve zeigt dagegen die philosophisdie PsiOihilt 
in buMbnick (Tabelle 6^ Diese begihiit die Periode 1872 — 76 sofort vck einer 
Frequenz von 30.8 "l^ : erreicht im Wintersemester 1874175 >lven hSdiaten 
Stand mit 35"9 der Gesammtfrequenz der Universität, um von da an 
paralkd der Gesammtirequenz der Philosophen-Facultäten Oesterreichs unauf- 
habwm Us 1883I&1 auf den Tiefpunkt io-6 *!, heraibnisMteiH von «efahem 
aadi kuraem Au6te%en bis 15*1 "l, im Stndienpibr t885|86 (Be neueildie 
Depression auf io*5 im Wintersemester 1 889(90 eintritt. Im Jahre 1892 
hebt sidi die Frequenz wiederum auf 1 5'3 oscilliert bis 1S96 um das 
Niveau von 13 — I4*j, und scliliesst 1897198 mit einer Quote von i5 6»j, 
der UdvenilSts-Fraquens. Der Anthed 30 bis nahe 34 der Jahre 
1872 — 75 wurde sonadi nicht mdir emeidit; doch behauptet sich A 
binabmcker FhSosophan'Facullät durchaus um einige Percent äber der 

Gesammtfrequenz der Schwesterfaculräter! in Oesterreich. 

Welche Entwicklungstendenzen zeigen die übrigen Facuitaten in dieser 
Periode? 

Die theologische FacultSt ist noch bis in das vierte Decennium 
unaers Jahihunderts an den deutsdieo Unh^ersitäten die herrschende^ denn 

bis dahin umfasst sie nach Lexis nahezu S'^"!,, der Gesammtfrequenz. 

.•Xber schon gegen die 50 er jähre beginnt ihr Rückgang bis auf 25 "j^, 
um schliesslich in dej> 70 er Jahren bis auf i3*'jQ herabzusinkei». Von 
1880 aufwärts steigt ihr Frequens>An(hei swar iriedenim auf iS\, aber 
in den 90er Semestern IXlt dendbe sogar bis auf 109% der Gesaoimt> 

II* 



- 84 - 



frequen herab. Doch schwankt die protestantische Theologie nadi obigem 

Statistiker licut wenigstens zwischen 13 — '5 Ii», während die katho- 
lische auch in der Pcriuvic 1886 — 96 sich nicht Uber S''\ der Gesammt- 
frequtnz zu erheben vermochte, nachdem sie im Anfang der 30er Jahre 
noch volie 1 1 \ und darüber erreidit hatt& In dem Decennim 1876 
bis 1886 war die Icathoiisdw Facdtät im deutschen Rddie nadi den 
mao^g-fältigsten Schwankungen allerdings bis auf y6\ herabgesunken. 

Für die Theologie Oesterreichs sclieincn die Jahre vor 1850 und jene 
des Quinquenniums 1 866 — 7 1 l'erioden einer L'eberproduktion gewesen 
i\x »ein; denn erst von 1872 — 82 erfahrt ihre Facultät wieder eine aU- 
mtfhliche Steigening von auf der Gesammtfrequeiu; bis 

1885 Ueibt dieselbe auf dem Niveau von io<6~io's^; von 1886 — 91 
auf jenem von 9-6 — 9*0 von 1893 — 96 erfolgt ein weiteres Sinken 
bis auf /'ö"!,,. d. i. bis unter den Ausgangspunkt von iS-2. 

Ganz anders die theologische Facultät unsrer Leopuldina. Diese steht 
schon im dritten Semester ihrer neueritchen Erriditunig;, d. i. im Vfiater- 
aemester 1858)59 auf at4*|g der Ges am mtfrequent, um nun in un- 
unterbrochener Steigerung bis zum Wintersemester 1871 — Jt den ganz 
aussergewühnüchen Ilochpiinkt von 41 aller Studierenden zu erreichen. 
Und wenn diese I^acultät nun auch bis zum Sommersemester 1876 auf 
einen «weiten TtelNinkt von 26-5 \ herabgelit, so ist derselbe gegenüber 
dem Stande der Gesammtfrequens der Theologie jener Periode noch immer 
dn HodipunlGt, von welchem aus sie allerdings schon 1883I84 wieder den 
Stand von ."4'3 "lo einnimmt. Im Winterseme.ster iSqiJqj erscheint ;ils 
neuerlicher Tiefpunkt die Quote 28 6 "|„ ujid von dieser aus in stetig 
steigender Richtung im Wintersemester 1S97I9S wiederum jene von 30*5 "Ig. 
Die absolute ZaM ihrer Studierenden betriigt in diesem Semester 303, im 
Sommersemester 1898 28S. Es sind dies Zahlen, welche bisher auch von 
der Wiener theoloj:j^ischen Facultät nicht erreicht wurden. Einzig die 
Lemlierger Facultät überragte bisher die FVequen^ von Innsl)r(ick: diese 
erste polnische Facultät zahlte bisher regelmassig über 300 I heologen, 
in den Jahren 1889 — 90 bis 368, wahrend jene von Krakau von 1889 



t»s 1893 von 85 Ims auf 74 Inscriptioncn zurückgieng, gegen 397 in Inns- 
bruck. Bis zum Jahre concurrierten Wien und Prag mit Inii.sbrurk 
(et Oesterr. Statist, llandb. 1 SS 1 Ii. mit seinen Kiickhlicken bis auf 1S72). 

Cileichwie für die Theologie scheinen die Jahre um 1841 und wieder 
jene von 1866 — 71 aucli lür die idedicin in Oesterreich Zeiten einer 
bebtächtfidKn Ueba^wodiiktioa gewesen zu sda Bei den von 1870—74 
gepflogenen Verhandhuigen Uber die Frage nacli der AuHaming der 
Chirurgenschulefi in Oesterreich, basiert auf die Frequenz-Ausweise der 
Periode 1866 — 71, jjabcn sowohl die Känderchefs als die ärzdichen Vereine 
und der oberste Sanitätsrath wiederholt der üeberzeugutig Ausdruck, dass 
ein Mangd an Aenten auch bei Aufhebung der chirurgischen Lehr- 
amtalten iceinesw«^ zu befllrditen sei 

Dje euf jedes Uebermass Ib^ieade Auaglejchsteodem nucht sieb denw 

nach in den fo]<;enden zehnjährigen Durdiaduiktea beider FacuItSten be- 
merkbar. ( .-ittaJltMi im .Mittel 

von 1841 — 46 bin Stud. theoL auf 7'6 Geistliche; dagegen i Medianer 
auf 4*1 Aerzte, 

von 1851 — 56 Ein Stud. theoL auf 8'9 Geisdidie; dagq^en t Medianer 

auf 3 8 Aerzte, 

von 1861 — 66 Hin Stud. theoL auf 87 Geistlicfae; dagegen i Medianer 

auf ytj Aerzie, 

von 1871 — 76 tin Stud. theoL auf 90 Geistliche; dagegen i Medianer 
auf 3*0 Aerrte. 

Für (fie Juristen-Facultät beredinet Sdiimnier 
1866 I Stud. auf 7's \ Beruftaqgdiöf^ge der Justiz und Verwaltung, wddie 

187 I I „ p 5'6 / damals nur auf 15.000. mit Advocaten und Notaren 
1876 I ,. „ 4*6 ' auf 18.000 angenommen wurden. 

Der akademische Nachwuchs betrug nach demselben Autor 1871 — j6 
bei den I heologen ii i \ der Geistlichen 
, w Juristen der Berufigenossen 

w „ Medianem $v$\ der Aerzte. 



— 86 — 



Allerdings ergaben die Untersudiun^'ea über ili^' i irclischnittliche 
Lebensdauer der verschiedenen Berufe mit akademischer Vorbildung fttr 
die Geistlichen ein sehr hohes, für die Aerrte ein sehr niederes Mittel 
Trotidem niuaste die ob^ Diflerenz der Nadiwuchs-Quotieiiten flir die 
inedidiiiBdie Facuküt ab eine u^nae^ efscfaeiiien. 

Es zeigt sich das wiederum sofort an der Frequenz unserer niedicini- 
schen Fnctiltäten, welche vom Durchschnitt 23 0 "j,, der Jahre 1S72 — 76 im 
Quinquennium 1877 — 81 auf dn Mittel von iS^^I^ herabsinken, von 
i88i — 82 wiederum um das Niveau 225 ''jg oscüJieren, im Jahre 1883 
aber pUtuEdi Us auf 15*6^ herabgehea AOenSngs eriiebt «icb diese 
Frequenz im iddistai Jalue auf mehr ab das Doppelte, das ist Us auf 
3a'8\, um nun stetig bis 1891 auf 42 4 der Gesaimntfrequenz unserer 
Universitäten zu steigen. Von 1892 beginnt aber eine stetige Senkung 
auf 4r8"|„, auf 40-6 "J^, im Jahre 1895 3^'* '896 bis auf 36*3"!, 
der Gesanuntfrequenz aler Facdtäten. 

Dem g^eoHber begioot die medi d hische Facultät ib Inosbruclc 
1869I70 ihr erstes Wintenemester besdieidea mie 41 HOrem oder 7*4 **)!. 
Aber bereits hn Jahre 1872(73 gelangt sie mit 86 Inscribierten auf 13*9 "Ij^ 
der Uiii\ersitäts-Frequen2, erreicht im Sommersemester 1S74 mit 91 Hörem 
einen ersten Hochpunkt von 14-8 ^'j^, um bis zum Wintersemester 1896I97 mit 
8 2 l-'requenz und 48 Hörem nahezu auf den Ausgangspunkt zurUdczustnken. 
Von da an aber fdgt wieder eine unans^csetste Stdgerang ihrer HörentaU 
bis auf jS'Ö \ der Gesammtfrequenz im Wintersemester 1 892I93, in welchem 
die Juristen -Facultät nach Tab. 6 zum zweiten Maie ihren tiefsten Stand 
von 1 9"6 ' „ erreicht, hieinit wohl selbst einer der Factoren der Steigerung 
der Frequenzquote der medianischen Facultat wird, dessen Wirksamkeit 
mdn noch durdi die Thatsache verstärkt, dass auch die philosoplwdie 
Facuhat im vorfaergeheoden Jahre zwar einen Kodipunkt erfchMnmen hat, 
aber denselben ebenfalls sofort wieder verlassen muss. Eine Rückwirkui^ 
der Theologie auf die Frequenz der Medicin dürfte ;ibrr wol nur in einem 
scharfen Gegensatz der gegebenen Verhältnisse und Strömungen gefunden 
werdea Von dem Hochpunkt 386 "j^ des Jahres 1892193 sinken die 



- «7 - 



Inscriptionen unsrer medicinischen Faculuit bis zuin Soinrnerseinester 1897 
neiieifich auf 33 9 "j, der Gesam i ntfrequem» um in dem ititdMten Winter» 
a emeater wiederum die Quote 27.1 \y kn Sonuneraemestcr 1898 jene von 
24*0*1, festzuhalten. Nimmt man eine ParaOelbeweguqg der Gesammt- 

frequenz der Innsbrucker Universität mit jener allsr österreichischen Uni- 
versitäten an, so ist die Innsbrucker medicinische Facultät heut noch um 
ein Dritttheil unter der Verhältniswahl der Frequenz der Gesammtheit der 
Medidner zur Gesammtheit aller Studierenden in Oesterreich airlidc. 

In Deutaddand b^ttgte sidi nadi Lexfa L c die medidnüsdie Facultät 
bis 1881 mit 15 — J'lo der Gesammtfrequenz der Universitäten, nahm 
dann aber ein ytetii:^ wachsendes Verhältnis flir sich in Anspruch, ao dass 
sie 1895 wenigstens mit 2 7 5''!„ mehr in den Vordergrund trat. 

Im Uebrigen zeigte die medicinische Facultät auch in Deutschi Liiii 
gegenüber der Jurisprudens und Theolqgie eine abwetdiendfe Bewegung. 
Cborad berichtet l e. p. 120: ,J)er grosse RttdncUag der Juristen tn 
der «weiten Hälfte der fünfziger Jahre ist bei den Medianem nkht 
bemerkbar, oflaibar weil der Cuhninationspunkt der Freii'ieii/ nn der 
medicinischen I'acultat im Verhältnis von 167 : 100 erst gegen das Jahr 
1S71, und ein zweiter mit 163 : 100 erst im Studienjahre läSijSz 
eintrat In diesem Jahre Bt das VerltiÜtnis der Medidn Studierenden ai 
100.000 der Bewohner in Deutsdiland ii-o^ b Preusaen 9*2, also ein 
durchaus massiges und trotzdem das höchste der ganzen Periode 1831 
bis I K s t 1 )em gegenüber kommen in Oesterreich nach der Berechnung 
Schimmers schon 1851, die damaligen Chirurgenschulen eingesclilossen, 
auf je looxKJO Einwohner 11.2 Medianer, im Jahre 1871 nach demselben 
Statistilcer sogar 13*4, so dass bei uns schon in diesem Jahre der höchste 
Stind der Medidner-Frequenz dieser ersten Periode errddit wurde: 

Den Stand der praktischen Aerzte berechnet Conrad 1884 flir ganz 
Deutschland mit Guttstadt (,,Die ärztliche Gewerbetreiheit im deutschen 
Reiche und ihr Einfluss auf das öÖ'entliche Wohl". Preuss. Statist. Zeitschrift 
1880) auf total 13.144, d. i. je i Arzt auf 3403 Einwduier. FUr Preussen 
ist das Veriiältnis i : 3171, flir Baiem 1879 i : 2951 Enwohner, im Jahre 



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— 88 — 



1858 I : 3>S4* Air Württemberg im jabrc 1879 je 1 : y.oo, für Oester- 
reich im jähre 1877 nnrh Schimmer i : Die amüiche Zahl 10 
des hohem .Sanitätspersonals der Zählung 1S90, auf die damalige orts- 
anwesendc Bevölkerung von 22,144.244 vertheüt, ergibt 4689 auf je 
100.000 EhwokiMr. 

Mit der wedidiiMchen Facultät concumert bei uns rcgdmSang jene 
der Juristen um die Palme der höchsten Frequenz: verhalten sich doch die 
Absolut- und Relativzr.hlen (i<-r letztem zur erstem in den Wintersemestern 
1.S93I94 wie 6544:6661 oder 39 8 : 406 
•894j95 f 7103:6326 ^ 42.9:38*2 
1895I96 . 7510:6139 « 44*3:3^3« 
während in denselben Jahren und Semestern die theologische Facultät im 
Maximum 1290 oder J'q",, uiui die philosophische iSg^jf/i 2059 oder 
is's"!, der Gesammtircqucnz unsrer Universitäten ausmachen. 

So beginnen denn audi nnsre Jniisten-Facultäteii dm Quadrieonium 
1873 — 76 mit einem Durdisdimtt von 4n % der Gesammtfrequem, 
heben sich von 1877 — Si soj^nr bis auf 4'^'3 d. i nahezu bis zur 
Hälfte d'-r r,<:-s;iinmtzahl aller Studierenden, sinken sodann zwar durch das 
ganze Dccennium iS8i — 91 stetig bis auf ^6o\, um sich von 1S92 an 
bis 1894 wiederum aHmählicfa auf 39'i> "j«, und 1895 im Sprung mit 
43-9 *|, und 1896 sogar nut 44*3 % Uber den Ausgangspunkt von 1872 
tu erheben. 

Dieser Gesanimtfrequen/ dfr |uri.sten-I'acullatt-n Ot-sti-rn-ichs .t^eq-en- 
über steht die rechts- und slaatäwissenstliaftliche Facultat Tirols im Winter- 
semester 1S71I72 auf dem niedrigsten je erreichten Tiefpunkt, auf 19'5''!|,, 
also kaum \ der Geaammtfrequent derLeopoUina, um dann aber mUeber- 
eioBtiroming mit der Grundbew^[ung sänmitlicfaer Schwesterfiwultaten bis 
1 88 1 stetig steigend den bis heut nicht wieder erreichten Hochpunkt von 
37 6",, zu gewinnen, und zwar dies im Wintersemester 1 879*80 mit einem 
Stande von 228 Studierenden, Allerdings beginnt nun sofort parallel der 
Gesammtlrequens <ter Jurisprudenx und Staatswisaensdaft die absteigende 
Bew^ui^, bis i88(|87 auf 31^ und weiter kn steigen FaD bis 189a 



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auf den tiefen Ausgangspunkt '.on 1872, auf I9"6*ij. Von 1892 aufwärts 
tritt dann wieder parallel den Schwesterfacultäten der Reich-sratlvsländer 
eine Steigerung d'.r Frequenz auch in Innsbruck bis auf 29*9 \ im Sommcr- 
aemester 189S eia 

In dieses denkwiir(%e Jahr ßUk die aus der hochherzigen Initiative 
des Monarchen hervocgegaagene Gebaksr^itilieruf^ Ibr sämmflicfae aus 
der redits- und staatswisaenkhalcSdieQ und pldosophiscben Facultät künftig 

hervorgehenden Candidaten, soweit dieselben im aflgemeinen Staats- oder 
Corporationsdienste cnler im staatlichen Unterrichtswesen ihren Berui 
suchea hjs dürfte darum von einem wahrhalt experimentellen hiteresse 
«eio, zu tjeobaditen, m wie weit der nodiwendig wn-ksame Factor der 
«tobten m a te ri d fc p Entlohniiog und hkmit eines der Bemfiateluiig^ «nge« 
messenen Standard of Hfe neben dem nach unerbittlichen wirtschaftlichen 
Gesetz wirksamen Verhältnis des Bedarfs- und Nachwuchsquotienten und 
dem idealen Factor dcü wahren Interesses bei der Wahl der Facultat und 
des Amtes m den kilnftiigen Frequemveriiiikmneo uosrer vatariäodiKlien 
Umveraitiiien zum zaUenndisa^ mesabaren Ausdruck koonnen «ml Die 
Baais dieser Beobachtung biMet die jeweilige Volks» und Bmifwiähhiuct fiir 
uns heute noch der Census vom 31. December 1890. 

Dieser ergab nach unserm statistischen Ouellenwerk (Oeaterr. Statistik. 

H. XXXIII Heft I fi. XVIII rl.i an ßeruf>thätigen 

im Hof-. Staats-, Landes-, Bezirksdienst: 49.647 oder 365 : loo.ooo Hinw. 
n Gemeinde» und sonst VfML Dienst: jasxo ^ 235 : 100.000 » 
„ Unterriditnveieii: 76^83 „ 567 : 100.000 „ 

„ höhem Sanitätsdienst: to-S^S » 77 '■ 100.000 „ 

geistlichen Stande: .42.417 „ 312 : 100.000 „ 

in Advocatur- und Notariat: .... 13.652 „ 101 : 100.000 „ 
an Apothekern (Fliaiinaaeuten): . . . 5x>57 „ 37 : tooMm „ 

Hiemit dürften die Hauptberu&arten, fiir welche die vier F'acultäten 
unsrer Un'versiUtten den Nachwuchs lefem, ersdiOpft sein. Die Benifr- 
zShlui^ bietet em AugenfaKcksbild, einen Quetaehnitt der wirtwhaftlirhen 



— 90 — 



und socialen Structur der Bevölkerung, l'm für ohige Hauptberufsarten 
der Berufsdasse: „Oetfentlicher Dienst und freier Hcnif" das jährliche 
Bedar&peroent berechnen xa kOnnen, milsste man aDerding.s eine mindestens 
dienso genaue und weit zurtickreidiende Auliekluiung^ der jSliriidien Ab- 
gangsquote der genannten Berufsarten auch Im Wege der Pensioniervpig, 
Hnthphuiig. des freiwilligen Rürktrittä besitzen, wie sie die Murtaütäts- 
Tateln für die jährlich W-rsterbovicn jeder Alters- und Berursclasse bieten 
sollen. Hiezu die stetige Vermdirung der Berulsstellcn mit der zunehmen- 
den Bevölkerung und dem steigenden BedOrfiiii nach «jOflentficfaen Diensten'* 
aller Art — alles Zahlen, welche bisher von der Statistik nur hödist ai- 
fiillig und ungenügend geboten sind. So musste die genauere Berechnung 
der jährlichen Bedarfs - Quotienten der Facultätea äusserst achwier%, ja 
zumeist illusorisch erscheinen. 

Aber je schmeriger das Problem, desto grösser der Reiz Air die 
Wissensdiaft. Es werden denn auch immer wieder Versuche unternommen, 
die Bedarfsinge der enxelnen Facdtäten xahlenmäaa% skher au stellen, ihr 
wen^Stens nahe zu kommen. So berechnet Conrad auf Grundlage der 
von .Schimmer ftir 1877 aufgeführten 1 activen Juristen in Oester- 

reich deren 82 und lü i Rechtsliorer auf je 100.000 Einwohoer. Für 
Preunen dagegen werden von demadben au^fcaeichneten Statistiker ein- 
sdiliesslich der Referendare nur je 44 beni6lhätige Juristen und nur 
1 1 Studierende der Rechte auf 1 00.000 der Bevölkerung gerechnet. Hier- 
bei nimmt Conrad in Uebcreinstimmung mit Dietericn, dem ehemaligen 
Leiter der amtlichen Statistik Preussens, für die deutsch'-n Juristen eine 
mittlere Amtsdauer von 28 Jaliren an; für Oesterreich dagegen rechnet 
derselbe Autor mit t&zunahme der FTacticaoten -Jahre einen 32jährigen 
Durcfasdinitt der acdven Berulsstdhing, und findet so flir unsere vierjährige 
Studienzeit einen jährlichen Normalbedarf von 2572, beziehungswase bei 
3 2 jähriger mittlerer Art'vitiit. von 2250 .Studierenden der Rechts- und 
Staatswissenschaften; bei der weiteren Annahme eines V'erlustes \ on 25 *|„ 
aber schätzt Conrad den Bedarf annähernd auf 3200, beziehungsweise aut 
3800 Nachwuchs an unsem sämmtichen Rechts&oukäten. 



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— 9" — 



Skizziereil wr dem gegenüber nuch kurz den Status der absoluten 
Zahlen unsrer Juristenfacultäten nach Quinquennien der Wintersemester, so 
erhalten wir für die Studienjahre 

1876I77 42621 iS8o|8i 4917; 18851865803$ 1890I91 5589; 1895I96 7510. 
Nach diesen Zahlen wäre gegenüber der Rechnung Gjorads dne 

ganz erschreckende Ueberproduction bei uns die Regel. Aber, die von 
Schimmer auf Grund einer Schätzung des Statistikers Winkler angenommene 
Zahl 1 ä.ooo an acdven Juristen ist nach obiger Zählung der Bcruläthatigcn 
voo 1890 mit 90000 mttgBclist genau aidier gestdk, aho gtnAt um 
das FUn&cbe zu eriiOien. Sonach muss auch cfie Bedar&quote ao Nadip 
wuchs der Juristen mindestens auf das Dreifache der von Conrad fl. c. 119) 
aufgefiihrten 2.'oo, beziehungsweise aSoo angenommen vserden. Die Diirch- 
schnittszalii 6uoo unsrer Juristenlrequenz durfte sonach kaum annähernd 
dem Bedarf enttpredien. In dem allerdiqga miaerga^Mkbien Fall einer 
NeuOfgannienn(g und Vermdiruiig des gesanumten Riditentandes oder 
anderer Kategorien der Venvaltung dürfte im GegeadMÜ em Minus des 
Angebots gegenübi r der Nachfrage entstehen. 

Hiebei kommt noch zu beachten, dass dk Gesanuntfrequenz unserer 
recbt^ und ataatgwi>aeittchaitBdieo Facultäten die Resuhanie voo mehreren 
aidi eventueD gegenaeidg abechwXdienden und s t ttr enden Tendenaen ist; 
denn diese Faciiltätcn sind die gemeinsame Pflanzstätte nicht nur für den 
Nach V jchs der Justiz, sondern auch für Jenen der poütii chen, Finanz-, 
l'nterriclits-, V'erkehrs- u. s w. Verwaltung in ihrer so \ t.rvidlä!tigten Ver- 
zweigung; nicht minder auch der veraclliedenen Seibstvcn»'altungskörper, 
Corporatioaen, der Advocatur, des Notai&ta, der HandeMcammem, Actien- 
geaelliKliatten u. m. Um eme anhaltende Depression der Frequenz 
der Juristenfacultät in Folge einer Ueberproduction zu bew-irken, muss 
mindestens in der Mehr/ah! dieser Betlarfsrichtungen eine Stauung oder 
Ueberfulle herrschen, denn ein geringeres oder nur zeitweiliges Plus in 
einem dieser video AbsiigscaaHle wird sddeunigat und unmerkbar durdi 
das Minus der vielen conununiderenden Rühren der andern au%eaaiigt 
Die obige Bedarf»- oder Vorrathsrechnung Sdnmmers aus der GegenUber- 

1^ 



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^ 9« — 



tndbmg der Juftb mit Advocatur und Notariat (15x00 und 3000 Kopfe) 
allein, ist darum eine unvollständige, musste nothwendig zu irrigen Ergeb- 
nissen führen. Der wirtschaftliche Instinkt «ler Viilker weiss allerdings auch 
hierin wieder in wahrhaft bewundernswert licr Weise zumeist ohne jede 
ZaUeatuiteriage erfalmngigicniSiaB das richtige Urtlidt zu flfflen. 

In der Berufiart ^Hidieres SamtatawcaenP iat auch die m edid h iac h e 
Facultät durch die oben tnitgetheilte Zahl der ^Cnifsthätigen" berührt 
Auch für den Beruf iK':, Ar/tes nrihm der prpu<v5t<;che Statistiker Dieterici 
28 Jahre voller Activitat an. Der National-Üekonom Hotfmann schätzte 
6t auf duNÜiaduitalidi 30 Jahre; der M e d ie i n er Caspar dagegen beiekliiKt 
(fiese Zahl tnk RUdcaieht auf die kUrtere, mittlere Lebensdauer der Aente 
als zu hodt So rechnet and) Conrad für den praktischen Medieiner eine 
W'irkungszeit von 28 Jahren und findet für Preussen bei dein durch- 
schnittlichen Stand von 7845 Aerzten der Jahre 1867 — 79 einen jährlichen 
Nachwudw von aSo Medianem erforderlidL Da insgesammt in Preussen 
durdiMfanildidi 1800 Medianer studierten, ao entüden auf 100 active 
Aerzte circa 23 Studierende. Dagegen waren im Durdudinitt der 10 Jahre 
1S70 — So im ganzen deutschen Reiche Medieiner inscrihirt; das 

ergab auf 100 Aerzte 25, von 1881 [82 sogar 35 Nachwiidis, ilaher auch 
nach Conrad die stetige Zunahme der Zahl der praktischen Aerzte im ganzen 
deutsdien Reidie bä auf 1-4^ beredinet wird. In Anbetracht des 
Mögenden Wohlstandes, sowie des mit der höheren wirtschaftEchen und 
cultureüeti F.ntwickluncf des Volkes sich ebenfalb entwickelnden Bedürf- 
iii.s.se.s iiatli irztlicher Hilf»', kann für alle Culturländer wolil uiiljefangen 
auch ein stetiges Steigen des Bedarfes an Medicinem über den Zuwachs- 
CoelRdeneen der Bev&kianiiig hinaus abgenommen werdea Die stetige 
Steuerung der Frequenz unserer ttsterreichiacfaen medicstiiaclien FacultlfteQ 
überhaupt — von 1856 im Wintersemester 1876 — 77 auf 6139 in dem- 
selben Semester 1895I96 nach 666 1 im Wintersemester 1^93194 — ent- 
spncht sonach nur der allgemeinen Entwicklungstendenz der Uevölkenii^. 

FOr die MedicinerPacuItat der Innsbrucker Univenüat« wddie nach 
TabeOe 6 und der ob%en Text-AuslUhniqg ihren Sdiwester-Fteouhiitea 



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— 93 — 



in Oesterreich heute in ihrer Frequenz noch riadisteht, wäre das Waclis- 
thum der Gesanuntfrequenz gegenüber dem in ganz Oesterreich geringsten 
BevOlkeninga-Zawadis Urab von 0 09'!, im Jahrzehnt 1880—90 yon 
UebeL Die ZaU der von auswärts kommenden und «ieder doitian ab- 
gehenden -Studierenden und Candidaten kann allerdings auch hierüber 
ruhinff'n, Bi"t! ai:htpn wir schllessüch noch die absoluten /ahUn der Gtsamni^ 
frequenz unserer Universität im Jubiläums-ZeitraLitn. 

Die Frequenztabellen ( l ab. 5 u. 6) binnen erst tnit dem Jahre 1850, 
weil für cBe v o rh eiyehenden zwd Jahre keine ver&sslicfaen Daten zu finden 
warea Bd Diflerenx der Zahlen dea Uimateriak des Archivs giqienliber 
jenen der amiScfaen Statistik worden adbatverrtändEdt die enteren ein- 
gesetzt. 

Die an sich sehr interessante Vergleichung^ mit der Bevölkerungszah] 
und den Berufsperzenten lässt sich allerdings bei einer Universität nicht 
durdifitfiren, nvdche wie die husfanicker m Auer ifaeokgiBdien Fteultiit 
nach den Daten der folgenden Heimatstabtfle nahem interoatioaa] genannt 
werden kann, und in ihren übrigen Facultäten einen Studenlen-Zuzug aus 
allen Kronländern aufweist, hiimerhln ist wenigstens in letzterer Beziehung 
eine Vergleichung mit der Bewegung der übrigen Universitäten der Reichs- 
ratba-Lünder mOgldi. 

Das Ergebnis unserer ersten Frequenztabelle ist kurz zusammen- 
g^ast Folgendes: Die Grundtendenz ist eme stetgende. Die Iftlwnpunkte 
deser aufsteigenden Curve — • b der Tabdie 5 durdi fette 2Sfiera aus- 
gezeichnet — sind die 

Wintersemester — mit Studierenden; die Sommersemester -- mit Studierenden 
1851152 292 1851 278 

1873I75 663 1872 640 

1890I91 1005 1888 873 

1894I95 1008 1896 945 

1SQ-I9S lOII 
Tieipunkte dagegen — in der Tabelle mit cursiven Ziffern hervorgehoben 
die 



— 94 — 



V^ateraemester mit StuAerencten; die Sonunersemester mit Studierenden 

'855I56 22i 1855 215 

1878(79 59a 1879 559 

1893I94 930 1890 817 

hl Jabre 1855 wägt 8kh der Rüdcachlag nedi dem Andrang zu der 

durch die Studienordnung des Ministers Gralen Leo Thun neuorganisirten 
Uni\frsität, 1878 ff. die Reaction auf die in der Zeit der wirtschaftlichen 
Depression hoch gestiegenen Frequenz, 1893 eine vereiiudte Senkung 
ak aobtrügem ixuerfidien Au&tqgen der Frequenz des nächsten Winter- 
semesters auf 1008, bis 1898 auf loii. 

Die tmdaäMg wwderkehrende Minderzahl der Inscriptioncn des 
Sommersenipsters gej^enüber jener des Wintersemesters hat ihren Grund 
in der ErUillung der halbjährigen .^liiitarübung der Mediciner im Sominer- 
semcster und ebenso in der Rückkehr der Theologen in die heimischen 
Anstalten vor Empfang der Weaien. 

Im GanuD die FrequenttabeOe 5 m den Winteraemeatera von 

T850 — 98 eine Steigerung von 277 auf loii Studierende, d. i. um voHe 
365 "If, und in den äommersemesteni von 378 auf 941, oder genau 338-5*],. 



b) Die Studierenden nach dem Heimatlande. 

Unter den Hörem der Innsbnickrr- l'niversität überwiegen an den 
drei weltlichen FacuJtäten die Landeskuider. An der theologischen bilden 
dagegen die AnsMnder weiunia die Majorität über die Oea temü c h er und 
im Besonderen über cBe Tiroler. Von diesen Lettteren finden sich nur 

regelmässig die Candidatcn einiger Klöster unter den Studierenden in 
Innsbruck Die Gründe dieses internationalen Besuclies der Innsbnicker 
Theologie sind im geschichtlichen Theil dargel^ worden. Sie äussern 
ihre Wirkung mit einigen Schwankungen ganz vomehmlkh seit dem 
Studienjahre 18Ö9, mit wetdiem unaere TabdSe beginnt b dessen Winter^ 
Semester sind bereits 105 Ausliinder gqgen 107 Oesterreidier, darunter 



nur 34 Tiroler nvcrihfat. Sdion im Wintersonester 1870 aber steigt die 
Zahl der nuslrindischen Studierendem auf 122 gegen 104 Oesterreicher, 
worunter sich wederum nur 40 Tiroler befinden. Das Wintersemester 
1871I73 zeigt bereits das Verhältnis 145:106 als einen ersten l lochpunkt, 
von wekben mm die Zahl der ausBm&dien Studierenden hng;sam aber 
stetig bn auf den Tie^Nnkt 85 des Sommenemeatien 1875(76 liembmikt; 
es ist dies eine Depresaon, welche die Gesammtfreqiien/'. umfasst, da auch 
die Quote der Oestcrrcicher nur 66 beträs^t, darunter noch :6 Tiroler. 
Doch b^innt sofort im nächsten Wintersemester ein neuerliche-s Anwachsen 
der amsGiiiduclien Theotogen auf 109, und in den folgendeD Semetlem 
1 18, 130 und so weiter mit geringen Senkungea n vorwiegender Strigerung 
bis zum Sommersemester 1897, welchem gleichwie im folgenden Winteiv 
Semester der zweite Hochpunkt mit 19S auswärtigen Studierenden gegen 
105 Üeslerreicher-L ngarn, worunter nur niehr 14 Tiroler, also eine Ge- 
sanimtfreqnenz von 303 erreicht wird. Da* Somroersemciter 1898 lidilte 
194 Au^inder g^ea 94 Oesterreicher^Ungam, darunter 17 Tiroler. Die 
interess;intc Frage nach der Staatsangehörigkeit dieser grCMMn Zahl aus- 
ländischer Besucher der hiesigen Theologie beantwortet die Tabelle 7 
in eingehender Weise. Darnach waren unter obigen 198 Nicht-Ocstcr- 
reichem der SemeMer 1S97I98 119, bezw. iia Angehörige des deutschen 
Rddies, ferner 48 Schweiler, 31 Amerikaner, 2 aus Grossbritanien, je 
I aus Rusdand, Luxemburg, Ltchtenstein, Rosnien und Herzegowina. 

Dis gegi^iithtiilige \''"rhaltnis zeigi-n d'it- übrigen Facultäten, obennn 
jene der Juristen. In dieser steigt die Z.ilil iler Tiroler stetig mit i^eringen 
Schwankungen bis zum Jahre i88s|86 von 95 der 131 Oesterreicher des 
Wintersemestera 1 869)70 Us auf 207 in einer Gesammtfiequeoz der 
Faculiat von 158 Hörem, darunter nur 3 AudSnder aus dem deutschen 
Reidi und der Schweiz. Dagegen ist die Zahl der nicht tirolbchen Oester- 
reicher an der Juristcnfacult.1t in stetem Schwanken; sie hebt sich in der 
Periode 1S69 — 79 von 36 bis aul einige 60, gegen 1S89, d. L im Winter- 
semester id87|88 bis auf 77, 1^ im Wintersemester 1890(91 wieder 
»irUck auf 45, um von da an in s tetigem Stögen Us auf 109 an Sommer- 



— 96 — 



Semester 1896 97 eiupor /u kommeo, Im nidlten Wintersemester folgt 
do Rückgang bis auf i' im .Sommer5,enifster 1897I98 aul 9<5. 

Aber auch die Zahl der Ausländer zrigt an der Juristcn-Facdtat die 
verhältnismässig hohe Schwankung von 17 im Sommerseniester 1874175 
bis auf t im WiatenemeBter t884|85, um scbüenich mit is imSommer- 
aanttt c r 1897(98 «ich Uber das Mktd su erhebea Ihrer StaataangehiSr^- 
keit nach waren von diesen Juristen S aus dem deutschen Rdchi S aus 
der Schweiz, 2 aus Russland, i aus I.ichteiisteiii. 

Auch an der medicinischen FacuJtät sind die nicht tirolischen Oester- 
rddier in Hetzer Zunahme begiiflen. bn WioienenieBter 1869(70 nur 7 
geg«n ii Urokr, d l nur avi \ der lettlaren und nur i Auilibider an 
der gesammten Facultät, erheben sie sich bis /um 5v:hlussjahr 1897I98 
unserer Periode im Wintersanester bis auf 1 39 gegen i i Tiroler und 
13 Ausländer, die höchste bisher erreichte Zahl der Letzteren, so dass 
ach die Frequenz der sonstigen Oesterrdciier in diesen drei Deoemuen 
um nahezu das sofadie gehoben hat. 

So sind die Tiroler an der medicinischen Facultät im Studieqahre 1 897(98 
aus f'v.r Majorität verdrängt, denn auch im Sommersemester waren nur 
IU2 '] iroler g^en 113 sonstige Üesterreicher insciibirt Den hüchi>teo 
Stand erreichten die eingeborenen Uroler unter den MedidneRi mit 342 
im Wintenemester 1891(93; den tieften mit 30 und 31 im Stodiei^ahre 
1 878(79. Vom Huchpunkt 1891I99 beginnt das aDmühSche Sinken bis 
auf obige 102 im Sommersemester 1S97I9S. 

An der philosophischen Facultät verloren die [ iroler Studenten erst 
im Sommersemester 1897198 die Majorität mit 05 gegen 68 Nicht-Tiroler 
aus OesterreiclKUiigaiii, weldie auch in den pWlosophiscbeo DiiCfiiEDen 
muner mehr dfe hmsbrucker Universität aulsuchea bn Winter-Semes t er 
'873(74 erreichten die Tiroler Philosophen mit 151 oder "o-8 "[^j der 
Oesterreicher überhaupt den höchsten Stand, um von da in stf-f m 
Schwanken bis zum Sommersemestcr 1883 und 18S8 den 'I ieipunkt 53 
emicfaeo; im enteicn Semester aber betn^geo die Tbokr nodi onmer 63^, 
im Letsteren $6-9 \ der Oestencicber Qbetfaaupt an der Facultüt 



Die Zaid d«r Nicht-Tirokr unter (len Stiu&reqden au» Ovttprtpdlk- 
Uqgarn steigt mit grüneffen Senlamgien in dm J^lirfa 1875 ^ ^P^S VOQ 
35 des Wintenetnesters 1 869(70 auf 68 qn Schlussjahre i8p7|98, a]$o 
zwar nicht bis zu jener Höhe une ;in der medicinischeti Facultät, immerhin 
aber ebenfalls um nahezu das Dreifache. Die Zahl der Ausländer hob sich 
nach unserer Tabde im Studienjahr 1 894I95 in beiden Semestern gkscb*^ 
mäflsiir auf t7. den Itffehstwi täsher e rr ei ch ten Zniuir fremdEindiBdier 
Stucfierender an der Ph3oaopbeo-Facuk)[t, darunter {e <| fn» dem de u fd i ei i 
Rckli^ I aus der Sdwa'z, i aus An^eifica uqd 7 aus Bosnien und der 
Herzegowina. 

Auch an den weltlichen Facu)taten stieg sonach ganz anhaltend die 
Zuwanderung von Aussen. Zum Tbefl sjnd dafllr wohl äussere Grüiide 
mas^ldiend; aber unstreidg übt audi die fortscfaieitende Au^iMfidtmiiK 
mit Ldu-kanzeb) und Instituten nadi den Forderungen der unaufhaftsm 
sich entwickelnden Wissenschaft Sire Anaefaungskiaft Uber die Qtaaea 
Tirols hinaus. 

Innerhalb Tirols ist es entsprechend der überwiegenden Bcvöllicerungs- 
quote vonehmlicb der Bauernstand, ayia wdcbcm (& Mehrsahl der Stu- 
denten hervoigefat Es dürfte darum kaum eine zweite Umveiaitift in 
Oesterreidi so viele HoehschUler aus den unleren KlasKn säblen ab die 

Leopoldina in Innsbruck. 

Bedauerliclier Weise kh!t bisher die Kubrik „l^erut und ! .ebetissteilung 
der Väter der Studierenden" in unserer Unterrichts-Statistik, welche erst 
einen tiefcren Einblick m die Jbr die aocude Entwiddhnig uaaerer .Ddtur- 
staaten so bedeutsame .^auftte^nende Masse n be w egung* ermOgficfaen würde. 
Allerdings concurrirt mit dieser aufstetgendcD Bewegung in gleichem Maa&se 
die Beharrungs-Tendenz der höheren Klassen, nach Roschers trffflichf-m 
Wort, das Bestreben derselben, auch in der nachwachsenden Generation 
,^cht aus der Kaste herauszufallen''. 

Der eben berührte Maqgd unserer amlSehen UraversiiSts-StatiBtik 
Eesse sidi übrigens dhne besondere Schwiedigkeiten bebdieo, da das Ur- 
material für diese ,,sociaIe^' Präge in den .Inscriptions-Forniubren der 

IS 



— 98 — 



Studiereoden und zwar in der heute so gern venvertheten Jndivjdual- 
Zählkarte" gegeben ist Iis bedürfte nur einer Anordnung des comf)etenten 
Ministeriutn.s an die einzelnen Universitäten, um dieses Material nach Ablaut 
des Inscriptions-Termins uimdttdbar an das statistnch-techmsche Central- 
aunt des Staates zur aflaeit^en AusnOtnmg' in der oben besekimeten 
Richtung gelangen zu lassen. Eventuell konnte dieses für die mannigfaltigsten 
statistischen Probleme sehr wcrtvuUc Material dem Leiter des statistischen 
SeiTunars jeder Universität als vortreflliche^s Material für die L'ebungen der 
Seminaristen zur methodischen Ausbeutung in der von der Unterrichts- 
vemahung gewOnaditen Riditui^ Obenriesen werden, wodurch oodi Qber- 
dies der Khge Uber den Maqgd an Urmaterial flir die statistlKlien 
Uebungen an jenen Universitäten abgeholfen wäre, deren Statistiker nicht 
^•leichzpitig Leiter der amtlichen Landes- oder Gemeindestatistik sind. 
ScibstvcrsUndlich waren die Ergebnisse der einzelnen Seminaricn an die 
staijstiKihe CenbalsieUe des Reidies nir Ueberprtlfiuig und conoentrierten 
Verarbeitung; einiuliefenk 

In Conrad's mustergiltigcr Publikation über ,.d;is Universitätsstudium 
in Deutschland'' ist auch diese vitale bVage eiiigeJiend behandelt und 
eigab Air die Universität Halle im ^uin^uennium 1877—81 für die 
FaadtSt der 





Vflter mit 
academ. 

Bildung; 


Unlcr- 
Beamte und 
Eiement.nr- 

Lehrer 


Geschäfts- 
leute, Offiz., 

Ap<jthekcr, 

Rcnt.or-. 


Handwerk., 

Bauern 


DietiL-r und 
.Arbeitet 


Theologie . 


49 '6 


J4-3 


99 


»47 


1.6 


Juristile . . 






28-6 


IO-6 


(ir6 


Medidn . . 


44*5 


trs 








Fhflosophie . 


32-4 


38-6 


Iii 


20'9 





Wesentlich verschieden würde sich wohl das Percenlual -Verhältnis 



dieser geadbcfaaftlichen Klassen der Väter für die österreichischen Facul- 
tüten, ganz besonders Air jene von Innsbruck gestalten. 



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c) Die Studierenden nach der Nationalität. 

Dass die deutschen Studenten an den deutschen Universitäten d«_T 
Reichsrathsländer die bedeutende Mehrzahl bQden, wird ebensowenig 
Wunder nduim, wie cfie Thatsache, daw die ahme UnivenitiiC der Erb- 
lande, das VennüchtniB Karb IV. hierin aflen Sdiweate^'Uidversiaiien vor- 
angeht: die altberühmto Carolina Böhmens wusste das Percentualveriiültnis 
ihrer deut.schen Studentenschaft zu jenem der anderen Nationalitäten trotz 
aller Hemmnisse im Sommersernester i S96 auf 85-4 zu erhalten, nachdem 
daaaelie in den Semestern 1893I94 auf 87 2 " g, im Wintersemester 1894J95 
mit der absoluten ZaM von 1*09 Studierenden deutsdier NationaEat bis 
auf 88-3 \ gestiegen war. 

Die Wiener Universität zählte in dem vom Statist. Handbuch 1S97 
als letztes ausgewiesenen .Sommersemester 1S96 .^9^3 deutsche Studenten 
oder relativ 74-8 "j, der GesammtzahJ; Graz 869, d. i. 6i'i \. Innsbruck 
kigt kn Ferceutual-VerliältaiB seiner deutsdwn Stodierendea ak 7B^4\ 
unmittdbar nach der altdirwilr%en Sdiwester-Uinvenitit Bahmen's, 
während die Hochschule der .Steiermark in dieser Frage relativ den tiefsten 
Stand einnimmt, auch mit der ahsoiiiten Zahl S69 seiner Studenten dnitscher 
Nationaiitat jene von Innsbruck tmi 735 im obenaufgelUhrten Scnie.ster nicht 
um alliu viel Uberragt Dafih* Obeitrilft die Udverritttt Graz absolut und 
rdattv aDe Sdiwesteranataben WestOaterreidis, jene der Reicbshauptatadt 
eingeschlossen, durch die grosse Zahl der Stu(£erenden itafienischer Zungei 
im Sommersemester 1896 waren es 198 oder 13 0 " , der Gesammtfrequenz 
gegen 130, 1 e. 2 4 "j, in Wien, und 87, nahezu die höchste Zahl der ganzen 
haBduindertjührigen Periode, oder 9.3 \ in Inoabnick. Nur im Wioter- 
semester 1897(98 betrv« nadi Tabelle 8 die ZaM der itafienachen Stu- 
dierenden in Innd>ruck 98, dariinter 38 an der juridischen Facultät, 37 an 
der medicinischen, 22 an der philosophischen und i Theologe. Im Sammer- 
semester desselben Studienjahres zahlte die rechts- und staatswissenschaft- 
üche Facuhät nur 34, die medidaische 30, die philos(^>liische ao itaEeoiadie 
Studentea Ausser den Itafienera waren 1897198 17 Seiixi-Groaten an der 

IS* 



— too — 



medkUscheo, 6 an der tbeologisdieii, 2 an der Juruten-Paoiltit iucribut; 

desgleichen im Ganzen 1 1 Slovenen» 19 Polen, 1 1 Tschechen und an der 
theologischen Facultät 14 Magj-aren. Hiezu 14 Studierende von oben nicht 
aufgeführten Nationalitäten; so ergibt sich (ür die 737 Deutschen gegenUt er 
der Gesammtfrequenz von 941 im SommeFsemester 1898 ein Verhältnis 
von 79*3 Ii» gegen das Sommeraetoester 1896 wieder eine S^inahme der 
dentadien StudKrenden um 1*1 \. Den E)eutscben zunächst hatten die 
Italiener vom Sommersemester 1896 — 98 eine Zun ihme von i i Studierenden, 
sie stiegen von 9"3 auf 10 4 *|,: ausserdem waren in diesem Seme.ster 
25 Serbe - Croaten oder 2-6\ der Gesammtfrequenz inscribirt; ebenso 
14 Mi^yaren an der dieoIogiMben Paailtiit oder i'4\i tt Tadiecben 
oder i'iln, 10 Slovenen i'o\i 9 Poleo| dagegen 40 oder 4'3*|» der 
Gesammtfrequenz Ausländer verschiedener Nationalität. 

Es ist nun gerade heute von grossem Interesse, hiemit die Bewegung 
der verschiedenen Nationaüutcn an den übrigen vaterländischen Hoch- 
schulen in Beaehung «1 aetaen; denn ebensoipen^ wie eibeo iaoliten 
Menadien,' gibt ea eine iioirte Univeraftiit Unaere Unterriditaataiatik 
bietet hiefür authentisches SiiBterial In dankenswerthcf Weist Darnach 
hob sich die (iesammfrequenz unserer Universitäten von 10.594 des 
Wintersemesters iS8i|82 bis auf 15706, d. L um volle 58-3 "j, aller 
8 Univaaitiitcn der RddurathaBüider an Wintetaemerter 1894I95, dagegen 
atieg die Zahl der deatadie n Studidnendeo in denselben SenMatem von 5179 

nur auf 7478, d i. sie sanken rrl:iti\ \ on 48-9"|fl auf 47-6"|„. 

Die samrntlirhen Nationalitäten behaupten in derselben Periode an den 
acht L'nivT.s:tätfn der Rpichsriithsländfr folprndp Zahlen: 



\\':ntcr>cmes;tor i So 4 i> s 



absol. 



relat 



absol. 



lelat. 



die DeotiGheD 
K Tachechen 
» Poten . . 



5>79 
1648 
1660 




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Wintersemester 


I SS 1,83 


Wintersemester 181)4/43 


•bsoL 


reUt 




relat 


die Ruthenen 


5'3 






^ absoL 
524 




„ Südslaven 


483 


46 „ 


726 




(Slovenen, Serbo- 












Kroiteo) 












die ItaKener . . 


34» 


3'a n 




475 


3'o « 


„ Kuiniioeo 


168 


■ •6 » 




«83 


«2 n 


„ Mag^'aren 


478 


45 » 




356 


17 1. 


Andere (Auslän- 












der) . . . 


128 

1 


'•2 » 






14 » 



Darnach herrschte in diesem 1 ^j, Jahrzehnt in der Zahl der slavischen 
Studenteo eine Ziina]iiiie>Tendeos mit nabeni j *|, der Gesammtfrequeiu; 
bd aHen Iflirigen Nationditttten — jene der Ausiiinder auaigenonunen — 

erfolgte ein Rückgang, und zwar am höch'it'ii bei dem akademischen 
Xachwuihs der Deutschen um i j "Ii,, denn das grossere Minus der 
Magyaren hat für unsere Rdchsrathslandcr keine Bedeutung. 

Im Wioteneroester 1895I96 hob «cb aOenfii^ die GeKunrntsdil der 
deutsdien Stivierenden auf 7675 oder 48-2 *],, wllirend jene der abvisdien 
Studenten mit 7186 aur45*'„ ihres Frequenzantheils stehen bßeb, aber 
die absolutio Zahl der Letzteren betrug im Wintersemester 1894)95 nur 
7092, und im Wintersemester i88ij82 nur erst 4299 mit 40-6 "j^ (i,.r 
Gesammtfinequens, so daas sie bis 1895 rdative Steigerung von 4-5 ° , 
erfiiliren. 

Dagegen Migen die Italiener audi im Winteiaemerter 1895I96 wieder 
einen Rückgang von 475 auf 452, d. ?. von yo\ auf S'Sl, der Ge- 
sammtzahl der österreichischen Studenten. 

Im Sommeraemester 1896 sank die ZaM der deutschen Studenten 
uriederum auf 6481 oder 47*5 jene der daviseben HOnr auf 6613 



102 



oder 45*6*11) so dass der FrequensandieS der Slaven weder um 07 \ 
zunahnv 

Die itali'-ni'irhc [•Vcriuenz ist in dciiis<_lbcn .*v.-mester 416 oder a-^'j,, 
erlitt also weder einen Ruckgang in der absoluten ZahL 

An der Imulirudcer IMvaratHt steSten ach dkse ZaMen fiir <Seidbe 
Peiiode: 





WiMencmemr 


Wiimmiuwter ' 


WiaMficmeitcr 


Wintersemest. 


mr die 




I 












absol. 


relat. 


absol. 


rcUt. 


afctiol. 


rclal. 




relat 


ücuucheii 








757*0 


75" 








Ituüeaer 


!»5 




108 


107-, 




107 ., 






SUJslaven. 








35 "1 






391 




Polen . . 






10 »ij 






0 s .. V: ü';. 




tj'7 „ 


Tschechen 






»4! 




>5/ 




T 




Magyareu . 


6 


09, 


iij 




11 




16 




Rumlnea . 


1 
















Sooid«* . 


S4 




5> 




39 




40 


41 


imOtaa« 


«SS 


•00^ 


I0«> 








roll 





Aehnh'che VerhSltnisae sagen selbstverständlich die einzeben Facultäten 
in stetig steigender, wenn auch vifllach schwankender Progression. 

So bcg-innl die Theologie ilire neuerliche Wirksamkeit im Winter- 
semester 1857 ;58 mit 13 Deutschen, 3 Tschechen und einem polnischen 
Studenten, um in dem Wihtersemeater t863|63 bereits 116 Deutsche, im 
Wintenemester i87ij72 aber 191 IDeutsdiei Im dahin «fie blSchsle Zahl su 
inscribiren 

In dein Quinfjuenniuni iS~2|-6 sinkt icwnr diese l-fqi;.;';!/: dr-r deutschen 
Theologen bis auf ua herab j aber die steigende 1 endenii wird bald wieder 
die hemdiende und bereits im Wintersemester 1885)86 sind wieder 196, 
im Wi ntersanester 1886)87 berau 217 und im Wintersemester 1897)98 
ab zwdtte Hochpunkt 337 deutsche Theologen inscribirt ; tlas gibt gegen- 
über 5 Tschechen, 5 Polen, 4 Slovenen und 6 Serbo-Croaten oder total 
18 slavischen Theologen mehr als das 13 fache derselben an Deutschen 
wahrend die Zahl der davisdien Theologen btdier im höchsten FaHe auf 
20 ansticsT* 



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Aber auch die Zahl der ftaGeiuschen Theologiae Studiosi erhebt sich 
wenig über jene der Slaven, im höchsten Fall auf 2 1 im Wintersemeater 
1870I71, um bis 1876(77 auf 5 zurück zu gehen. 

Dem gegenüber steUeo die Magyaren regelmässig ihre der Theologie 
«atrebenden JiingEnge vom Studieigahre 1858I59 ax^ebi^en hk beute 
in der Zahl von 5— to — 12, im Wintersemester iSqiIqi bis 16; und 
schliessen unere Periofle kn Sonuneneitieater 1 897)98 mit 14 Insctip- 
tionen. 

Audi an der rechts- und ataatswiaaenadiafUidien FacultSt kommen 
neben den deutneben Studierenden nur nodi die italieniBchen mit einer 
bemetkennwetthen Frequenzquote in Betradit Tediechen, Polen und Siid- 
slaven finden sich bis in die 80 er Jahre an msserer lunsten-Facultät nur 
höchst sporadisch mit i bis höchstens 6 Studierenden ein; erst in dem 
letzten Deccnnium wird der Besuch der Kechts-Facultäi von Innsbruck 
ganx vomehndidi seitens lacihedtiBdier Studierender ein regdmäaaiger, 
wenn er auch bisher die Zahl 8 bisher nur sweimal, im Wintersemester 
1895I96 und iSg6\(); erreichte. 

Amiers ganz naturgemäss mit Rücksicht auf Südtirol die Italiener. 
Diese beginnen an der Juristcn-Facultät sofort im Wintersemester 1S51J52 
mit 85 Studierenden g«|gen 151 Oeutsdie und 1 Magyaren, railcen bis zum 
Sommenemester 1857I58 aDerdtngs bereits bis auf 17 heiab, oadEren in 
den 60 er Jahren nach erreichten 50 Juristen lange um das NCltd VOn ao, 
um ailmiihüch steigend bis zum Studienjahr i885jf^6 die Frequenz von 67 
zu erreichen, eine Hohe, welche allerdings gegen das Schiussjahr unserer 
Periode wieder bn auf 38 und 34 toB c M sdi e alud. jtr. sorBd^dit Eine 
interessante Dhistration Meai bietet die steirisdie Sdiwester-Uncversität, 
welche in den beiden Semestern des Studieiyahres 1895I96 insgesammt 206 
und 198 italienische Inscriptioneii zählte, wovon doch auch in Graz minde- 
stens die Hälfte auf die juristische FacuJtät gerechnet werden können. Im 
Studienjahr 1 894(9 5 waren mGias insgesammt 234 und 219, in Innsbruck 
108 und 91 Italiener insctibirt. Retrospectir betraditet studirten Italiener 
im Jahre 1893I94 m Graz 215 und 218, In Innsbruck 134 und 109; 



— «04 — 



hn Jahre 1891192 in Graz 199 und 191, in Innsbruck 177 und 151; 

» n iSS?!«» n M '70 .. '79. i> '34 '39; 

„ „ i<S82!i3 „ „ 122 „ 136, „ „ 100 ,, 99; 

n » iSSojSi „ „ 110 „ 119, » » 'oo » 95- 
Ad der Wiener Unfveratitt waren in dieser Peikde d>en£db rq[d- 
mfisa^ an 100 bis 140 ItaUeiter inscribirt 

In andere« Zahlen bewegt sich allerdings der B<!such der Juristen- 
facultät in Innsbruck durch tlie deutschen Stiidterendt.-n in unserem Halb- 
jahrhundert. Die Grenzen sind 150 des Beginnes unserer i'eriode im 
Wintenemester 1851152 und der Muamabtand von 238 im Sammefseniester 
1897(98, nacbdem im Winteiiemeiter i87ij73 der tie&te Stand «on 82 
eingetreten war. Es föllt dieser Tiefstand der Innsljrucker Juristeik-Facultät 
durchaus mit der an den deutschen Universitäten überhaupt und den 
Juristen-Facultäten insbesondere beobachteten Depression zusanunea So 
wurdm midi Leids anfiu^ der 70er Jahre im deutadwn Reidie nur 
4000 Juristen geiahk gegen 7684 der letzten Semester des 9. Oeoemnums. 
Nach Conrad (1. c p. 106) betn^gen cBe Juristen aller deutschen Universi- 
täten im Quinqennium 1866 — 71 nur 2! — 22*',, der Gesammtfrequenz, 
stiegen von 1871 — ;6 auf 25'5 bis j88i auf 26-0 "j, der Gesainmt- 
zahl aller inscriptionen, um vOn da ob der erfo%ten UebeiprodüCtian 
wieder eine sinkende Tendens ei n sasc h h g cn. Die Jalms 1866 1» aniä^gs 
1870 bflden die Periode des bekannten wirtsciulftlidien Adschwunge^ nach 
dem Kriege bis zu dessen gros.sarti<;frfr Wiederholung auf den Schlatht- 
ftldem Frankreichs; es herrscht darum in dieser Zrlt ef.inz naturgcmass der 
grOnsert: Reiz des Eintrittes in technisch- industridie, in Flandels- und 
Bankgesdiüfte mk ihrer gunstigeren Entbhnung und Gewinnsdioffiiung flir 
die heranwachsende G enet a tion. Dem fiirditbaren Zusammenbruch des 
unsoSd fundirten Gebäudes der Ueber-Speculation und Ueber-Production 
dagegen folgte die Flucht in die f>escheideneren aber sicheren Stellungen 
de^ lieanitcn jedweder Kat^orie, und zwar dies ganz besonderi> seitens der 
Sühne jener bUigeriidien GeseOscfaaAssdiiditen, wddie dem gepriesenen 
wiitachafifichen Au&cfawung am nächsten gestanden waren, deren Nachwuchs 



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überdies gememigBch Air die den höKeren inneren Behit e r fehfe m den drei 

flbrijgen Facultäten wenig Interene hegt. So ste^ denh audi bei im in 

Oesterreich dif jun'strn-Frtrquenz von 1871 ganz bedfutend aufwärts und 
auch die Ziihl der deutschen Rechtshörer in Inasbruck zeigt dieselbe 
Auiwärtsbewegung vom Tiefpunkt 84 bis zum Hocfapunkt 338 in der 
Periode iSji — 97, nadidem sie sdion im Wiatenemeatier 1874^5 mit 
III, nn Sommersemester 1875 mit 116 die neueTendens begonnen hatte, 
und zwar dies in jenen Taj^eti im Gr-gfnsritz zu den kleineren deutschen 
Universitäten, welche nach dem Jahre 1866 gegeniiber den grösseren 
einen anhaltenden Rückgang an Juristen zeigen, nach Conrad von 41 "j^ 
der Gesamnttfrequenz m den 50er Jahren fan auf »a*4*|0 in dem 
7. Decänium. Der Küdkgaag Heidelbeiss und der grössartige Auf- 
schwungs von I.t?ipzig bilden die Extreme dieser Bewegung. Ebenso 
stellt sich von iS6~ aufwärts Btüh entschieden an die Spit/e, während 
München an Anziehungskraft verliert, im Jahre 1X74 nur 212 Juristen 
^tidt^ und erat in jüngster Zefc «iedenm einen Aa&Aumng eHÜbit 
Dem gq^enOber «Orde Innsbnick ohne cBe italeniscbe nufinigKOmmiMion 
Graz, gentthrt von dem Nachwuchs der beiden Kdtumationen des 
Landes, eine die deutschen kleineren UmversttSten noch bei weitem 
mehr überragende Juristen-Frequenz aufweisen. 

Welches Nationalit<iten- Verhältnis zeigen noch die beiden übrigen 
Facuhäten unserer hranischen Universität? 

Die medidnische Facultät Innsbrucks beginnt ihre Ihätigkeit im 
W i nt e rsemester 1869I70 mit 30 deutschen und 10 itaienischen Stu&rendei^ 
sdiwankt durch das erste Decenwam nisdien einer Frequeos von 40—50^ 

um von dem Studienjahre 1880 81 an in raschem Aufstieg bis 1 890(9 1 
auf 247 deutsche, 75 italienische, 13 slavische, i rumänischen und 2 sonstiger 
Nationalität angehörige Studierende, im Gaiuen auf eine Frequenz von 
338 aufzusteigCA 

Im letzten Decennium zeigt die medidnische Facultät die fo^[ende 
Bew^png der Natitmaität: 



io6 — 





dentscbe St 


italien. 


slav. 


rutnän. 


sonst. 


(jesammt- 
zahl 


1 oyujy 1 




247 


75 


'3 


1 


2 


33'^ 




S.S. 


183 


55 


I 2 


1 


3 


»53 


1891I93 


vv.s. 


«54 


76 


1 3 


I 


2 


345 




s.s 


199 


50 


9 




3 




i89a|93 


w.s. 


270 


79 


'4 


2 


7 


•» - -> 

.yj - 




S.S. 


206 


59 


18 


1 


2 


286 


1893I94 


W.& 


252 


58 


20 




3 


333 




&& 


ai3 


44 


20 




4 


381 


»»94195 


WS. 


252 


5° 


>9 




2 


323 




S.S. 


203 




17 




I 


254 


1895(96 


w.s. 


227 


43 


30 




I 


301 






314 


29 


23 






368 


i«9<f97 


w.s. 


321 


35 


26 




3 


38s 




SS. 


»7« 


33 


2 1 




1 


»36 


1897I9S 


w.s 


'97 


37 


3" 




9 


274 




S.S. 


167 


30 


23 




6 


2 26 



Die Zahl der deutschen und iudienbcfaen Medianer ist sonach .seit 
1891 Stetig im Sinken, jene der dkvädieiu obenan jene der Seibo-Kroaten 
bfa 33 im Wintersemester 1897(98 mi Au&te^en begrilfen; dannter 
6 tschechische und 2 polnische lascriptionen, so dass die Relativzahlen 
ob^er Nationalitäten ihrer Reihenfoljjc nach im Wintersemester iH 
sich wie 72-5 : i3'5 : 1 1-3 : 37 verhielten. Allerdings ist auch die Gesamnu- 
frequenz der medtansdioi Facukät von der Hähe 373 des Wstt tecse m e st ers 
1893I93 bis auf 336 fcn Scfahiassemester 1898 nirüd^egangen. Immeriun 
bleibt die entgegengeset^cte aufsteigende Bewegung der sla^öschen Medianer 
eine bemerkenswerte 'Iliatsache. 

Dem gegenüber haben die deutschen Studierenden der Medicin 
wenigstens ihren Andxil an der Gesammtfreqtieog vom Winteeaemester 



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1892I93 "^it Höchststand 372 bis auf jenen von 1897I98 mit 247 

behauptet: derselbe betragt in beiden Semestern 72-5 \, während die 
Italiener in demselben von 2 1 '2 '|, auf 1 3-5 "j^ herabgiengen, dagegen die 
Slaven von 37 *|, auf tfj *|| gaü^en siniL 

Dk phioBOphisGhe Pacuhät tritt im Begmn tinaeres Halbjahrhunderts 
im Winteraemester 1851152 mit ihren 19 deutschen Studieienden als 
Gesammtfrequenz f^epenüber der Zalil der Juristen mit 237 sehr be- 
bescheiden in die Arena, lirst im Wintersemester i86o|6i gelangt sie 
mit 37 Deutschen und 10 Italienern auf die Gesanuntfrequei» von 
47 Studierenden, um du Wintencanesier 1869I70 nu't 117 deutschen und 
31 italienisdien Inscriptiunen zu eröffiien, afao nüt einer Gesammtzahl von 
13S Studenten. Die Krisenjahre 1S72 — 73 .steigern ilie Phiiosophen- 
frequen/ bis auf 213, darunter 155 Deutsche, 54 Italicner und 3 sonstige 
Nationalitäten; das Wintersemester 1874I75 steigt ebenfalls noch bis aut 
315 der GeMtmmtxahl, davon 164 deutsdie Studierende gegea 43 Italiener 
und 5 Slaven. Allein mit <lem Sommeraenieaier 1875 beginnt ein fängcr 
anhaltender Rückgang der Fre<]iienz im geraden Gegensatz zur auf- 
steigenden Juristen- i'acultät, um in dem Wintersemester 1883IS4 mit 
55 deutschen und iä italienischen Studenten den Tiefstand 73 einzunehmen. 
Nadi längerem Osdffiren um die GesammtiaU 100 erreidit auch die 
phüoaophische Facukit mit dem Wintenemester 1890I91 wen^atens den 
Stand von 1 36. Das NationalitätsverhMitnis der Studierenden stellt sich 
darnach in diesen letzten Semestern an der PhOosophen-FacuItiU Innsbruck 
fo]genderma.ssen : 





Deutid» 




SlBvao 


andflieN. 


toul 


1S90I91 w.s. 


s; 


47 






136 


.s. s. 




44 


5 




127 


iS9ij92 W.ü. 


»7 


48 


5 


I Magyar 


,4. 




76 


48 


5 


1 n 


130 



Ii* 



— lO« — 





Deutsche 


Italicner 


Slavea 


andet« N. 


total 


i89a|93 W.S* 


78 


3« 


4 


I Magyar 


131 


S.S. 


86 


35 


4 


3 n 


127 


» 893)94 W.S. 


87 


27 


8 




1 22^ 


S.S. 


81 


26 


8 




"5 


"894I95 W.S. 


to6 


22 


'3 




141 




too 


21 


13 


3 sonst N. 


137 


1S95I96 \v..s. 


1 1 1 


30 


9 


1 


141 


S.S. 


108 


19 






'34 


i896j97 W.S. 


1 18 


16 


5 




«39 


&S. 


««3 


16 


5 




«34 


1897I98 W.& 


ISO 


aa 


8 




ISO 




119 


80 


8 




»47 



Es zagt sich somit im Ganzen durch dieses letete Oeocnnium aucb 
an der philosophischen Facultät der Leopoidina in Innsbruck ein wenigstens 
nuLssiges Ansteigen der Gesammtirequenz und in noch höherem Maasse 
dne Steigerung dei AnÜMfla dar dealidian Studeafianadiaft an cfaier 
Facukat; dageg^ audt hier wieder ein Rtki^^ai^ der itaBeniKhea Studie- 
renden, und ein alnähHcHea Anwacfaioi der ZaM der Slavea 

Die VeriiHltiiiaiahlen dieaer Bewegung^ aiod: 
imV^itenemeater i89o|9t Oeutadtt 6yj \t baBener 3^0% Slavea 1.3 *|, 

1897I98 8o-o\, , »47 V " 5'3T. 

Der Fre(]r;'-n:rrinthn'] der d'-iitsrhen Philosophen hat sich sonach in 
diesem letzten Üccennium um mehr als i^'^j,,, jener der .Slaven um gut 
4*1, gemelirt, jener der Italicner dagegen um mehr als 20 "j, gemindert- 

Diesem allseitigen Rückgang der italeniMhen Finquenz äi tandmick 
g^geflOber ist es toq Interease, (fie Gesarnrntfrequenz der itafienbcfaen 
Studenten ün letzten Deaenmum in Oeaterreidi überiiaupt und an den mit 



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Innsbruck iKMikurrierenden Schwester-Uiuveraitiltieo V/lea und Graz ios- 
besondere zu veriislgen. Die Udler gehfic^ien ZaMea unserer amdidien 

Statistik sind: 







Wien 


Gm 


Innsbruck 




cd. 


abt. 


nL 


abs. 


f«L 


abs. 


t«t. 


1 887(88 w.s. 




2-9 


141 


22 


170 


12-3 ' 


'34 


'5-2 


S.S. 


1 452 


3-2 


'3' 


2'3 


179 


•37 


'39 


.6-5 


1891(92 w.s. 


498 


32 


133 


i'O 


«99 


>3i 


'77 


18-4 




435 


3-3 


93 


• 9 


191 


14-4 


'5' 


178 


i«93|94 W S. 


463 


30 


1 2 1 


21 


2«5 


•37 


124 


'35 


S.S. 


442 


32 


I03 


21 


22S 


160 


109 


1 26 


1894I95 w.s. 


4/5 


30 


»32 


2-2 


234 


150 


108 


lorj 




4«4 


2'9 


I 12 


2-9 


310 


«5-4 


9« 


9S 


1895I96 W.& 


45* 


ii 


>39 


»♦3 


206 


127 


i«5 


107 




41Ö 


rg 


130 


2-4 


198 


13*9 


87 


9*3 



Sdbst in diesem Tiefstand 416 des Sommersemesters 1895I9Ö iib^- 
rageo Übrigens ife italfeni B ch eti Studierenden aocb muner die GeHmnit* 
ficqueiu der für die Bukownia crricJiteten jOngsten Hocfaxhuie Oeatsrreiclia, 
weldie in demselben Sommenenwater nur 376^ im Winteraemester l89ij98 

total 310 Hörer zählte. 

In der GesamniLiahl der italienischen Studierenden l)cm>cht sonut ein 
Rückgang von dem Hochpunkt 49S des Wintenemeatera 1891I93 auf 
414 und 416 des letstn Sommersemeaters; in Wien von 141 des 
Wtnterseinesters 1891I93 auf ti3 und 130 des letzten Sünunerseniesters ; 
in Innsbruck von 131 des Wintersemesters 1S91I92 auf 91 und 87 des 
letzten .Soirunerseme-sters ; dagegen in Graz eine Zunahme von 170 des 
Wintersemesters 1891 {92 auf 210 und 198 des letzten Son un eraeröe s ters. 

Aber audi die relative Frequenz der taiener zeigt nur n Gras eine 
Ste%ening; Wien bleibe weidgitens n dem RdativwAndidt der Italiener 



HO — 



an der Gesanimtirequenjc der Universität in bekl«n Endjahren gldchmiissig 

aul 2-9'(,; in Innsbruck daj^cg^en fällt die Zahl der italienischen Studierenden 
auch relativ von i5-2''^„ auf o- , : an tiieseti» Rückgang hat unsere 
phiJosuplüsciic FacultäC nach Obigem ihren Haupt -AnthdJ. 

d) Die Studierenden nach der Con f ession. 

Durch die Periode 1851 — 69 kann die Innsbrucker l'niversität als eine 
rdn katholische bezeichnet werden; d<:nn ausser einem evangelischen Juristen 
und FhOofiophen gibt es durch <iese lange Reihe von Jahren an sämmt- 
ficben Faeubaien der Leopoldina keinen andengfiliibigen Studenten, so 
dass eine Verhältnis-Berechnung btnlt-utungsios encheint. Iin. fjruck ist 
auch bis heute m seinen ötudiereoden eine gan vorwiq^cnd katholische 
Universität 

Erat im Winteneinester [869J70 werden neben den 135 Katfaofilcen 
der FhitMophen FacuMit noch i EvaogeEsdier und 2 laraditen ioscribirt 

Im W'intersemester 1 870)71 €lhä]t die medicinLsche Facultät ausser ihren 
74 Katholiken f!'-;i ersten evanj,'elisc!icn Studierenden, und im Sommer- 
semester des nächsten Jahres auch den ersten Conlessionslusea l^n ersten 
griechisch-oricntaüscfaen Hörer verieicfanet die Juristen-Facultät im Wtnter> 
Semester 1 873(7 3, und im StMfienjahr (876177 erhält auch endlich die 
theologisefae Facultiit gegen 185 KathoGlEen ihren griechiich<orieotaliBchen 
Theologen. 

Von nun an finden sich nach unserer TabeJJe 9 allerdings in jedem 
Semester Nicht-Katholiken verzeichnet: aliein suwuhl griechisch-orientalische 
als eva^geEsche, Israeiten wie Confessionslose erreichen hn höchsten Falle 
die Zahl 4; erst das Winterseniester 1885(86 sahic an der medfeinisdien 
Facultät einmal 5 Israeliten neben 173 Katholiken und i evangelischen 
Hörer. Im Wintersemester iSSS Sq steigen die evangelischen Medianer 
zum ersten Male bis auf 6, im Jahre 1891192 bis auf 9 gleichzeitig mit 
2 grwcfaisch*orientafiscJien, 2 braditen und 3 ConjessKwatoseo gegc^u 
339 Katbolikeo. Das Wuteisemester 1892193 ntigt sogar 17 evangefiscfae 



MedictiMir neben 7 griechisch -orientaEacfaen und 4 israeUtiscfaen Hörern 
gegen 344 römi.sch-k.itholische: sunach in aOen diesen Rubriken die höchste 

bis heute erreichte Zahl Andersgläubiger. 

L);is Verhältnis tier An<lersglaubigen .illein /u den katholischen Medi- 
ciiiern ist in dem genannten Semester 1892^93 bereits 2S : 344, d. i. 8-l 'j,. 

Du fo^fcode Sonuneraeinester nag^ das Verhältois von 2$ Nicfat-KatbolilGen 
01 587 kadio&chett Studierenden der 3 wddidien Ficult&ten, «ddie in 
dieser Frage der Natur der Sache nach hier aJldn in Betracht kommen 

können In dem ganzen neunten Decennium ist nun die Iiiscription von 
nicht-katholischen Studierenden eine regelmässige und steigende. Unsere 
Tabelle 9 ergibt hleAlr (bigfende Zahlen: 

Nicht-Kathol. Katholiken der 3 weltl. F.-icviltaten 



1892I93 Wintersemester 


28 : 


683 


oder 


41 1 Ni 


cht-Kathol 


SoinniencnicsBcr 




587 


n 




» 


1893)94 Wintersemester 


»9 


639 


• 






Sonmiersemester 


3« 


S8o 


m 


5-4 1 


« 


1894I95 Wintersemester 


30 


: 713 


1« 


4-2 \ 


n 


Sommersemester 


30 


: 635 


•1 


4-7 "io 


n 


1895196 Wintersemester 


35 


: 702 


«♦ 


4-9 1 


1» 


Sonuneneniestsr 


40 


666 


» 




r 


189619; Wintersemester 


36 


704 


n 




« 


Sommersem e5ter 


31 


: 643 


I» 


4-S 1 




1897I9S Wintersemester 


37 


: 70S 








Sommersemester 


38 


654 




5 '^ l 





Die grossere Zahl obiger ^Gch^■KadloEken fSük auf die giieddscfa- 
oirienlajischen und evai^efiachen Studenten, das kifinus auf die biaeiten 

und Confessionslosen. Immerhin zeigt die Inscription nicht-katholischer 
Studierender an den drei weltlichen Facultäteji der Innsbrucker Universität 
eine steigende Tendenz, Doch konxmt deren Zahl weder absolut noch relativ 
jener der Nidtt-KathoSken an den wdtlidien FacultSiten df-r iibf%en sieben 
Untversitaten unserer Re i c h sratfasB n der nahe. 



— IIa — 

El bildet ta dieser Beadnmg die Hochsdiiile der Bukowina das gerade 

Widerspid gegen die Universität Tirols: denn während hier im IndWr 
höchsten .Stande ilie Nirhf-Kitholiken der drei weltlichen FacuJtäten unter 
den Studierenden des Sonunersemesters 1895(96 6\ erreichten, betrugen 
Ji iMfce n in CNrnowib b domdbcn Sontattr iiacb dem statirttsdien 
(fendlradi, tratx des Mangels der niedidiiisdien Facubät 737 gegen 
»6-3 römisch-katholische Studenten Diese 7 ; 7 "1^, vcrtheilen sich auf 
32'2''|^ jT^rifchisch-onVntalische Hörer, zumeist der datiir bestehenden theo- 
logiscben Facultät angehörig, auf 2 5 evangelische und 58-5 "j, Israeliten, 
welcfae aomit den höchsten Frequenzanthdl aSer Studierenden in Czemowitz in 
Anspruch nefamen, wälnend dieseOien in demselbeo Semester in Wien und 
Pr^ (deutadie UniverBitat) nahezu gleich an Zahl aurafra*}, und aö^*), 
aller Studierenden betrugen: der absoluten Zahl nach waren in W'ien allei^ 
dings 1395 Israeliten, in Prag dagegen nur ^^2, in Cwrnowit^ t \? bei 
einer Gesammtfrequenz von 369. Graz zählte in demselben Semester 24 
oder i7*>|, IsraeKlen seiner Gesammtfrequeni, Lembei^ nur isr4li oder 
S84, Krakau 14*5 % nA 174 absolut, die tacheduMlie U ni msiU tt fa Prag £8 
oder 2-8 \ der Cpsaninitzahl. An sämmtlichen Univeratllen unserer Reich- 
rathslander stellt sich sonach das Verhältnis der Confessioaen im letzten 
Deccnnium: 



Katholiken 
abs. rel. 



(Jrienl. fir. j F.vangel. 



Isrneliten 



abs. 



rel. ; nb». 


rel 


ab«.. 


rel. 




rel. 


19 614 


40 


»905 


'9'} 




o'9 


aq 516 




>7»i 






o-g 


3» 483 




»859 


18-5 


110 


o'8 


3» 4-.'« 


3' 


J44S 


17-9 


9* 


o'8 


3-0 il 534 


l 


2820 


'77 


99 


0-6 



188-/SS W. S. . ii.j«* 

S, < tn 192 

S.S. .1 10.J55 

tS^jl^ W.S. • ^ 114X10 



7»V 

734 [i 4«! 

744 I 496 

75 0 : 447 

7i i l 4«3 



Schon diese Stichproben ie(gen, wie gnäig an Zah% absolut und 

reladv, an unseren Universitäten das evangelische Bekenntn» vertreten ist, 
!mm( rhin allerdings noch in einem höheren Verhältnis ah jenes, welches 
von der leuten Volkszählung für den 31. December 1890 mit r8 der 
Gesammtbevölkerung festgestdit wurde. 



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Durcbsdininfich das Vicr&che des Veriddldnes zur Gcaaimntbe- 

völkerung beträgt die Universitäts- Frequenz der Israeliten, welche, in der 
Volkszahl 1890 mit 4 8 'jj, vertreten, in dm vaterländischen Hochschulen 
um das Mittel von gravitieren, wenn sie auch in den letzten der oben 
herausgehobenen Semester emeo geringen stetigen Rückgang erfidiren. 

Die indht unierten Griechen eigaben 1890 eine Quote von 3*3% der 
Gesammtbevölkerung, in der Unhrersttätsfrequenz von 1890— 96 enddlten 
sie in steigender Tendenz bereits einen Antheil von 3 0 "1^. 

Dagegen bleiben die Katholiken, trotz ihrer Zunahme an Zahl der 
StudierendeD bis 75 3 *|, der Gemnmtfrequens unserer UoiveratXten ADch 
um nahezu i6*j, hinter iirem Antheil an der Gesaratbevölkerung' xurtldc» 
«ddier durch den Cenaus vom 31. Decemher 1890 mit 91*0^ aidieif^ 
yMficBt wurde« 



HL FOrdemngsaiMtalten des Studiums. 

a) Institute und Seminarlen. 

Institute, Laboratorien und Seminarien sind die heute unerlassliche 
mdhodisdie und sachliche Ei^gännwg der Voriesungea Geschichte, Orgad- 
sation und Dotation dieser Fänderungsanstahen der Lehre und des Studiums 

der \\'isspnschaften ist in dem ersten Theil dieser Jubelschrift eingehend 
behandelt. Es erübrigt hier einzig die übersichtliche Darstellung des heutigen 
Standes dieser wissenschaftlichen Ausrüstung unserer heimischen Universität 
nadi den verschiedenen FacuhateR Sie iit die folgende: 

1. An der rechts« und staatswissenschafUicben Facultilt: 

Rechtswiasenachaftfiches Seminar. 
Staatswissenschaftliches Senunar. 
Italienisches Seminar 

2. An der medicirtischen l acultät: 

Anatomisches Institut. 
Histologisch-embryologisdies Institut 

M 



— 114 — 



PlynologBdieB Institut 

Laboratorium fOr angewandte medic inM che Qicru& 

PathoIügisdv<anatoniisches Institut. 

Institut für aDfremeine und experimentelle Pathologie. 

Institut für gerichtliche Medidn. 

Hygienbdies iMtkut 

Fharmakologtsches Institut 

Medidnische K£nik. 

Qürurgische Klinik. Sanunlung chirui^giacher Instrumente und 

Bandagen. 
SyphüiiisdMfemiaiologisGlie Klinik. 
Augenldinilc 

Geburtshilfliche Klinik. Sammlung geburtsfailfllidier Instrumente 

unti Apparate. 
Gynaekoiogi&che Klinilc. 
KünSt Dir Oto- und Lar)'ngok>gi& 
Pkydiiatriscbe Klinik. 

Paedriatische Klinik. 
3. An der philosophischen I"acult;it : 

Gypsmuseum. Gypsabgussc alter Kun&twerke. 

Kunsthistorisch«» Institut 

FhiblogiBdies Seminar. 

Philologisches Proseminar. 

Germanistisches .Seminar. 

Anirüstisches Seminar. 

Historisches Seminar. 

Geographixfaes Kabuiet 

Seminar filr Mathematik und mathematÜBdie Physik. 

Physikalisches Institut. 
Zoologisches Institut. 
Botanisches Institut 
Botantxcher Garten. 



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Mineralugisch-petrographisdies hftftuit 

Geologisch-paläontdogisches Institut 

ChemüMlies Laboratorium. 

MeteorolagisclieB Obiervatoniiin. 
An diese zahlreichen und gut dotierten Institute und Seminarien mit fllfCn 
HandbibKotheken an df>n pin:^eJnen FacuJtäten stliliesst sich organisch die 
allen Facultätcn gciTicinsiiine Sammelstelle der alten und neuen Literatur 
aller Wissenszweige der „Lniversitas üterarum" an, die ,,Biblioteca literarum," 

b) Die k. k. Universitäts-Bibliothek. 

In ihrem Ursprung bis an die encen AnGiqge der Univerntkt adbet 
aicflckreidieiid, datiert unsere heutig Uoivenitäta-Bailiotbdi in ihrem enten 

Hauptstock aus der munificenlien Zuweisung der Blichersammlunig^ deS 
Srhiosses Aüihr.is irti Jahre 1746, welche im jetzt noch sogenannten 
Bibüotlieksaaie de-s iieutijij^en Statthaltereigebaudes unterg^ebracht . sofort 
auch einen besonderen Bibliothekar erhidt und als eine öhentliche Bibliothek 
eridäit wurde. Berdts nn Jahre 178.5 Obersiedetee dieser Bücherachatx in 
das ihm noch heute zugewiesene Gdtibide der marianbdien Congrqiatioa 
des alten Jeauiten-Collegiums ; gleichzeitige erfuhr derselbe in dieser Periode 
einen nicht wnerheblichen Zuwachs durch Zutheilung der „ni< h( schädlichen" 
Büihr-r der aulgehobenen Klöster, welchen Ijei ihrer Wiedererrichtung 
allerdings einzebe Werke zurückgestcJit werden mussten. Durch dje 
xwekiaEge Umwandlung der U uiveraitl tt m eb Lyceum wurde der Chap 
rakter der BQdiothek nicht wesentlich geändert; es erfo|gfte gerade In dieser 
Zeit die V ermehrung ihres Beamtenstandes um einen Scriptor, während lire 
Dotation in heseheidenster Weise von bisherigen 30O fl. auf 40O) und 
später aul 600 H. erliöht wurde. 

Dies blieb der Status der Bibliotliek bis zum Jahre iS^S. Die Zahl 
der BOciicr und Broachilred hetn^ in «ieaem Jahre Uber 40.000. Nach 
den genauen Angaben der heutigen Bibliotiieks- Verwaltung gestaltete sich 



— ii6 — 

der Zuwachs der Büchenaininlufip umerer Umvenitiit ib den eiueiDeit 
Decennien folgenderma<;sen: 





Bände und Broschüren 


Handschniten-Üände 


1848 


40741 


966 


1858 


47-970 


969 


1868 


64.848 


1018 


1878 


87.027 


1027 


1888 


H5.9'9 


'073 


1898 


1 60.480 


1080. 



Em deraitiger Büchemiwachs üt aiir im eiaer eriiOhten 

Dotatkm und gescheokwetser 2Wenduiigen müffich. Beides kam uoacrar 

Universitäts-Bibliodiek zu statten. 

Die Dotation seitens des Suates betrug: 



im Jahre 


1848 . . 


. iL 


600 


seit 


I86I . . 


N 


1000 


M 


1869 . . 


1» 


4000 


W 


1878 . . 


II 


6000 


M 


1892 . , 


• J» 


7500 


II 


1895 . . 


• n 


8500 


J* 


1896 . . 


• n 


9500 


M 


1897 • • 


* » 


loooa 



Aus den muniücenten Zuwendungen von Privatpersonen wie seitens 
der Unterrichts-VerwaJtung können hier nur die oach Zahl und Wert der 
Werke bedeutendsten au^duhrl werden. 

Diese sind: 

int Jahie 1853 die Bibliotliek des Kamleiradies Jarcke . 179« BXndeL 
1860 N n » VtüL Schuler , . . 8000 ^ 

1863 „ „ „ Baron Reden . . . 858 p 

1864 „ Büchersammlung des Historikers J. F. 

Boehmer 2172 „ 

1873 n Büchetsanunlung des IVotomecKcus 

Erhart 2377 « 



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im^dire 1884 aus der Bibliuthek der Wiener AugenkEnilc 6000 Bibxi& 

1885 — a. d. Bibliothek d. Prof. Steüwap-Carion 2631 „ 

1886 — 89 vom Rectorat der Universität hier , 1240 „ 
1891 aut der BSUiolhdc des Dr. Pfreinchner . 3500 „ 
i8M » I. •> n Ehr. Berghaus .. 765 „ 
1895 die Bibiothek des Prof. Biedermaiin . . 12000 Nummern. 
1897 a. d. BSiliothek des Prof. v. Ficker . . . 1729 Bttode. 
1897 „ „ „ „ Prof. Freih. v. Härdd . 612 „ 

1897 1. » r. » Med. Dr. Mörz. . , 706 „ 

1898 „ „ „ „ PraC Stumpf-Brentano 3147 B. a Heft& 

'898 » „ r, n Prof feche .... 1072 „ „ „ 

Pnnillcl der Vf-rrnrhrunj^ der Bücherschätzc unserer rniversitätg- 
Bibüothek sti^ deren Benüt/!ung, welche ausserhalb der Bibliothek durch 
Entlehnung bis 1858 nur den Professoren gestattet war. Seitdem geniess^ 
die StniSeratdeii die gleicbe Begünstigung; Ifech den Ausweisen der 
BUodielcB-Verwakung wurden entklint: 

im Jahre 1 S48 . . . rund 500 Bände. 
185S ... „ 1300 
186S ... „ 5500 „ 
1878 ... „ 6000 „ 
1888 ... „ 6500 „ 
1898 ... ^'500 „ 

Gegenüber dem obigen Bücherzuwachs und Icr steigenden Benützung 
der Bibliothek iimsste die Vermehrui^ des Verwaituiigs-Personals ebenfalls 
in steigender Progression er J bl geiL So war denn der Beaiulenstatus 
■n Jahre 1848 ein BiMioriickar und Sanpioe mit einem Diener; 
1865 kam hiezu ein Amanuensis als HüMeraft; 
1868 ein zweiter Scriptor; 

1871 ist der Sutus: der Bibliothekar, Custos, Scriptor, Ama- 

nuensuy ein Diener und tin AiriäMsdiener. 
1875 wurde ein swdter AmanuenaiB ernannt; 
1889 ein dritter Amanuensis provisorisch. 



— ii8 — 



im Jahre 1895 wwl» ^ P rakrik a nt und dn AushiHfldieaer m; 

1898 bestdit der Vennütuagdcörper der UmversitMts-BibGodtek 
aus BSbiothdiar, Custos, Scriptor, 3 Aiiiai>ueaae% i prov. 

Amanuensis, 2 Praktikanten, 2 Dienern, i Aushilfsdiener. 

Bi-(iaiierlicher Weise hielt mit dieser schönen Entwicklung unserer 
Bibliothek jene der Räume nicht gleichen Schritt Um die Bücher und 
das Beamtenpenoaale wenigstens nodidiu-ftig untawibiingen, ist die Be- 
nOtning der BibGodide auf einen cinagen Raum beschrünkt, und in diesem 
für die Studien und Arbeiten der \h'tglieder des Lehrköqjers ein einziger 
Tisch von 2"5m Länge und ri m Breite in einer re.ser\'ierten Abtlieilung 
von /•5 Qm verfiigbar. Hütlentüch ist die VAt nicht aJI/.u ferne, in der 
auch diese für die ganze Universität so hocliwichtige Anstalt nach den 
Gniodsätcen moderner BibikMiieksanlagc» umgestaltet werden kann. 

Indess ist trotz der Sdiwierigkeiben des Raumes sek dem verfkiasenen 
Jahre die Einrichtung abendlicher Lesestunden durchgeführt, und so in ]Öb- 
L'chster Weise sowohl den Stnd' nt'-n als den Gebildeten der Bevölkerung 
überhaupt die Benützung der reichen Schatze der Uoiversitäts - Bibliothek 
erleichtert worden. 



IV. Ergdmlaae de« Studiuiiis. 

a) Staatsprüfungen und Rigorosen. 

Die letzte Probe auf das Zusammenwirken von Lehrkörper und 
Studierenden bkCeo die Staats- und Doctors-PrUhH^[en der Fakdtötto. 
Natui^gemfisB ist tn diesem Abadmitt des akadentisdien Studiums der 

,,Studierende" schon diesem Namen nach der aktive Theüi welcher nun 
in eij^ener Person den Nachweis erbringt, wie weit er die vom Lehrkörper 
in den Voricsuni^en und Uebunj^en gebotene Anweisung zum Selbst- 
studium, dichcr unerlassliclicn Prämisse alles Wij>se)>s, weise benüizl hat, 
wie gut oder schledit er die kostbare Zdt des akademisdien Bürgers 
jur Vorbereitung nidit nur Itir die Prü/bngen der Studienordnung, sondern 



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— 119 — 



noch vidnielv ibr Eriangung der Tüchtigkeit im Leben zu verwerten 

wusstP. Das Kndergebnis der akademischen Prüfungen wird mit gutem 
Grund für d<_-n Sdihiss auf die lÄStungen in der Zukunft verwertet. 
Darum ist die Verhältniszahl der „Reprobicrungen'' zu den „Approbierungen'' 
ndit blos von sdmlnüisqgem IniercsML ISdA aMa als »BOaii^ der 
abgesddossenai Studiemeit der nachrückenden GeneratioiieD, soadem euch 
als Näherungswert ihres zukünftigen 5>chafifens in den idealeren Berufs- 
arten und Aufgaben des gesrilschaftlichen Lebens ist diese Verhältniszahl 
von besonderer socialer Bedeutung. Dieselbe wird darum heute in allen 
Kuhnntnatai von der UntenichtsverwaltunK n strenger Evidenz gehalten 
und kl den statistnchen Quellenwerken tegtSuäamg v er O flBsntKdit. 

FUr die PrtKiii^ien an der hebdachen Universitiit weist die Tabelle lo 

des Anhangs den Erfolg in dem eben abgelaufenen halben Jahrhundert, 
d. i. ftir den jährlich aufriickcndcn Studenten - Nachwuchs von zwei Gene- 
rationen nach. Allerdings reicht dieser Nachweis nur Air die rechts- und 
staatowinenschafäiche Fakuhat bis sum Jahre 1848 surOdc. Die phaoao» 
phisdie Facultttt datiert ihren selbatiindigen Pmliiiigsbcsiinn erst aus dem 
Jahre 1S50: die thedogische liefert erst mit dem Semester i866|67 ver- 
lässlicht.' Daten: die medidnische beginnt mit dem Semester 1 869*70. 

Unsere Tabelle vencdchnet darnach Air die strengen DoctorsprüAingen 
oder Rigorosen: 

rraiungen KCproD. 
an der theologischen Facuküt von 1866—98: 537 20 3-4 

M ff jiuistischen „ ^ 1848 — 98: 2665 388 10*4 

^ f, medicinischen ^ „ 1869 — 98: 1972 249 12-6 
„ „ philosophischen ^ „ 1850 — 98: 3S6 9 2-3. 

Das Percentualverhältnis der Rqirobietuqgen bd den Staatapräfuqgeo 
dieser Periode war dagegen: 

Priilungen Rq>rob. "1^ 

an der juriditdien FacufeHC von i86a— -98: 4296 676 157 
„ ^ pUhtsophischen n n n W "4 »3*«- 



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— I30 — 

Rigoraien «g a ben darnach im Ganzen ein glinstigeres Resultat 
als die Stnatspriif'unpen; nach den Facultäten geordnet zeijftcn die Doctors- 
priifungen der Philosophen und Theologen die beste Vorbereitung, die 
Juristen und Medianer das minder genügende Studium. Auch die Staati» 
prlifiii^nen ergaben an der philowphiMlien Pacnltitt noch die b eaaei - en 
Resultate; von den Juristen dagegen entspradien bil 157 "jg nicht den 
Durchschnittsfonienii^gen einer StaataiMliJuiig'. 

Ueber die einzelnen Kategorien der juridischen Stiatsprltfungen an 
unserer Universität ergeben die amtlichen Publicatioaen bezüglich der 
R^vobierungen folgende Werthe: 

rechtshistor. judicielle staatswisseasch. insgesammt 
Prüf. Repr. \ Früt. Repr. »1, Prüf Rei.r. Prüf Repr. \ 

18S0S1 S2 20 24-4 32 2 62 32 2 6-2 146 24 16-4 

i89o{9i 45 II 24-4 2j 7 304 22 7 31S 90 25 277 
1895I96 65 18 277 4a .2 447 35 3 8-S «4« '9 »3*3' 

Die VerhältniBaUeQ der deiHschen UnwenftKcn unaerer Raduiaths- 
ttnder fiir die juridfacben StaataprUfin^pen, das Studieqahr 1890)91 ab 
Slid)|irobe genoonnen, waren: 

in Wien bei 679 PrUf. 119 Reprob»; diese somit 17*5 1, der Erstem; 

„ Prag „ 701 „ 105 , n » «5"' *!• " n 

„ Gnu „ 282 „ 16 „ » „ 57*1. n 

, hnabnidc , 9» » »5 »i » » »77 1« » » 

„ Cwiiiowju „ 8a H 15 n »1» 1*7 *!» » » 

Die Sehwankungen in der Zahl der FtrOfiiiigen sind die ParaUd- 

Bewcgungen der Frequenz der Facuhäten, und gleich diesen in ihrem 
letzten Grunde bestimmt durch das allhcrrschende Gesetz von Angebot 
und Nachfrage, von Vorrat und Uedarl. i'.s kann deshalb a\ic-h für diese 
Oscillattonen der Priifungs- und Rigorosenhäufigkeit und der durch dk 
letstem bedingten Promotioneo der folgenden Tabdte auf die Ibr die 
Frequenz-Tabellen gegebenen Ausfiibniqgen verwiesen werden. 



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Dass die Zahl der Rigorosen an der Juristen - Facultät gegen jene 
der Staatsprüfungen von 300 des Studienjahres t<**52|5.^ und von 216 des 
Jahres 1854,55 stetig sinkend bis auf 21 des Studienjahres 1S75I76, den 
tie&Ko bisher «r d c h te n Stand suruckgehen koonte, hat seinen Grund 
aini Theit b der notorischen Udterftllluiig der Advocatiev ibr «dche die 
Erfaqgui^ des Doctorates bisher bei uns die Bediqgiiqg bildet, während 
der Staatsdienst geradezu günstige Aussichten eröffnete, und darum die 
Zahl der Staatsprüfungen die entgegengesetzte Bewegung einschlägt, von 
86, 68, 93, 48, 76, 66, 80 approbierten Candidaten der Jahre 1862—70 
Us auf 134 and 138 in den Jahren 1883I83 und i886|87 aufitdgt, um 
im Jahre 1893I93 den tiefsten Stand von 70 approbierten ^ndidaten zu 
erreichen. Von 1S93 aufwärts steigt diese Zah! wiederum ununterbrochen 
bis zum Jahre 1897I98 auf 132) unzweifelhaft eine Wirkung der neuen 
Verordmin^ von 1893, nach ivelcfaier das Doctorat nicfat mehr «ie bisher 
die Staatsprüfung Air den Eintritt in den S t aatacfieast ersetxt, wesfaidb 
seitdem so ziemlich jeder Jurist die Staatsprüfung aOen oder — wie 
dies heute immer mehr zur Rcigel wird — neben den R^oroaen und sofort 
nach denselben ablegt. 



b) Die Promotionen. 

Ak Endergebnis der strengen Doctorspriifungcn können die Promo- 
tionen nur den Gang derselben wederholen und bedürfen in dieser Beziehung 
keiner lirlauterung. Sic erreichen in dem betrachteten Zeitraum 1 848 — 98 
die Gesammtzahl von 1979, also an jShriichen IXirchschnitt 39*5. Dasa 
Uevon die Kfcluaahl auf die Juristen- und Medidiner-Facult8t cntflil^ ttgbt 
ach aus den bestehenden gesetzlichen Erfordernissen fbr den Gntritt m 
die Praxis der Advocatie bd den F.rstern, für die Uebung der Heilkunde 
bei den Letztem. Es entfallen denn audi von obiger Gesammtzahi an 
Promotionen atd' die RecfatsfacuhMt 1090 oder 55 auf die der Medidn 
6si oder 31*3^,» auf <fie phOoaopldBdie Facultilc 152 oder 77 *|,, auf cGe 
Theotogie 116 oder 5*9%. 

M 



— ISS — 

c) Preisfragea 

Der höchste Erfolg des Zusamroenwirkeos von Lehrer und Schüler 

■t die selbständige productive Leistuiij^ des Lelzt' rn. 1 Üese mogh'chst zu 
fordern besteht wohl ausnahmslos an allen Ho. :isi hul-n Uebuni^, all- 
jährlich in jeder Facultät abwechselnd nach den verschiedenen \\ isseiis- 
zwdgen Preisfragen auszuschreiben, deren Lösung neben der Llire der 
lUeriidien VerkOndigiiiig des Autora dnrdi den Rector Oberdies durdi 
besondere Ptttinien aiisgeneMwiet wird. 

An unserer Leopold-Franzens-Uiävieitttät wurde <fie Institution der 
Preisfragen bereits 1 860 einq^efiihrt, u. zw. mit Prämien von 2 1 o f\., hezw. 
von 105 fl. Durch eine a. Ii. Entschliessung vom 6. September 1884 wurde 
vorerst für die drd wehiidien Facultäten die Bestimmung getroffen, aus 
den UeberachOasen des von der Kaiwrin Maria Tberes&i gestifteten Aka« 
demie-Sdpendicnfondes jHhriidi 900 0. zu drei PacdtätspreiBen von je 
300 fl. für die besten Bearbeitungen der von den weltlichen Facultäten aus- 
geschriebenen PreJsfraj^(;n ;ils ..Theresianische Preise an der Innsbrucker 
Universität" zu verwenden. Für die thcolu|nsche Facultät erfolgte dieselbe 
Anordnung auf die besondere Anregung des Tiroler Luiditags, weldier 
b seiner Sitzung vom 1. Deoember 1885 aus der zur Dotirui^ der land- 
scfaalffichien Thereaianisdien I^ndatqiendien bestimmten Quote des Landes- 
fondes nun auch flir die theologische Facultät jährfich 300 A ftir die ,;gelun- 
genste Ausarbeitung der von der I*acultät ausgeschriel>enen Preisfragen" als 
,^dschaftüchen Theresianischen Preis an der Innsbrucker Universität" 
bestimmte. 

Nach dem fllr alle Facdtülen gleichlautenden Statut dieser Institution 

wird jährlich in der ersten Hälfte des Monats Juli von jeder Facultät ab- 
wechselnd nach den I'achgruppen derselben eine Preisaufgabe gestellt und 
veröffentUcht. Das Elaborat muss längstens bis 1 5. October des nächst- 
folgenden Kalenderjahres überreicht werden. Die Bewerbung steht jedem 
In» oder AudMnder frei, wddier b dem der PteisaiisBchreibung folgenden 
Studienjahre entweder als ordentlicber Fförer inscribiert ist, oder, wenn er 



m dem eben abgelaufenen Studienjahr das Absuiutorium erlangt hat, noch 
ab ausserordeatliGlKr (ttrer der Facuteit angdititt. Dodi kann diese 
Bedmgui^ durch BesdihiiB des Professoren-CollegHuns von Pal m FaH 

dahin abgeändert werden, dass auch Bewerber zugelassen sind, weldie das 
Absoluton'um der Universität Innsbruck bereits früher, jedoch l:iii;::'Stens vor 
zwei Jahren erlangt habea Die Preisarbeiten sind nach der allgemeinen 
Uebung unter einem Motto anonym einzureichen, und mit dem von der 
Facuhat gcoäiaagtm Gutaditen der FadicomimaattMi dem Redor m 
ttberrnftteln, wddier den Autor der ab prebwUrdig ericannien Arbeit nach 
EröfTnung des versiegelt beigeschlossenen Namens in feierlicher Sitsung 
verkündet und demselben den Preis zuerkennt. Bei mehreren in gleicher 
Weise als preiswürdig befundenen Arbeiten können entweder zwei Preise 
zu 1 50 iL, oder bei verschiedenwertigen Arbeitea ein Pkds zu aoo fL und 
ein Aooesst von too fl. sutgesprocfaen oder auch nur einer dieser nundem 
Fkcbe verKdien werden. Die nidit zur Verleihung kommenden Preise 
verfallen zu Gunsten des Therestanischen Stipendienfondes. Ueber den 
ErfoljT der Preisausschreibungen ist dem Ministerium fiir Cultus und Untere 
rieht jälirüch ebenso Bericht zu erstatten, we über die gelieterten öeminai^ 
Arbeiteo der Facultiiten. 

Nach der im Anhang gegebenen Tahdb la Uber dieLösung der IVeis- 
au^aben an unserer Universität vom Jahre 1860—98 Seferte die dieolo- 
gisdie Facuhüt die liOcliate Zahl der eingelaufenen Arbeiten, nn Gänsen 54; 

somit in der Zeit von 38 Jahren im Durchschnitt jKhrSdl I— S selb- 
ständige Versuche dner wissensdiaftlicben Arbeit 

Der theologischen Facultät zunächst kommt die phitosopliische mit 
51 Arbeiten. Die rechts- und staatswissenschaitiiche Fncultät erreicht tlie 
Zahl 27, die medicinische nur die Zahl 10, welches ungunstige Ergebnis 
zum Theo durch das spatere Eintreten dieser Facuhät in die Bewerbung 
mit ihrer Ertkhtui^ im Studienjahre t869j70 eridärt winL- 

Die veradiiedeoe Oiganbatk» der Facdtaten, die vorwiegende dieo- 
retbche Richtujig des Absolventen bei der dieologisdien und phSosophischen 

ir 



— 134 — 



Facidtitt:, dag^ien die mdir pracdache der Jtic^inideni und MedkjD nuiM 

fad der Würdigung dieser Zahlen ebenfalls berücksichtigt werdea 

Immerhin hab«n sich auch an der Innsbnicker Universität die Preis- 
Iragen als eine wiriisame Anregung und ;üs gute Probe künftiger TUchtiglceit 
erwiesen. Aus den preisgekrönten jugendlichen Autoren gieng dne statt» 
idie Rdhe späterer vortrefflicher akadfinMBcher Lehrer und berühmt ge- 
wordeoer Foncher hervor. 



T. Hateridle Farderung dar Stodierefidea. 

a) Befreiung vom Collegiengelde. 

Vo:i .\ltt rs her war es an den deutschen Universitäten als sociale Pflicht 
erachtet. 1k_7;.i1 ticn-n .SiiuijrTcnden aus den niederen und mittlem Schulen 
das Auisteigen an die Unis'crsitat, das Universitätsstudium durch materielle 
Unterstützung und Förderung maitnigtacher Art zu ermöglichen. Obenan 
unter diesen Mittein stand von jeher der ganze oder theihreise Eriass des 
Collegiengeldes, wdches dem armen Studenten als die erste adiwier zu 
beschaffende Ausgabe erscheinen musste. Dass auch die alma mater in 
Innsbruck in dieser Uebung iiinter ihren Schwesteranstalten in und ausser- 
halb Oesterreich nicht zurücksteht, beweist der tabellarische Ausweis des 
Anhangs (Tabelle 13). Waren doch nach demaelben hier bd Annahme der 
höchsten Durchschdttsrreqoenz von 800—1000 Inacriptionen im Durch- 
schnitt 2 5 *|g der Studenten von der Zahlung des Collegiengeldes ganz oder 
halb befreit. Ja, die genaue Zahl dieser Befreiunj^jen steis^^t rnrhrm.ils bis auf 
die Höhe von 33 '{3 "j^ und darüber; die höchste Zahl ist im Sommer- 
semeater 1873 mit 335 Befreiungen bd einer Frequens von 596 HUrera 
errddit. 



Die bdden angremenden Wintenaaeaier t87i|7a und iSjifji 

ergaben je 331 Rt^frrlnngen: von 1866 — 76 osdllieren alle Setnester um 
die Zahl 300; die Jahre vor und nach dieser Periode bewegen sich um 
die Zahl 200; nur ausnahmsweise sinkt dieselbe in den Studjenjahren 
1S53 — 57 uniier 100. Dios glt aindfags ilr die GaunoMnlil der Be> 
fraungen; die dmdnen Parndtateo paiticqNeren» dann in dnem sdv ver- 
schiedenen Verhältnis. Obenan sieht hierin die theologische Facultäl, an 
welcher :d!"rdings bis zum Studitiijaht i^'75|76 überhappt kein CoUcgiengeld 
vorgeschrieben war; ordentliche wie ausserordentliche Hörer waren befreit 
Mit dem Wintersemester 1875I76 beginnt darum m unserer Tabelle ein 
neuer Ahsdmitt. Von 167, d. L von der Gesammdidt der ipco jure 
befreiten theoktgiMlien Hürer des Sommersemesters 1875 sinkt die Zahl 
der Befreiungen fm Wintersemester '875I76 plötzlich auf 32, um in den 
folgenden Semestern unablässig steigend bis iSSg'go wieder auf die Zahl 
von 135 Befreiungen zu gelai^cn, und in den folgenden Semestern sich 
ncn^gstens um die ZaM 100 zu bewtgeoL 

Der theobgisdien Faoiltiit ninkdist stellt in «fieser Förderui^ armer 
Studierender die philosophisdtet o. zw. nicht nur im Verhältnis zur 
Gesammtzahl ihrer Inscriptionen, sondern auch in dem Verhältnis der 
Befreiungen vom ganzen Collegiengeldc zu jenen von der 2^ihlung der 
Hälfte desselben. Denn während bei der PiiOosophen-Facultät die ganzen 
Beftciui^ die RsgA bilden, tibenriegft bd der Juristen-Facultiit 
kehrt die halbe Befreiung die Zahlen der ganaen. Bei der medicinischen 
Facultat dagegen halten sich beide Artf^n d^s Erlasses der Conegiengel<l- 
zahlung anfangs so ziemlich das Gleichgewicht, bis auch an dieser l'acuität 
schliesslich die 2^ahl der halben Befreiungen jene der ganzen um ein Be- 
deutendes ffbeR^[t. 

Für die Periode seit 1875I76, mit wddtem Jahre die Colegiei^fdd« 
Pflicht an der theologischen Facultat beginnt, ergeben sich bezüglich der 
Befreiungen an den vier Facultäten folgende interessante Vergleichs- 
werte: 



— 126 — 



Theologen ' Juristen 


M e d 1 c i 0 e r 


Philosoph en 


ganz 
befreit 


halb 
befireit 


ganz 
befreit 


halb 
bobcit 


ganz 
befreit 


halb 
befreit 


ganz 

befreit 


halb 
befreit 


4364 
oder 


62 
oder 
«•4l, 


493 
oder • 

29-6 


j 170 

Odflf 

70*4 1 


oder 
28-8 «1, 


5S3 , 
oder 1 


1 122 
oder 
90f6«|, 


117 
oder 
9-4 % 


zusainm. 4426 
d f. 3^3 «j, 

derFacuhätshörer 

und 54-3 "0 
der [befreiten aller 
4 Facultaten 


£usamni. 1663 

derPacuhStshörer 

und 20-4 \ 
der Ik-frcitcn aller 
4 Facultaten 


zusamm. 819 

derFacuItätshlirer' 

und 1 0 0 "lij 
derBcirrit: Ii aüer 
4 Facultaten 


zusanun. 1239 

d l «17 In 
derFacuhätdiöier 

und t5-2 % 

(Ut lirfreiten alkr 

4 Facultaten 



b) Stipendien. 

Nächst der Sch\^'ierigkeit der Beschafliing des Collegiengddes ilt es 
vor Allern die Scir^e für Wohnung und Kost, weicht- den armen Studenten 
bedrückt, ihtn die v(in einem Goethe als Bedingurj^ aller geistigen Arbeit 
gelorderte Freiheit des Geistes und Geniütlics von drängender Sorge trübt. 
Es ist danim an den deutadien Hochschulen in Studenten-Convicten und 
groasartigen Frdtiadi^tiftungen diese schwere Sorge Mir Wohnung und 
Nahrung von dem Nadiwudis der Studierenden aus den ärmeren Voiks- 
klassen möglichst genommen: gerade dieser Nachwuchs ist in keinem Volke 
zu entbehren, er stellt, wie schon bemerkt, die social so bedeutsame auf- 
steigende Kbssenbewegeng in idealem Snine dar. Es tritt danm an der 
heutigen Unversität nnner a%enieiner das Streben hervor, die ake Insti- 
tution der Bursa acadenuca in der modernen Form des Studentenheims 
und der Mensa acadejnica wieder einzuführen: ein Bertr*"ben, welches bei- 
spielsweise heute Dank des etilen ZusamTncnwirkeiis von Lehrkörper und 
Studentenschaft und deroi Angehörigen, und von Gemeinden und Spar- 



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kassen in Stadt und Land für die national bedrängte Jugend der alten 
ehrwürdijjrn Carolina in Prag bereits in wiihrhaft grossartigem Massstab 
zur That geworden ist. Schon in dem Einen Jahre 1 898 langten Spenden 
im Betrage von 36.000 ü. ein, mit deren Ililfe ein Studentenheim mit 120 
Wohnungen, 40 FfdpBitien, einer grOsBeren AmaM Fiddadie und 
der Betrieb einer roema acadenwa m einem um 50x>oo fl. dazu angekauften 
und adaptierten Hause eingerichtet wurde AUe diese W' o!t;i!irts'»i!irichtungen 
sind durch eine hiefür j^cbildctc Gesellschaft durthgeführt worden. 

Derselbe Gedanke ist in Wien durch die hochherzige Initiative des 
unter dem PhMectorate des Herrn Endierzogs Rainer stehenden mA^tI- 
Vereinest der Universität in der prakdKhen Weise venriiklidit, dass 
seit dem März 1 884 zwei Häuser in das Eigenthum des Vereines erworben 
wurden. Dieselben bilden heute, für die Zwecke des Vereins adaptiert, in 
Eins vereinigt und durch Zubauten vergrösscrt, das grosse Vereinshaus, 
ipddies im Volksmunde a%emein als ,3tadentedieim' bekamtt ist; Ificbc 
wen^er als 143 gesunde, lu/ldge Wohnungen ermöglichen es dem ärmeren 

Musensohnei in einem traulichen I leim, unbelastet durch Sorgen um die täg- 
liche Existenz seinen Stmlien ulj/ulietjen, frei auch von den vielfach slörenden 
und hemmenden Umständen, welche die Wohnung in l'rivathäusern, mitten 
in fixmden Familienverhältnissen und in lärmender Umgebung von Handwerk 
und Verkehr aller Art nüt sieh bringen. Noch im Jahre 1893 war das Wiener 
Studentenheim mit einer Hypothek von 35.000 fl. belastet und der Verein 
nicht in der Lage, seinem eig'Tien dringenden Wunsch nachzukommen und 
auch die Verkostigung in täglich r 43 Freitischen zu besch.uTen, um seine Jünger 
von der Sorge und Belastung durch Lectionen zu befreien. .Mit 3000 A. be- 
rednet der äitaressante Bericht von 1895 die Stiftungssumme eines Preüiscbes 
mit ganitifgiger VeqiAqgung im Studentenheim fiir immerwähreode Zatea. 

Nach den Facultäten entfielen schon im Jahre 1892I93 von den im 
ganzen Studienjahre verliehenen 286 Freiwohnungen rS^ auf IMediciner, 
65 aul Juristen und 38 auf Philosophen. Nach der Confession kamen aut 
katholische Studenten 348 Wohnungen, auf bradben 34, auf griecfaiscb- 
kathoÜBche Studenten 4. Nadi der Nationalität eriiidten 304 Deutsdie gegen 



— 128 — 



35 Slovenen, i8 Tschechen, 15 Polen, 6 Italiener, 4 Ruthejien, i Ungar 
Wohnung. Es wurden sonach alle Nationalitäten und alle Kronländer 
bedacht, darunter Tirol, Steiermark und Kärnten mit je 6 Freiplätzen, 
Mithieii mit 65, Böhmen idt 40, OberMerrenrddi mit 33; dagegen wurde 
^Gederö8tecreich selbst nur mit 30, Krain und Schlesien mit je 26, GaKden 
mit 17, die Bukowina mit 13, Salzburg mit 7, Vorarlberg mit 2 Frd- 
plätzen bcthcllt. Der Vertnögensstand des Vereins betrug in dem Studien- 
jahre 1892I93 107.748 fl. 

Nach dem Jahreabericfat fllr 1897I98, dem 35. des Vereines, hatte der 
VenniJgenaitand bereitt 195^00« Gdden omidit Davon waren 52.109 fl. 
in sicheren Papieren fruchtbringend angelegt; 136.486 fl. sind der einge- 
stellte Bau- und .Schätzungswerth der zwei vierstöckigen Häuser des Stu- 
dentenheims sanunt Inventar. Miezu kam der besondere Verkustigungsfond, 
io das» im JubiKlumamonat d. |. an eigenen Hdro auch die roema aca- 
demica ihren Beginn feieni lH>nnt& Und damit auch die nfithigen Studten- 
und Bildun;; ' rh^jfe der sorgenfreien Existenz im gesunden Heim nicht 
fehlen wurde durch eine hochherzige Schenkung der Grundstock einer 
Hausbibliothek Air Juristen und Medianer gelegt, welcher voraussichtlich in 
nidit XU ferner Zulcunft die Ergänzung und Vervdbtiindigung nach allen 
noch gewUnachlien Riditungen folgen wird. Mit diesen achOnen Mittdn 
konnten im abgelaufenen Studienjahre 1 897(98 bereits 293 Freiwohnungeo 
aut die Dauer des Semesters verliehen und ebenso mft der dieselben «T- 
gäiuendei» Freitisch-Stiftung begonnen werden. 

Noch grossart%er ist aDerdinga die bstitutian der Freitisch-Stiftungen 
von Alten her in Deutaddand gepfl^ FUr die Unhrerdtat Halle s. & 
atdte schon ein Privilegienerlass von 1697 an 36 Freitisch-.Stiftungen der 
Stände von Mapdchnn^ und Halberstadt für die künftigen Stinienten in 
Aussicht. Deren V'ennchrung wurde durch eine 1704 angeordnete Kirchen- 
collecte für sogenannte „Künigb'che Freitische" erzielt, so dass an der 
jungen Unräershüt berefts 171« an 156 Freidadie gesichert waien. Pro- 
fessor Conrad «igt an einer Tabelle setner interessanten iJSfaitfatgt der 
Uonersitat Halle während der zwei Jahriiunderte ihres Bestdientf' (SqMuat- 



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abdruck aus der Jubiläumsfestschiift dieser deutschen Hochschule 1S94) 
zahlenmässig, dass im Jahre 1825 für Freitische in Halle 13^63 Mark, 
im Jahre 1893 dagegen gerade das Doppelte, d. i 28.175 Mark auf- 
gewendet wurden. Noch stärker war der Betrag der gewährten Gdd- 
stipeadien in diesem Ztitraume von 13.761 auf 31.755 Mark gestiegen, so 
dau der GesammtaiilWand für Studenten-Unterstützungen in dieser Periode 
von insjjesammt 31.929 Mark auf 63.616 Mark gelangte und trotz der 
Zunahme der Studentenzahl pro Kopf anfangs nur 32 Mark, 1893 je 
4 1 Mark entfielen. Doch macht Conrad hiezu auf den gesunkenen Geldwerth 
und die bedeutend gestiegene Lebensflllining aufinerksam, gegenüber wdchen 
Momenten ob^e Ziffern eher einen Rückschritt bezeiduien. ADerdü^ aind 
indes.sen in Halle nach demselben Autor auch die Zuschüsse von andern 
.Scitt-n um (-in Bwlf-iitentlrres ffestiVgen, werui dieselben bisher auch nicht 
samnitlich übermässig sachcr zu steilen waren. 

b gaos Preuscen wurden an to Univeraitäten im Jahre 1885(86 an 
Staats- und UdversitXtsstipendien 334.629 Mark an 3320 Studenten, d. l an 
16*4 der tnscribierten 13.539 Studierenden je 150 Mark durchschnittlich 
an Unterstützungen gewährt. An den 8 ausserpreussischen Universitäten 
dagegen (die Universitäten Ldpzig, Strassbuig, Tübingen ausgenommen) 
waren an 866 oder ivs^ der 837a Studierenden 147.901 Mark oder 
170 Maile durdiadinkdicih an UnteratUttungen vertfaeilt worden. 

Im Kön^rdch Sachsen werden noch ausser den von der Universität 
verwalteten und vergebenen .Stipendien jährlirh von den verschiedenen 
Städten 48.343 Mark an Stipendien verliehen, welche ausschliesslich eiflp 
gdioceoen SadiMn ni Gute laaninea Daneben verkltt die Umveratat 
Leipsfg adbst und allein jührBdi 153.000 Mark Sciftuogsgelder. h 
Güttingen werden inagesammt jährlich 184.552 Mark Stipendien ver> 
geben, von welchen 325 .Mark aus den Uiiiversitätsfonds-Slipenilien, 
der grosse Ueberschuss dagegen aus jährlichen Leistungen der Provinz 
Hannover und der reichen Städte Bremen und Hamburg, total 133-237 
jülufich tär die hannoveranisdien und haneeaifwhep Studenten ausgexaUt 
werden (c£ Cbnrad, L c; und Lens, JSk deutsdien Udverntüten*, 1893). 

1? 



— IJO — 



An unserer Universität Innsbruck, welche an Frequenz der Studie- 
renden, wenn auch nicht an dar Zahl der Lehrenden mit Göttinjrrn in 
die Schranken tritt, sind in der VerwaJtung der Universität selbst, wie 
in jener der k. k. Statdialterd und dei tiralMhen Landeaaiiatcbusses nach 
der Taliele 14 aek 1869 S^pendien m Geaammtbetrage von wdt über 
tarnt haäxa iWXkm GnUen veriiehen wordca 
Hievon entfielen in den Jahren 1869198 

auf die theologische Facultät an 236 Stipendisten 18489-28 fl. 
„ „ juridische „ „ 3058 „ 24 1.59576 

„ » medidniadie „ „ 2354 „ 193.32209 „ 
„ « phikMophische „ „ 1690 „ 118.10047 n 
aomk von 1869—98 total an . . 7338 Stipendiaten 58i.5o7'<o & 

El iat dies onstreit^gf eine ganz groaaactige Summe; aber verdieik auf 

einen Zeitraum von nahezu drei Decennien vermag sie den Vergleich mit 
drri lahrf'iStiiKrrKÜeii fi^-r rsicht grösseren hannovcraiiischcn Universität nicht 
ausiiuhalten; denn gegenüber obigen 184.552 Mark oder 11 0.73 rj fl. von 
in Göttingen jährlich verliehenen Stipendien kommen m Innsbruck aus 
der Gesamnilsumme obiger 29 Jahre nur aav05i'9 fl., abo noch nicfat \ 
im jiduüchen Ourchsdiokt zur Verleihung; das gibt 79*2 il auf den Kopf 
der jährlich betheiltcn 253 0 -; Stipn-ndisten onoerer Uiüversität; u.Kiir. paiti- 
c^ierte daran nach obigen Zahlen: 

die theologische Facultat mit 3 0 "j, 

, juridisdie „ , 4i-5«|, 

„ medkidsdie „ » 33**1« 

« phSosophtscfae „ „ i2'S% 

im Durchschnitt obiger Jahre. Der Vergleich dieser Antheile mit der 
Durchschnitts- l'Vequenz der Facukäten in der oben abgegrenzten Periode 
ergibt skh aus den hiefür aufgeAihrten Tabellen des Anhanges von selbst. 

Andeceneiti kann auch die Innsbmdcer Unhrersitat auf em Stipendium 
hmweiiea, wddies bis vor die Zeiten des obckierten Privilegien-'Eilaases 
der Unversittt Halle mrOdaekfaC Es ist die Studenten- Stiftung des 



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Erzherzogs Maximilian aus dem Jahre l6l6. In diesem J;ihre 
stimmte der grossher/.ige Spender die für jene Zeit bedeutende Summe 
von jährlich 1 30 Gulden zur V'erthdlung an die 30 Schüler des damaiigen 
Niko]ai-Hau9-Convicts in Innibrudc DaAir Obenudimen die Sripendiiten 
linier Anderem dieVapflicIttmig, dem von dan Erzhenog in der hnabnidcer 
Piairkirche zu St. Jakob gestifteten JatungOttesdienste beizuwohnen. Diese 
älteste der Innsbrucker Studi' n-St:ftungen wurde in der Folge den Univer- 
sitätshörern und den Schulern des Gymnasiums in Innsbruck zugewiesen: 
und rwar erhält jeder der Stipendisten nach Erfüllung der stiftsmä&sig Über- 
nommenen Veqjfficbtungiai den Betrag von 4 0. so kr. durch die Univer- 
sitäts-Quästur ausbezahlt Den obbezetchneten Jahresbetrag hat heute die 
hiesige Pfarrkirchr selbst zu leisten. Ausserdem besitzt die Stiftung ein 
eigenes Capital von gegenwärtig 1S74 fl. 73 kr„ dessen Verwaltung und 
Verleihung sdt dem Jahre 1 88 1 dem akademischen S«:nate überwiesen ist 

Dann reibt sich ab nächste ähcre Stiftung das von don 1736 ver- 
storbenen Akademiker Josef v. Tschiderer erriddieiie Stipendium im 
Betrage von 500 fl. Die jährBchen Zinsen dieses Capitals sollen fiir ame 
kranke Studierende der Universität Verwendung finden: also die erste 
Kranken-Studenten-Stiftung, welche grössere Nachahmung verdiente, wie 
sie an anderen Unversiläten, so s. B. an der beulten deiitachen Univenittt 
m Prag in der von dem berühmten Arzt Profcsaor iCrombhdz errichteten 
groaaartigen Krankenstiftung ftir arme Studierende in wohlthätigster Weise 
wirksam ist Die Verwaltung unserer v. Tschiderer'scheti Krankenstiftung 
erfolgt seit 1 88 1 ebenfalls durch den Senat, welcher jährlich im December 
Uber die Verwendung der Zinaen boadiient. 

Nach dieser ttkesten Krankenstiftung der LeopoMina find der woM- 
thätige Gedanke erst wieder seine Aufnahme im Scho.vse der Studierenden 
der hiesigen Universität selbst im Jahre 1850, bei Gelegenheit einer 
Theatervorstellung derselben. Der Erlös sollte für die Stiftung von 
Krankenbetten armer Studierender im hiesigen Krankenhause verwandt 
«erden. Gleidueit^ «ridmeten demselben Zwecke die ehema%e Quino- 
GeicMschaft a a, ihre Beitraget •<> daM sidi alnddilich eb Fond von 



— IS« — 

IOI2 f1. 50 kr. ansammelte. Weil aber die ursprüngliche Absicht nach 
den gegebenen VeriiidtniHeii dcht divdifllliiinr schien, wurden nach 
Senatsbeschlu» vom 27. November 1863 die lahrfidien 2Dflen dieses 
Fondes Usfaer regelmässig dem akademischen üntentUtaiogsvereiD air 

Unterstiit/iiiifj anner erkrankter Studierender zugewiesen. 

Im Jahre 1S73 erfolgte i\ir Förderung der chirurgischen Klinik die 
Lrrichtung einer eigenartigen Sdftuog Air diii^ge Kranke in der soge- 
nannten j^pindlef'sclien Stiftung* mit einem Catpita] von joo fl, vom 
dessen Zinsen laut Stiftsbrief vom 34. November 1873 armen Kranken 
dieser KL'nik die Reisekosten ersetzt werden sollen. Die VerdieOung der 
Stiftsgelder erfolgt durch den Vorstand der Klinik. 

Eine andere Stiftung wurde von Freunden des verstorbenen Univer- 
8itäts>Profes80cs P. Beniiins Mayr in Stiftbrief vom 28. Juli tSaS mit einem 
C^iital von 1450 fl. erriditet, um das Andenken dessefcen ta eriaalteo und 
zu ebrea Dieselbe soll Studierenden der phitosophiBchen Facufttt im- 
liehen werden, welche aus einem inländischen Gymnasium an die hiesige 
Universität kommen; in Ermanglung philosophischer Bewerber kann das 
Stipendium auch an Schüler der beiden leUten Classen des Innsbrucker 
Gymnasiums veriiehen werden. Das heutige Stiftungscapital beträgt 1 745 fl 
51 kr^ der jühriklie Sdftungsbetrag 70 fl. so kr. Die Verleihung steht 
dem akadenÜBchen Senat za 

Ein sogenanntes „L'nivfrsitäts-. Studien- .Stipendium" von gegenwärtig 
45 fl. 20 kr. jährlich, mit einem Stiltiui^scapiuil von dermalen 1 200 fl. 
66 kr. entstammt dem Reinertrag von 500 fl. aus dem L'niversitätsbaüe 
vom Jahre 1871, vermeihrt durch wdlere 500 (L, wdche der jubw Hofirath 
von Ebner im Jahre 1874 für den g^cfaen Zweck eri^te; und durch 
80 fln wekhe dsa Ballcomite des akademischen Gesangsvereins im Jahre 
1875 dem ursprünglichen Fondc hinzufügte (cf. Stiftsbrief vom 1 3. März 
1871, 18. November 1S74 und 8. Juli 1.S75). Auf dieses Stipendium 
haben Studierende aller f acultaten Anspruch. 

Zwd weitere StipemSen-Stühiqgen entstammen dem Kreise diemal^fer 
Ldirer der hnsbnicker UuimsiUt Die Em^ die grossart^ Professor 



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Karl Beidtefsche Studenten-Stiftung, nach letztwilliger Veribg^ui^ 
des am 6. März 1^9;^ in Innsbruck verstorbenen Professors der luristen- 
Facultüt Karl Bcidtei mit der Summe von 1 20.000 tl. dotiert, soii in jahres- 
Slipendien von je 300 fl. an dürftige, flügge tiod flensige Reditdiörer der 
hieflgen Umveraitae vergtixn «erden. Die Zebl dieier Stqpeadien irt 
gegenwärtig 13; sie wird sich bis auf 1 6 erhöhen, sobald die letzten Raten 
der darauf lastenden Erbsteuer berichtigt sein werdea Die Verwaltung 
dieser reichen Stiftung ist laut Stiftbrief vom 26. Juli 1895 einem Cura- 
toriiiRi der drei rmgülteaten Mitglieder des Collegiums der JuriMenp 
Faculttt übertragen. 

De^gleicfaen wurde von dem einstmaligen Ihnibrucker Professor der 
rechts- und staatswLssenschaftlichcn Facultät, von dem Regierungsrath 
Hermann Ignaz Bidertnann letztwillig seine gesammte Bibliothek unserer 
Universität Whtrrlimm mit der Beadnunung, aus deren EdOe eine Studenten» 
sdftuo SU erriditen. Ab Er^bmxg bestimmte der StSker testamentarisdi 
noch dn Substitudons- Capital von 5000 fl. Die Bibliothek wurde vom 
Unterrifhts-Ministeriuin angekauft und der hiesigen Univcrsitats-H:b]iöthek 
dngercüit. Der reine Krlos betrug nach Abzug der namhaften Kosten 
fUr Drucklegung des Katalogs u. s. w. 1300 fl. Der gegenwärtige jähr- 
lidie Sttftunfsbeb^ fat 54 A 60 kr. Derselbe nt laut SttMirief vom 
10. ^Inner i80 an einen dürftigen eaqgeborenen Tiroler Studierenden an 
einer der drei weltlichen Facultäten von Innsl'ruck lu vergeben, welcher 
sich durch gute .Stiulienerfoli^e bemerkbar macht. Die Auszahlung soll am 
feierlichen Rectorstage erfolgen und jährlich abwechselnd eine andere der 
«eihlidien Facultüten an die Reflie kommen. Dodt ist den mSnnKdien Nadt- 
kommen der beiden Nefl» des Stifters im Falle der Würdigkeit aowol fttar 
Bire r.ymn::siril- nh l'niversitäts-Studien das Vorzugsrecht eingeräumt. 

Anderweitige Stipendien an der Leopold-Fraazens-Universität sind die 
durch die Munificenz des Monarchen anlässlich der 25. Wiederkehr seines 
Vermählungstages aus dem a. h. Privatfonds .gestifteten drei Fnns-Joseph- 
EEsabedi-GoIdatipento su je 300 0, wekfae von Sr. Majeatüt selbst 
verfieben iserden 



Ferner wurden durch eine ;i. h. Entsdiiic&sung vom 15. October iNSo 
die bndeafliratSdien Thefcdaiuidien Akadanie -Stipendien neu geregelt, 
und die ZaM derselben auf 70 festgeaatti hievon aüid ao mit dem Jabres* 
betrage von 300 E, 20 mit je 200 f\. und 30 mit je 100 fl. systemisieit. 

Die ersteren 40 Stipendirn sind der Innsbrucker l iiiversif it in df:r Weise 
vorbehalten, dass auf jede der drei weltlichen Facultaten ic 6, Ik.-z\v. - von 
jeder Kategorie entfallen. Die mit joo fl. bemessenen 1 heresianischen 
Stipendien, sowie die noch aus den dienudfgcn Studenten »Convieten 
ef B b q gtc a sogenannten Rq«e1haua>, Nicolaihaus- und Muaik- Stipendien 
können auch an Gymnasialschüler vergebeji werden. Diese landesfiirst- 
lichen Stipendi'-n stchf-n in dct Verwaltung der drülischen Statthalterei ; 
doch ist den Professoren - Coliegicn das V'orschlagsrechi eingeräumt. Be- 
dingung des Erwerbs ist die tisterreichische Staatsbürgerschaft. 

In Verwakunig des Tiroler Landes-Aussdiuases steht em OpcrationB- 
Züglings-Stiiiendium ni jähifich 315 A, femer zwei Stipendien für Medianer 
au je 300 fl. und flinf Stipendien zu 210 fl.; diese Letzteren sind auch 
C)'mnasialschülem zugänglich. Auch mehrere P"amilienstiftungen für Univer- 
sitätshurer stehen in der V'erwaltung des Landes -Ausschusses. Das Ver- 
leibungsrecht ist gemeiniglich den Frafeflaoren-Cbllegiien vorbehalten. 

Ausserdem and auch den Innsbrucker Studierenden noch besondere 
Kronbndsstipendien und FanuKenatiftungen geiridmet; und das RdchskiKga- 
Ministerium errichtete überdies seit wenig Jahren besondere Stipendien ftir 
. .Studierende der Median, welche sich dem militär-ärztlichen Dienste widmen. 
Dieselben erhalten besondere Stipendien von je 300 und 500 fl. 

Nadi aOedero wvd auch an der Jnmbmcker Universität den duricigen 
aber belShIgteo und fleiss^ Studierenden nach KrSfien Förderung au Theü, 
indem ihnen sowol im Wege der CoOegiengeld-Befreiung ab mit Hlfe von 
Stiftungsgeldern das Studium ermogbcht, oder mindestens erleichtert ist 

Diese materielle Förderunj^ wird aber auch an unserer alma mater 
noch ergäiut im Wege der .Association der Kräfte von Lehrern und 
Studierenden und von Wohlthätem der hiesigen Btiigerschaft in den 
bestehenden Unterstlitnings-Verenea 



c) UnterstUtzungfs-Vereine 

Deren bestehen heute zwei an der Universität in Innsbruck. Der ahere^ 
der Hakflideinisdtft UntcntHtnnigsvcren^i datxrt Ben Statut vom si« Min 
1863 mit Atodaraogea vom 13. Fefannr 1864 und vom 9. Jul 1890b 

Deiadbe hat zum Zweck & UntentOtangr bediirfi%er Uanenitats- 
hficcr und Rigorosanten; diese letzteren jedoch nur «ihreod des ersten 

Jahres nach absoKnertem Universitäts-Studium. Die Mittel hiezu sucht der 
Verein durch die regelmässigen Beitrage von Studenten als ordentKchen, 
und von Privaten als ausserordentlichen Mitgliedern aufzubringen. Ausserdem 
nimmt er nocb aussergewöhnlkhe Zuflltaae aus Veraiiataltuag eines UdiU 
verBtiit<^aIle8, aus musikaischen Akademien, Vorträgeo u. dgl in Ausskht 

Nur die obgenannten ordentlichen Zuflüsse aus den MitgIieds«Beto4^en 
einschliesslich der laufenden Zinsen des Fondes dürfen zu IJnterstlitzungen 
verwendet werden. Leber <lie Unterstüizungswürdigkeit, sowie über die 
Art und die Höhe der zu gewalirendcn Unterstutzungen, welche dem 
Amtigdieimnis unterstellt sind, entscheklet ein Ausduisa aus 11 ocdent- 
fichen Vereinsmitigfiedem, wekbe in der Flenarversammlung' der ordentSdien 
Mitglieder auf ein Semester gewählt werden. Gleichzeitig bestimmt dwser 
Ausschuss den monatlichen Minimaihfitrag der ordentliclien Mitglieder von 
Semester zu Semester. 

Ist dieser akademische Unterstiitzungsverein den Studierenden aller 
Facuhäten zugäi^üch, so beschränkte der zweite dieser Vereine, welcher 
1^77 gegründet wurde, sein WMcen bisüier auf die Angeböf^[en der 
did weUfichen Facultflte«. Das 1885 abgeüodette Statut (fieaea Jünter- 
stütaaga-VerdM der diei wdtlichea FaoiltätenF' beatnimt den Zweck 
durchaus gleich jenem des akademischen Unterstützungsvereins. Dagegen 
unterscheidet es ganz bestimmt die Art der Unterstützungen in Form von 
Geldbeiträgen, in Vermitüung von Lehrstunden, in Zuwendung sonstiger 
Benefiäen, unter wekhen die BetheilMng mit SpeisemariEen ab Eraatz dner 
mensa academica sieb ab sdir practbdi e rwi ese n hat 



— T36 — 



Das Statut beschrankt niclu die Unterstutzunj;, wol aber die Mit- 
gliedschalt aut Angehörige der drei weltlichen Facultaten, die ausserordent- 
fichen HtSrer iabegriOen. Audi cGe Ehrenmitglieder können nur AUS dcran 
Mkte genOHtt werdea Auaaerdem aber kennt auch dieser Verein & 
ausserordentlichen Mitglieder des akademischen Schwester -Vereines unter 
dem Namen der I'"örderer, erfolge diese Förderung durch einen jalirlichi=n 
Geldbeitrag oder in anderer Weise. Der Minimalbeitrag der ordentlichen 
Mitglieder ist statutengemäss mit i fl. im Semester festgesetzt. 

Die Lekung des Veitns erfolgt eben&Hs durch oaen Ausaduw von 
II Mi^gliedeni, den Vontand und dessen SteDvertreter eii^nerechnet. Die 
Amtsdauer des Ausschusses ist dagegen nicht auf das hiefiir zu kune 
Semester sondern auf ein Jahr bestimmt, .'^uch in diesem Unterstutzung;s- 
verein entscheidet selbstverständlich der Ausschuss über die Zuwendung 
von Unterstützungen nach Massgabe der verfügbaren Mittel und auf Grund 
der eriiobenen Thatsachen der Dürftigkeit und Würdigkeit des Bewerbers. 
Ueber die ertheOien Unieratlftiungen und den Rechnungaabsdduss ist dem 
Senat der l'niversität an jedem Semesterschluss Bericht zu erstatten. Das 
Stammcapital u i.rde bisher in der Qnastur hinterlegt, und die verftigbaren 
Mittel über die Ferien daselbst auf bewahrt. Heute steht der Verein im 
Conto eo rr e u te-VerlEdir der Poat^iarkaase. 

Welches sind nun die Erfolge und Ergebdsse dieser beiden Uoter- 
stUtzungsverdne der hiesigen Studentenschaft!' 

Nach den Ausweisen des akademischen Vereines hatte derselbe von 
1863I98 — das Studienjahr 1S67I68 mangels Daten ausgenommen — 
eine Gesammteinnahme von 18.746 fl. 48 kr. und ein daneben auigesam- 
mekes Stananvermfigen iron 3600 fl.; dasselbe itt in Rente angelegt 

Der UnierstBtzungsverem der drd wdiBdien Facukflleo m aeic hn et 

vom Jahre 1877 — 87 eine Gesammtrinnahme von 9940 fl. 
in den Jahren iJ^q - — p8 „ ,, 9009 „ 

somit in diesen beiden Perioden totnl 18.949 fl. 
d. i. trotz der ob der mai^elnden Daten in obiger Reclumng auslallenden 
volen 13 Semester der Jahre 1887 — 93 gegenüber der Geaammtdhnahnie 



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— 137 — 



des üherai Unteratlttiungivereiaes dn kleines Mdir, wekhes mit RUctcadit 
auf die kürza« Zeit des Bestdiens auch durch den Ausfidl des Jahres 

l867[6S im akademischen Vereine nicht aiis^glichen würde. 

Der lünnahme von 18.949 fl. der beiden Zeiträiitne des jüngeren 
Vereins steht die Ausgabe von 12.738 fl. gegenüber, so doss sich ein 
Uebendus von 6sii fl. ergibt, weidier mit Zinsen und sonstigen Ver- 
staricungen heute zu einem Stamrocs^nUd von nmd 9000 fL angewadisen ist 

Die gewährten Gekhinteretübeungeo betrugen durch die beiden Perioden 
9593 ^ geGeferten Nachwdse ausserordentßdi lückenhaft sind, 

lassen sich keine weiteren Berechnunpen und Betrachlungen daran knüpfen. 
Beide Vereine haben den schönsten Wirkungskreis vor sich, und werdai 
sidier nadi den Er&liningen iurer bl8l»%en Thätigkeit künftighin audi 
in der Ausgestakung der an den deutsdien und Ssterreidinchea Unraer- 
utäten grösseren Umfanges g^flegten Frdtisdt- und Wohnungsbesdiafling 
für die ärmeren Commilitonen noch Grosses leisten, und so dnen immer 
höheren Antheil erwerben an dem Aufblühen der hoUhunigareidieni in der 
besten Entwjdduqg sldienden UdvenkKt der Lande Tiral und Vondbcig. 

Die matendte Föiderung der Studierenden dieser Unverdtft crfthct 
aber noch 

d) anderweitige Unterslül/ungen. 

.S() witirnet die Innsbrucker Sparkasse .seit dem Jahre 1891 jährlich 
regelmä-ssig den Betrag von 1000 fl. zur Förderung armer Hochschiiicr, 
mit der bd dem Mangel eines StuÜentenhdms doppelt woblthätgen Be- 
stknnwmg, diese UatetstUtnu^ vor AHem zur Bestrdtung^ der Wdimings« 
kosten anner Studierender m verwenden. Für die Jahre 1897 und 1898 
widmete die Sparcasse noch ausserdem 300 fl mit der Bestimmuqg'f laefllr 
Speisemarken für di'- diirftijjen Stmlenten anzuschaftcn 

IJer Tiroler i-^ndtag votirte sdt 1895 800, später 1000 fl. Air im- 
anatrikuGerte araie Tirbler Landeskander der hiesigen Udveraküt Des- 



— 138 - 



jSfleichen widmete der Vorarib«rjjer Landtaj^ von 1S95 — 97 den Betrag 
von 100 fl. für dürftige immatrikulierte Studierende aus Vorarlberg. 

Würden alle diese edlen Wohlthätigkdtsakte und Gaben mit den 
Einnahmen und Stanimcapitafien der beiden Studeaten>Unterstiltzungsvereffle 
syttematiach auf die HcfsteUung dhes efgcnen geaunden, nihjgeni wcU cia- 
gerichteten Studentenheims mit eigener „mensa academica" gerichtet, so 
wäre dieses Idcalzie) der alten und jüngeren Universitäten, wie das Beispiel 
der deutschen Universität Prag und das ältere des Asylvereins der Wiener 
Universität beweist, auch in Innsbruck n kitineeater PrnC endchbar, und 
faienut dh hoher AntheS an der Fördeninsr der Frequenz und des Studhnns 
an der heimbchai HodMchide gew o nnen. „Vmbus unitu^ könnte ao in 
Linsbruck ein Jubiläumswerk geschaffen werden, welches ganz nach dem 
hochedlcn Sinne des Monarchen noch den spätesten Geschlechtern von 
der idealen Fürsorge ihrer Vorfahren fiir die Nachkommen Zeugnis gibt 



VI. Staatmufmd für die Univeraitftt. 

Alle Culturentwicklung ist Verleinerung der bisher herrschenden und 
AusgestakuMg neuer BedUrinoae. Die uoauswdchliGhe Fo%<e <Beaer £vo- 
lution ist die Ste^rung des Bedarfs an ftffittdn zur Befriedigung des 

höhem Culturstandes. Auch die Wissenschaft, im Verein mit der Kunst 
und Tceliiiik selbst der wirk?;amste Motor sllfr f'f'istigen und moralischen 
Cultur, kann sich diesem Gesetz; nicht entziehen, hbcjiso fordert die fort- 
schreitende Vertiefung und Erweiterung unserer Erkenntnis stets grossere 
materielle MtteL Neue Lehffcanzehi fltr die neuen Wisseossweig^ neue 
Sammhngea und bstitut^ mit «fiesen sahireiche Neubauten und rationeUe 
Umgestaltung des Bettehenden erfordern einen stetig steigenden AuiWaod 
qunz be<;onders im ausserordetitlichen Budget der Unterrichtsvenvaltung. 
Die^e l'ordening macht sich gldchmässig in allen Culturstaaten geltend; 
und auch die hiefUr massgebenden Zahlen unserer Leopoldina erhalten 



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— 139 — 



Bedeutung und Verstaivdius erst durch ihre Einstellung in den grossen 
Rahmen der «gemeinen Entwickkiqg des modernen Staatn. 

Sehr Idirrach ist in dieser BeiidiiiQg die von Cbond (Jüiuvexaltäta' 
Studium" S. 234 fiC) aufgefiihrte Prog^ression der preussischen Universitäten 
von 1^97 aufwärts I)fe damals bestellenden \ner Unii'crsitäten Duisburg, 
1 lalJe, Königsberg und Frankfurt a. O. hatten einen Gesammtaufwand von 
26.200 Thaler. Ein Jahrhundert später, nach dem Hiiuutritt von Erlangen 
waren m bereits auTs Doppdte^ auf 60^354 Thaler gestiegea Ak die 
Udiveraitat Er&it «1 das Unteiridnabndget au^enoniiiien wurde, «ar da« 
Erfordernis an ordeotüdiem Aufwand 

im Jahre 1805 304'998 pTO Student 195 Mk. 

Die auf Anregung Wilhelm v. Hum- 
boldts erriclitete Friedrich 
helins-Unhpetaität zu Beriin wurde 
am 1 5. October 1810 eröffnet, und 

erhühte den Etat bis 1820 auf . 1,188.054 n n » 3^ 1» 
Im Decennium iS5<i|fin war das Er- 
fordernis ilurclwtluutüich . . . 1,476.669 »I, „ 309 „ 
Im Quinquennium 1871I76 war das- 
selbe durdisdinittEch 4426.73s n » n 5^' » 

Im Jahre 1882I83 allein bereits . . 5^913.334 « » « 483 „ 
EinschliessL'ch der aiisserordentürhen 
Ausgaben erforderte das (Quin- 
quennium 1871I76 im Mittel . . 6,858.423 „ „ 891 „ 
das Quinquennium 1876(8 1 im MÜtd 8,376.340 „ „ » 870 
und das Studienjahr i88a|83 allein. 7,593.024 „ n » » 
Und xwar betrugen die ausserordentlichen Ausgaben in dem eben auf- 
geführten ersten Ouinquennium .^/"l,,, irn zweiten 34%,, im Jahre 188 2)83 
22 "1,, des (jesammtaufwands; dagegen im Studienjahre 1869 noch nicht 
einmal 2 \ desselbea 

Die qgenen Einnahmen der UoneraitSten leisteten «8*^, der Staat 
72 \ des ordenlldien Bedarfs. Allerdings nahmen <Be Institute und Samtig 



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lungeii lüevon 44\ in Anspruch; zudem and die KrankenaoBtaken und 

Kliniken vor Allem zur Wohltahrt der Bevölkerung unmittrlbar errichtet, 
abo nicht alldn als .^Pflanzstätten der Wissenschaft" in Anschlai; bringen. 
Für säinmtJiche Universitäten im deutschen Reiche betrugen nach 



demselben Gewährsmann die ordentlichen Ausgaben 

im Jahre iSgijpa 194912913 NDc 

FDevon entfielen auf Berlin allein 9,476.786 « 

Die-ser Universität zunächst kam jene von Leipzig mit . 1,987.468 ^ 



Davon wart-n ebenfalls 7S vorn .Staate j^elcistct. Ebenso erforderten 
die Lniversitätcn iionn, Ciottingen, ilailc jede über i MiUion ivik.; Breslau, 
Königsberg, München und SoatAvaeg rekfalen mit 900000— i/mmooo Mk. 
Den gerii^[Sten Aufwand von 332.300 Mk. beampnicfate Rostock; alle 

übrigen erhielten von 500 — 900.000 Mk. 

Im Durchschnitt beschaffte der Staat Air preuss. Untverntäten 72*3^,» 

für alle übrigen ^^'Sl* 

des Bedarfs. 

Hiebei trfpbt sich wiederum die Thatsache, daaa trotz des hohen 
Etats bei der glddifitlb hohen Prequeoa auf je Bnen Studenten an den 
grossem Umversitlilen ein ge rin ge r er Mitttlbetrag entfiiflt 



So ergab BerL'n pro Kopf nur 489 Mic 

während derselbe Quotient in Göttingen, Kiel, Königs- 
berg mit über 1300 

in Glessen nahe an 1300 „ 

in Straaabuig auf 1068 , steigt 



WticdMirg ist in dieser fieadttiqg Beriin gleich, MUndien steht mit 
264 Mk. sogar darunter. AUe übrigen Untversitiiten bednrfien 500 bn 

900 Mk. pro Kopf der .Studierenden. 

Dagegen enttaUen von den Staatsausgaben aileiii an den preussischen 

Universitäten 592 Mk.; 

an aBen Obrigen 458 « 

auf Einen Studierenden. 



— 141 — 



Oer gesammte Lehrkörper beampcudite 
im Jahre 1891I93 . , ; 

(Iii- sä' hlichcn Aus}rabea ; 



7,773.736 Mit. oder 390^; 
7,839.808 , 39-5 



des ordentliche!) ICtats. Die Ubr^^en pecsOnliclKn Au^aben erfordectai 

4,300.379 .Mk. oder 21-5 "'„• 

Daneben erreichten die ausserordentlichen Ausgaben für Bauten und 
Einrichtungen an manchen UnnrenütSten tfe HHbe des Ordinariums; 
in IfaUe betrugen sie 1891I93 nodi immer SO^q, in Beilm 45% sUec 

ordentlichen Ausgaben. Allerdings bt-zicheo die deutschen Universääteil 
ziemlich hohe C-'oUegienyeliler, so d;i.ss in Bayern z. 15. die.selheu in der 
Periode 1869 — 72 voUc I3^||, sammtiicher I tiiversiiats- Hinnahmen aus- 
machten. In Tübingei» betrugen dieselben im Jahre 1875I76 sogar I5''|, 
der Einnalinien (iberiiaupt, und 2S'9\ aUer BesoUungen und Remuneia.- 
donen; ae «nd in der Pestschrift tSeaer Hodiscfaule vom Jahre 1877 mit 
85X>oo Mk. veneidinet. 

Wie stellen sich dem g^;enQber die Aufwandzahlen unserer üsler» 

reichischen Universitäten.' 

Das Coliegiengdd der acht Universitäten unserer Reichsrathslander 
betrug in dem Triennium 1889192 1,534.691; von 1894I96 im Durch- 
aduiitt müie an 530000 jäliriieli, davon in Innabnidc 189019t tiber 301AO0 (L 
oder 57 *|, dieser Geaammtsumme Dieselbe stellt im Jahre 1 890(9 1 einem 
Gesammtaurwand von 3r"2.vi.l3 fl* gegenüber, ergilM also eineQootevon 
I7*a für unser Coliegicm^'eld. 

Für das Studienjahr 1895196 stieg der Gcsammtaufwand. die onient- 
Edien und ausserordentlichen Ausgaben zusammengerechnet, nach unserem 
atadstiadiem Handbuch auf 3^91493 fl. Die Divdwchntts-Frequenx des 
Wintei^ und S om m a rsemesters an allen acht Uluversitiiten mit 15.910 
beredmet, ergibt auf den Kopf der Studierenden i2 5'6 fl. oder 37*^ Mk. 
gegen 708 Mk. des von Conrad auf den deutschen Studenten Ijerf cli- 
neten Quotienten der Gesammtausgaben der deulschej» Universilälcn von 
19,912.913 Mk. im Studienjahre 1891)92. 



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— 143 — 

Bei uns war der GaammtaulWand in demidben Studienjahre, den 
ordendkhen und ausaerontcndhlMn susammengenominen: 3^049.368 fl. bd 
einer Durchschnitts -Frequenz von 14445 Studenten, so daas in diesem 

Studienjahrf iii-i fl. der Gcsammtkosten auf einen Studenten eritheJen; 
d. i. 351-50 Mk.$ also ungePahr die hüüfte der Kosten des deutschen 
Studenten. 

Ndumea wir nach Obfgan das in» nadutliegcnde Stndienjalir 1895I96 
mit dem Geaammtaufwaod unaerer Unwe miütie u von 3,591492 fl. oder 

5,985.830 Mk. gegenüber der im statistischem Handbuch flir das Ende 
des Jahres 1895 bcn chnetcn Bevölkerung' der Reichsr.ithsländer von 
34,789.932 Einwohnern, so entiäüt von obigem L luvcrsitatsaufwand auf 
den Kopf dieMr Beviilkcninjf der Betrag von 0^14 fl. oder 0-23 .Mk. g^en 
von Conrad berechnete tya6 hlk. in Preussen, 0*31 Mk. in Bayern und 
0*28 Nile, b Frankreich. 

Betrachten wV <len! (>f eenuber die Summe des CoOegiengeldes als 
Entlastung des .^utwandsquotientcn der Studierenden, so finden wir stich- 
probenartig im Quinquennium 1877I81 bei emem HöchstMande dea Cot 
IqiiengeldeB mit durchachnittKd) 308.961 fl. gqneniiber 2,300400 fl. 

Gesammtaufwand eine Entlastung yun tyo^; im Studienjahre l88o|8l 
dagegen ;,ind durch das Collegit-ngcld von 2 12. 7,65 fl. bei 2^17,248 fl. 
des Staaisauiwands nur 7-8 "J^ des Letzteren äquivalirt. 

Bei einer durchschnittlichen CoUegiengdds-Etnnahme von 520.000 fl., 
wie ne die letitoi Jahre ergaben, und einem durdischnittlich StaatsaulWand 
von rund 3^00.000 fl., bietet das Erstere eine Aequivalenz von 18-3 'j,. 
Im günstigsten Falle sind also nahezu 20 oder des bisheritjcn durch- 
schnittlichen .Staatsaufwands für die Universitäten durch das Coü^engekl 
allein gedeckt. 

Rccluiet man den geaammttn persöofichen Aufwand flir die Jahres- 
gehahe der Professoren an albnmtilkhen acht Universitäten tiaaerer Rekfas- 
rath^ünder nach der l 'ebersicht über den gesammten Unterrichtsaufwand 

in dem statistischen Handbuch 189,^ mit 1,8^5.549, oder nach der durch 
die hochherzige Initiathre des Monarchen mit i. October 1898 erfo^en 



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Gehatar^ulieriing in einer ckirchschnittBchen Krhöhung von JjIj'^j not 
J446.900, so Ijlitlji- kiniftighiii bei einer CoUcgiengdd-Kiiinahme von rund 
530.00U fl. ein Betrag von 1,926.690 fl. durch dasselbe ungedeckt 

Betracbten wir die Univerntät nur ab den Gipfelpunkt des gesamtnten 
Unterrichtswesens des Staates, genährt durch den Nachwuchs der Gym- 
liasien und ergänzt in ihrer Culturniission von den Unterrichts- und Schul- 
anst-aiten alJer Kategorien bis hinal) zur breiten Urhasis Aller in cier Volks- 
schule, so erhnlten wir nach der citirten Uebersicht des Handbuchs 1893 
folgende, ganz aügemcin interessante Zahlen: 

Die Unverataten, die technischen Anstaben, die Hochschule fiir Boden- 
cuhur, die Bergakademicd, die hAhera Kuiutadiulen und adlMtätidigen 
theologischen Paadtilen, erforderten int Jahre 1890 an Studienfonds- und 

StaatsaiiTwand total ä. 4,906^34. 

Die Mittelschulen alier ^Vrt, Gymnasien, Realschulen^ 

Maddwnlyceen » „ 7,53695; 

Die ödentUchen Mdungs- Anstalten Ahr Lduer und 

Lehrerinnen » , »i750.453 

Die Handels- und Gewerl»es< hulen aller Art ... » » 2^061x564 
Die mittleren und niederen land- und forstwirtschaft- 

ficfaen Schulen , 1,066.589 

Sonette kau6nSiiniBche und gewerbüdie ForfbDdung»- 

schulen, niedere Bergschulen, nautache^ Münk- 

Gesangschulen, Hebammen- Anstalten u. s. w. . . k » 1456.62^ 
Die allgemeinen Volks- und Bürgerschulen .... „ „ 40,929 879 

Insg esammt . . fl. 59,707.701, 
60 das« der benmdere UnivenitätsAat von . . fl. 34)23.133 

des Studienjahre.s 1890I91 nur 5*06 "(g, 

oder Iff-i riini.l 6(j,< ir>< i.of f 1 Unterrichts - jXufwand gegen rund 3|00O|O0O 
ünivcrsitats-Erfordenii.s gerade ^\ des Erstercn beträgt. 

Betrachten wir in Uebereinstimmiing mit der heute herrschenden An- 
schautn^ das Unterricbtsbu^et auch alt die tineriassUdie Voraussetzung des 
HeeresbudgelBi so erforderte die ,^iitellectueBe Ausrlistui^ des gesanunten 



— 144 



Volkes nach \'on>tebeodein im Jahre 1890 mit rund 60 Millionen gegen- 
über dem liedarf von 143 MilKonen für die L;ind- und .S<irmacht desselben 
Jahres 41 •9'!,, das 5 iMiiüoneii-Hudget der Hochschulen aller Kategorien 
in demselben Jahre dagegen 3 4 "j, des HeerenufWands der Monarchie. 

Zu obigen 60,000.000 Gesammt- Aufwand ist Ubrigeos zur Ver- 
meidung irriger Aufihflaui^ su bemerken, dass der Staat unmittelbar 
hievon im Gänsen mir ungcAihr SiPOfMioo A, nach obcitirtem Ausweis 

genau 7,747.662 fl. 

baar beisteuert; denn es leisteten für die Hoch- und Mittel- 
schulen die verachiedenen StucBen- und SdntHbnde, Schul- 
gdder, Atiihahmstaxen, Landes-, Bearfca- und Gemeinde- 

bdträge 11,147.66a , 

Für die öffentlichen Volks- und Burgerschulen be- 
trugen die besonderen Einnalunen: 

aus SdwbermSgen fl. 5,739.363 

von Gemeinden- und Gutigebieien . « 111838.868 

von den Heurlcen » 8,524.718 

von den Ländern « 13,222.534 

vom Staate . „ 281076 

Foode und Uehendiilne „ 2410683 

SoMt^ Einnahmen . . . ..... 797 3' ^ ^ 43»8o4-548 > 

total . . 62,699.872 ft, 
so dass gerade die allgemeine Volks- und Bürgerschule, die elementare 
Bildungsanstalt der grossen Menge noch einen Ucberschuss von mehr als 
2,000.000 Uber den eigenen Bedarf von iast 4i,poao<H> ieferte, wahreod 
die Mittel- und Hodisdiukn nahezu ausnahmslos Zuschüsse erheischen. 

Betrachten wir dem gegenüber noch kurz den preussisdien Schul- 
aufwand. Derselbe betrug nach Conrad (Universitäts-Studium p. 230) im 
Jahre 18S2 nur für die öffentlichen Volks- und .Mittelschulen total 
101,016.623 Mk., während unsere 60,000.000 fl. — 100,000.000 Mk. nach 
obigem amdidien Ausweis dis gesammte B fl endidie Untenichtswesen im 
Staate um&asea 



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— US — 

Nach demidben Gewahrenuum leurteten in Fkemten die Staats- und 



Gemeindekassen und Patronate 

fiir Volksschulen 78,000.000 Mk. 

ftir höhere Schukn ♦ . . . 11,680.705 „ 

fOt C^nuiMien und Progytnnasien , 7i5<$5<964 Mk. 

Hör die Udvenitaten an orde nt liche n Auqfaben . . . 5^44.570 ^ 

und dmchEessIich der ausserordendidKn Ausgaben . . 7i593j034 , 
Conrad berechnet darnach 

die GeMmmtW das den Staats- und 
kostfa Sdmlgdd GememdemfwaDd 

«ir I Kind der VdksMdiute mit 83«3 Mk. 3 Mk. tS Mk. 

flir I Kind der böberen Scfaul- 

anstaJten mit .... i66'0 » 79 « 7^11 
für I Gymnasiasten und Pro- 

gymnaslasten mit .... 1740 „ 8j ^ So „ 

ftfar lUnvenitats-Studeateaniit 64t'o „ — „ 464 » 



So tragen auch in Ftaiaaen trie'in Oeaaerrddi Staat und Gemeäide 

gerade llir die Mittel- und Hochschulen die grösseren Lasten, während 
die Volksschule die «geringsten Beitrage erhält. 

Conrad identiticirt nach den Verhaltnissen der preussischen Ivlittel- 
und Hodttcbulen die ScfaOkr dendben mit dem Nachwuchs der wohl- 
habenderen Claaaea und fragt, ob gerade fllr diese der höhere Staats- 
uod GeroQndebdtrag gerechtfertigt erscheine, und nicht vielmdir durch 
ein höheres Schulgeld herabzumindern wäre. Ebenso wie man sich erst 
im Laufe von sechs Decennien zu einer angemesseneren Vertheilung der 
Einkommensteuer empondiwfqgen konnte, so kISone man sich jetzt 
wiederum nicht dazu verstdien, den Wohlhabenderen em eatqiredienderes 
Schuld abzufordera Gerade dadurch aber Würde es ennügicht, nidit 
nur die dafür entfallende Steucrinsi hf-rabzusetzen, sondern auch für 
aime aber fiihigerc Kinder eine grossere Zahl von Freistellen zu schaffen. 

Nach den eben aufgeführten Zahlen wallet bd uns ein älinUches 

VeriiBkniB nrischen Volks-, Mittel- und Hochschule ob, nur daas unser 

1» 



- 146 - 



Gesammtaufwaiu] für Unterrkhtszwecke jenem der preusstschen V'olk^ 
schi:!> nll' ir, Icichkommt , und unser UlttverStttttsaufwaod JMCh Ob^[ail 
rund 5 "lg iles Gesammtbedarls bctrapt. 

In welcher Wdse bei uns die Steigerung des gesammten üniversitäts- 
Aufirands Uberhaupt und jener ftir die Uaiveraftüt Innsbruck insbesoodere 
stetig aufwärts gieng, drillt steh aus der nachstehenden tabellarischen 
LVbcrsicht welche leider erst mit dem l'imnziahre 187:, l)eginnen konnte, 
tia authentische Nachweise der vorhergehenden Jahre trotj aller Be- 
mühungen nicht zu erlangen waren. 

Es betrug sonach der ordenticfae und ausserordentliche Bedarf 





im Jahre 


säxnintliche 
Universitäten 


für die 
Universität 
Innsbruck 


im Jahre 


für 
sämmtliche 
Universitäten 


für die 
Universität 
Innsbruck 






1,9 s 1.400 


I 56.S00 


r8S6 


3,306468 


220.600 




1874 


2,884.939 


186.404* 


1SS7 


3,205.898 


370.000 




««75 


3,98&ooo 


198.600 


1888 


21963.848 


341.700 




1876 


3,'5'-9»o 


198.000** 


1889 


2,907.596 


272.900 




TS77 


■5,o2.'5.o9o 


1 99.250 


1890 


3,927.075 


25S.200 




187S 


2,985.760 


199.50Ü 


1891 


3i0^5-J97 


2 5-v30" 




1879 


2.775.080 


196.500 


1892 


3,062.692 


287.220 




1880 


3,761.320 


30O.0O0 


1893 


3»i79.i53 


308,000 




1881 


3.789.608 


235.000 


1894 


3418.687 


«953«» 




1882 


2.931.326 


237.700 


1895 


3,499.42s 


293.200 




1883 


3.230.200 


206.000 


1896 


3.6oS.,}92 


298.600 




1SS4 


3,401.670 


207.000 


1897 


3-758-274 


320.S30 




1885 


3,676.910 


310.800 


1898 


4,2« 3-097 


349.580 




• 




r den Neuh^iu eines dMllliKlM 


m iMdmiei mag 


emllie Rmt 




per 100-000 H. käiTi nicht 


zur Verwendung. 










Die zweier hier nicht cinbuof^cnc i^ntc fUr den Bni dM 






Laboratoriums mit 30.000 tl. kam nicht £ur Verwendung. 





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— 147 — 

Es erforderten darnach die 26 Jahre 1873 — 98 indusivc insgcsammt 
81,617.328 fl. für sämmtliche Universitäten; und 6.390.996/1. für die Uni- 
ven>icat Innsbruck j im Jaiircsdurch^chniit beider Zahlen 3,139.128 und 
345.807 R.; das letitere Mittd genau 77 «j, des Entern. Ufit RUckricht 
auf iSe Zahl unserer Unverskäten als Divisor ist dies aidier dn beschei- 
dener Antheii an dem Gesammtaufwand, so dass derselbe nach den 
oben :uifg-efuhrten Bedarfs.'irtfTn der deutschen L'niversiiatfn den Chjrch- 
schtiitisbedarf der meklenburgischen Universität Rostock nur um ein 
Geringes übersteigt Gende dämm aiber dtrf ftir die Leopold-Franzens- 
Unhrersität die Hof&iung gehegt werden, dass die von dem Vertreter der 
hohen L'nterrichtsverwaltung im Parlament wiederholt und nachdrücklichst 
betonte Nothivendigkeit der baulichen Ausge.staltungf unserer vaterländischen 
Hochschule in nicht aUzufemer Zukunft für sämmtliche Facultäten zur That 
werde, sowie dies fiir die medidnisclie Facultät bereits in muniAcenter 
Weise geschdien ist 

Wenn nun audi die Leistungen der Wissensdiaft gleichwie jene der 
Kunst als Imponderabilien höchster Art durch Zahlen nicht gemessen 
werden können, so gelten doch die Frequenzzahlen der Universität ^anz 
allgemein als ein nicht zu Uberseliender Gradmesser der Anziehungskralt 
derselben und ihrer Lehrkräfte. 

So darf denn audi der in den ents pr eche n den Abschnitten und 
Tabdten nachgewiesene steb'g steigende Besuch der Leopold -Franzens- 
Universität nicht nur aus ganz Oesterreich - Ungarn, sondern auch aus 
dem deutschen Reiche und aus viel weiter entlegenen Landen als 
äusserer Beweis angesehen werden, dass unsere TaterCbKÜBche Hocb- 
schule in Ldue und Forschuqg hinter den anderen Universidltiea Oester- 
reichs nicht zurückgeblieben ist In stetem Wetteifer mit diesen suchte 
sie den hohen Intentionen gerecht werden, welchen Se Majestät 
der Kaiser durch die von ihm geschaffene Neuorganisation der uster- 
reicUsdien Unhmitiiten nn Wege der Unterrichts-VerwRilang wahrend 
des abgelaufenen Habjabriumderts den -wirksamsten Ausdruck zu geben 



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— 148 — 



Für keine der Universitat-n Oesterreichs war diese denk- 
würdige Regierung-sepot he tles Kaisers Franz Joseph I. 
von so tiefgreifender Bedeutung, wie für die Hochschule in 
Innsbruck. Dankerfüllt verehrt diese in dem erlauchten Mo- 
narchen ihren Wiedererwecker und NeubegrUnder, der sie 
von der Stufe einer Lycealanstalt zum Range einer wirk- 
lichen „I/iiiversitas literarum" emporhob, und t-benbürtig an 
die Seite der Schwester-Universitäten des Reiches stellte. 

Möge die geistige Saat, welche unter der Aegide des 
Herrschers gestreut wurde, reife Frucht tragen noch in ferner 
Zukunft! 




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Tabellen und Verzeichnisse. 



Tabelle i.*) 
LehriEdrper nach Facultäten. 



1. TheologiMbe FacaltSt. 



Stydinjilir 


Orden (1. 


a. 0. 


Pnvnt- 




Lalucr 




VJ V->t' 1 1 tili 




Prof. 


Prof. 


doccntea 


plenicD 


iieoien 1 


sunune 


185715a 


6 












6 


1858159 


8 












8 


1859I00 


8 


— 


— 


— 


— 


— 


8 


186O61 


7 




— 


— 


— 


— 


8 


i86i|63 






— 


— 


— 


— 


9 


186963 


l 




— 


— 


— 


— 


9 


1863I04 


8 




— 


— 


— 


— 


9 


i8()4 65 


8 




— 


— 


— 


- 


9 




H 




— 


— 


— 


— 


9 


II 1 


1 s 








— 


— 1 


9 




l 












9 


I868I69 














9 


l86g|70 


8 












9 


1H70I71 


8 












9 


187117a 














9 


i87al73 


M 












9 


1873174 














9 


187475 


10 














i875!76 


9 














1876177 


9 














1877I78 


9 














187SI7., 


9 














187480 


9 














188081 


9 














1881I83 


9 














t8S3|S3 


8 




a 












9 




a 










1884185 


8 




3 










I8S5I8* 


7 




4 










I886I87 






3 . 











188718S 






4 






- l 


'3 



*) SlminiiidM TatMÜM mA aadi dun SMadt am SddiM im Saw H wwuttwi wdnn. 



Tabelle 1. 



— 15« — 





ordaatL 


■. 0. 


Print' 


Sup- 


Lehrer 


Assi- 


1 

G«sammtj 












»teown 


somme 






1 


5 










'BB^ \ 




I 


5 










|8<>0'QI 


! 


3 


3 










189193 


6 


3 


3 










l8g3|93 


6 


3 


3 












5 


3 


3 










1894I95 1 


4 


5 


s 










1805196 


7 


I 


3 










1890197 


7 


I 


4 








13 




6 


* 


3 








II 


Aimertlem wird Prof. Dr. (irisar seit 


iSgo als ( 


l«aorar-Pr«fe»ior im Peraonakund 






feltlhrt 


(DooMI; nun). 








2. Rechte- na 


id Bteatewiascoftcluiftlicbe FacnltSt. 












nidit 










ordcnll. 


a. 0. 


Privat- 


habilitirte 


Docenlen 


Lrfmr 






Pro£ 


Prof. 


doccmcn 


Sup- 










plenten 








1848U9 


6 












6 


1840150 


7 


I 










8 


1850I51 


7 












7 


1851I53 


7 








3 




9 


«Ö5ai53 j 


J 








3 




9 












3 




to 


«054155 ' 


8 








a 




10 


1855I5« 


8 




I 




a 




13 


185657 


7 




I 




3 




II 


1857I58 


8 




1 




a 




II 


1858159 










a 




IG 


1859I60 










3 




ro 


i86oibi 






I 




3 




II 


186 1 163 






9 




a 




la 


t86a|03 






1 




3 




13 


x86j|64 


«1 . 




1 




3 




»3 



Ttbelk 1. 





oidtnd, 

— * 


■. 0. 


Privu- 


nicht 
habUit-rtc 
Sup- 
pIcDlcn 


Doccmen 




i864|6s 


9 


2 


1 





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— «54 — 

3. Medidoische FacaltMt 



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Tabelle 2. 

Lehrkörper nach dem Geburtslaiide. 

(Mit AiwschliiM der niciit iMibilitirten Snpplettten, Dooenten, Ldirer und 

Assistenten.) 





Theologie 


Rechts- u. Stanls- 
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Tabelle 2. 



Studienjahr 


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Tabelle 3. 

Vorlesungen der Facultäten nach ihrer Stundenzahl. 



(Mii Ausichlus.s der lIchunKen in den Laboratoricu und Instituten.) 









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Bcsuchszahlen der Vorlesungsreihe 



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Wissenschaftliche Berufe . . . 


31 


35 




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33 


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35 


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Beamte 


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12 


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12 


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Verschiedene • 1 


41 


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11 


18 


Weibliche Besucher ohne Beruf 


Ii 


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31 




Weibliche Besucher mit Beruf . 


i 


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I 


1 


Im Kxnzcn . . 


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161 


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1 la 


»41 


i8i 


'5? 


141 


150 





2^ Besuchszahlen der 2^ Vorlesungsreihe 



BerufskJassen der Besucher 


Indo- 
«emunische 
Völker 




und Kenicarechnunf! 

U. V w. 


Rcipinaon«- und Oarmxyttera i 
des -Menschen ' \ 


1 


II 


i 


II 


III 


IV 


V 


VI 


l 


II 


III 


IV 


V 


VI 


Industrie und Gewerbe. . . 


33 


ao 


3a 


24 


18 


31 


Ib 


Ib 


48 


5a 


48 


5' 


41 




Handel 


1 


3 


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1 


4. 


6 


6 


i 


10 


1 


6^ 


b 


i 


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Verkehr 


1 


I 


I 


3 


1 


3 


3 


3 


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5 


1 


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Wissenschaftliche Beruie . . . 


31 


31 


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10 


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14 


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Militäi 


1 


l 




I 


1 




I 














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Verschiedene*! 


15 


9 


33 


6 


8. 


11 


i 




6 


II 


11 


16 




11 


Weibliche Besucher ohne Beruf 


ab 


21 


8 


8 


6 


4 


3 




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18 


31 






Weibliche Besucher mit Beruf . 


Ii 


Ii 




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1 


I 


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1 


1 


1 


6 


1 




Im ganzen . . 


II? 

- 


101 


93 


n. 


6? 




Ii 




114 


lai 


119 


lai 


io6 


21 



'j Ui»e Abtheilung bcgrcitt lo nch Pnvate und tiMUcbsr, weldie den Fragebogen nicbl oder ungcnUgaod ausgerallt hatten. 



d by Google 



ie ^ 

niversitäts -Vorträge. 



•m 2fi^ October bis 20.. December 1897. Tabelle 4. 



Skctet und Muskelxystem des Menschen 


Thcnnoraeter 
und 
Barometer 


Einfache 
Maschinen | 

_ _ 1 


Gesammt- 
zaKl 


In 

Percenten 


1 


n 


III 


IV 


V 


VI 


L 


II 1 


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II 






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1 

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II 

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10 

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11 

10 

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2 

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21 

1 


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12 

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4 

11 
12. 

3 

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20. 

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12 

il 


il 
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1 

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1 
17 
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ü 
11 


30 

1 
2 

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12 
1 


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i 


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404 
2S7 

9i 
373 

633 
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3Q-41» 

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14 oj 

903 
X87 

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1903 
505 


LH 




1^8 


150 


139 


Ul 


ii£ 




>^ 


62 


3171 





vom 7. Januar bis ^ April 1898. 



Kmlihrung und Pflege 
gesunder Kinder 


Venedig 
Renais- 
sance 


Larrey 


Karten- 
spiel 


.Anorgan 
Salle 


trste llüfe bei UnglUcks- 
nilen 


Oeiammi 
zahl 


In 

l'erccnten 


1 


II 


III 


1 


l 


i 


— 

1 


1 


II 


III 


il 


il 


10 


10 


II 


18 


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14 


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22 




' 3S-.S-; 


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1 


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1 




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11 


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2 


150 


t.s., 


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22 


24 


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33-76 


2 


1 




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aa 


02. 


134 ' 25 


1 ^ 


i 5» 


121 


130 




aiga 


1 



Tabelle 5. 
Frequenz der Studierenden. 



1850— iSqS. 



otudien- 
jahr 


Wintersemester 


i 1 
•i ^ 


Soinmcrscmcstcr 


Ii 


ordenll 
Hörer 


Hörer») 


Chirurfjen 


ordcntl. 
Mörcr 


a. 0. 
Iltirer'l 




1830I5' 


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2S 


AI 


277 


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32 


AI 


278 


185115a 


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aa 


1«? 


292 


!<»<) 


22 


15 


356 


1859153 


182 


22. 


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348 


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11 


12 


332 


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III 


25 


il 


378 


170 


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42 


333 




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253 


13g 


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11 




1055156 


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11 






165 


31» 


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1856137 


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12 




230 






25 




185738** 


i6q 


il 


aa 


342 




ii 


22 


333 


1858I59 


334 


<ü 


ai 


ILa 




ii 


22 


387 


1859(60 


246 


15 


2h 


112 


237 


40 


2h 


303 


l86o!6l 




68 




336 


332 


53 


26 


311 


186 1 6a 


m 


20 


n 


364 


267 


20 


1« 


373 


i863f63 


310 


64 


11 


407 


10<' 


ü 


11 


391 


i863'64 


30a 


28 




437 


302 


64 


42 


413 


i864|65 




53 




450 


ag5 






499 


1863I66 








47*^ 


311 






457 


1806 67 


350 


•21 


üa 


313 


333 






48t 


1S07I6S 


-,68 


100 


Ii 


533 


33" 


22 




498 


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•>S8 


107 


ü 


316 


35<^ 


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56 




i8t).»;70»** 


423 


105 




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416 


8^ 


25 


536 


1870I71 


468 


!Ü 




371 


433 


Ül 


15 


563 


187117a 


501 


I09 




613 


4Q3 


mi 




596 


187271 


5'-'3 


g8 




663 


569 

...1. > 1: . 


Zi 




640 



.Mi. Die fetten /UUm beieichnen einen Hochpunkl. die curjivcn einen Tiefpunkt 



der rrcqucni der l'iiculral. 
• l'mcr den .lussiTordcntlivhen Hörern sind nu.--. die Ph.irmajeuten inbe^nlfen. 

Wiedercmchlun« der ihe<iloi;i<.chcn I'-^culliii. 
*** UrUndung der niediciiüschcn Kacultät. 



— 1^2 — 



Tabelle 5. 



Studien- 


' Winterscn 


jahr 


orilcnd. 


.1. 0. 




Hörer 


HlircT 


I«73l74 


344 


i 




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135 


1871I76 


489 


135 


>^7''l77 


51b 


114 


187778 


487 


'33 




473 


1 19 


1S7QI80 


499 


108 


iSSo,8i 


S32 


LH 


iSSilSa 


52a 


III 


iaSj85 




Iii 


188^84 


3Ö5 


Iii 


1884I85 


013 


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Ul 


1886I87 


Ul 


Iii 


18S7188 


767 


114 


iSSSlS.) 


753 


13b 


IH89IVO 


748 


üi 


l8iK)|yi 


773 




l8t)l|<l3 


III 


185 




793 


Ul 


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778 


Iii 


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iSi>bj<J7 


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151 



c c 
c 2 
e 

S ^ 
"* 


Sommerscmester 


i ^ - 

, i ^ 

1 1- 


ordontl. 
Hörer 


Hörer •) 


(Jlirurgen 


641 


S38 






bis 




493 


■ 14 






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437 


1 1^ 






b30 


480 


iq3 






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1 36 






't!rj 


470 


89 




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»K>7 


493 


t07 

f 




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649 


3 «3 


100 


— 


bli) 


033 


518 


113 




(13 1 


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343 


"2 




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536 


LH 




<J73 


74a 


590 






70S 


80b 


033 


123 




738 


809 


093 


m 




818 


881 


733 


mS 




841 


Sr,i 


730 


123 




873 


905 


bsö 


Uli 






1005 


(.85 


Uli 




840 


900 


b97 


133 




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963 


704 


130 




834 


,'/ Jd 


Iii 


in 




Sb4 


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7«>3 


133 




i>2r) 


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803 






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1009 


810 


Iii 




945 


1011 


79f) 


Hl 


1 


'MI 



Tabelle 6. 

Frequenz der Studierenden nach Facultäten. 



Siudicn-I ~ 

§ 

•■n 



fahr 



absolute Zahlen 



Proccnte der ( iejutmmtzahl 



.5 . 



s i 

S 3 



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■5 



1 i- 



1^ 



5 5 *-| 



189 

315 



18501^1 IW.S. — ic»7 
S. S. — 2M 
18511^3 VV^S. — 237 

s. s. 

185353 W S. 

s. s. 

1851I54 W S. 

S. S. — iO£ 
1854155 W.sJ - itlA. 

S. S. — Vi7_ 
1855(50 W.sl- isg 

S. S.l — 
18SO57IW.SJ — ^24. 

s. s.' 

1857 5« W S 

s. s. 

IN;.« 59 W.S. 
S. S. 

ivSspi^ioo W. S^ 

s. s. 

i86o|öi W S.' 

s. s. 

läöi üa W. S. 

s. s, 

i863jö? vv^s. 14^ I U14 

"s. s. 



IM 
ili 



Iba 

iü 
187 



■ 



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iS 

— 

21 
iL 
80 

108 
112 

Mi I IM 



181 
'73 

I6f> 
Ui2 
107 



Ii 

ü 
ü 

ü 
42 

30 

Ii 

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32 
32 

il 
22 

26 

20 

2t> 

a(> 

n 

11 

■?2 



ah 
ai 

ao 

Iii 
Lü 
ai 

Iii 

53 

41 

Ii 
28 

28 

Ii 

24 
25 

il 

ii 
i« 



377 
278 
393 

250 I 

248;! 



378 
23 a 



351 

215 



323 



aao 



33b 



343 



223 



312 

287 

3 '7 
303 
32b 
3n 
304 

37s 
407 



/ — 
8;' 

2t* 

23- 
33' 



23' 
24 

2b' 
3g ' 
2g;- 
35- 

3S--- 



7V 
803 

7S-" 

77-^' 
70'" 
(14" 



73 ■ 
74 ' 
3 > 

2-" 

— ' 
00;; 

5«) 
5g- ■ 

ü' 
ü"' 
il 

.il' 

42 » 



15- 



12' 

üli 
IS' 



16" 

Ii" 
28 ' 

14' 

ib;' 

IT' 

11" 
u> 

LL ' 



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' 8- 
: ^' 

20 - 
10' 



13« 
9' 

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l"' 

I" 
n- 

30 

12« 
IS' 

14' 
u« 

2' 

9- 

2.' 
^ 
14« 
1 1-' 

Ii'" 
16- 

M ' 



100 
100 

100 
IOC 
100 
100 
100 
100 
100 
100 

100 

100 
100 
100 
100 
100 
100 
100 
100 
100 
Töö 
100 
100 
100 
100 
100 



NB. Die tVncn /.iricrn bezeichnen einen Hochpunkt, die cursivcn einen 'i icfpunkl 
Jer Frequenz der Facultät- 



— 169 — 



Tabelle £. 



absolute Zahlen 



Siudicn- 


S 






1 . 




. 

lü .r 


u 

E 

u 


f 


u 

M 


«; 

c 


1 


















V 












H 








180} 64 


WS. 


H>4 


IS3 




47 




s. s. 










l8b4|C>^ 


\v. s. 








59 




S.5: 


I J7 


i2± 


_ 


22. 




w. s. 


176 


I s ^ 




b3 


s. s. 


i(>7 


14b 







1806I67 


w. 


aoi 


i>4 





63" 




s. s. 


18t) 


147 


_ 




1867I68 


\v. s. 


198 


139 


^ 


54 




s. s. 


litS 


139 


— 






w. s. 


aio 


I IQ 








s. s. 


30? 


137 




Sb 


18*314 70 


vv. s. 


3ia 


■37 


II 


2? 




s. s 




134 


47 


2S 


1870 7 I 


w. s. 


33ri 




7s 


10 




s. s. 


31^ 


133 


7S 


IS 


187 I 73 


V\'. s. 


251 


1 IQ 


81 






s. s. 


227 


122 


83 




'S7»i7.3 


^^'■^^ 


23<J 


m 


■8Ü 






s. s.' 


214 


n8 


89 




187^^74 


WS. 


208 


131 


89 






s. s.i 


191 


Iii 


91 




>874i7> 


W.SJ 


181 


ibl 


2t_ 






s. s. 


107 




21 




1875I76 


WS. 


170 


179 


(12 






s. s. 




i»i 






1Ö76I77 


WS, 


i8o 


30 1 








S. S.| 


190 


184 


4s 




1877(78 


w.s^ 


1« 


307 


59 






S. S.| 




30 1 






1878,79 


w.sj 


IS8 


31 I 


so 




s. s. 


T75" 


204 


V5 




187980 


w.s' 


i8g 


228 


Ob 




1 
i 


s. s. 




322 


Ü 





S i 



Procente der Gesammtzahl 



-Sa. 



64 
b3 

Hl 
21 

79 

QO 
ili 

IM 
13'» 
131 
138 
13 1 

»43 
132 
1(11 
Ib4 
»04 



427 Ii* 
4' 3 I 
4SO 

I 43Q 
47'l 
4S7 
MS 
481 

|h7" 

408. 



19') 
2n 



215 



19^1 
303 



HI 
111 
ili 
124 

I Ib 



SIb 
517 

S3b 

7/1 
S«'3 
hi2 
SMb 



38; 
bb3 Jj3^- 



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(14 ( 

bis 

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bOb I 27- 



± 3V 
* 37- 
-35' 

35-" 



42: 



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Tabelle 6. 



— 170 — 



absolute Jaltrcn Procente der Gesammtzahl 



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100 


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100 


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w. s. 


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100 




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367 


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1888I69 


w.s. 


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S. S. 


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341 


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100 


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30' 






100 


1889I90 


w. s. 


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w.s. 


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100 



* Der auflallcnJc KUckgang der Frcqueiu in den SomoMflMMMni iS^O 
und 1891 erklärt lich weMnili«b durch die ESniUhrung 4e* WdHgetettM, dem^emlw 
die Medianer den ludb^Utrigen PMMmdtam fan S«maicneaieiier abenlefea iMbaa, 



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Tibdl« 6. 



Stmlira- 


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absolute Zdden 


Rroceate der Gesammtzahl 


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1 


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301 

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385 
336 
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996 




141 
134 
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134 
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1011 


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100 
100 

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100 
100 
100 



Tabelle 7. 



Tab 

Die Studierenden nach 



















Oesterreichiach-iiiigarische Maatfcbie 








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I 


4 


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14 


I 


3 


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1 


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Juristen . . 


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w.s. 


Juristen . . 


3 


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I 




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1 


3 








3 










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3 


3 












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3 


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3 


I 








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Juristoii . , 


1 


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I 












Philosophen 


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II 


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Theologen . 


4 


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10 


7 


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I 






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I 


I 




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1 Juristen . . 


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133 


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im Heimatslaade. 



Tabelle 7. 



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122 


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7 


1 104 



TabeUe 7. 



— 174 — 



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Facultflt 



Oesterrekhisch-angariscbe Monarchie: 



Im iihe verticJsnt Ktiiii^reiche und Länder 




c — 



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ung. Kroiw 



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Theologen . 
Juristen . . 
Medictner . 

Philosophen 
Tlicolojjen . 
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Medianer . 
Philosophen 
Theologen . 
Juristen • . 
Mediciner . 
Philosophen 
TlK-oloj!en .f 
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Mediciner 
Philosophen 
Theologen . 
Juristen . . 
Mediciner . 
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— 175 — 



Tabelle 7. 



Ausland 



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179 

62 
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TabeHe 7. 



- 176 — 



Oesterreichisch-anguiscbe Monarchie 



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«1 



Im Keichsrathe vertretene Kttnigreicfac und LUnJer 



E 



FacultAt 



«1 



1876I77 



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s. s. 



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w. s. 



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s. s 



1879,80 



w. s. 



s. s. 



Theologen 

Juristen . 

Mcdu liier 
Philosophen 
ThL-ologcn 
junstt-n . 
Mciiit iiior 
l'h;his<iphL-n 
Theologen 
Juristen . 
Mediciner 
^ Philosophen 
P Theologen 
Juristen , 
Medi.:nier 

Pl)lll IM 'llllL-ll 

Theologen . 
Juristen . 
Mediciner 
Philosophen 
Theologen 
Juristen . 
Mediciner 
PhiI<isophen 
Iheolugen 
Juristen . 
Mediciner 
Philosophen 
TheoloRcn 
Juristen . 
Medianer 
Philosophen 



1^ 



4 
14 
I 

8 

3 

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— 193 — 



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nicht mehr eruiert Werzlen hit / i.-.Un .iL-r inediciiii.wht^n Uii;' irntt;n wti^lii-'n v<i:i 
denen in anderen »latistuchcn Pubbcaiioncn deshalb ab, weil bei diesen auch die pnk' 
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1 


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3 


396 


66 





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Tabelle ii. 
Promotionen. 



Studienjahr 



Theolo- 
gttche 



Medi 



Facvltit 



Gesammt- 
Samme 



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Tabelle II. 



Stadienjahr 



The«lo- 



Philo- 



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Gesammt- 
Summe 



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1884I85 




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9 


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1891192 




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Tabelle 12. 



Preisaufgaben. 





1 


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lamen der pwiigilcrBntm Be«bdtei 










Arbeiten 














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Wdwr Chrinito 




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1 












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I 




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I Scbenk Kapnael 














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3 


1 




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Prainwer Josef 




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I SdnriogihMkl 


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Toilingcr Joh. 












Joh. Ev. 
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MatJer Conruil 


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HOnügchmiil 
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Sttffan Frans 








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Taten« 12. 



; Arbeiten 



Sluilicnjahr ^ 

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187980 
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1883IS4 
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1885I80 
1880I87 
1887188 
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189091 I 

1891I93 jj — 
189993 

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189JI96 



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189798 i 3 



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Buder Alois 

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- Ottalo Annm 



Waldner Manin 



I I 



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Felder Jacob 
Kempf Andreas 



Walter Leopold 
Reiach Richard 
Clai» Franz v. 



."khatz Adelgotii 
Haiizmaon Ani. Sanwr Joaef 
Sehedle Ambro« 



— 'AmnunnJoh-Jos. 

— AmncuianJohJo«. 



Malfatti Haas 



<Mbr Heinich 



Adler Conrad 

Scbom Joaef 
Sfmun Ludwig 



Daum Siegfried! 



Hammeil Hana 



Ager Rudolf 
SfiqfA Gtbhanl 
Stragao» Mu 

<jmcitierJo«.Ant 

Helmer Gilben 



Fi&chcr Josef 
Schatz Josef 
Pedoth Liberal 



Sdicdie Ambraa 

NieilerVoftcrCarl 
Hilber Franz Xav. Lampen UlriL-h 
Tdch Carl { 

De Maurizio 
Heinrich EUler 
«. Mohrenfeld 

Mikes Joh^ Graf iKoglcrPerdloand — Ampferer Otto 

Hammer Wilh.« 
Die Urttieiie Uber die einfclaufcDco Arbeiten werden erst am 



*) Dk BssMiUttPnbra%ab««nfdevoaB«idinfcai«miaai baariiaiM, banr. 



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Materielle Förderung der Studierenden. 



Tabelle 13. 
CoUegieageldbefreiimgen der Facolt&ten. 



Studiaajitar 


Thoologie 




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Ttbene 13. 







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Rechts- und 
Staatsw. 


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Philosophie 


























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Tabelle 13. 



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Staatsw. 


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NB. Bit nun SiudMojahre 1873176 wann iKianidiche Theologen «n der (h«o- 
logiNhHi FfuyUt «wn CaU^gietmM« gmwBdi baftait 



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Tabette 14. 
Verlkliene Stipendien. 







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NB. Die ätipeadienbeirllge wurden in iedcm Semester mit der HUfte des ganieu 



Taben« 14. 



— «14 — 





Theologie 


He.ht»- und 
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Verzdchnis i. 

Die Rectorea der k. k. Leopold Franzens*Universität 

184S — 1898. 



Studieqjahr 



Name 



1848(49 
«849(50 
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I»53l54 
i«54(55 

1856I57 
18J7I58 

1858159 

«859160 
i8fo16i 

1861I63 
1863I63 



Dr. 
Dr. 
Dr. 
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Dr. 

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Dr. 

Dr. 

Dr. 



Böhm Josef Georg, geboren ztt Roxdifllowitz in 
Professor der Matlieinatik. 

Kerer Johann, geboren zu Bruneck in Tirot, PraAsscv der 
politischen Gesetzkunde und Stetutik. 

Beamgarten Anton, geboren ta Wien, Professor der 
Mathematik und Physik. 

Theser Ernst, geboren zu Wien. Professor des Lehen- 
rechtes und römischen Givilnchtcs 

Scheaach Geor^^ g^orea zu Innsbruck, Proleisor der 
Philosopbie. 

Schul er Johann, geborL-n m Mntrd in Tirol, Rro&ssor 
der Rechtsphilosophie und des Strafrechte». 

Köhler Josef Georg; aus Bdfaoieo, Praieiaar der Natnr- 
geschicbte. 

Geiger Mathias Ing., geboren zu Viss bei Landeck in Tirol, 
Professor der österreichischen Fiii ii7i;( otzkunde. 

Kopetzky Carl üb., geboren zu Domstadtl in Mähren, 
Professor der Phibdogie und daasiscben Litleratur. 

Moy de Sons Emst. Freiherr von, geboren zu München, 
Professor di-s Kirchenrechtes und der dcutsiticii Rcuhs- 
und Rechtsgeschichte 

Ficker Julius Ritter von, geboren zu Münster in Westphalen, 
P i ofe M or der allgememen Gescbklita. 

Kobler Andreas. S. J . geboren zu MnUdOff in Baien, Fto- 
fessor der Kirchengeschichtc. 

Kerer Johjinn, geboren zu Bruneck in Tirol, Professor der 
poUtiscben Gesetzkunde und Statistik. 

Waltenhofen Adalbert, Edler von, geboren ta Admoat- 
bühel in Sfcierm.irk, Professor der Physik. 

Wenig Johann. S. J., geboren zu Neudorf in Böhmen, Pro- 
fessor der Einleitung in die heilige Sdirift uod der orien- 
talischen Sprachen. 



Verzeichnis I. 



— 3l6 — 



Studienjahr 



Name 



180^64 Dr. Hur um Peter, Kcboren zu Graz in Steiennait, Professor des 

[ österr. Civilrechtes und des gemeinen deutschen Rechtem. 

i8o4jb^ Dr. Hlasiwc'tz Heinrich, geboren zu Reichenberg in Böhmen, 

[ Professor der Chemie. 

lä6)|06 { Or. Wenig Johann, S. J., geboren zu Neudorf in Böhmen. Pro- 

T fessor der Einleitung in die heihge Schrift und der orien- 

talischen Sprachen. 

i8ti6;67 I Dr. Geyer August, geboren zu Asch in ilöhmen, Professor des 
I Stnfirechtes und der RecbtspfaflocopUe. 

1S67IAS Dr. luliT Hernh.ird. geboren 7.u Ringelbnch be! Oberkirch in 
BnJeu. Proicsstir der classischcii Philoliigic und Litteratur. 
18(18(69 ! Dr. Wenig Johann. S. J, geboren zu Neudnrf in Böhmen, Pro- 
fessor der Einleitung in die heilige Schri/t und der orien- 
taliscben Sprachen. 

i86g;70 i Dr. Bidi-rin.uin Hcrmnnn, .c- t^'^t n m Wieo, Profiessor der 

I politibi-hen Ockoni>m)c und Statistik. 

1870 71 Dr. Dan t sc her Carl, Ritter von KoUesberg, gebonensnPettau 

II in Steiermarlc. Professor der descriptiven Anatomie. 
1871173 ! Dr. Heller Camill, geboren zu Sobochleben in Böhmen, Pro- 
fessor der Zoologie und vergleichriiJcn Anatomie 

ib73|73 1 Dr. Ullmann Emanuel, geboren zu PetrowUic lu Bolimen, Pro- 
I fessor des Osterr. Stnfirechtes und der RecbtspbQoaophie. 
1873I74 j Derselbe; 

1874)7^ ij Dr. Vintscbgau Maximilian Ritter von, geboren zn Wilten in 

Tirol, Piok-ssoi di.-i Plivsiiiloj-r. 

ii^3l76 Dr. Innma-Sternegti Carl Theodor von, geboren zu Augs- 

biug, Professor der politischen Oeikonoinie. 
1876I77 Dr. Huber Alfons, geboren zu Fügen in Tirol, Professor der 

österreichischen deschichte. 
1877I78 Dr. Dantsc hc: CnrI Ritter vun Kollesberg, geboren zu Pettau 

in Stciermarli. Professor der descriptiven Anatomie. 
1878I79 Derselbe. 

1879I80 Dr. Puntschart \ ;ilr ntin, geboren zu Ottmanacb in Kämthea, 

Professor des römischen Rechtes. 
i88o|8i ' Dr. Pfaundler Leopold, gebonn tu Innsbmdc, nrofessor der 
jj Physik. 

ifi8i|Ba I Dr. Vintschgan Maximilian Ritter von, geboren «n Wilten 
in Tirol, Professor der Physiologie; 



— II 



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— ai7 



Vendchnls 1. 



Studienjahr 

i88a|85 
1883I84 
1834IS5 

1885I86 
i886i87 
1867I88 



1889(90 

»890191 

189119a 

I«9ll94 
i895l9<! 
1897I98 



N a m « 



Dr. SteinlecbDer Paul, geboren zu Wattens in Tirol, Pro- 
fessor des österreichischen und römischen Ci\-ihrechtes 

Dr. Huber Alfons, geboren zu Fügen in Tirol, Professor der 
österreichischen Geschichte. 

Dr. Tscburtschentbaler Antoa, fidler von HeJmheim, ge> 
boren zn Sexten in Tirol, Professor der aOgenefaien Pätho* 
logie. der Pharmacologie und Pbarmacognosie. 

Dr. 1 haner Friedrich, geboren zu I.in? iii Obfiustcrioti.:ti. Pro- 
fessor des KirchenredrtW und Gvilprocessrechteb. 

Or. Bussen Arnold, geboren zu Münster in Westphalen, Pro- 
fessor der aUgemeinen GescUdite. 

■Dr. Nicoladoni Carl, geboren m Vli^eo, Professor der Chi- 
rurgie und chirurgischen Klinik. 

Dr. Schiffner Ludwig, geboren zu Sieghartskireben in Nieder- 
tetetreicb, Professor des römischen und Ostenekhiadien 
Oviiredites. 

Dr. Müller Johann, geboren zu Jnntnnit in Nassau, Professor 
der cla&sischen Philologie. 

Dr. Stolz Otto, geboren zu RaO in Tirol, Professor der Ma- 
thematik. 

Dr. Z allinger Otto von, geboren zu Bozen in Tirol, Professor 

des deutschen Rechts und der osterr. Rechtsgeschiclite. 
Dr. Senhofer Carl, geboren zu Klausen in Tirol, Professor 
der allgemeioen und pbannocentiftcben Chemie. 
Ehrendorfer Emil, geboren ;u Wittingau in M»"««", 
Professor der Geburtshilfe und Gynäkologie. 
Dr. Waldncr Victor, geboren zu Dellach im Gailthal (Kai ntlien), 
Professor des Osterreichischen Civilprocesses, des Handels- 
und Wecbselrechtes. 
Dr. Zingcrlc Anton, geboren zu Itenn in Tirol, Profeasor 

der classischen Philologie. 
Dr. Rokitansky Prokop, Freiherr von, geboren zu Wien, 
Professor der specidlen medicinischen Patiiologie und 
Therapie und oiedicinisctaen KKnIk. 
Dr. Wieset Franz. Ritter von, geboc« ZU Kufelebl in Ttool, 
Protessor der Geographie. 



I Dr 



Vcrzei 
Profes 



Verzeichnis 2. ** "^^^ 



l'OSt- 

Nr. 


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Vor- und Zuname 


Geburtsort 

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1 

Hat sich 
habOitiertin 


! 

i 

1 


I 


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Dr.WeOscbeilerloh«« S. J. 


] 

Selirein in Tirol 




Doginadk { 


2 


.857 


Dr. Bosizio Aihiin*» S. J. 


Görr 


— 


Morl»! Psstorallhcologie ] 


3 


1857 


Dr. Tutzcr Anion S. J. 


Unteriun in Tirol 


— 


Htmicucutik. Exe(;e»e und 










liebrai»^'he Sprache j 


4 


1857 


^ Dr. Wenig Jobann S. J. 


1 Neudoif in BOiunen 




HL Siiirift und orienuÜKhe . 










\ 


1 Sprachan 


s 


1837 


Dr StafTler Jos«i" S. J. 


Iiiiibbruck 


— 


Kirchcnrechl 


b 


1857 


Dr. Kobler Aadreu S. J. 


Mülildorf in Baicm 


~ i 


Kircheogetchichie i 


1 




Dr. jangmann Joicf S. J. Münster in West- j 




ICaiediaiik n. r^^w.!«— hWüS» I 


{ 






phalen ! 




t 


8 ! 


1858 


Dr. Harter Hugo S. J. 


SchafThausen in der 




Dogniatik | 








Schweiz 






9 


■«58, 


Dr. Jung Edmund S. J. 


Nauders in Tirol 


1 


Moral- u. Pasioraltheologie - 


lO 


185«, 


' Dr. Nilles NicobiK S. J. 


Rttppweiler in htr 


= ! 


KiKheuechi { 








xi'inburg 






II 


lb6o 


Dr. Steinhuber Aiivlre.is, S. J. 


UttLiu in Baiem 




Philosoph. Vorbereitung»- ! 












wissenichat'tcn 


13 




Dr. Friedrich Fraaz X«ver 


Werxhausen in Ha- < 




PhikMoph. Vofbcreitnnga- ' 






S. J. 


nover : 


1 




>3 


1867 1 


Dr. Stentrop Fendiaand S. J. 


MUn^tc-r in Wes^ 




Oefloaaiik 








phalen 








1870 


Dr. Wieser Johwm Ev. 


VoeUen in Tirol 




niiloaoph. Voitarätungs- \ 






S J. 






Wissenschaften 




1871' 


Dr. (jfisar Honmaiin S. .1. 


(loMenz in Rhein- 




Kirchengeschichie 








preussen 






16 




Dr. Katsditbaler Johann , 


liippach in Tirol 




DegBwngwcfaidne u. Apo- 






Wdiprietier 






toftctilr 




NB. liie Jahresdatea der Erneiuiuiig bczielico sich nur auf die Ernenounc an Uei 


l'iilvcräUät Innsbruck. 






Dia ia dan laman RvMkan lagt 


bmaa Daun mtdieo auf 


VoHtOadigMi ai^ Amprach. 



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chnis 2. 
s o r e n. 



gisdi« Facidttt. V«ii«hllit 2. 





Ernannt zum 


Abgang durch 


Aiuneikuiig 


Rxtra- 

:"ir>.!ir.j:";.i:. 


( >;'.iiri:irii!s 


Hcnifuitp r.nch 


Pensio- 








1857 


Szathiiiäi 


— 










i8j7 


Kalocza 




i8q6 








i8j7 




— 


1893 








1857 




— 


1875 








1857 


Szathmir 




1868 






tAc-7 
IÖ57 






1093 






1858 






1885 






i8$8 










l 


1858 






1890 






1800 




1893 




Lieii novh als Monoror- 












Professor 


iSdo 


1866 


Rom 






Canfiaal atit 1893 


i8M 

1 




Exaeten (Hollood) 




1884 






1867 • 




1893 


1898 




1 1870 


1884 






1885 




i 


1871 


Rom 






Erhielt 1890 den Titel «iae» 


1 - 


1874 


Salzburg als Dom- 






NVeihbiKiwrvo« Sdsbafg Hit 


! 











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Verzeichnis 2. 





Post- 

Psr. 


Jahr der 
Ernennung 1 


Vor- und Zunuie 

! 


1 

Geburtsort 


Hitaldi 
DMilniert in 


Diadidin 






17 


1874 


1 

Dr. Kckdl Gaaurr Wdt- 


Cassel 


— 


1 

1 OiriMliche Arcfalalogie und 










pricstcr 






Mmitiüche Sprachen 






10 


im 


Dr. ümbourg Maximilian 


Helenenberg in 


Jaasoruck 


j Katccbeiik uod Homiletik 










& J. 


RheiniiRoneii 












18S6 




Oflliiffii In *rimil 


Ffinffbrndt 


















wiaaaiiacfaaiiaa u.V. 1890I91 










i 






' ab Moral- und Panorahfaee- 
















logic 








1888 


Dr. Nisius Johann Bapk S. J. 


Trier 


Innsbruck 


Bihabnidium daa oeuca 
Temmenie* 






31 


1890 


Dr. Biederiack Jawf S. J. 


Greven in Wert- 


loDBbmcfe 


Kirchanradii, Moni- und 












phalen 




PaHdfaldiaolopa 






33 




Dr. Ftnak WMäu S. J. 


/\ichach in Baiera 


Innsbruck 


Alf uod aentertamentaif- 
















s«;lies Bibclsuulium unj ^Icr 
















orieniiiUskheii Sprachen 






21 




Ur. Michael Emil S. J. 


Reicbenbach in 




KirchcogesiThkchie 












Schlesien 


1 Innsbruck 








34 


1894 


Qtnilh Anton ^ 1 




1 luIlSOIlBCIC 


Dogmarik 












in der Riicmpfalz 










35 


1894 


Dr. Kern Josef S. J. 


Aigen iu überöster- 


Innsbruck 


Philosophisch-Theologische 












leich 


1 


Phi!osoi-h V irliareitUllgi- 






30 


1807 


Dr. Hofinum Michael S. J. 


Kundl in Tirol 


Sfllzlmfg (auf 
















dam Wege des 


wisscnsclialieii 














Onomca) 








37 


1S98 


Dr. Riu Beda & J. 


i rankfiirt a./M. 


Innsbruck 


PhiloÄopfiisch-ThcoIogischc 














Propaetleutik und specul«- 
















live Dogmatik 






38 


1898 


Dr. Gattierar Michael S. J. 


ObeiiBsen in Tirol 


loasbradc 


Kaiechetik und Homileiik 





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Verzeichnis 2. 



1 


Abgang duidi 


AnmericoQg 


Extra- 
ordinarius 


Ordinarius 


Berafimg oach 


nienmg 


Tod 




1874 


Wum 










lOuO 


Sangevo 






Kcsigniicrt 189} 


1 


1000 










f 

im 


* 




— 


_ 




1890 


1895 


RODi. Gregorianische 


— 


— 








Uoiwniilt 








1890 


1895 ' 


— 


— 






1891 


1895 










1894 


t8M8 










1894 




Pressburg 








1897 












1898 












189S 

1 













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— 232 — ■ 



Verzeichnis 2. J-ristiwh« 



Nr. 


Jahr der 
Ernennung 


1 

Vor- und Zuname 


, 

Geburtsort 


1 ' ' ' 

Hat ucD 
baMHtiert ia 


Lhsciplin 


I 


1814 


Dr. Piroclcner Franz Ctjeem 


' — " 


— 


AligaiB. (titeir. bttrgerKche* 












Rcchi 


3 


18^2 


Ur. Kiipat&ch Johuaa 





— 


Römisches Civil- u. Kirchcii- 












rechi 


3 


1838, 


Dr. Was« Joicf 


Pettau in Steumuik 


- 1 


Natttriichea Privat-, aUgem. 










Staan-, VBIker- und BiiMr. 












Cri-niiuilr^\ hl 


4 


183S 


Dr. Geiger Maifaiu Ingeauin 


Fiss bei Landeclc in 




üct'uli^escue 






Tirol 






5 


1S42 


Dr. Theser Enm 


Wien 


- ! 


Lehen-, Ifandels- u. Wech- 












selrecht, Geschafttstil uod 












gerichdkhes Verfahreo in 












1 und auaief SaafuicbeD und 










1 


1 aöt i8$o LehcD- u. rBm- 












isches Gvilrechi 


6 


1847 


Dr. Kerer Johaua 


Brunecli in Tirol 


- 


Polittschc W'issenschaftea, 












ttsterr. [>üliiische Gesetz- 












koode nod Sntiiiik 


7 


1841* 


Dr. Philipps G«oiK 


Königsberg in 




Gemdaea KIrchenKcl» und 








Preussen 




Rt;..lusf;cbcliiolilc , 


8 


1849 


Dr. Schuler iohano 


Matrei in Tirol 




Rechtsphilosophie u. Strat- 












ncht 


9 


i8;o 


Dr. BddM oa 


Wim 




H«iidels- und Wcchsclrccht 












und gerichthchcs Vcrf.ihren 


lO 


i8si 


Dr. Moy de Soot Btam 


Mtnchen 




Kirchenrecht und deutsche 






Friir. V. 






Iteich» u. RechngeacfakhK 


II 


1853 


Dr. Zidondd Joaephat t. 


PAlen 




RiOiniachcs Raciit 


13 




Dr. Michel Adaiben Theodor 


Prag 




Oesierr. bürgerliches Redtt 


«3 


1855 


Dr. Maassen Friedrich Bcmh. 


Mecklenburg 




Römische» Recht 




1858 


Dr. Pfirandter %iiu 


binsbnidc 


= 1 


Oeaterrddiiachca Civilraeht 


»5 


180 


Dr. Oberweis Joaef 


1 Innsbruck 


luosbruck 


1 Deutsches Privuirecht 



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— 293 — 



^cultät. Veneichiii» 2. 





Ernannt zum 


Abgang durch 


Anmerkung 




Extra- 
ordinanos 


Ofdinarnis 


BoniAing nacb 


Pensio- 
menin^ 


Tod 






1814 












— 


1832 




"~ 


T 








i8j8 








Nadimaiifer Übertando^e- 
■idittpiMint h Gna 






1838 






1858 






— 


184A 






1889 








1847 


i 




1867 




} 




1 

1849 j Wien 

1 

1850 — 




187s 






1849 






! 




1850 




1886 


1893 






: 


1891 






1867 






_ 
1835 


1853 ^ 

IÖ58 1 
1858 1 


Graz 
Graz 


1 1 > 1 


t 


■ 




1058 


»870 

! 


1 ' 









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Verzeichnis 2. 



— 224 — 



Vor- und Zuname 




Geburtsort 



Hitnch 

babiliüatio 



Disciplin 



ao 



91 



3a 
»3 



NBrabeng 
Asch in BO] 



HekMbe^ 
Prag 

Pest 

Pait 



1Ö64 



Dr. Ficker Julius Riner 
F«ldbim 



Dr. Scbupfo Frans 



Münster in West- 
phalm 



Bonn 



Cbiof^ in Italien i Padua 



1867 ' Dr. Grriss Carl 

iSoä* Dr. Inama - Stemegg Carl 
ij Theodor 



04 

1870 

1870 

37 I1871 
aS I187X 



Dr. Pfidf UopeU 
Dr. Fodeni Pnns 

Dr. Kiahu Juni 

Dt. Pazdiera Johann v. 
Dr. Thaner Frkdhcfa 



Edelstadt inSchlesien 
Augsburg in Baiern 



Hermannstadt in 

Siebenbörgeo 

DecnbioIMiiMtien 



SkalisinSleiennefk 

Gross -.^ugezd in 

Mähren 

Linz in Oberöster- 
rekh 



Wien 
München 



Gm 



Graz 



G«n. dauticlMrCivilpraoeM 

Sirafrecht und Rscfatipbilo- 

sophie 

Oe»terr. Gvilreoht u. gem. 
deuttches Privatrechi 
NUMnilSkoiMimt^ VannU 
udMagMm und Statistik 



Deutsche Reich»- u. Recfau- 
geschicfate 



Deutsche Rcidi$' u. Rechts- 
geschidne la haL Sprache 

(laiioiiisches Recht 
Politisdie Wissenschaften u. 



_ 



Romisches 
Civilrcd» 

OcflHT. Chrilradit, Smt- 
recht Lincl StrafpKiCMS io 

ital. Sprache 

Ocstcrr. Qvil- und gtta. 



I Sutisdk u. BMerr. Verwal- 

il tuugsgeseizkunJc: 
I CuMoiscbes Recht u. Civil» 



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— aas — 



Veneidiiiis 2. 



> 

Bnuuwt mm 


Abgang durcb 
















Anmeilning 


Extra- 
onUnufns 


OnUntfius 


Berufung oacb 


Pensio- 
mening 


Tod 


— 


1860 1 
1860 


! 

München 


— 


- 

t 


Rarianitn 1870 

1 




(801 


Wien 




IÖ7 2 






iS6s 


Gnn 




189a 


Vom Jahre iSöi ab bis tu 

dcfinitivco Ernennung lur aus- 
bttfoweUen Dieiuikistung an 
Slme d« in den Racbsnith 
taniAnm PvoC Or. Kmr sn- 




1863 








Vo« 185* bis 186] und wMir 
von 1877 bl* 1879 Profanor mi 
der philosophischen FumMII; 
v«gl. S. 336, PoH-Nn 19 






PadiM 








t868 


1867 
1871 


Gm 
Pküg 






HUmriutt. PmtMoidirm- 












ia Wim 




t66q 


Wien 










l8^o^ 








Rssigoiert ii»73 




1870 


Pnig 





j. 
1 






187 1 




1883 






1871 


1877 


Graz 









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Veneichnis 2. 



226 



Post- 


Ii 






Hat sich 










Vor- und Zunaioe 


Gflboiliort 


habilitiert in 


DisopNo 












"M 










— 1 

2Q 


— 

1872 


Dr. Stemkchner FmI 


1 


InnsKnirlr 


Oesicrreicfa. und fthniMhM 




j 










CivÜKCbt 




,.1 






Prtro'witz in Böhmen 


Prac 
















Sophie 




31 


1872 


1 Dr. Kfäg«r PiMil 


Berlin 


Berlin 


Römitclies Kechi 






1874 


Dr. Puntschart Valntin 


Ottmanacli m 





Rflmfache« Recin 










Kärnten 








33 


.877 


1 Dr. Val de Lüne Anion 


Trient 


Innsbruck 


D«ui»chcs Rtichi 




34 


1879 


1 Dr. ScUflner Ludwig 


Siegharddnrchea in 


Wien 


RfiMnclMs und Osicrrcich. 










Niederöstsmich 




Civilrccht 




35 


t88i 


Dr. Böhm Eugeo Rhter v. 


Brünn i 


Wien 


Politische Ockoaontie 








Oawnk 






1 






1883 


Dr. JunachelE Fkui R. v. 


And in Ungmi 


Graz 


SIa^i^^lk u östcrr. Vcrfas- 














sung5- u. Vcrwaltungsrecht 




37 


1883 


1 Dr. Zallinger Ono v. 


Bozen io Tirol 


Innsbmck 


Deutsches Recht tt. IMmt. 














Recbi^gmchicbta 




38 


i88s 


'Dr. Rkwn^ Gaiwiel 


Trient 


Imtsbrack 


RttniMhtt CivUncbi 




3<J 


188=« 


Dr. IjimnMMh Hdarich 


Seitenstenen n 


Wien 


Strafrecht, Völkerrecht und 










Niederösterreich 




Rechuphilosopliic 




40 


loöd 


j Dr. WaUtwr Victor 


DeUMb(GaUttMd)in 


Wien 


Gvilproceia, Handeiirecht 










Kärnten 




Utlil Wechsel recht 




41 


1887 


{ Dr. Nissl Aaioa 


Fügen in lirol 


Innsbruck 


Canonisches und deutsches 












Recht 




4- 


1888 


Dr. Dantscher Theodor R. 


TA^en 


Wien 


Al!f;c:n. uni! Osicrrcichischcs 








V. KoUesberfi 






Stu^itsrcchi und Keclitspiu- 
ItMophie 




4- 


1888 


Dr. Jolu Vincout 


Scbneeberg in 


Bern und Rr«g 


SlatiMik unii Ver«;ihungs- 










Böhmen 




lehre und veiiiu leg. für 














Natiooal-Oekofloniie 




44 


i88<j 


Dr. Lentner Fercfionul 


Salzburg 


Wien 


Strafrecht und VOlkerrechi 




45 


1890 


1 Dr. Mataja Victor 


Wim 


Wien ^ 


Polititthe OekonoflUie 





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Veneldiiiis 2. 



Eenannt zum 




1 

Anmericuag 


Extra- 
ordiiuiriiia 


OfdiiMrins 


1 Berufiing nach 


Pensio- 


Tod 


1873 


1Ö78 


Graz 


— 


1 




1873 


Wien 




— 




1874 


1873 
»875 


KOnigsbMg 

i : 


1895 




LMM noch al« Honorer- 
PnUuam 


1877 
»879 


1882 , 






1887 




1881 
18S3 

18S3 


1884 

1885 

tS87 


Wich 
(Fiiwiu-MinuteriuroJ 

Wien 

(Sttlbtbclic Central - 
1 Commissioa) 

i Wien 


— 

_ 


_ 

_ 




1885 


1885 


1 _ 

Wien 








1880 


K.S7 


- 








1887 


188S 
1888 






1890 




1888 


1890 






— 




iSSq 
1890 


l8Q-i 

'«93 


ClhiiiMHiSiwui 






1 



19» 



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Verzeichnis 2. 



— 228 — 



Post- 


% 1 




1 Hat sich 1 




Nr. 

-4 




Vor- und Zviimiis 


GetnutKit 


habUitiert in 




u 

CS P 


1 
1 

1 

1 — 




46 


i8qi 


' Dr. Singer Heinrich 


1 

Brünn 


' 

Wien 


Canuuischcs Recht 


" 




Dr. M^bach - Rhetnfeld 
Wtm Fniberr v. 


Zatesdzyki in Ga- 
üaeD 


Graz 


Politiiche Oehonomi« 




1894 


Dr. Schwind Enm Filir. v. 


Wien 


Wien 


Deutsclies RedH u. Oawrr. 
RMhuKeschichtt 


49 


1804 


Dr. PMCbioni Mmui 


Ceseni in ItaUea 


Modena 


lUtmiKhct Rcdn mit iuL 

Vortragssprache 






Dr. PfalT Ivo 


Mcrmannbtadt in 


Innsbruck 


Römisches Recht 




1895 


Dr. Hönnann - Hörbach 
Wdiher v. 


Gnadenwald in Tirol 


Wien 1 


Kircheniecfat mit itst. Vor- 
tragsspradw 




1895 


Dr. Sartori - Möntecrooe 


InasbruclE 


bmsbrodt 


Deucu-hci« Rcchi ci. ö".K'rr. 




i 


Tulllus Ritter V, 






Rechisijjc<ichichtc mit iwliea. 
Vortraijssprache 


53 1' iSvö 


Dr. Hruza Ernst 


Prag 


Wien 
Wien 


ROmiscbes Rechit 


54 


i8g6 


Dr. Wahrmuod Ijiulwig 


Wien 


Kirchenrecht 


55 


1897 


Dr. Galante Andn» 


Casale Monfeiatoin 


Puria 


Kirchenrecht Hlb ilai. 






Italien 




tn^sspiacfac 


56 II 1897 


Dr. Demeliu« Btait 


1 Krakau 


Wien 1 


Oecicrr. bOrieeflidMi Rcchi 


57 


1S98 

1 


Dr. Puntschort Pinil 


Klagenfurt in 
Kärnten 


Innsbruck 


Denis H-ciu u. Otteir. 


58 


1898 


Dr. Camevalc Bmnmd 


i UpariFtov.dJMas- 
sioa 


Catanta 

1 1 


Oesterr. Scrufrecht u. Sirat- 
prooctt mit iuL Vonngß- 
spcaclic 



C. Medicinische 
A. Medicinisch-cbirur- 



I '189;; Dr. Mauenuann Jowf 



FriedlandLBOlimeD 



a 183^ Dr. L^schan Ignaz Edler v. |j Wien 
I f 



Theoret. o. pnkt. Chiroigie 

und gcrichtl. Medicin 
Prakt. Medicia und mcdic 
Klinik 



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I 



Vemicbiito 2. 





EnMumt zum 


Abgang durch 


Anmerkung 




Extra- 
ordinariiu 


Ontfnarius 


Bernfiuur nacli 


oismiig 


Tod 






189t 
1893 


Pmg 


— 


— 






1894 


1898 


Gm 












1894 




— 


— 






i8q4 




Prag 










i«95 


— 


CtMiumitx 


— 












— 


— 








1897 


1896 
1896 


— 


— . 
— 






















1898 


_. 


i 








! 

Facultät. 










gis 


ches Studium. 












1895 






* 

1859 


] 






1838 






itiä8 





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Veneichnis 2. 



— 230 — 



■ 

Post- 


^ :r 
u 

■a e 






! . 1 

Hat sich ^ ! 








y" t . . II . 




Lnscipiin 1 

j 


Ii' 






habOitiert in 


3 


1830 


Dr. Michael Emamid Aug. 


~~ ' l 

— 




Medic Phyiik, Chemie und 


4 


■846! 


Dr. Oantscher Cari Rinar 


Ptttui in Steienneric 










V. Kolleaberg 








S 


1847: 


Dr. Lange Wilbdin 


Wilhclmshöhc in 




TheoKL n. fmftt. Gebam- | 


Deutschland 




bUfe 


6 


1847 


Dr. Swoboda Goittv 


Wien 




Tcmiiianniiicio 


7 


1847 


Dr. Kubik .liicol> < 






Tlieoretische Medicia 


8 


1851 


Dr. .Mayrhofen Virgil zu 


Hruneck in Tirol 




Theorei. u. praku Gebun»- 






Koburg-Anger 






hilfc j 


9 


KS5V 


Dr. Seidl Eroraud 


Wien 




Thcotet. Medicia '. 


10 


1856 


Dr. Tscburtscbenflifller 


Sexten in Tirol 




t Theorrt. Median ! 


1 




Anioii [-Aller v. Hclmhcim 








II 


1856: 


Dr. Körner .Morii 






Paiholugie unJ Therapie u. 












1 medic. Klinik 1 


ti 




Dr. Fischer Jotef 






1 Theoret. o. {unkLCbiraigie | 




1864 








und Augenhetlkunde 




Dr. Remb^ Ow» 


Lichtenbcrg(\'intsch> 




Mi,\iic. Pathologie a. The- [ 


1 


1 


gauj in Tirol 




rapic uutl medic Klinik j 


B. Medicinisch 


M 


i8<)<) 


Dr. Dtntsdier GmI Rincr 


Pötten i Stnennuk 




Deecr. Aiutoniie | 


•5 




V. Koücsbcri,' 

Dr. .Mavrhoic-n Vircil zu 


Bruneck in Tirol 




Geburtshilfe u. GyiUkoloi^e 






Koburg- Anger 








16 


i8()9 


Dr. Tschuttscheathaler 


Sexten in Tirol 




Allg. PMholo^, Phercnaco- 




Aim» Eillir«.Heliiilniai 






logie und Phartnacognosie ^ 


»7 


i8bq 


Dr. Rembolid Ono 


Lichtenberg(Vintscb- 




Spec. IVithokfie v. OMdie. ■ 








gau) in Tirol 




Klinik 1 


18 


1869 


Dr. HoAaenn Bdeud 


Prag 




GcricfaiL Medidn u. Smm»- ' 










aiBMikttade 



Verzdcliiiis 2. 



RwwinnHiig «im 


Aljgang durch 


Aiuaafcung 


Extra- 


OrdiiMritis 


wfifflg Usch 


Peosio- 


Tod 




1836 


— 


— 


t 1 






1846 






1887 






1847 






t 






1847 

1847 
18s 1 






X 

1 

1877 






1853 
i8$6 






t 






1856 


Graz 




t 






»859 






t 






1864 










cultät 




1869 




i88is 


1887 






1869 




1886 


1877 


Vom sMdkb-ilwwg. 
1 tedioai u 4te nwdieMMlM 
FaaddM VbcnooMw« 




1669 


Graz 








i 

! 


1869 


Wien 




1897 





Digitized by Google 



Verzeichnis 2. 



— 2$2 — 





Post- 

rsr. 


Jahr der 
&neimung 


Vor- imd Zoonw 


GelNirtiort 


Hat sich 
nawiinen m 


Disciplin 






«9 


■ 

1809 


Dr. Schott FerdiiMDd 






Padiologischc Anatomie 






90 


1669 


1 Or. Mautboer Ludwig 


Png 




Angenheilkuade 






31 


1869 


Dr. WHdiier Fmix 


PriedlendlBöliaMa 




VeieriolriNnide 






22 


1869 


' Dr. Mfltjr Rkhifd 


Graz 


Gn2 


l^ysiul. u. p'jthol. Chemie, von 












1873 ab an^cw. med. Oictnie 








1869 


Dr. Heine Cvt 


Caoitatt in WQrttbff. 


Heidelberg 


aura^Bie n. cnmifg. Klinik 






31 


1870 


Dr. VintSChgau M.nximt1ian 


Wittea in Ural 




rliTMOMgie 










zu AJtcnburg u. Hohcn- 
















hflus R« V. 














1873 


Dr. AllMSlt Eduud 


Senftenberg in 
BOhoicn 


Wien 


Cliiruigie 






96 


1873 


Dr. Oellacher Jonf 


Iiuiibrnctc 


Innabm^ 


Histologie u. BotwicUniigii- 
















geachichtc 






37 

# 


1873 


Dr. f.a«£r Eduard 


Rlttcsan in Onmm 


Innsbrodc 


Sjrphilia und Denunalagie 






a8 


1876 


Dr. SenlKrfer Girt 


Klausen 


Innsbrucic 


Angew. nedic. Oieinii 






39 


|i877 


Dr. Schnabel liidor 


Neubydachow in 


Wien 


Augcnheilkiuide 












Böhmen 












1877 


Dr Rokitansicv Ftokao 


Wen 


Wien 


Spec. [neJic. Pmholrygic u. 










Freiherr von 






TheMpte und oiedic. Klinik 






3« 


1877 


Dr. KUnwiditer Ludwig 




Pcag 


Gcbondiiifb ikCynHkoiegia 






3» 


1878 


Dr. Dietl Michael 


Königsberg, Böhmen 


Innsbruck 


Experimeatalie Patliologie 






33 


1878 


Dr. I.ocbisLh Wilhelm Franz 


Papa in Uofani 


Wien 


Angcv. medie. Ohemic 






34 


1881 


Dr. Nicoladoni Carl 


1 Wien 


Wien 


Chirurgie 






3S 


li^a 


Dr. Holl Moriz 


Wien 


Wien 


DtacriiN. Anaioaiie 






3t' 


1883 


Dr. Scbauta Friedridi 


Wien 


Wien 


Gehunshilfe u. Gynäkologie 






" 


1886 


Dr. Moelier Josef 


Papa in Ungarn 


Wien 


Pbarmacologic und Phar- 
















macognosie 






38 


,1887 


Dr. fioiyneldewicz Micfaafll 


Ost-Galizien 




Angenh^ilininik 






39 


1887 


Dr. Ehieodorter Ema 


Wittingau i. Böhmen 


Wien 


üebnmhOfe n. Gynäkologie 






40 


I1887 


1 Dr. Loewit »toris 


|Pn« 


Piag 







Digitized by Google 



— m — 



Verzetehnis 2. 



Enwnming zum 


Abgi 


mg durcb 




Anoierfcung 




Extra- 
odfamitts 


OnUnanus 




Pensio- 
merang 


XIKl 




1869 






1007 








1869 




, 


1894 






1869 




— . 


— 


- 






i8b9 


1879 


1 Gnz 




1891 








1869 


Png 




t 






— 


1870 












•MB 


i8j3 


Wim 


— 








1873 








1809 






1873 


— 


Wim 














iAMBUiL KfinlriinlMiiirt 










1876 




' — 


— 


— 


Word« Oewbtr itjt nm Of 














dinarins n dar fWtutflftwffHTT* 














FaeuUtt cnaimt 






1877 


Graz 


— 


— 






1877 


1878 














1877 








Wurde i86r nach Cxeroowia 
«WM« 




1878 






1884 








1878 


i88a 














1881 














1889 


Graz 










1883 


1884 


Prag 












1886 


Graz 












1887 


Graz 












1887 












1887 


1890 













Verzeichnis 2. 



— »34 — 







1 1 










Post- 


II 






Hatsidi 






Nr. 


Jalir 
Erneni 


1 Vor- uud Zuname , 


Geburtsort 


biibilitisrt in 


Disziplin 




*r * 


1887 


Dr. Kratter Jtdins 


Dentsch'LiodJlMilf 

in Steiermaik 


Graz 


GeriehiL Medicia u. Hygiene 




4a 


1887 


Dr. Jarisch Adolf 


Wien 


Wieo 1 


Deriuaiologie uad Syphilis 




Ä% 
^7 


1888 


Or. Paanner Oomit 


Gnz 


Graz 


Rudiolog. Aoitoniie 




44 




Dr. Klotz Herrn* an 


Inzing in Tirol 


Innsbruck 


GynitVologie 






1889 


Dr. Roux Wilhelm 


Jena in Thüringen 


Breslau 


Descr. Anatomie 




46 


1891 


Dr. Anton QMUL 


Smz in P^**»"—» 


Wien 


I*sydiiaiTie und Ncma|M- 
thologi« 




* / 




Dr. Czennak Wflhtlni 


Brfinn in MUinan 


Graz 


Augenbeninuhle 




48 


1892 


Dr. Dittricll Paul ' 


Pratr 


Praff 


Gdiicluliijlic MediCiTi 




49 


1893 


Dr. I.ulca&iewicz Wladimir 
Ritter T. Lada 


Hotoszynie in Ga- 
liziea 


Wien 


Dermütologie u. Syphilis 




50 


1893 


Dr. Juffinger Geocg 


flr>ttingb.IniislMUck 


Wien 


Oto- und Laryngologie 




51 


1893 


Dr. Nevinny Josef 


l'r.<jg 


Wien 


Pharmacologic u. PliamM- 

cognosic 




32 


1894 


Dr. Kerschner Ludwig 


Bereghszasz in Un- 
garn 


Brünn 


Histologie u. Katwidduitfts- 
geadiidm 




53 


i8<}5 


^ Or, Dimmer Friedrich 


Prag 


Wien 


1 Augeoheill<uni.ie 




54 


1893 


Dr. Mayer Carl 


Wien 


Wien 


Psychiatrie uttd Nervenpa- 
thologie 




55 


1895 


Dr. Hacker Victor R. «. 


Wieo 


Wien 


Chinugie 




5^ 


l89(> 


Dr. Hochstetter FerAnaiu} 


Hnucban in Asterr. 

Schlesien 


Wien 


rij-LT^.nivc Aaalomic 




57 


1896 


1 Dr. Ipsen Carl 


Mediascb in Sieben- 


1 


1 üericliüicbe Mediän 








bOrgsn 








58 


iSqö 


Dr, \joos Johann 


Brünn in Mrihrcti 


' Ginz 


" Kinderheilkunde 




59 1 




^ Dr. Kille Johana ^ 


Brunn in Mähren 


1 Wien 


1 Dermatologie u. Syphilis 
















Am 


I 


1835 


Dr. Für Ahm, Wdiprioter 


Undedc in Tirol 




1 Laiön. u. gricdiiKlic Phi- 
lologie 




s 


1838 


Dr. Haidegger Michael, 
1 Wchpricncr 






Religioaswisseaschaft und 





j i^.d by Google 



Verzeichnis 2. 





Brnaimung zum 


AbgßOg dnrch 


Anmerkung 




Extra- 
ordinarius 


Ordinarius 


Berafiiog nach 


Pensio- 
nierung 


Tod 






1887 


Gnx 










IBÖ7 

I88Ö 
189 1 


1888 
1869 


^ 

KXTMZ 

ondie a & 
Graz 


— 


1 1 1 1 1 






i8ga 
1893 
1892 


1894 


Prag 
Png 

f amtiaf fr 


— 


= 1 


1 




•893 
1893 


1896 












1894 
1S95 


1895 








Mit TiHl md Chsraktcr eiaw 
oiJwMldXn PrafcMoi« 












: 






1896 














1896 
1898 




- 




= 


1 


FacaltSt. 






1835 


Rom 




18» 








1S38 






1875 


DamMpInihr in BriMM 



80* 



Digitized by Google 



Verzeichnis 2. 



- 336 - 



Post- 
Nr. 


Jahr der 
Ernennung 


Vor^ und ZmiMM 


1 

Gäbuttsait 


Hat sich 
habilitiert in 


Diadidin 




3 ' 




Dr. Böhm Joief 


Rofldialowitz ia 




MadienMtik 










BAhiDMi 








4 


1840 


Dr. Baumgafteo Amoo 


Wien 


— 


Phyiik 






1843 


Dr. Schen.ich a«o«g, Welt- 


Innsbruck 




Phllowphie 








ui icaici 










6 


1846 


Dr. Jiger Alben, C^pkular 


Schwas in Und 


— 


Wdt- and fldcrr. StiMm- 








0. S. B. von Marieobeig 






geschichtc 




7 




Dr. Fuchs Alben 


— 


— 


AUgcm. Naturgeschichte u. 














Landwirtaschaftilebre 








Dr. Köhler Joaef Georc 


flii£ Böhmen 

mj*i A^\^u ft^iwii 




Natumeschidi le 




9 


18$ I 


Dr. Htaaiwetz Helnridi 


Reichenberg fai 


— 


Cbenne 










Böhmen 








10 


185a 


Ür. Jelinek Curl 


Hriitiu 


- 


Eletnent;3r. Mathcmutik und 














prakt, Geon)etrie 




II 


IS53 


Dr. Kop«tzky Cail Libor 


Domstadtl L MSlueo 




Philologie, ckitiKlie Uie- 
nm und Aesdieiik 




13 


l8$3 


Dr. Ficker Juliin Riner v. 


Münster in Westr 


— 


AUgentehie GeKhicfati 








Feldhaas 


phalen 








13 




Glax Heiuricli 






Oestcrrdchisdie CcMhielMe 




14 


18^3 


Dr. W'altenhüteu Adalbcn v. 


AJtrioiitbuhel in 


— 


Physik 










Stciermaik 








'5 


1853 


Dr. Ocdooi Hooofatiu 


Venedig 




itaUcnieche Spnchc und 
LilerMur 




16 


185? 


Dr. Miilecki .Xliiou 


Posen 




Classlsclic Philologie 






•«57 


Dr. Schenk] Carl 


Briiim in Mähren 




Classiscbe Philologie 




18 


i8;8 


Dr. WUdnwr Tobiu Rhter 


1 Fügen in Und 


1 = 


FbOoMphte 








V. Wildhiuinen 












1859 


Dr. Zu)iä<jrlc Ignatz lidler v. 


Meran in Tirol 




{ Deutsche Sprache u. Liie- 








Summer.sbcrg 






raiur 






i8bo 


Dr. Kernet AaiooJoMf Ritter 


1 Mautem in Nieder- 




. Naturgeachichte 








V. Marilatm 


Osfernich 


1 - 






at 


1861 


Dr. Stumpf Brentano Ctrl 


Wien 




Hiitt». HOftiriHCOMfaalten 




1 




Friedrich 


. 









Digitized by Google 



— n? — 



Verzeichnis 2. 



Etnenniing zam 


! Abgang dttidi 

1 


Anmerkung 


Extfa- 

ordiiuuritis 


Ordinarius 


1 Berufung nach 


p£»ncin- 

ni«niiig 


Tod 






Prag 




t 







1840 
1841 


Wien 


1878 


1880 
1859 






1840 


Wien 




189t 




— 


1849 




— 


t 






18^0 

•8» 1 


Polytechnikum Wien 




1 

187b 




— 


185a 


— 


— 


t 




— 




— 




- ! 








1879 


t 


Von 1W3 bb ProfMior 
aa der JaiUbdin Facohll; 
MfjgL S* i>4i Pmst-Nr. ao 




US,, 


— 

Prag 


1S70 






1853 

1857 
I85S 


Ron 

_ 
Gnu 




1898 




1853 


1896 








1859 




1690 


(893 






1860 


Wien 




1898 






I86I 


- 




i88a 





Veraeichnis 2. 



- 138 - 



Post- 
Nr. 


Jahr der 
Kriiennung 1 


Vor- und Zmunc 


Geburtsort 


Hat sich 

a a. »aaj.« . ■ _ 

DBininlCn m 


Oitci|din 


33 


1863 




r ugcii III i u ui 






33 


1863 


ur. Jttig aaaiura 


RinKelMCB 1> Bhmi 




QMiischc Pliilalofia 






Dr. Hdkr Graiill 


SohcKhlcbea in 




Zoolü^lc uad vMgleiclMade 








Böhmen 




Anaiomie 


»5 


1066 


Dr. Coglieviiia ftm 




- 


hallen. Spradic u. LiMranir 


a6 




Dr. PicUer Adolf Rimr v. 


Erl in Tirol 


_ 


Miacnloiiit uod Gcognon« 






Rautenkar 








27 




Dr. Barth Ludwig Riocr v. 


Roveredo in Tirol 


bmabrodc 1 


Chemie 






fiarthenau 








98 


',86, 


Dr. Pfaundler Leopold 


Innsbruck 


Innsbruck 


Phynk 


39 


löftS 


Dr. Peche Ferdinand 


Pisck in Böhmen 


Graz 


Maihematisthc P^ly^ik 




1060 


Wr MtkllMfl* Inkann 


xiumaui lu riMSMU 








1869 


Dr. Demattio Fanunat 


vAvsfCsc in iinu i 








1871 


Dr. Zeissberg Heinr. Ritwr v. 


Wien 






33 


1871 


Dr. WUmanns August 


Bremen 








187I 


Dr. Baracb-Rappaport Sig» 












mund 










1871 


Dr. Bussen Arnold 


MüDiter in West» 


Innsbrnck 


' Allrnnöiie Gtacfudiie 

• *aap%^*** ■ 1 >a%' ^vvv^aa^WMW 








phalan 








187a 


1 Dr. Stell Otto 


Hall in Tirol 


Wien 


Mathematik 


37 


i43 


Dr. Zingerle Anioa 


Meran in Tirol 


Inntbnick 


Oanische Philologie 


38 


1874 


Dr. SeiülofBr Cul 


Klaosan in Tirol 


Innt brück 


Chcoiie 


39 


1877 


Dr. Nemioar EdmuBd 


Teacben L Sdileaiaa 


Wien 


Minaralo^e u« [^uiogiafic 


40 


.Ö7S 


Dr. Peyrit-si:!) Johann 


V(")lkerinarkt in 




Botanik 






Kärnten 






41 


1878 1 Dr. Gegenbauei Leopold 


Neuiengbach in j 


• 


Maibemaiik 






Niaderteterraidi 






43 




Dr. Wieser Franz Ritter v. 


Kufstein 


Innsbruck 


üeo^rjphic 


43 


1879 


Dr. Semper Ham 


Dre.^en 


Innsbruck 


KutM^eacbichte der mittleii 








] 




und oeoereB Zeil 1 


44 


1881 


Dr. Kaltenbniniiier Per- 


Kirchdorf a.|K.Ob«rH 


Graz 


Hiator. HiUswiMenacbaftcal 






Jiruind 


Österreich 







Digitized by Googl l 



VcmiclinJ» 2. 



BnMomng lun 


Abgang durch 


AnmeikuQg 

1 

1 


Extra- 
ocdiiMin» 


Ordinafius 


Bsnifuug nach 


Pensk)- 
uennig 


Tod 




i8t>3 
l8»3 




1894 


ifl86 




1866 
— 


1867 


— 


1890 


— 




— 


1867 






1890 




— 

— 


l8t>7 

1808 

1869 
1871 
1S71 
187t 


Gnz 

Wien 
Kiel 


1 i 1 1 , f 1 


1885 


Dinelicirdark.k.Hor-l)jUia(lMfc 


1871 


1873 


Gm 




«89» 




187a 
187} 
1874 


1877 
1876 




_ 




Ftnaiemta SS. t876dk &nn- 
ordimrim an d«r imd. FacuMt 


1877 










Im Jihr« 1881 imOiscipliiMnt'cge 
von MiMr Sttlh «nAalMD 




1878 






1889 




1878 


18S1 


Wien 








187Q 


1885 
1885 










1881 


189s 






- 


i 



Digitized by Google 



Vendchni» 2. 



— 340 — 



Post- 
Nr. 


Jahr der 
Ernenn UHR 


Vor- und Zumune 

1 


4") 


1885 


Ur. UCDCrOorst i.<an 


46 


las* 


ur. Hin JomT 


47 




Hr. Pastor Lodw« 


4Ö 


1887 


ur. 3QMZ rneanen 


49 


1887 


Dr. Wackerncll Josef Ed. 


5«' 


1889 


L9f* neuincKi HIHI 


J * 


1889 


Dr. Ottenfhfll Etnil v. 


5» 


1890 


Dr. WassmuÜ) Amoa 


53 


1890 


Dr. Pemtner Joaef Maria 


54 


1890 


Dr. Cathrein Aloia 


55 




Dr. BtOM Joaef 




1890 


Dr. Rdscfa Enül 


57 


1890 


Dr. SeemiUler Joaef 


58 


1891 


Dr. Lecher Krnst 


59 


1893 


Dr. Scala Rudolf v. 


60 


1893 


Dr. Ffiadriäi Thon« 


6t 


1893 


Dr. Härdtl Eduard Frlir. 




18.14 


Dr. Pxiier Cirl 




i«94. 


Dr. Heider Carl 


*4 


1894 


1 Dr. Sdiroeder Lcspokl v. 



Geburtsoit 



l llat sich 
( halrilitiert in j! 



Diwiplm 



I Teckleabiug in 
I WasqpiMlaii 
\ Sterling in Tml 



Gättingen 



i Achen Rheinprovinz^ 
' HflU in Tirol < 



(jöflan in Tirol 

Laibach in Krain 
Sand in Taufers in 

Tirol 

Tepl in Böhmen 

Neumailct in Tirol 
üozen 



Innsbruck 

Wien 



Innsbruck 
Innsbruck 

Innsbruck 

Ciraz 
Inn.sbruck 

Poi^ tcchn. In- 
stitut Wien 

Wien 

Tcclni. Hoch- 
schule i. Karls- 
ruhe 

Innsbruck 
Wien 



Wahring (Wien) 


Wien 


Wien 


Wien 


Wien 


Innsbruck 


Wien 


Innsbnxk 


Pttuing tfli Mi^o 


. Innsbruck 


Prag 




Wien 


Wien 


Dorpet in Rassland 


Dorpat 



PliilMophie ^ 

Tirol. Gr-^ohK-'iic, später 
öMcrr. Cie-vdiichie ^ 

Gcachichie 

Veinilcichnide Spradiwistai- 1 

Schaft 

Deutsche Sprache u. Liic- ! 
ratur | 
Botanik 

Alldem. Geacttichw und j 

histor. HilfxwivscrLwhafieo . 
Maibematisch« Physik 

Cosmischc Physik 
Miiicrit)o(jic u. Pctrographic 



Gcoloiiie und PtdUontolQgie 

Cl.i?isischc .^ri-h.'iiilnpie und 
Rciiliak.hcr ücr classi»«:hen 
Philologie 

Deutsche Spracbe il Lite* 
I rarar 

Alte üeicfaidite 

Alle Geadnchie des Orlens 

Theorct Artranoinie 

Mathcmat. Plijräk 

Zoologie 

AMudiKlie Getdiklite owi 
AheithmiMltande 



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— 841 — 



Verzeichnis 2. 



EnwnnuQg zum 


Abgang durch 


Anmerkting 




Extra- 
ordinarius 


— * f — — — - — — 

uwunmis 


ttcmnng bko 


Pensio- 
niening 


100 




188$ 


1889 












1886 


1890 


— 


— 


— 


Dem Unterrichts • MinnMrmm 
in Wim mr DtMMl«nnug »• 




1886 
i8t(7 


1888 
1889 


— 




— 






1887 


1890 












US89 
1889 


189a 
1893 




— 










1890 


Gm 










1890 


1893 
1890 


Wim 










1840 
1890 


1897 
1894 

1 


Wien 










1890 


1893 












1891 
189s 
189a 
189B 

1894 


1894 i 
1897 

1894 

1894 
1897 


Png 




1 1 1 f 1 1 1 







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Verzeichnis 2, 



Post- 
Nr. 


Jahr der 
Eniennung 


Vor- and Zmuan» 


Geburtsort 


Hat sich 
habilitiert in 


DiiCipliD 




«5 


1895 


Dr. Wtrtinger WObelm 


Ybbs a.jD. Nioder- 


Wien 












östefTsicli 








66 


1895 


Dr. Dflila - Tone Tban- 


KitzMhel in Tinit 


Innsbruck 


Zoakgie 








berg-Stemhof Wah. ». 










67 


1895 


Dr. Klemenciö Ignu 


Treffen in Krain 


Giiz 


Piijrnk 




68 


1896 


Dr. Ifittobrand Farn 


Wien 


Wien 


1 Pliiloio{iliie 




<9 


1896 


Dr. Fii^ Radolf 


Wim 


Stcassbuqr 


EngliadM SpfkdM B. liM' 














1 ratur 




70 


«897 


Dr. C^ennak PMd 


BiOon tn MilmQ 


Gras 


Cosniicbe Stijük 





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Abgang duRih 


Anmerkimg 


Extn- 
onUimitts 


OrdioniTis 


BflraJbog mdi 


Pensio- 
nicraog 


Tod 




1895 


1896 












1895 
















1895 














1896 




























1897 


- 









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Verzeichnis 3. 
Die in Innsbruck habilitiertea Privatdocenten. 



A. Theologische Facultil, 



Post- 

Nr. 


k. ö 
3 

jC ~ 
-> ^ 

X 


Vor- und Zudum 


Gcburaori 


Dkdplia 


1 


187 ^ 


Dr. Limbouig Maxinilisn 


Helencnbcr){ bei Trier 


Philo!M>phiich - Theolog. 






S. J. 


in Rbeinpreussen 


Propaedeatik 




i88a 


Dr Biedaflack JomT S. L 


Graven in Wiss^ 










phalcn 




3 


188« 


ßr Nnldiii Hieronvmiu S 1 


Saliim in Timl 


n^ipaedetitik 


4 


1SB6 


Dr. Plunk m»au« s. j. 




Fix L' i.' 'J st: 1 lt."- 1 1 f C n U IIlI 










neuen Tettomenis und 


5 


1886 


Dr. Standi AMoa S. J. 


Grossbockcnheim in 


orieuuKache Spndico 
Deynadk 






der Rheinpfklz 




6 


1887 


Dr. Nisias Johann Bapt 

S. .1, 


Trier in Rheinpreuss. 


BibUKhe Eugaw 


7 


1888 


Dr. Michael Etnil & J. 


Reicbeobacb i.Schles. 


Kirchengeschichte 


8 


1888 


Dr. Kern Josef S. J. 


Aigen in OberOster- 


Philoaophiidi-Theoiag. 








reich 




9 


1894 


Dr. Kinz Beda S. J. 


Fnnidnrt a./M. 


Philosophiuh-ThealQB. 










Propaedcutik 


10 


1894 


Dr. Grtterar Mklvd & J. 


ObemMn in Tirol 


Moral- uwl BMonl- 










theolQgie 


II 


1895 


Dr. Lingeos Eina S. l. 


Aachen, Rbeioprenss. 


Sehobfltndie Theologie 


13 


1896 


Dr. MQUer Jotef S. J. 


HufinRheinpreussen 


PI - r:>,:,i 










Propaedeuiik uodtpecu- 










ktiTc Theologie 


«3 


1898 


Dr. Letebar Ludwig S. J. 


»dl in Tirol 


Philo»opl lisch - Theolog. 










Propaedeuiik 



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— «45 — 
B. Jarittische Facaltttt Verzeichnis 3. 



Nr. 


C 

« 'S 

1 2 

3 


Vor* ittui Ztutame 


Gebumort 


DiKipün 


I 


1856 


Eh-. Oberweis Jofef 


Innsbruck 


Deutsche.« Privntrecht 


3 


1834 


Dr. Tewes Augu«t 


Achim bei Bremen 


Römisches Recht 


3 


186 1 


Dr. Wörz Johnm Georg 


Braitenwang in Tirol 


TboKidiewKl TaruflMr- 

glsche Rechugcschichte 


4 


1871 


Dr. Steiniechner Paul 


Watteos in Tirol 


Römiscfaes Recht 


b 


1871 


Dr. Vaide Liivre Anton 


Trient 


Deuttche Rridia- oad 
Recbtsgeschichie 


6 


1875 


Dr. Platter .'uliu' 


Kastelruth in Tirol 


Statistik 


7 


1878 


Dr. Fiorentini Gubriel 


Trieot 


Römische* Recht 


8 


1878 


Dr. Vortditutr lolbawi 


Klausen in Tirol 


üesterr. Scnfteclit und 

Sirsiiprocess 


9 


US7M 


Dr. Ni&sl Amen 


Fugen in Tirol 


Canoai&chet Recht 


lO 


tvHSo 


Dr. ZaiUngar Otto 


Bozen in Tirol 


Deutsch« Reichs- und 

Recht^peschiohte 


II 




Dr. Hauke FrAiis 


Mauer bei Wien 


Oe»terr. Suaurecht 


13 




Dr. Schntleni zuSdinrtteo- 

liofen Hermann R. v. 


Innsbmcic 


NaiSoDal-OcItoiionue 


I ^ 




Dr. Saitoh TuUiua Riner v. 
Monnerace 


Innsbruck 


Deutsches Recht 


14 


iSq3 


Dr. Fbff Ivo 


Hermannstadt in Sie- 
benburgen 


ROmiadMi iUdn 




1H46 


Dr. Puntadurt Pinl 


Klagenftirt in 
KAmtea 


DfluttchM Red» und 


C. Medicinische FacnltSt 


i 


1870 


Dr. Bbiwr Victor R. 


Innsbmck 


Histologie um! Kntwick- 
luag»geschichte 


3 


1870 


Dr. OcUacbar JobbT 


Innsbruck 


Himlogie und enwicfc- 

lun((s^e$chictite 


3 


1871 


Dr. Laog btluard 


Klacsan in Ungarn 


Chirurgie und Syphilis 



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Verzeichnis 3. 



— 246 — 





e 

1. 0 

0 'S 

■3 S 








Nr. 




Vor- und /uiiüme 


GeburiMon 




4 


1874 


Dr. Dietl MidMcl 


Böhmen 


Hisiologia nnd tnikro- 
skupiache Technik 


5 


1875 


Dr. Uebennann Leo 


DetHKziD in Ungarn 


MedidniKhe Cheniia. 


6 


1875 


Or. Schnopflugea Fnnc 


Ober-Ncukirchen in 
Oberösterreich 


Pathola((iaehe Anaioinie 


7 


1875 


Dr. Plenk Ftr^naad 


SÜBan in Tliol 


Augaaheükniule 


8 


1876 


Dr. Lantschner Ludwig 


Hötting in Tirol 


Praktische Chiroi^ 


9 


1878 


Dr. Schlangenhausen Fri- 
deffio 


Graz 


Psychiatrie 


10 


1.SS1 


Dr. Klotz Hcnnmii 


Iniing in Tirol 


Patliol :L;i- '.''crweibLS*- 
xualor^ane 


II 


1887 


Dr. Sachs Theodor 


Truppatt in Schlesien 


Augenhcilkuode 


19 


1890 


Dr. Tori^gler Fram 


LoiM in Tirol 


Geburishilfe 


13 




Dr. Malfatti H.ins 


Rovcreto in Tirol 


Ani;cu. mcviicin. Chcmit- 


•4 


I898 


Dr. Posselt AUolf 


Ried in Überoster- 
reich 


Diugi)o«iik und 1 hcrupic 
der iotcnien Kiaokheilan 








MUcBe i'aciiicnt. 




I 


i8si 


Dr. Kink Kudolf 


Kufstein in Tirol 


Tirollsihe Cicschich«e 


a 


1800 


Dr. Huber Alphoiu 


Fügen in Tirol 


Allg. Gesell ichie 




186 1 


Dr. MiUler Johann 


Jnntniiit in Nisana 


daimclia Phüologie 


4 


i86'? 


Dr. Barth Ludwig Rinar *. 
Banhenau 


Rovereto in Tirol 


Chemie 


5 


l8f)6 


Dr. PÜMiodler Leopold 


Innsbriiclc 


PfayaikaliMhe Chemie 


6 


1868 


Dr. BttSSOn Arnold 


Münster in West- 
phalen 


ADf. Gawfaiidtta 


7 


1868 


Dr. Mülin Johofm Geofig 


Satteins in Vorarl- 
berg 


Chemie 


8 


1871 


Dr. Senhofer Carl 


Klausen in Tirol 


.Vllg. Chemie 


9 


1873 


Dr. Zingerle Aman 


Meran in Tirol 


OsKische Pfaikilagie 









24/ — 


Verzeichnis 3. 


Post- 
Nr. 


V ä 
2 

«1 
"* X 


Vor «ad Zwwim 




DNdplw 


lO 


1S74 


Dr. Wioer Pma Kxtet r. 


Ku&tein in Tirol 


Geotpepiiie 


II 


1875 


Dr. jung Julius 


Imst in Tirol 


Al%. Gcschidne 


13 


1873 


Dr. Biehl Wilhelm 


Weidenbabn, Na^u 


Philosophie 


13 


1873 


Dr. Kobflld Btagifttct 


Winasch-Matraijn 
Tirol 


Maihenitotcbe Phytlk 


lA 


1S76 


Dr. Semper Hau 


Dicsdco 


KuDstgeaciiiicfau der min- 
lereti und ntuerea Zax 


'5 


1878 


Dr. Müblbacber Engdben 


Gamming in Nieder- 
Österreich 


Historische Hilftwieiea- 

»chttften 


16 


1878 


Dr. Knaiwr Vioeeai 


Wien 


Philosophie 


17 


1870 


Dr. Stob Friedeidt 


Hall jn Tirol 


dauiscfae Phikdogie 


18 


I87M 


Dr. Tollinger Johann 


WiJten in Tirol 


Expcrimers! sl-Physik 


IQ 




Hr Ottenthfll Emil von 


*^nfl in Xfliif«*rÄ Tirol 


Alls? Cjcfscliichie 




1S80 


Dr. Pastor Ludwig 


Aachen in der Rham* 

prnvinr 


Neuere Geachiclite 




18S1 


Dr. DalJa-Torre Carl Wd- 

lliJm vait 


Kitzbühel in Tirol 


Eaiomologie 


22 


1881 


Dr. rinmmcrl Henm» 


Innsbruck 


Physikalische Chemie 


33 


1881 


Dr. Brunner CiA 


Liuz in Oberoster- 


Amlytitcfae Chemie 


24 


1882 


Dr. WadusDell JoMf 


Goftan in Tirol 


Dcuii.'.'ht S).mdM und 
Literatur 


«5 


1862 


Dr. BIms JomF 


Innsbruck 


Minerdai^ und Pieiio-' 

graphie 


ao 


1883 


Or. Ho^var Franz 


Möttling in Krain 


Infinilcaiaialrecfanuiig u. 
deren Anwendung anf 

Geotneirie 


27 


1883 


Dr. Hochegger Rudolf 


Wien 


VlHker-Pqrcfaologie 


98 


1885 


Dr. Fkiedricfa Thomtt 


Wien 


Geediichte dee dleo 

Orients 


29 


i88j 


Dr. Scala Ru<kilf von 


Wien 


Alte GeKfakfate 


30 


1S87 


Dr. Redlich Onndd 


Innsbruck 


Himorinhc HiftwiMcn* 



Verzeichnis 3. 



- t48 - 



Pott- 
Nr. 


.Inhr der 


Vor- und ZuoMM 


UafaurbCNf 


Diicipliii 


5« 


i88b 


Dr. Härdtl Biturd FM- 
h«rr voo 


Peniiqg bei Wiea 




3» 


1889 


Dr. Lendtnwyr Rohen Rhier 

von Lendeufeld 


Graz 




33 


1895 


Dr. Htyt Mkhaü 


Adlwang ia Ober- 
Astemidi 


Neuere Gcidiidite 


34 


1896 


Dr. Radinger Carl 


Wüten in UrOl 


Classischc Philologie 


35 


1897 


Dr. Walde Akiii 


Innsbruck 


Vergleichende indoger- 
nuniiciw SpnchwiiMO 

schaA 




1897 


Dr. Radakowii Michael 


Graz 


Theoretiiclie Physik 


37 


1897 


Dr. Schatz Jc«ef 


Imst in Tirol 


Deutsche Sprache und 

Literatur 


38 


1898 


Dr. Hopfgaxtaer Cul 


DonaneadiiDgen in 
Baden 


Chemie 



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\ tjrzcichijis 4. 



Von andern Hochschulen zugezogene 



Privatdocentea und habilitierte Supplenten. 





u 
2 

1 

s 

e 

ou 


WS « 

"Ose 

III 


vot- tuid Zumnw 


Geburts- 
ort 


] 

UnCipilD 


Habüjtiert 
in 


An- 
nttlcunir 




I 


1875 


Jeitteies Adalben 


Wien 


Deu lache Fhaologie 


Graz 






3 


1880 


Dr. Böhm Eugen 


Brünn 


NadooalMDDQaiiiie 


Wien 


Supploit 








Riltcr V. Bawcrk 












3 


18S1 


Dr. Holl Moriz 


Wieo 


Oeicript. Anatoniie 


Wien 






4 


1881 


Dr. Schaala Fiietir. 


Wien 


Geburtshilfe u. Gy- 


Wien 


a 1 












aackolc^ie 










1S86 


Dr. Zin>^L-rle Wolf- 


Innsbruck 


Kotii.iniadM Philo- 


Wien 










ram Edler von 




logie 












Samnenberg 












ö 


1S87 


Dr.PomtnerGnHaT 


Graz 


Pkthokig. Amtooiie 


Graz 


Supplant 




7 


18t» 


Dr. Catbretn Akris 


Bo2en 


Mineralogie u. Pe- 


Karlsruhe 














Uiigrnpliie 








8 


i8.to 


Or. li«:rnauik Ed- 


Mistelbach 


OcAterr. Staaurcchc 


Wien 


Suppleot fUr 








mand 


inNiedep- 


a VcnmhuQgsnchi 














österreich 










<> 


1893 


Dr. Hormann-Hör- 


Gnaden- 


Kirchenrccht 


Wien 










bach Wiihher v. 


wald, Tirol 










10 


'893 


Dr.JuffingerGcofg 


Höttingb. 


Oto- u. Larjrngolofjic 


Wien 


Siippkiii 










Innsbruck 










11 


1894 


Dr. Ipsen Cvl 


Mediasch 


GerichdidK Mtdidn 


Graz 


Supplmi 










inSiebenb. 










13 


1894 


Or. Flidwr Rudoir 


Wien 


Englische Sfwache 


Stria»- 














und Lhctalar . 


borg 










Dr. LoM Jobaim 


Brunn 


Kiader>fleiilniiiik 


Graz 






«4 


1896 


Dr.FnjneiliAfdttir 


Intra(Lago Rom:ini'.L-hc Liien- 


Graz 












Maggiore) 


rurgc&ctiichte 














in Italien 










'5 


1897 


Dr. Lode Akä 


iBroos in 


, Hygiene 

1 


Wien 


Slip]llMII 










Sebenk 







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Verzddmis 5. 
Themata für die Preisautgaben. 



Theologische Facultüt. 

1S64>61. De natura aualugiae, quam appellaii!, do^mntum. dequc ejusdem 
in tteologia dogautka usu. 

18616'2. Instituatur disquisitio, quo sensu Christus Malachiae cap. III. 
vers. I. appelletur Angelus Testamenti, et utrum Angelus ille, qui in Scripturis 
\'etens Tl '^tamonti Angelus Domini vocttur SMpiwqoe visibOi tpecM appvuisse 
narratur, tuerit Hilius Dei. 

ISMfM. Qiuestio juris eociesiflstid publki: De rationibus Coneordaitonini 
commcnfnritis j'.iriJictis, !Tt quoaccurate exponenda sunt, quae :id nafiirnin, auctori- 
tatem, snterprc-tatii mem, rescissionem Concordatorum intcr ScJem Apostolicam 
et societates civiles initorum pertinent- 

186S|64. Lebeo uod Wirken des hL Pinmaius« des Apostels von AUe- 
inenieiL 

18^415. Quae de snncta Virginc Marin sive sacris bibltfs sive majonim 
traditione sancita universa credit ac prolitetur bcclesia ita exponantur, deliniantui, 
constituantur, ut quomodo alia quidem ex aliis, ciincta vero ex ea \'srgtiu^ 
lande et pnerogative apta oexaqoe sint, liqnido appanat, qua eandem Dei 
Matram pnedkainus. 

IfMJTi'W!. Denir n ti etiir. nec sumjiKi--^ Ei;«:Iesiaf Pastoics, nec viros doctrina 
ac vitae sancUtate uisignes, iicc intcr hoscc nominatim Alphoiisum de Ligoho, 
doctrinae probabilismi, quam vocant. esse adversatoa« aed manifeste eidem fnrisae 
ac gravtorimum iode ad eam confinnandam duci argumentum. 

IM8167. De munere oratoris sacri exponatur, quid aatiqui Ecdeiiae Patres 
üenserint, atque inprimis, quo intendere dkenten, qua nrtiOIW 60 pwi rmir e, 
quibus subsidüs instructum esse veünt 

t86)|68>. PerMOseantur ac dijudicentur variae optnianes, quas docti de 
Pentateuchi origine cxcogitarunf. 

I868'ß9. Scribatur commcntatio de gradibus academicis, ac primo quidem 
de origine et collatione dignitatum academicarum, ejus maximc, qua sacna flwo- 
logiae et juris canonici Ooctores renuntiantnr, accurate disputetur. 

1§A9|7Q. Die Feier der Eucharistie in den ersten drei Jahrhunderten der 
christlichen Kirche. 

1870(71. Exposito discrimine, quo Protestantium de principio formali fidei 
Objectivae sententia a doctrina call« Iii a ditfert, judicetur inprimis de momento 
poiemico, quod sententia üla complectitur; deinde vero tum ipaa, tum «• quibus 
nititur findamenta, aocunito solyiciantur «xaniiaL 



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Ibil .iS. Cnxii Ucqucnüiiw snuac cuinniunioais nsteuJatur, tum qui visucrit 
in &ancta Ecdesia diver&is terapohbus usus ac disciplina, tum quae tuK oostr« 
aetata aaqvl prindpia ad mentem ejusdem Eodesiae pastores animaruiin oporteat 

1K7-2|73. Die Fder, cUt Zweck und die gegenseitige Boxiellinig des SditilOi* 
und des Jubeljahres bei den Hebräern. Levit XXV 3—17. 

WVß*. Detennaetnr quinam in Bcdesia Chiisti oootrovenianiiii ah judex, 
qme ejusdem praerogativa, quod judicii ipsius obii-i-1iim 

IN74|;ö. Man gebe eine allgemeine Beurtheilung der Missionspredigten 
des Franziskaners Berthold von Regensburg und charakterisiere dann eingehender 
mit Rücksicht auf die Anweisuiifieo dar geisflichen Beredtsamkeit, die wesent- 
lichen Vorzfige, wodurch dieaellKn sieb atiszeicfaiien. 

lH<5|7t} Das vntiknnische Glaubcni>dc< ret vnn ;»Gott dem SdlOpfer aller 
Dinge« soll historisch und apologetisch beleuchtet werden. 

1876 77. Die Lehre des syrischen Kirchenvaters Aphraates über das ge- 
brame und OOmtliche Sündenbekenntnis in ihram g^bichtlicben Zusammen- 
hange mit der Biissdisctplin der ersten f&nf Jalvhanderte. 

lH7i'*H. Welche Beweiskraft hat Jas Zeugnis des sensiis natur.ie com- 
mums und welche Anwendung tindet dasst^lbc auf die Lehren von der Existenz 
Gottes und der Unsterblichkeit der Seeler 

1878|;s. Der Uebergang der Weltherrschaft des heidnischen Rom an das 
christliche. 

1879 84). Die Bedeutung des vatikamscben Coodls fOt die BatwicUnng 
des Kircbenrechtes.' 

ISM'SI. Gratis sanctificans in quo conästat, quMque effidat ae aecum 

ferat, exponatur. 

188Ü82. Demonstretur esse in rcrum natura causas Imaies et qu:d \:ileni 
baec veritas ad \indicandum ordinem religiosurn ac moralem ostendatui 

ibSSjSS. Es ist die Frage zu erörtern, ob der Apostel Jacobus Aiphaet 
(Mifb. X j) mit Jflcobus dem Bruder des Herrn (GaL 1. ig) Eine Penon oder 
von demselben verf^chiedrn >im 

1HS3M. hxponatur, qu:daain piaesertim ex parte linis ad actum naturaliter 
bonum. quid ad actum supematuraliter meritorium sit requisitum. 

18M|8«. Investigetur doctrina Veteris Testamenti de immortahtate anmMei 

188SI6A. Exponatur, quam nnlia sit ratio a sdentia religianum compa- 
rativa, quam dicunt, petita ad impugnandam doctrin a m thedogictm de origine 
religionis revelatae. 

1886|87. Pmstra atbei, utpotc Denm rerum creatom« negantes, viven- 
tittm originem explicare caumtiir. 

1887|88. Scribatur accurata disputatio de rationibus declarationis Bene- 
dict! nae anni 1741 circa matrimmiia claiiJestina. 

18ti6|89. Scribatur tractatio de sacramentalium uotione, elTicacitate usuque 
fidelibus oommendando. 



— *5* — 



ISHWIKK Der Beginn des grossen abendländischen Schismas und das Ponti- 
ücat Urban VI. mit besonderer Rücksicht auf seine Stellung zu den Cardinilen 
und dem Gogenpapste Qeinens VTl 

1H!HV!U. In\estigetur compositin sikccssivn rt tcrnpus colle^ ti oni"? 
P&almorum ratinnc pracscrtim li.ibjta opiiiiinjis ii(.'<)tcrit:oium, quae pliiio^que 
Mttti Macbabaeoriim tribuit 

1691198. Die dogmatische Bedeutung des Syllabus. 

1892199. Wanim und wie hat der Prediger auf das freie Streben seiner 
Zubört-r bestmimend oin/uwirkenr 

1893|»1. Gott als Quelle von Recht und PtUcht 

IMljtA. Accunta exhibeatiir explicatio verbomm Domini Matth. 39 
et ig, s de matrimonii indissoIubilitiUe eorumquc ad parallelos textus N. T. 
relationis, diligentius ctiatn cxaminata patrum et theoloKorum interpretalionc- 

1895|{W. Praestiluta analysi concoptus libertatis cx sententüs ad conci- 
liandam Christi htiertatem cum ejus impeccabilitate excogitatis ea ehgatur ac 
vindkatiir, qUM conceptui tibertotis senuino sit conibniiior. 

lfi8fl|Mf. S. Alphnn- i >T .\r I i|:':in^ >:riptoris, hominis saocti, Ecclesiae 
doctorisi qUM sit auctoritab iu thcologia muruli. 
»Fapst Benedict VULc 



Jaridh^e FacultSt. 

Itli00|61. Darstellung der Rechtsverhältnisse der FraucnspersotKii nacli 
Üteram fOmischen und Justinianischen Rechte. 

IMlin. Von der Juristenäuniltät wurde pro i86i|63 keine Preiaau%ahe 
gestdlti 

18ß3|6S. Die FraKon des s. g. internationalen Priv.if- und Strafrccbts (der 
CoUisiOQ mehrerer Gesetzgebuut,'i.n bezüglich derselben Rechtssache) sind mit 
detaillirter AttSflkhnillghiOSichtlicli d<-r ein/einen betreffenden Rechtsverhältnisse 
ntch positivem Österreichischen Rechte zu erOrtem und zu lösen. 

IMIjM. Womach richtet äch, genau geno mm en, der Tnisehwerfh edler 
Metalle und welchen Einfluss übte seiner Zeit die Entdeckung reicher Silber- 
gnibeu in Tirol auf den Geldmarkt der nächsten und der entfernteren Umgebimg? 

1MA|6S. Es sei zu eröTtera: »Das Rocht der geiatlichea CotpOCStiOliea 
in Oesleneich in bOrgerlicher und politischer Beztehoogf . 

Arten dieser Corporationen. Bedingungen ifaiea nurtanrlwi ^K^floiqgen 
ihres Bestandes 
«) für die Corpora tiouen im Ganzen; 
b) f&r den» Glieder 
in bürgerlicher wid politiscber BeädMuqg zur Zeit der Kaiserin Mafk Tbsnsia 
und seither. 



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IN6.'>66. Es sei zu gt bcn Eine Erörtörang der s g impuUtio facti oder 
der sirafrechtlichen Lebre vom Causal-Zusommenhang mit besonderer Rück- 
sicht auf das gemeiiie und flstexreicliische Stiafredit 

lsfi4} (w. Es soll die Aßrnrverfassung einer bestimmten i beliebigen) (Ji- 
meinde in Ansehung der Lage der Grundstücke, der Grösse di r Par/e!len und 
Gutseomplexe, der darauf etwa bafieoden Lasten u. s. w. L^eschüdert und ein 
motivir(es Urtheil darüber aus dem natkualökooMnischea Standpunkte ab- 
gegelKMi werden. 

18H7|li8. Es Werde eine s\^t<jmatische Darstellung dc;^ Str.-ifiuvlitS DSCh 
den ältesten Statuten der Stadt und des Bistbums Trient gegeben. 

1M8I80. Anbietung und richterliche Veranlassung des Beweises mdi dem 
oesterr, or.I<nitlii;tuni ( !ivilpri)i.>-ss<.- in vrrgleiclionder Diirstellung mit den 
Züglichen Bestimmungen dej> gemeinen deutschen Civüprocesses, 

IflWjniL Oarstelluns der volkswtrtsdiafllichen Principien der Gesets- 
gebung Kaiser Josef des Zweiten. 

1870171. Es sei zu geben; Eine quellenmässige Darstellung der Lehre vom 
pactum Hdudae (una esposizione della dottrina del pactum fidudae appoggiata 
alle font^ 

18717t. Die Lehre vom Abschluss der Verträge nach dem oesterreichischen 
allgemeinen PrivatieJit tnit RuLksicht «vf das gemeine Recbt und dieBoatim- 
mungen des Handelsgesetzbuches. 

187*178. Ueber Um&ng und Gremea dar ataattidm AiauiapOi^ mit 
besonderer Berücksicbtigmig der oeiMstao Gesetigebangeii auf dem Gebiete 
des Armeuwesens. 

1871174. Dlesidbe wie tan Vmjahre iSja^jj. 

ls;4'-I5. Es ist nnzugeben, worin sowohl nach den im O^irpu.s juris 
canonici enthaltenen, .ils niivh den sp;Uer erfolgten Bestinimungen der Papste 
und Concilien das Jus patr(^Il:ltus bestehe, und zweiten J uzustellen, welches 
nach den in Oesterreich über die Rechte und Pflichten der Patrone geltenden 
Gesetzen and Veroidnuigen die recbtüdie Natur des Zitronats sei 

IHT.') :r,. Ueber die rechtliche Natur der Antrags\leliLte. 

Ib76j77. Die Grenzen der Staatsgewalt, insbesondere besttglich der Eigen- 
flininaordnung. 

187778. Untersuchung der Fm^e. ob die sog. Emandpetio jiuls fenunid 
auch im longotMudiscben Rechte begründet war. 

187S|7V. Sdlen Wechsel und Iceafmlnniscbe VeipOichtMigss di ei n e auf 
üeberbringer ausgestellt werden dürfen? 

187<J;!«0. Es soll eine Theorie der Steuerüberwälzung versucht und das 
Ergebnis derselben fBr die W1lfdigui(g des gesammten Steuersystems verwertet 

1880|St Wiederholt «us dem Voijabf« 1879180^ 



* 



— 254 — 

1881,82. Von welchem Zeitpunkte ab beginnt nach römischem Recht die 
Verfolglwfkeit der veiscfaieiiencii Rrivatnchte? 

lHR-2 f" ntwiikl-.inf? Jer Vortheile der eidlichen Partei«nabfaöniQg gfigeOr- 
ttber dem Ii) ciiicm KnJurtheile lormuhrien Parleieneide. 

I8BI|B4. In wdcher Webe ludwn die Gebafl»- nnd SterUidikeitsvefliilt- 
iiissr:- die Revölkerungsbcwegunf? in den einzelnen Ländern und bei den ver- 
schiedenen Nationalitäten Oesterreichs seit iS'jo bestimmt, und wodurch wurden 
diese Verhältnisse und ihre Aendcrungcn verursacht? 

1884185. Worin besteht das Wesen und die Wirkung der einzelnen 
kirchUchen Eheverbote i impedimenta, imj>edientia1 und worin hegt der gemein- 
HUne Grundcharakter dersclhi-n in negativer und positiver Hinsicht? 

188&.8tt. Wie hat «ch der fic^grilf der Thronerbfolge nach deutschem 
FQrstenrechte entwiekdt tmdwk ist er gegenwärtig juristisch zu comtrairen? 

I886|87. Entspricht es der geschichtlichen Entwicklung des Diebstahls- 
begiifles imd den Aofordeningea, welche die socialen VerbAltoisse der Gegen* 
wnt m dAS Recht stdlen, dass hn Entwuife des Oiterr. St-C'-R dM Moment 
der gewinnsüchtigen Abseiht m. v!en Begriff des Diebstflills nicht (oder wenig- 
stens nicht ausdrücklich) auigenommen wurde? 

m7|8& Dantdluag der Allmend-VeiliUtnisse auf Gfond der Innthaler 
^Veisthüm( I mit besonderer BerOdc^ditigong der recbtUcben Notar derMoik- 
genossenscbaften. 

1888180. Bs ist die sogenannte LobnfondaflMorie danostdlen and krititdi 

SU beurtheilen. 

1889|!)0. Der Schenkungsbegriff im Verhältnis zu verschiedenen Institnten 
des ehelichen GOtenredits (nach dsterr. Rechte mit BerQckaiditigiing des ge- 
meinen RerhtesV 

18'J<)!I1. Welche Modification im römischen Begntfe der Obligation hat 
die lex Paetelia bewirkt? 

1891!9S. DarsteUoag des Einflüsse^ welchen die Verwaltungsthätigkeit 
des Staates auf die Ptaishildmig ans&bt wobei insbesoodars die Wirkung dar 
Einfuhrzölle auf die Waarenpreise unter Verwertung von statistiscbein Material 
zu berücksicbtigea ist 

18M|9S. Das v6ilmachtlose Handeln nach Handels- und Wechselrecht. 

lWtn <M. rTe^chichtlichc Hntwicklung der Ansichten über die Grenzen des 
staatlulur.i und kiiLhlichen Gesetzgebungsrechtes m Ehesachen seit dem Aus- 
gange des Mittelalters. 

18tK[tl&. Darstellung der gescbichthcben Entwicklung des Tiroler ständi- 
aehen Gefreideaa&cMages und Würdigung desselben aus (Inanziellan and 

vOlkbwiitscliHr'licIuni Cjestchtspunkten. 

18DäjSNi. Das Schiedsgericht als Institut der internationalen Rechtsordnung - 
historisch und dogmatisch dargestellt 



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I8M|9V. Gescbicfate des landesfQnflichen Steuerwes«ns tn Tirol bis zum 

Ausgani^c des MittclnltiTs. 

IsyJlUf». Ucbei den Emiluss der vorgängigen Einwilligung des \ erletzten 
auf die Rechtsnndrigkeit bezw. Strafbarkeit der verletnodan HnuUung ddt 
RUdtsicht auf den RechtssaU: volenti non Sit iiytuia. 



Medicinische Facultät. 

1SH9 70. Ks i>t mittelst calorimetrisL-her Apparate zu bestimmen, « eichen 
Eintluss der durch eine Zeit fortgesetzte ausschliossliche Genuss von anima- 
lischer oder vegetabilisclier Nahrung auf die Wikrme-Abgabe voa Seite des 
raemchlidien KOrpen ausflbt. 

IHTn'TI Es soll der Uebergnng gewisser noch nicht geprüfter Stoffe 
vom Diiiin m den Marn, resp- die Veriinderung derselinin in der Hlutbahn 
untersucht werden. 

1871|7%. Welches ist der Zusammenhang zwischen den Nerven und jenen 
Gebilden (Geschmockszellm), die in den Geschmackskolben enthalten sind? 

1S7*J'7S. Es sind Heobachtungsreihen über dns Verhältnis zwischen Re- 
Icuchtiiiig und Sehschärfe anzustellen, und es ist, wenn möglich, aus diesen 
Beobachtungsreihen ein mathem. Gesetz zu abstiahircn, durch welches die Bd- 
Ziehung der Sehschärfe zur üekuchtung ausgedrCtckt werden könnte. 

li7S|74. Es sollen endosmotiscite Versoctae mit dem Dialysator in dem Sinne 
gemacht werden, m seher.. nb sich Salzlösungen finden lassen, die als DilTusat 
eine Flüssigkeit geben, in der das Verhältnis des Motallcs zum Saurcrest ein 
geändertes ist (worin abo die Reartion eine andere geworden ist). 

I874|i&. Die bisher beobachteten Fälle von Zerreissungen der Bänder 
grosserer Gebeine sind aufzusuchen und zusammenzustellen, der Mechanismtis 
und die SymptoniL- unter Zugrundelegung von VersiKiien an der Leiche zu 
begründen und auf die Luxationen und Rissfractiooen Rücksicht zu nehmen 

187513«. Ueber die milax)skopisc1ie Struktur der Kehlkoplseldeinihaat 
mit besonderer Berücksichtigung der Nervenendigung in derselben. 

1k;6|77. Die von Bruns angestellten Versuche über die Elasticität des 

Schädels sind von stromayer aogexweifeit uod neuerdings von Baum nur 
theüweise bestätigt worden. 

Im Interesse der Lehre von der Contosion des Gdhkitt und der Theorie 
der indivectan Schildelfracturon sind 
I. diese Versuche zu wiederholen und 

9. die vefscbiedenen Formen der hidincteo Schlddbcflcbe eKperimeutell zu 
ecioitteln. 

1877|78. Es sollen dardi mUcroskopische Beobachtungen oder durch Experi- 
mente an Thieion di- Beziehungen der Nerven mit den bedierfitnnigen Ge- 
bilden der Epiglottis ermittelt werden. 



1s;h|;!1. Lst Jas Ciliibküipergcwehe eiitzundungsfähigr 
1H7<)|S4I. Ks ist das Verhalten der Kerne bei den einzelnen Ftuchmig»- 
acten im Sie der Wirbelthiere zu studieren. 
imil|81. Es -wird die Aufgabe gestdtt: 
I. Die UebiTtra^rbarkeit des sjrpbflitiscbeii Conte^ms auf des Thier neuer- 
dings zu prüfen; 

X zu untefsudien, ob das auf das Thier übertn^ene ayplt- Contagtum «i 

fincr constittitiotu'iien Rrkrankung führt und die Weiterimpfbaflcelt aiit 
dieselbe l'iiierart beibehält, und 
$. womöglich zu emieneo, ob das syph. Contagium im Thierleibe eine Modi- 
fication erfahr^ die zu einer nutzbaren Anwendung für die menschliche 
Sjrphilis föhren konnte. 

188II82. Es sind dio Erscheinungi n Jcr sogenannten Si hiicnrollexe (Erb) 
einer erneuerten UiUcrsucliung zu unterwerfen und gleichzeitig die bis jetzt 
darüber gewonnenen Erfahrungen kritisch zusanunenzusteUea 

1W*'2;R3. nie Knochcnfissuren und ihre anatomische Be^runJwng. 
lt>S3;H4. Es möge die Verdaulichkeit verschiedener Nahrungsmittel ani- 
maSscben und ▼egetabillscben Ursprungs bezw. die Ausnutzung des im Itah- 

rungsmittel enllinlfi n.:n Eiwcisses, Fetfes, der Kohlehvdrate und der Asche 
durch den Darmkanal des Meiisclien, mit Zuhülenahme möglichst genauer Be- 
stimmungsmethoden untenudit werden. 

mH4 S.'i. Es sind ftus7uwälilende Gruppen von Anastomosen oder Plexus 
des menschlichen Nervensystems derart zu zerlegen, ilass von den in ihnen 
verlaufenden Bahnen Centrum und Periferie — soferne die^e bisher noch nicht 
endgiltig festgesetzt sind — bestimmt werden. Dabei mögen Varietäten, event 
auch entwicklungsgescIiichfHche und vergleicbend-anatomische Befhnde, sowie 
phjrsiologischc Erscheinungen Ikrücksichtigung finden. Ausserdem i-^t ein histo- 
rischer Rückblick zu geben und die Technik der angewandten Untersuchungs- 
metboden anzuführen. 

l8H3Äß. Der Magensaft von Individuen, welche an Magencarcinom leiden, 
werde speciell in Rücksicht auf seinen Gehalt an SalzsiUire einer genauen 
Untersuchung unterzogen. Sollte die Annahme bestätigt weiden, dass that- 
sAcblicb in derlei FflUen freie Salzsäure im Magensafte nicht vorkommt, so 
wflre duR^ eine weitere Reihe von Experimenten nach dem Grunde des 
Fehlens derselben zu forschen 

1H86IH7. Hisiolügische L^ntersucl.ung des Zwerchfelles mit besonderer 
Berücksichtigung . 

a) der Verbindung der Muskel mit den SehnenCasem und 

b) der Nervenendigungen. 

Es sollen dem Manuscripte die wichtigsten mikrosiiopiscbeQ PrKparate 
l)eigelegt werdea 

U87|86. Nene experimenteile Studien fiber die Peilmntterknuikheit 




1888|89. Es ist die Fragr v. t l bi- Mikroben in pneumonisch affic'rr'cn 
Lungen und im pneumonischen Sputum vorkommen, mit Berücksichtigung der 
Frage nach der pathogcncn Bedeutung derselben zu studieren. 

1889fMk. Durch welche EinQütse wild Blut derart verändert, dass es mit 
keiner der bekannten Metbodeo nachgewiesen werden kann? 

1880(91. Uotefsocbnogea Ober die Entzflndungsvorgflcge hn ener y ler te n 
Gewebe. 

18ill1*"2. Ueber den Einlluss von Tropho- Neurosen auf die Callusbildung. 
ltiU2|tNt. üxperioieateUe Ermittlung wemgstens einer der Compooentan, 
welche die Richtung der Processus sptnost der Witlwlsänie bestimmen. 

lv;t;i[<H. Weitere Studien über die Möglichkeit, bezw. den Einfluss der 
Infecüon eines Säuglings durch die Milch der puerperal erkrankten Wöchnerin. 

1894|96. Eme eingehende Untersuchung der Nervenendigungen in den 
Gelenkkapseln und Sehnenscheiden vorzüglich des Menschen mit besonderer 
Berücksichtigung der Frage nach der Eigenart der GelcnknervenkOrperchen. 

18it5!Hl. Welches sind die Bedingungen, die die F Ilbarkeit der Harn- 
Säure im Harn insbesondere in Bezug auf Concrementbüdung im Organismus 
beefasflnaaeaf 

1896|97. Ueber die Anlage und Anordnung der ersten Gefiissc des 
embryonalen Süugethierauges, über ihren Zusammenhang mit den übrigen Ge- 
fassen des embr>'onalen Kopfes und über ihre Weiterenr^vickelung bis zur 
Periode der vollen Ausbildung des Geßtesssystems in der membrana vaculosa 
lentis. 

1MW('9H. Wclclics sind die proccntischcn VcrhSltTiivsc ii<-r verschiedenen 
Formen weisser Blutkörperchen bei Menschen verschiedenen Alters unter nor- 
malen Verbflttiiiaaen? 

PhUoMpkiMlw FaddUlt 

1860161. Postulat philosophorum ordo, ut in originem et compositionem 
libelli, ijui vulgo fertur Xenophontis de re publica Atheniensium accuratius in- 
quiratur, ac quo tempore conscnptus quoque ab auctore profectus sit. doceatur. 

1861|62. Man gebe einen Abriss der Lehre von den singuUren Punkten 
und Linieii, wdcbe bei ebenen «Igebraisdieo Curven vorkommeiL 

18H2)63. Es ist eine qucllenmässige Darstellung der Stellung der Erz- 
bischöfe und des Erzsliftes von Salzburg zu Kirche und Reich uuttr Kaiser 
PWedrich 1. bis zum Frieden von Venedig 1 1 1 , i . u geben. 

166ajM. Grundzage einer Geschichte des Multiplicators in den Haupt- 
stadien seiner tbecretifichea und constructiven Entwidthmg mit besonderer 
ROcksicl'.t auf die Ggeotbümlichkeiten astatischer Systeme 

18<i4[6ö. Die Sprache des Minnesängers Oswald von Wolkenstein soll 
in fluem VerbUtnisse zum icinea Mittelliochdeutsch dargesMtt weiden. 



186SI66. Es sind die in der Umgebung Innsbrucks vorkommenden Glieder- 
thiere ans einer der nachfolgenden Gruppen Ar.u liiiidon. Hvmenopteren, I,epid- 
optereo, Neuropterea oder Orthopterea anzugeben und genaue BeobacbtUQgen 
ttlMr horizontale vmd veitikale Verbrettang', sowie aber Lebensweise deneUten 

anzustellen. 

186616«. Es soll der Gedankengaug des Platonischen Dialogs: j.Der 
kleinere Hippias« in bestimmt markierter Gliederung dargelegt, dann diese selbst 
aus fomieflian tind sachlichen Gründen, mit cotgsamer Beobachtung der etwa 
von Plflton selbst gegebenen Fingcr/eige, gerechtfisrtlfrt und endBch auf Grund- 
lage dieser F.irtfterung der einiu-itlichc '/.weck des I)ialn};s fcstKcstfllt werden. 
B«i Uehandlung des letzten Punktes mOge auch Xenoph. Memor. IV 2, 1% ao 
sum Verigleicfae iwrangezogen und auf die verschiedenen Ansichten der nam- 
haftesten Erklärer Piatons Rücksicht genommen werden. 

1867 (tH. Es soll durch eine Reihe neuer, sorgfältiger Messungen die 
spedfische Warme einer Anzahl stidcstoffhaltiger Verbindungen ermittdt and 
hierBUs die Atomwärme des Stickstl^s selbst berechnet werden. 

186-H{69. Kritische Gescliichte des Herzogs Friedrich IL des Streitbaren 
von ck^tcrreich mit besonderer Berftdruiditignng sefaiesVerhSltiiiasessa Kaisar 
und Reich. 

IMtjW. Es sind genaue Messoogen der Wärmemengen anznstdlen, welche 
durch den chemi'^chen Proccss der Verbindung von Kali uod Natron mit Wasser 

und Säuren entwickelt werden. 

18iO<71. Es soll untersucht werden, ob das Eckenlied und Virginal 
(Oietrich's erste Ausfahrt) einem Verfasser zuzuschreiben seien und das Fort- 
leben des Eckenliedes in der späteren I.ttterafur n.->chgewiesen werden. 

1S7I7'J. Es, sind Untersuchungen an/iisielli u über die BeschatTenhcit der 
Thier- und PllanzeDwelt der Tiroler Torfmoore in der Vorzeit und G^enwart 

187I|7B. gegenaeifige AUiangigiceit der religiösen und ethischen Vor- 
stellungen in den Epen des Flnmer. 

187S|74. Man bestimnu- inöghchst genau die Erstarrungstemperaturen der 
Sdiwefelsäurehydrate von der hrtchst verdünnten Säure angefangen bis zum 
i«Dwn Monohydnte und untersuche die Zusammensetzung der hiebei aus- 
geschiedenen festen KOrper. 

1874|75. Quellenmässige Darstellung der Einmischungen Rom s in die 
deutschen Köiügswahlen, von der Wahl des GegeukOaigs Heinrich Raspe an, 
bis zum Ende des dreizehnten Jahrhonderts. 

1875|76. Es Kind die WärmeefTecte chemischer Prooesse mittelst das 
Bunsao'schen Ei&kalorimeters zu bestimmea 

1S11|7?. Es sind Untersuchungen anzustellen Ober die horizontale und 
vertikale Verbreitung der Coleopteren in unserem Hochgi birgc und zugleich 
Beobachtungen zu machen über die besonderen morphologischen und biologischen 
VerfaUtnissa dersdben. 



I 

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I8}9|98i. QueUenmassige Darstellung der Kosmogonie (Weltentstehungs- 
lehm) des Lucretias Cans, sowie seioer Pokmik gegen den alten GOttergleubeii. 

I>ie Untt rcn -hunf^ und Dnrstellung der Gründe, welche Lucrez bestimmten, 
die l ;neiulhulikt i; und Unbegrenztheit des Weltalls anzunehmen, wird besonders 
glCWL]:;.cht_ 

1828179. £s «oU das Verhiltnisy in dem das Gedicht »CaA* von Stridcicr 
toni Robmdliede steht, eingehend und allseitig dargestellt werden. 

1K;<»|S(K Es du- pV\ -.]kiili,:AKi\ FiRcnschaflen der von Ga&li* «Ot- 

decktea Kryohydrate zu untcrsucheu, um daraus Anhaltspunkte zur Batechddnng 
der frage lu gewinnen, ob diese KOrper chemiscbe VerUndoHsen oder me- 
chanische Gemenfife sind- 

1880|81. Bekanntlich ist die Sammlung Qceronischer Bneie. die unter 
dem Titel >ad familiäres« geht, nicht nach einem einheitiichen Princip geordnet. 
Es soll untersucht werden, ob sich watigstens Gerichtspunkte nachweisen 
lassen, nach denen die Briefe 2a den efaisehien Bttdiem vereinigt »nd tind die 
Anordnung der Bücher j^ctroffen ist 

1881188. Es ist die Theohe der Doppelintegiale der Functionen zweier 
reellen Veränderlichen strenge nach den riditigen M n dpi en der Infnütesimal- 

rechnung darzustellen. 

188:i|88. £s werde über die in den griechischen Mythen und Culten eine 
Rolle spielenden BSunei ROchte, Blnmen eine Abbandltmg geSeibrl; wekhe 

auf wissenschaftlich vergleichendem Standpunkte beni^it-nd, \'er\\ ar.dtes auch 
bei anderen indoeuropäischen Völkern berücksichtigen und die jedesmal der 
llereinziehung dieser Pflanzenwelt orqirüni^idi ZU Gründe Uzenden Vor- 
stellungen aufzudecken versuchen soll. 

1883{84. £s sind Untersuchungen anzustellen über die verschiedenen Arten 
der Färbung im Thieneidie, deigteichcn über die Ursache und den Zweck 
derselben. 

lfl84|S6. Die Beziehungen Ungarns zom ostrOmisdien Reidie im zwölften 

Jahrhundert, 

l88ö|N6. Existiert ein Unterschied der rchgiösen imd ethischen Anschau- 
ungen in der Dias und in der Odyssee? Lässt sich daraus etwas entndunen 
bec&gUch der aogenmmten homerischen Frage? 

18M|$7. Die Malerei imd Plastik Deutschtirols vcm Ende des 1$. bis 

Mitte des 17. j:)hiini:ijrii.s stiigcMi'iiivhtlich und ctütmUstorisch beleuchtet 
1887188. Die Votbeilung der Primzahlen. 

1888|M. Es sollen die Gesiditspunkte anQiesucht werden, nach denen 

die Epigramme Martials auf seine Gönner, bi srimit-rf .qiif Domitian und dessen 
Günstlinge beurtheüt werden müssen, um ein ungeiaischtci. Bild von des 
Dichter < csiiinung und Charakter zu gewinnen. 

isbVjM». Gerhard von Roos' (teterr. Annalen untersucht nach ihren Quellen 

und ihrem Werte. 

M* 



— 26o 



UOOjDl. Th«orie der sechstea Potenzreste. 

IWlfOS. Spndhe, Stil and Metrik des jungen Sdnller in der AalOuA}^ 

Die Ergebnisse der T'ntersuchun/? sollen zur Entscheidung der EdXfiMitfnige 
bei den /.weilclhaftcn (iedichtcn verwertet werden. 

1892 il3. Es sind die Folgemngen zu ziehen, die sich aus den MaxweU- 
Hertz'schen Gleichungen flir d« mtgne tische Verhaltea voo Kry stallen 
ergeben, auaseidem sind die ertuttenen Srgelndsae mit der bisherigen Theorie 
md den vorhiinJenen \'ersuchen 7U vergleichen. 

1S93M4. Die Beziehungen Kaiser Rudolfs II. zu Erzherzog Mathias bis 
cum Vertrag von Lieben, 

I8!>4II5. Die Lautlehre einer der lebenden deutseben Mundarten Oester- 
reichs ist in phonetischer und historischer Rcziehung zu untersuchen und dar- 
tostellea 

lMHi|M. Gerhart Mercator und seine ikdcutung für die Entwicklung 
Oer lUuiograpnie. 

1896(97. Es ist eine nusführliche Schilderung des geologischen Baues jenes 
Theiles der Kiirwcndclgruppe zu liefern, welcher im Norden durch den von 
Rothpietz bereits geschilderten Theil dieser Gruppe, im (Jsten durch Jie Achen- 
see-Tbalung, im Westen durch die Seefelder Einsattelung, im Süden durch das 
Innthal begrenzt whd. Der Arbeit sind efaw geologische Karte im Massstabe 
von 1:35.000 und eine grossere von Profilen beizugeben. 

18»7f98. Nach einleitenden, die hi.shengen Ansichten bcurtheilenden Be- 
merkungen über Etymologie. (^rundlK-grilT und Hodeutungsentwicklung des 
Abstractums <n) soU eine eingehende und möglichst alMchlieiaeade Uotefsuchong 
«ogeeteltt werden Qber limmtlidie nachweisbare Spuren derpeisooificiertBn *A«|, 
als einer mythologlscfaen Figai, über deren Wesen nod Entwicklung. 




Verzdchnis 6. 

Akademische Verbindungen und Vereine. 



GrVniJungsjahr 
bczw. Jahr der ; 
Bcsiätigang der ; 



NBin* tf«> Vtreiflt 



Daten lo «reit »okhe lur Ver 
fllgBflg 



8 
9 

10 



II 

13 

M 

i6 



17 
i8 

»9 



187 1 Academia ikathol. Siudenienvcrein) 

1898 Alemannia (tkad. Vertiiiului^ 

1893 ' Alpenclub 

1874 Alpin.i (kalhol. Siudentenverein) 

1871 Arioii [Studemcngesellschafl) 

i89t> Arminia BurscheaidMA) 
1861 (1868) I Athesia (Corp«) 



1S64 (186^ I Austiia (ktthoL Studcatenveibia- 

1870 I Bonifacius-VeninffJiuenatttaag»- 

I verein,' 

189t Brixia («kwl. Vabimfaiig) 



1897 

f 
1891 
1878 

l8<)6 

1892 



1876 
1890 

i8t>3 



Cheniskia (BnndMWdufiQ 
Cbinesia 

Qnibria (BuischeiiKliaft) 

Circolo ncndemicoitalUmoCVcKia 

itul. Studenien, 
Fliedensverein 
Genrnmia (BancbeoKheft) 



Geniunia (obcdlMen'^nlibiirg'icbe 
LsadHMQnidnft) 

Germanenbund :On»gruppe de» 
Vereines GermaaeDbuiul] 



von Jei Suttti.iUerei auf- 
gelöst, ha« vi-H Ja^ Corps im 
glsiciin Jahre wieder neu con- 



Ge$ängsver«ui 



NatAepHitdet 1884. 

Anfangs n; 1^1/^ dv.rch die 
SlattKaliL'i<;i aufgclOst, bat »ch 

di:- VsTiiMiJaogiaJidi 18970« 

conslitmerr. 

Löste Mcb 1864 «Mt 



Lflile sich 1898 auf. 

Von derSiatthalterei aufgalttttim 
Juli 1896 und im Mai 1897, hat lidl 
die Bttncheoschaft wieder oeu 



LBM ach 18X0 mit. 

Vum Mioi.sienum des Innern be- 
nehuag$weiie der Stanhatierä 
18»}. 



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Verzeichnis 0. 



262 





Grttndungslahr 








bezw. Jahr Jer 


Ninifi des Vereins 


OaMn ao «ck lelclM tut Var- 


2: 


Besiüti^ung der 




0 

a. 


VerentMUiuien 






ao 


1870 (1879) 


Gothia (Corp«; hervorgegangen aus 


Ton 9k oBQMmm RVl 




Oer VenMiMung WaUuUa 


gdOtt. Int wb dit Oocpt Im 
gidehca Mm wkäm naa (a> 








MIdet. 




1874 


Helvetia Oenip' iitaiialVerbindunj^ 


18811 nach 4ilhriger UnterbriKh- 






Toa Schweizersiutkaten) 


uiig wictier reconsiiuiim. 


» 


1874 


Historiker-Oub 




•3 


1893 


Juristen Verein 




«4 1894 


l.eo-V'erein 




«5 


1861 ■;iS79i 


Lese-Casino i^frllhcr I.es«-Vcrcin) 




a6 


1881 


Medianer- Venin (Verein der Me- 




97 


1889 


didoer 

Naturhistoriker- Verein (VereiQdtr 








NuarhiAoriker) 




28 




MttUfwisaaasclMftüdier Venin 




«9 


189a 


Ostmark (Verein deuMcfaer Soi» 








dentca; spiter aked. Vabin» 








dung Raeiogermaaia] 




30 


1893 


PnnnetiH^fnef fBim^heiufhAfi. Her- 


V on SB* ^MiMiHumv* un •■ua« 














t :^ SVi 'rilnJetm VcfMfVilllMF 








Fiippcnhciniia) 




3» 


i«74 


Philotogen-Oub 




3« 


1694 


Raetasennfliiia ^vide OmbuiIi) 

^X^avt^^^kv* *e«M ei€m ^▼nflM ^^i^WaBHKflHV 




33 


1899 


Raetogennania (Feiiatvetfe&KÜing 


Hat danSiiiia Bocen. 






Jeutsclier HodMcimitf) 




34 


i8$9 (1868) 


Rbaetia (Corps) 




35 


1895 


RbenaniR (Voeia nidiidcandttr 








Hoch schalet] 




3« 


1898 


Sängerbund 




37 


188« 


Schulveran für Deutsche (aked. 


Vom Minislcnum des Innern \>e- • 




Ortsgruppe Innsbruck" 


iiehungswtLM: lon der äMtthal- 






tcrci aufgcKSsi i^^*. 


38 


1870 


Sodetä d^gii studeati e candidati 


Von der SiatUHlMrm aurgeliOat 






tentini in Innsbrueic {guA- 








Kger Venin} 





Digiti7f»d hv Cooqlc 



Verzeichnis 6. 



1 Post Nr. 


GrUndun^jahr 
t>ezw. Jahr der 

Ucsiaiii;uiii; 
Ver«im.i.iiHuieii 




Daten soweit »olche tur V«-- 

AimgaMtaD. 


1 


39 




SQdnurk: .1 akadem. OittigrappB 










„Watiburjf* 










b) akad. Ontgrappe „Ulricfa 










»on Hünen" 










c) akad. Ortsgruppe „i>eutsche 










I'iukcnschtft" 






¥> 


1897 


Sport-Club i bcTvoigqpiiigto n» 










dem Im lahie 1895 gagrflodetcii 










le.linKch-iilpiticn Club 






4« 


1884 (1871) 


Suevia iBurscbeaschafl, herrorgc- 










gßogea aus der im Jahre 1877 










gegründeten Verbiodung Suevia 










besw. der im Jahre t87i gegrün- 










deten Verbindung Vorarlbtrgia) | 






1877 


Studenten-UnterstUtzungsverain 










der drei weltlichen Pacul- 










VMcn 






i 


KSga 


reutonia i.Burschcnsch.ifii 






44 




Tirolia (kadioL Siudeotea- Verein) 






45 


1893 


TifoBsch - vonirlbergische Hei- 










matskunde (Veieia für tiro- 










lisdi-vorutbogiiGlie Haimatt- 










kunde} 






4* 


1869 


Unkm {kImIm)L SmdciMea-UiiioB'*) 






47 


1870 


Uttknie e pfogresso (nicht poli- 










tischer Smdemen- Verein) 






48 


1898 


Ullitas (akad. Verein fUr geistliche 










Lehramocaadidatea) 






49 


1869 


UnÜas (akad. Vaeia) 






50 


1879 


Urania (akad. Stademca - Vaifaia^ 










duDgj 










Unterstütz angs-Venin 








i8mi 


Vandalia (Corp«) 






5? 


i8t>8 


Vrilchenblaue Republik (Verbin- 






54, 

1 1 


«893 j 


Velebit (kroatisch-okad. Verein) 







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Vemlehnis 6. 



— 264 — 







GrUndungiiahr 








z 


bcrw. J;ihr Jcr 


N«me dei Vereins 


DMcn ^o weil «<)l„he lur Ver- 






BntliUKung <i«r 


fügung sieben. 




0 
Q. 


VereiMilatunn 






55 


1894 


Vertumd der fiidiwisseiuchift- 






lichcn Vereine an der philo- 
sophischen Facultät 






5« 


187t 


Vorarlbergia (Vcfbindoog); mte 

Sucvia 






57 


1870 


Walhalla 'VerbindungU vide Goihui 






58 


1874 


Wissenschaftlicher Abend (Vcrtin 
cur wiascnichafiL Ausbildung} 





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